Claudia Ley

 4,5 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor*in von Wo die Störche fliegen, Bevor der Sturm begann und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Claudia Ley ist das Pseudonym einer Spiegel-Bestsellerautorin mit deutsch-italienischen Wurzeln. In Italien hat sie auch studiert und erhält sich dort bis heute ihren zweiten Wohnsitz. Mit ihrer Familie lebt sie im brodelnden Herzen Londons, übt ihren Beruf als Lektorin und Übersetzerin immer noch mit Begeisterung aus und liebt Reisen, italienische Küche samt Rotwein und Juventus Turin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Claudia Ley

Cover des Buches Wo die Störche fliegen (ISBN: 9783453273375)

Wo die Störche fliegen

(15)
Erschienen am 26.04.2023
Cover des Buches Bevor der Sturm begann (ISBN: 9783453273368)

Bevor der Sturm begann

(10)
Erschienen am 11.10.2021
Cover des Buches Wo die Störche fliegen (ISBN: B0C3CXB355)

Wo die Störche fliegen

(1)
Erschienen am 08.06.2023

Neue Rezensionen zu Claudia Ley

Cover des Buches Wo die Störche fliegen (ISBN: B0C3CXB355)
bettinahertzs avatar

Rezension zu "Wo die Störche fliegen" von Claudia Ley

bettinahertz
Wo die Störche fliegen

1918: Gerda und Thomas verleben ihre Kindheit unbeschwert in Westpreußen, 10 Jahre später sind sie ein Paar. Doch nicht nur ihr unterschiedlicher Stand verhindert eine gemeinsame Zukunft, auch die politische Lage spitzt sich immer mehr zu, der Hass auf die Polen wird schlimmer. Gerda soll standesgemäß heiraten, sie flieht nach Danzig und hat Glück, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, doch die Sehnsucht nach Thomas bleibt. Die Lage ist prekär: Hitlers Machtergreifung, der zweite Weltkrieg und wieder bleibt nur die Flucht. 


Diesen mitreißenden und ergreifenden Roman habe ich als Hörbuch gehört, Sprecherin Simone Kabst hat diesen hervorragend eingesprochen, sie trifft in jeder Szene den richtigen Ton und die unterschiedlichsten Emotionen erlebt man hautnah mit. Der Schreibstil ist sehr angenehm, bildhaft und spannend. 

Wir begleiten Gerda und Thomas von 1918 bis 1944. Der Beginn der Geschichte ist sehr harmonisch, Westpreußen wunderbar beschrieben und die Freundschaft zwischen Gerda und Thomas sehr tief. Das sie ein Paar werden, ist einfach logisch. Doch ihr Leben hat einen anderen Plan und ist voller Dramatik.


Die Figuren sind der Autorin ausgesprochen gut gelungen, sie sind sehr authentisch und lebendig. Es gibt so viele: Gerdas Familie, Thomas, seine Mutter und weitere in Danzig. Aus unterschiedlichen Sichtweisen erleben wir die Schrecken des zweiten Weltkrieges, die Skrupellosigkeit der Funktionäre, die Judenverfolgung und Vertreibung unzähliger Menschen. 


Die Liebesgeschichte zwischen Thomas und Gerda umfasst die Handlung wie ein wärmender Mantel, obwohl sie sich immer weiter voneinander entfernen. Insgesamt ist es eine imposante Geschichte, verwoben mit den historischen Fakten vor und während des zweiten Weltkrieges in Westpreußen und Danzig. Ich gebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung.


Cover des Buches Wo die Störche fliegen (ISBN: 9783453273375)
MarySophies avatar

Rezension zu "Wo die Störche fliegen" von Claudia Ley

MarySophie
Wo die Störche fliegen

Handlung

Westpreußen 1918

Gerda von Westkamm hat das Paradies vor der Haustür. Sie wächst auf Gut Lapienen auf, ist dort tagtäglich umgeben von der Weite und Schönheit der Natur. Und ganz in der Nähe wohnt Thomas, ihr bester Freund. Als Kinder haben sie ihre Leidenschaft für Märchen und Geschichten geteilt, als Jugendliche haben sie gemerkt, dass Gefühle füreinander vorhanden sind.

Eine mögliche Verbindung wird von Gretas Eltern verboten, die Standesunterschiede, aber auch die politische Gesinnung spielen eine zu große Rolle. Um all dem zu entfliehen, reist Gerda nach Danzig, findet Arbeit und doch lässt sie ihre Vergangenheit mit Thomas nicht los...


Meinung

Auch dieses Buch ist mir in der Verlagsvorschau aufgefallen und ich finde, dass die Inhaltsangabe echt gut klingt. Ich hatte mit einer spannenden, gut recherchierten Geschichte gerechnet und mal wieder richtig viel Lust auf einen Roman, der in Preußen spielt, tolle Landschaftsbeschreibungen beherbergt und ein offenes Bild zeichnet. Daher habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut, ein herzliches Dankeschön geht an das Bloggerportal!


Die ersten Seiten waren ein bisschen gewöhnungsbedürftig und ich brauchte einiges an Zeit, um mich auf die Geschichte einzulassen. Sowohl die Sprache mit all ihren Umschreibungen, als auch die Ausgangssituation der Handlung und die Protagonisten waren nicht so einfach zu verarbeiten und ich musste sehr aufmerksam lesen, um alles mitzubekommen und damit meine Gedanken nicht abschweifen.

