Claudia Langer Die Generation Man-müsste-mal

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Inhaltsangabe zu „Die Generation Man-müsste-mal“ von Claudia Langer

Man müsste mal … weniger Fleisch essen, langsamer fahren, weniger fliegen, zu Ökostrom wechseln und überhaupt keine Dinge kaufen oder tun, die … ja was? das Leben unserer Kinder, ja unserer Enkel und Urenkel ruinieren. Denn sie werden uns fragen; Was habt ihr getan? Nein, es geht nicht eine Nummer kleiner, denn der Klimawandel ist längst da, wir ersticken in Wohlstandsmüll und stressen uns digital bis zum finalen Burn-out. Nein, es sind nicht die anderen, in China, Indien, Afrika oder sonst wo. Wir selbst sind es, die Generation Man-müsste-mal, die sich so gut eingerichtet hat in der neuen grünen Mitte unserer ach so schönen, achtlos hingenommenen Demokratie. Es ist an uns allen, pardon, den Arsch hochzukriegen, um endlich die Welt zu retten. Nein, kein bisschen weniger. Ja, das ist Utopie. Aber eine Gesellschaft ohne Utopie, ohne eine Vorstellung, wie sie leben will, wird nicht überleben. Die Gründerin von utopia.de hält uns den Spiegel vor: In ihrer Streitschrift gegen unsere Leitkultur der Verschwendung und gegen die ökologische Behaglichkeit rechnet Claudia Langer ab mit unserer Faulheit und Mutlosigkeit und verlangt entschieden danach, uns selbst zu ermächtigen.

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  • Rezension zu "Die Generation Man-müsste-mal" von Claudia Langer

    Die Generation Man-müsste-mal

    michael_lehmann-pape

    30. January 2013 um 13:22

    Überzeugend argumentierter Appell für Wohlstand statt Wachstum „Ich klage SIE an, nur kleine Schritte zu tun, die ihr Gewissen beruhigen, anstatt endlich die großen Hebel anzusetzen“. „Ich klage mich selbst an.--- als Teil der Generation „man müsste Mal““. Da spürt man schon zu Beginn des Buches Ärger, durchaus aber auch Ohnmacht vor den Umständen, vor sich selbst, vor dieser trägen, langsamen „Elefantenkraft“, die den Menschen unbewusst und unterbewusst träge vor sich hin steuert, ihn egoistisch sein und bleiben lässt. Jener Kraft, gegen die der „kleine“ Verstand kaum etwas auszurichten vermag und die immer nach egozentrischer Sicherheit erst und dann nach breiter Bequemlichkeit strebt. Wobei Claudia Langer natürlich intelligent genug ist, diese Verflochtenheit des Menschen zu kennen, wahrzunehmen, aufzunehmen und dennoch ebenso klar und stringent genau jene Regionen anzusprechen vermag, die hier unter Umständen durch Erkenntnis und Einsicht gegensteuern könnten. Es ist bei weitem kein resignatives oder pessimistisches oder rein nur klagendes Buch, das Claudia Langer verfasst. Es ist kein Ratgeber oder Training dafür, endlich mal übliche „gute Vorsätze“ umzusetzen, vor allem nicht im Sinne von „mal abnehmen“ oder anderen Unwichtigkeiten, die dennoch die Welt und das Streben der Menschen zu lenken scheinen. Nein, im Kern ist diese luzide, intellektuelle und kritisch-rationale Streitschrift ein Ausdruck der Hoffnung. Des „sich nicht zufrieden Gebens“ angesichts der Probleme. Ein Ausdruck der Hoffnung allerdings im Sinne Havels: „die Gewissheit, dass etwas Sinn macht – ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht“. In einer Welt, die zwar ständig in einem vagen „man müsste Mal“ verbleibt, aber eigentlich, wie Lang überzeugend ausführt, genau weiß, dass (und sogar was) „wir handeln müssen“. Breit legt Lang den Finger in die offenen Wunden. Zeigt den „Burnout“ der Welt auf, zeigt die Generationen des „man müsste Mal“ auf und die Folgen dieser Haltung und legt zudem ein „Programm der Hoffnung“ vor, dass Sinn macht. Das zu offenem Diskurs und Streit, vor allem aber zur Handlung einlädt und auffordert. Und durchaus motiviert, nicht niedermacht, was wichtig ist. Natürlich bietet Langer keine neuen Inhalte, die ökologischen und ökonomischen Probleme sind breit bekannt, ebenso wie Gier und das Streben nach Luxus und Anerkennung als Ursachen für viele dieser Probleme. Natürlich kann man Langer vorwerfen, hier und da polemisch über das Ziel hinauszuschießen. Alles geschenkt. Denn im Kern verbleibt eine strukturierte und fundierte Argumentation, die den Leser nachhaltig beeindruckt. Und die in der engen Anlehnung an die Struktur eines Burnout fassbar mögliche Etappen nachhaltig vor Augen führt. Und dies durch die gewählte Form mit ihren farblichen Absetzungen unterstützt. Auch wenn zu befürchten ist, dass auch dieser einzelne Appell im Getriebe der Trägheit und eines „man müsste Mal“ wiederum versickern kann, es ist ein wichtiges Buch und es braucht mehr davon. Mehr von einer ständigen Erinnerung daran, dass Taten Dinge verändern, nicht Pläne allein. Und Menschen grundlegend und an sich zu Taten fähig sind. Oft eben nur nicht zur rationalen Steuerung dessen, was sie tun. Claudia Langer legt den Finger auf eine bekannte und klar erkennbare Wunde, bietet zugleich aber Wege und Möglichkeiten an, einen anderen, verändernden Umgang mit den großen Problemen der Zeit zu „erstreiten“ und selber auf den Weg zu bringen. Nicht nur lesenswert, sondern auch „Tun-Wert“. Um einen Anfang zu machen. Erst mal fast egal, wie und wo.

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  • Rezension zu "Die Generation Man-müsste-mal" von Claudia Langer

    Die Generation Man-müsste-mal

    WinfriedStanzick

    01. October 2012 um 16:19

    Dieses Buch will aufrütteln. Menschen den Spiegel vorhalten. Sie konfrontieren mit ihrem Leben, ihrer Lebenshaltung, ihrer Bequemlichkeit, ihrer Konsumorientierung, ihrem Warenfetisch und ihrer permanenten Redewendung vom „man müsste mal“. Denn es ist Zeit zu handeln. Es ist egal, sagt seine Autorin Claudia Langer, was Sie tun, Hauptsache Sie tun irgendetwas. Anstatt immer nur zu reden, zu philosophieren und zu problematisieren. Anstatt dauernd nur Urlaub zu machen mit dem Flieger oder dem Auto und sich halb zu Tode zu konsumieren. Und daran mitzuwirken, dass diese Welt noch mehr ausbrennt. „Hoffnung ist eben nicht Optimismus. Es ist nicht die Überzeugung, das etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht – ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“ Diese Worte von Vaclav Havel stellt sie ihrem Buch voran, bevor sie in einem, wie ich finde, sehr dialogischen Stil ihre Anklagen formuliert. Denn sie will Betroffenheit bewirken, sie will die jeweiligen Menschen treffen bis ins Mark, dort wo noch etwas sitzt von ihrer eigenen Würde und ihrem Menschsein. Sie klagt an: • Die „Man müsste mal –Eltern“ Sie opfert ihre Kinder auf dem Altar des eigenen Egoismus • Die „Man müsste mal- Großeltern“ Sie profitieren von einem System, das sie mitverantworten, tragen aber auch das Wissen in sich, wie man für Ideale auch gegen Widerstände kämpft • Die „Man müsste mal – Jugend“ Sie hat Angst, anstatt wütend zu sein. Ist auf Leistung getrimmt, und steht vor dem Erbe ihrer Eltern: Chaos und Dreck. Sie wird die Sache selbst in die Hand nehmen müssen • Die „Man müsste Mal- Konsumenten“ Er will alles vom Feinsten, aber nicht viel dafür bezahlen • Die „Man müsste mal- Manager“ Sie sind mächtig und stehen gleichzeitig extrem unter Druck (shareholdervalue). Das ist aber keine Entschuldigung, es nicht zu versuchen • Die „Man müsste mal- Politiker“ Sie reagieren, anstatt zu agieren, und verstecken sich hinter Panzerglas, wenn es darum geht, dem Volk zu erklären, was gerade mit ihm passiert. Sie delegieren lieber Verantwortung, als sie zu übernehmen • Die „Man müsste mal – Wissenschaftler Sie sind die Übersetzer der Probleme in Lösungen. Doch sie scheuen die Verantwortung, dabei wächst ihre Relevanz mit ihrer Stimme, nicht allein mit ihren Forschungsergebnissen Verantwortung übernehmen, das ist es, was Claudia Langer allen Gruppen der Gesellschaft am Ende in zehn Paragraphen ins Stammbuch schreibt. Verantwortung zu übernehmen für sich selbst, ihre Kinder, für ihre Gesellschaft und für die Welt. Jeder kann etwas tun. Was man zunächst dabei zu verlieren droht, ist nicht mehr als die eigene Bequemlichkeit und Trägheit. Gewinnen wird man sich selbst, seine Mitmenschen, seine Zukunft und - seine Menschenwürde.

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