Und dieser sehr eigene, recht schwere Schreibstil hat sich durchgesetzt. Durchweg bin ich eher schleppend vorangekommen und war nie mit viel Eifer und Interesse dabei. Mir war es ehrlich gesagt zu viel. Ich konnte mich anfangs nur schwer auf die Handlung einlassen, ab Seite 50 wurde es ein bisschen besser, da fand ich die Geschichte interessanter und war voller Hoffnung, dass es von nun an stetig bergauf geht. Das ist dann auch wieder verpufft und ab Seite 200 habe ich ganz vieles überflogen und überblättert. Mein Auge ist höchstens mal an einer wörtlichen Rede oder einem Brief hängengeblieben, die ausführlichen Beschreibungen von Situationen und Orten habe ich mir geschenkt. Ich hätte mich nur unnötig lange mit der Lektüre beschäftigt, hätte keine Freude am Lesen gehabt und durch das Überfliegen habe ich ja trotzdem grob mitbekommen, was alles passiert ist.


An vielen Stellen im Text gibt es Erwähnungen an das Märchen 'Die Schneekönigin'. Anfangs war es verwirrend, später ganz nett und am Ende hat's mich nur noch genervt. Es war zwar ganz passend, dass sich das Märchen wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, aber war halt auch sehr eigen und ich finde, die Stimmung wurde dadurch ziemlich eisig und abweisend.


Bei den Protagonisten habe ich mir mehr erwartet. Sie sind weder lebendig, noch greifbar gezeichnet und ich hatte nicht damit gerechnet, dass vor allem Greta durchweg ziemlich kindisch und unreif auftritt, bei ihr kaum eine Entwicklung vom jungen Mädchen bis hin zu einer jungen Frau erkennbar ist. Sie agiert kaum anders, ist mir zu sprunghaft und während ich sie als kleines Mädel noch ganz gern mochte, sie durchaus eine niedliche Seite an sich hatte, ging mir Greta irgendwann nur noch auf die Nerven. Da war Thomas schon besser gezeichnet, wenngleich auch er durchweg sehr distanziert und abweisend auftritt. Und das erstreckt sich leider auch auf die restlichen Charaktere...


Fazit

Ich hatte echt viel Bock auf das Buch. Und auch der recht schwere Start hat meinem Interesse an dem Buch keinen Abbruch getan. Ich habe frohen Mutes weitergelesen und irgendwann dann doch aufgegeben... Nach knapp 150 Seiten habe ich gemerkt, dass ich viele Seiten einfach nur überflogen habe, ab Seite 200 habe ich ganz viel überblättert. Ganz ganz lose bin ich noch der Handlung gefolgt, habe aller paar Seiten mal einige Worte gelesen, um noch einen leichten Überblick zu haben. Aber mein Interesse war einfach weg. Ich bin mit der Geschichte, der Sprache und vor allem den Protagonisten nicht warmgeworden, ich hatte einfach was anderes erwartet...

Cover des Buches Wo die Störche fliegen (ISBN: 9783453273375)
friederickesblogs avatar

Rezension zu "Wo die Störche fliegen" von Claudia Ley

friederickesblog
Eine große Liebe in schweren Zeiten

Das Cover:

Ein Cover, das mich sehr angesprochen hat, weil es für mich durch die Farbgebung und dunklen Wolken am Himmel sehr ausdrucksstark ist. Das junge Paar in der Natur, im Hintergrund das Gut, vervollständigen das Bild und laden zusammen mit dem Klappentext ein, das Buch lesen zu wollen. 

 

Die Geschichte:

 

1918: Gerda und ihr Freund Thomas träumen sich in Westpreußen (2018) in eine Welt vom Märchen und aus der Kinderfreundschaft wird eines Tages eine deutsch-polnische Liebe. Doch der unterschiedliche Stand und die komplizierten Verhältnisse in Gerdas Familie, sowie Thomas polnische Abstammung verhindern eine Heirat. Als sie einen anderen Mann heiraten soll, um das Gut der Eltern zu retten, flüchtet sie nach Danzig. Sie hat Glück und findet eine Arbeitsstelle als Schreibkraft in einer Reederei. Politische Wirren, Liebe, Sehnsucht, der Zweite Weltkrieg und die Flucht ändern danach alles in Gerdas Leben. 

Meine Meinung:

Eine Geschichte, die ich von der ersten Seite an genossen habe. Wunderbar ausgearbeitete Protagonisten, die mich emotional in ihr Leben gelassen haben. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt. Die Autorin schreibt in einer leicht lesbaren und bildhaft starken Sprache. Die Zeitgeschichte ist brillant mit der Erzählung verwoben, sodass es gleichzeitig die von Menschen gelebte Zeitgeschichte auf wunderbare Art vermittelt. Die Schauplätze sind intensiv beschrieben. Der Spannungsbogen ist bis zum Ende sehr hoch.

Mein Fazit: Eine beeindruckende Liebesgeschichte in unglaublich schweren Zeiten. Dazwischen immer wieder kleine Passagen der Schneekönigin, und bittere Wahrheiten als Post in Märchen verpackt. Insgesamt gefühlvolle und spannende Lesestunden. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung. 

Heidelinde von Friederickes Bücherblog.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks