Claudia Lietha Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 13 Rezensionen
(11)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume“ von Claudia Lietha

Das Protokoll einer Rückkehr ins Leben und ein bewegender Erfahrungsbericht: Seit ihrer Kindheit träumt die Autorin Claudia Lietha davon, Bücher zu schreiben. Doch ein Zeckenstich mit darauffolgender schwerer Borreliose macht auf einen Schlag alle Träume zunichte. Mit schwersten, kaum erträglichen körperlichen Beschwerdenplagt sie sich, völlig entkräftet und enormen Ängsten ausgesetzt, durch ein Leben in Krankenhäusern und durch viele Monate der Isolation. Die Familie steht ihr durch alle Zeiten bei, ansonsten ist sie – praktisch ohne Hilfe durch die Umwelt – auf sich allein gestellt. Die Ärzte machen ihr keine Hoffnungen mehr, jemals wieder ganz gesund zu werden, die Invalidenversicherung bietet keine Unterstützung. Doch Claudia gibt nicht auf, kämpft sich Stück für Stück ins Leben zurück, wird gesund, holt die Ausbildung nach - und schafft sogar den unerwarteten Durchbruch als Kinderbuch-Autorin. In diesem Buch schildert sie ihren Weg von einer glücklichen, unbeschwerten Kindheit in einen kaum vorstellbaren jahrelangen Abgrund voller Leid, Überforderung und Angst – und lässt die Leser an ihren Schritten zurück in ein gutes Leben teilhaben. Ergänzt wird dieser Erfahrungsbericht mit Beiträgen führender Borreliose-Fachpersonen, um ein umfassendes Bild dieser Krankheit zu zeichnen. Es sind dies: Dr. med. Norbert Satz, Prof. Dr. Martin Sievers, Dr. med. Petra Hopf-Seidel, Dr. med. Carsten Nicolaus sowie Ute Fischer, Pressesprecherin des Borreliose- und FSME-Bundes Deutschland.

Ein unter die Haut gehendes Buch über die lange Rückkehr ins Leben und den unermüdlichen Willen einer tapferen Frau

— Biggi2
Biggi2

Das Buch beschreibt den Kampf gegen die Krankheit zurück ins Leben,

— mabuerele
mabuerele

Stöbern in Biografie

Gegen alle Regeln

grossartig geschrieben, wie ein spannender Roman

mgwerner

Am Ende der Welt ist immer ein Anfang

Humorvoll und locker leicht geschrieben! Sehr sympathische Autorin und interessante Lektüre.

Bucheule

Dichterhäuser

Ein großartiges Geschenk an alle, die Literatur & ihre Dichter lieben/besser kennenlernen wollen. Diese Fotos! Ein wahres Fest fürs Auge!

Wedma

Penguin Bloom

Inspiriert einfach...

WriteReadPassion

Und was machst Du so?

Eine interessante Lektüre, die dazu führt, die eigene Biografie und Berufswahl zu hinterfragen.

seschat

Von Beruf Schriftsteller

Ein sehr lesenswerter Einblick in das Leben des berühmten Schriftstellers Haruki Murakami - nicht nur für Bibliophile!

DieBuchkolumnistin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume" von Claudia Lietha

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Leserinnen und Leser Der Brunnen Verlag verlost fünf Buchexemplare einer sehr interessanten Neuerscheinung für eine Leserunde: „Borreliose – und dennoch hab ich tausend Träume“ von Claudia Lietha Zum Inhalt: Das Protokoll einer Rückkehr ins Leben und ein bewegender Erfahrungsbericht: Seit ihrer Kindheit träumt die Autorin Claudia Lietha davon, Bücher zu schreiben. Doch ein Zeckenstich mit darauffolgender schwerer Borreliose macht auf einen Schlag alle Träume zunichte. Mit schwersten, kaum erträglichen körperlichen Beschwerden plagt sie sich, völlig entkräftet und enormen Ängsten ausgesetzt, durch ein Leben in Krankenhäusern und durch viele Monate der Isolation. Die Familie steht ihr durch alle Zeiten bei, ansonsten ist sie – praktisch ohne Hilfe durch die Umwelt – auf sich allein gestellt. Die Ärzte machen ihr keine Hoffnungen mehr, jemals wieder ganz gesund zu werden, die Invalidenversicherung bietet keine Unterstützung.  Doch Claudia gibt nicht auf, kämpft sich Stück für Stück ins Leben zurück, wird gesund, holt die Ausbildung nach - und schafft sogar den unerwarteten Durchbruch als Kinderbuch-Autorin. In diesem Buch schildert sie ihren Weg von einer glücklichen, unbeschwerten Kindheit in einen kaum vorstellbaren jahrelangen Abgrund voller Leid, Überforderung und Angst – und lässt die Leser an ihren Schritten zurück in ein gutes Leben teilhaben. Mehr Infos über die Autorin und das Buch findet Ihr auf: http://www.claudia-lietha.com Ihr könnt euch bis zum 5. Oktober 2013 um 12.00 Uhr bewerben. Anschliessend wird die Bekanntgabe der Gewinner erfolgen. Wir sind auf der Suche nach 5 Lesern, die Interesse an realen Erfahrungsberichten haben und das Buch lesen und rezensieren. Wie immer sind zeitnahe Teilnahme an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension Voraussetzung. Die Rezension soll darüber hinaus noch verbreitet werden bei Amazon oder ähnlichen Verkaufsplattformen. Claudia Lietha ist während der Leserunde dabei und beantwortet Eure Fragen. Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

    Mehr
    • 163
  • Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    Tiffi20001

    Tiffi20001

    24. March 2014 um 13:43

    Klappentext: Das Protokoll einer Rückkehr ins Leben: Ein Zeckenstich mit darauf folgender schwerer Borreliose macht die schöne Kindheit von Claudia Lietha zunichte. Mit kaum erträglichen körperlichen Beschwerden und enormen Ängsten ist sie, total entkräftet auf sich alleine gestellt. Sie lebt über ein Jahrzehnt lang isoliert, oft auch in Krankenhäusern und Kliniken. Ein Abgrund von Leid und Überforderung tut sich auf. Nur die Familie steht ganz zu ihr. Die Ärzte können ihr kaum noch Hoffnung vermitteln, die Invalidenversicherung bietet keine Unterstützung. Doch Claudia gibt nicht auf, kämpft sich ins Leben zurück, wird gesund, holt die Ausbildung nach, findet Arbeit, wird Kinderbuchautorin... Ergänzt wird dieser bewegende Erfahrungsbericht mit Beiträgen folgender Borreliose-Fachpersonen: Prof. Dr. Martin Sievers, Dr. med. Norbert Satz, Dr. med. Petra Hopf-Seidel, sowie Ute Fischer, Pressesprecherin des Borreliose- und FSME-Bundes Deutschland. Buchgestaltung: Das Cover zeigt neben dem Titel „Borreliose – und dennoch habe ich tausend Träume“ eine Photographie einer Frau/der Autorin beim Schreiben eines Briefes und ist in lila/rosa- Tönen gehalten. Das Cover gefällt mir eigentlich recht gut, es ist nicht zu aufdringlich und passt deshalb sehr gut zur Thematik des Buches. Das Foto finde ich ebenfalls gelungen und auch der Titel überzeugt mich, da er neugierig macht und Einblick in das Buchgeschehen gewährt. Alles in allem gesehen eine gelungene Buchgestaltung, da auch der Klappentext Lust auf das Buch macht. Eigene Meinung: Die Thematik des Buches ist wirklich sehr interessant und wird auch auf eine ganz besondere Art und Weise im Buch vermittelt. Von Beginn an kann man sich sehr gut in die Autorin hineinversetzen und ich habe durch das gesamte Buch hindurch mit ihr mitgefühlt. Das Buch gibt aber auch sehr viel Hoffnung, da sich die Autorin wieder ins Leben zurückkämpft und so nicht nur die schlechten Seiten der Krankheit beleuchtet werden. Besonders toll fand ich zum einen die Farbfotos, die sich im Buch befinden, da sie sehr gut zum Buchgeschehen passen, und zum anderen die Exklusivberichte mit Experten, die noch einmal einen objektiven Blick auf die Krankheit erlauben. Die Sprache ist dem Buch angemessen und flüssig zu lesen. Fazit: Ein toller Bericht zu einer schlimmen Krankheit, das ich absolut empfehlen kann. Autor: Claudia Lietha wurde 1978 in der Schweiz geboren und ist in der Nähe von Bern aufgewachsen. Nach einer glücklichen Kindheit veränderte ein Zeckenstich über Nacht alles. Über ein Jahrzehnt lang litt sie extrem, plagte sich, meist in Krankenhäusern, mit den schwerwiegenden Folgen der Borreliose herum, kämpfte sich aber zurück ins Leben. Nach der Matura (dem Schweizer Abitur) studierte sie Philosophie, Kunstgeschichte und Psychologie in Basel. Heute arbeitet sie als Kinderbuchautorin und Museumspädagogin. Allgemeine Infos: Titel: Borreliose – und dennoch habe ich tausend Träume Autor: Claudia Lietha Verlag: Brunnen Seitenzahl: 287 Preis: 16,99 EUR ISBN: 978-3765515446

    Mehr
  • Borreliose – die unterschätzte Krankheit

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    Starbucks

    Starbucks

    02. December 2013 um 13:02

    Ich habe mich besonders für das Buch ‚Borreliose – und dennoch hab‘ ich tausend Träume‘ von Claudia Lietha interessiert, weil ich selbst eine Freundin habe, die ein Jahr wegen Borreliose fast nichts tun konnte und m.E. heute noch an den Folgen leidet. Die Krankheit selbst ist zwar bekannt – jeder wird benennen können, wie man sie bekommt, aber die Ausmaße der Krankheit sind vielen einfach nicht bewusst. Die Autorin selbst hat einen beispiellosen Leidensweg hinter sich. Lange Jahre mit Schmerzen und Isolation lassen sie dennoch nicht aufgeben. Schließlich findet sie ihren Weg ins Leben zurück und verwirklicht sich ihre Träume, u.a. macht sie schließlich eine Ausbildung und wird Autorin. Dieses Buch ist vor allem für Betroffene absolut lesenswert. Claudia Lietha beschreibt genau ihre persönliche Therapie, sie erzählt, was ihr geholfen hat, wieder aus der Isolation ins Leben zurück zu finden. Wertvoll und auch für Gesunde sehr interessant sind auch die Beiträge von Spezialisten, u.a. auch der Pressesprecherin des Borreliose- und FSME-Bundes in Deutschland und mehreren Ärzten. Das Buch von Claudia Lietha zeigt also einerseits Therapiewege auf, andererseits klärt es auf – letztendlich ist aber am wichtigsten, dass es ein Mutmacher für alle Betroffenen ist. Es ist eine Mischung aus Sachbuch und sehr persönlichem Erfahrungsbericht und damit für viele Betroffenen einfach viel wertvoller als ein reines Sachbuch.

    Mehr
  • Borreliose - der lange Weg zurück ins Leben

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    Biggi2

    Biggi2

    14. November 2013 um 16:49

    Ein Buch über den schweren und langen Weg zurück ins Leben ... ein Tatsachenbericht, der unter die Haut geht. Claudia berichtet sehr eindrücklich über die schlimmen Symptome und Ausmaße dieser schlimmen Krankheit. Immer wieder während des Lesens fragt man sich "wie schafft sie das?", "wo sind die Ärzte?" ... man bewundert die Willensstärke dieser tapferen Frau, die sich langsam wieder ihren Weg ins Leben zurückerkämpft... den Mut nicht aufgibt und an sich und das Leben glaubt. Das Buch gibt Hoffnung  ... 

    Mehr
  • Kleine Ursache große Wirkung

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    flieder

    flieder

    02. November 2013 um 22:13

    Claudia Lietha verlebt eine unbeschwerte Kindheit in der Schweiz. Ihr größter Traum ist es Autorin zu werden und sie schreibt schon als Kind viele kleine Geschichten.  Im Alter von 15 Jahren machen sich das  erste Mal schwere Krankheitssymptome bemerkbar und der Kampf gegen eine bis dahin unbekannte Ursache beginnt. Vom Arzt als psychische Probleme abgestempelt muss sie ohne weitere Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen, bis endlich ein Arzt die vernichtende  Diagnose Borreliose feststellt. Die Krankheit ist bis dahin völlig unerforscht und kein Arzt kann ihr Heilung oder Linderung geben. Unmenschliche Schmerzen und immer wieder sehr hohes Fieber bestimmen jahrelang ihren Alltag.  An einen Schulabschluss oder gar eine Ausbildung ist nicht zu denken, doch Claudia Lietha kämpft um ein lebenswertes Leben und holt im Alter von fast 30 Jahren die langersehnte Matura nach. Da der Staat keinerlei Unterstützung bietet ist die Geldnot ein weiteres Problem, dass sie nur mit Hilfe ihrer Eltern lösen kann. Nur mit eiserner Disziplin und endlich einen Lichtblick in der Behandlung lassen ihren Traum Autorin zu werden endlich wahr werden. Detailliert wird der lange Leidensweg geschildert und man kann als Leser nur immer wieder den Kopf schütteln über die Ignoranz der Ärzte, aber auch den Mitmenschen, die keinerlei Verständnis für die damalige Situation der Autorin zeigten. So sagte eine Lehrerin bei einem Ausflug, als eine erneute Schmerzattacke sich ankündigte, sie solle alleine zurückgehen. Völlig entkräftet erreicht sie erst nach Stunden  die rettende Hütte. Besonders interessant ist auch der Anhang der den gesamten  Therapieverlauf beschreibt und auch einige Ärzte kommen zu Wort, die vielleicht für Betroffenen sehr gute  Ansätze bieten. Ein sehr informatives Buch, dass ich ohne Einschränkung empfehlen kann

    Mehr
  • Die Beschreibung einer Lebensgeschichte mit einer schweren Krankheit

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    YinYang

    YinYang

    02. November 2013 um 08:33

    Mit 15 Jahren muss Claudia gezwungernermassen die Schule abbrechen. Ihr Gesundheitszustand hat sich drastisch verschlechtert. Grosse Schmerzen muss Sie durchmachen bis dann in einer Klinik der Verdacht einer Borreliose gestellt wird. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Herzrasen und Muskelschmerzen mehren sich. Ein Arzt stellt die Diagnose: Borreliose. Der Kampf beginnt. Durch viel Leid muss Claudia gehen, es kommen mehrere Schulabbrüche hinzu und immer stärker werdende körperliche Symptome. In ihrem Buch schreibt Claudia ausführlich ihre Lebensgeschichte mit der Erkrankung Borreliose. Aber Sie gibt nicht auf.  Interessant, hilfreich, lesenswert.

    Mehr
  • Kampf gegen die Krankheit

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    mabuerele

    mabuerele

    01. November 2013 um 16:02

    Claudia wächst in der Schweiz auf. Sie hat eine schöne Kindheit und erlebt in ihrer Familie Geborgenheit. Schon früh beginnt sie, kleine Geschichten zu schreiben. Es ist ihr Traum, Schriftsteller zu werden. Im Dezember 1993 bekommt sie plötzlich Herzrasen. Ihr Hausarzt findet keine Ursache und schiebt es auf psychische Belastungen. Er verschreibt ihr Magnesium. Zu diesem Zeitpunkt weiß Claudia noch nicht, dass ihre Kindheit vorbei ist und ihr ein langer Leidensweg bevorsteht. Die Autorin hat das Buch als Buch der Hoffnung geschrieben. Sie möchte Menschen helfen, die an der gleichen Krankheit leiden und ihnen zeigen, dass es möglich ist, ins normale Leben zurück zu kehren. Nach der Beschreibung ihrer Kindheit berichtet sie von Krankheitssyndromen und der Ohnmacht der Ärzte. Selbst als die Diagnose Borreliose feststeht, bleiben ihr jahrelang effektive Therapien verwehrt. Die Wissenschaft war noch nicht so weit und für die Krankenkasse war die Krankheit nicht existent! Ihr Glauben hat sie durch die Zeit des Leidens getragen. Ehrlich beschreibt aber auch auftretende Zweifel. Exakt listet die Autorin auf, welche Folgen eine langfristige Krankheit für die Entwicklung der Persönlichkeit hat. Ihr standen ihre Eltern finanziell zur Seite, trotzdem musste sie jeden Franken zweimal umdrehen. Hinzu kommt, dass von der Umwelt, sei es Schule oder Nachbarn, die Krankheit nicht für voll genommen wird, da man dem Kranken das Leiden nicht ansieht. Sehr gut gefallen mir die ins Buch integrierten Abschnitte von den Eltern, der Schwester oder Freundinnen. Hier kommt zum Ausdruck, wie Claudias Krankheit das Leben der Familie beeinflusst hat. Andererseits zeigen die Ausführungen der Freundinnen, dass Claudia von ihrer Umgebung zum Teil ganz anders wahrgenommen wurde, als sie sich selbst eingeschätzt hat. Als endlich eine effektive Therapie gefunden wird, kämpft sich Claudia zurück in den normalen Alltag. Sie kann ihre Träume wahr werden lassen. Im Anhang findet sich ihr konkreter Therapieplan. Sie weist aber darauf hin, dass er keine Allgemeingültigkeit hat. Ausführungen von Ärzten und Patientenvertretern ergänzen das Buch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Erfahrungsbericht, der bewegt und berührt. Ich als Leser habe auf jeder Seite neu gehofft und mit der Autorin gebangt, dass endlich die ultimative Therapie gefunden wird. Ihre Ausführungen zu Fragen des Glaubens, der Philosophie und der Lebensführungen, die geprägt sind durch die Erfahrung der Krankheit, geben dem Buch eine zusätzliche Authentizität. Damit lässt die Autorin einen Blick in ihr Inneres, ihre Werte und Einstellungen zu. Gleichzeitig zeugt das Buch von einem ungeheuren Lebenswillen auch unter widrigen Umständen. Das Cover mit dem Bild der Autorin finde ich passend, denn es ist ihr Leben, dass im Mittelpunkt des Buches steht.

    Mehr
  • Ein so kleiner Stich..

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    01. November 2013 um 08:18

    .. kann das ganze Leben verändern.   Claudia ist ein fröhliches Mädchen, bis ein Zeckenbiss ihre Welt auf den Kopf stellt. Nun bestimmen starke Schmerzen und eine große Erschöpfung ihr Leben. Was genauso schlimm ist, ist die Ignoranz und der Unglaube der Mitmenschen. Claudia muss durch viele Täler wandern, kämpft verbissen weiter und kann sich ihren Traum, ein Kinderbuch zu schreiben, erfüllen. Meine Meinung: Das Buch lässt einen Nachdenken und gibt Hoffnung zugleich. Gerade beim Lesen erfährt man, wie wichtig doch der familiäre Zusammenhalt ist der Verlass auf Freunde, aber auch Anerkennung und Zuspruch ist. u Wir konnten nacherleben, wie schwer es ist, möglichst normal zu leben und sich dabei völlig krank zu fühlen und nicht ernst genommen zu werden - oder noch schlimmer, wenn einem nicht geglaubt wird. Der Leser wird durch viele Umzüge und Therapie(versuchen!?) mitgenommen und erlebt die Unsicherheit der Ärzte. Der Schreibstil ist gut. Gut hat mir auch gefallen, dass Familienmitglieder, Freunde und anerkannte Fachärzte hier zu Wort kommen. Richtig gut fand ich auch, dass Claudia den Leser mit Fragen direkt angesprochen hat. Man, oder zumindest ich, habe auch viel während dem Lesen nachgedacht. Doch wenn man direkt angesprochen wurde, bewegt sich das in eine tiefere Dimension. Allerdings fand ich, dass das Buch manchmal vor sich hierschwamm. Auch einzelne Wiederholungen sind mir aufgefallen: Wir als Leser wussten ja, wie schwer sie krank ist. Bei den oft unbenannten Bekannten war mir nicht klar, um wie viele es sich nun genau handelte. Waren es nur ein oder zwei, deren Beschwerden und Weg sie mit uns teilte oder gar viele?! Diese "Gesichtslosigkeit" hätte ich mit Namen zu einer klareren Vorstellung verbunden. Ich hatte das große Glück, die Autorin während einer Leserunde ein wenig kennenzulernen. Sie ist mir sehr sympathisch und beantwortet alle Fragen und Anmerkungen ausführlich.

    Mehr
  • Lietha, Claudia - Borreliose - und dennoch hab´ ich tausend Träume.

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    Emili

    Emili

    29. October 2013 um 10:07

    In diesem Buch beschreibt die Autorin ihre Erfahrung mit der schwerwiegenden Erkrankung Borreliose. Claudia Lietha erzählt, wie sie als Kind erkrankt ist, wie ihr weiteres Leben sich mit dieser Erkrankung gestaltete, was sie unternommen hat um wieder gesund zu werden, welchen Behandlungen sie sich unterzogen hat und letztendlich, darüber, wie es ihr heute geht und wie sie lebt. Der Leser lernt nach und nach die Familie und Freunde der Autorin kennen, einige von ihnen kommen auch mit ihren ganz persönlichen Gedanken zum Wort. Auch über die Erkrankung Borreliose selbst, erfährt der Leser sehr viel. Ausführliche und umfassende Informationen zu diesem Thema hat Claudia Lietha zusammen gefasst. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin authentisch darüber berichtet, dass sozialer Ausstieg und Rückzug im Fall so einer schwerwiegenden Erkrankung eine unausweichliche Folge sind, und nicht die Laune des Betroffenen. Der Leser hat die Möglichkeit mitzuerleben, wie die Protagonistin, sprich die Autorin des Buchs, zunehmend unsicherer wird und sich immer wertloser vorkommt. Man kann als Leser die Situation gut nachempfinden und einen Eindruck von der "eingeschränkten" Welt eines schwer kranken Menschen bekommen. Informativ und hilfreich fand ich den Anhang: Die Therapieverlauf so ausführlich aufzuschreiben, war eine gute Idee. Ich denke, es könnte eine große Hilfe für die Betroffenen sein. Wie auch die medizinische Kommentare zu der Erkrankung. Dieses Buch kann man mit gutem Gewissen an alle sowohl Betroffenen, als auch an Menschen, die etwas über die Borreliose erfahren möchten empfehlen. Aber auch diejenigen, die gerne Erfahrungsberichte lesen, könnten Gefallen an dem Buch finden.

    Mehr
  • Borreliose - und dennoch habe ich tausend Träume

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    aftersunblau

    aftersunblau

    28. October 2013 um 12:44

    In ihrem Buch beschreibt Claudia Lietha ihren über ein Jahrzehnt andauernden Leidensweg nach dem sie durch einen Zeckenbiss an Borreliose erkrankt ist. Als Kind hat sie davon geträumt einmal Autorin zu werden und dann konnte sie durch ihre Erkrankung über Jahre keine Schule regelmäßig besuchen. Die Beschweren waren zahlreich, wurden von den Ärzten jedoch nicht ernst genommen. In einer Klinik ließ man sie sogar einfach liegen wenn sie ohnmächtig wurde, weil man dachte sie simuliere nur. Als dann endlich die Diagnose Borreliose feststand gab es keine rettende Heilung weil die Krankheit schon so weit fortgeschritten und noch nicht genügend erforscht war. Vom Staat im Stich gelassen, konnte sie Therapien, die keine Krankenkasse zahlt, nur durchführen weil ihre Eltern relativ wohlhabend waren. Obwohl sie von den Ärzten aufgegeben wurde, hat sie sich Schritt für Schritt ins Leben zurück gekämpft. Mit fast 30 Jahren konnte sie sogar ihr Matura ablegen und sie hat den Durchbruch als Kinderbuchautorin geschafft. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Es macht deutlich dass es auch schwere Erkrankungen gibt, die man dem Menschen nicht ansehen kann. Ein Buch, das vor allem Mut macht das es sich lohnt zu kämpfen. Nach ihrem Schicksalsbericht gibt es noch sehr informative Beiträge von Borreliose Fachärzten. Ich kann jedem Erkrankten nur empfehlen dieses Buch zu lesen und auch für nicht Erkrankte ist es sehr hilfreich um das ganze Ausmaß der Erkrankung zu begreifen und Betroffene besser verstehen zu können.

    Mehr
  • Rezension zu "Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume" von Claudia Lietha

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    SusanneE

    SusanneE

    03. March 2013 um 10:03

    Ich leide ebenfalls bereits seit zwölf Jahren an einer chronischen Borreliose ... Da ich bereits im Voraus über eine Borreliose-Gruppe von diesem Buch erfahren habe, hatte ich das Glück, ein Vorexemplar zu bekommen. Ich war neugierig darauf, weil ich gehört hatte, dass die Autorin trotz einer schweren langjährigen Borreliose wieder gesund geworden ist. Ich leide ebenfalls bereits seit zwölf Jahren an einer chronischen Borreliose, wenn auch nicht so schwer wie jene von Claudia Lietha. Aber ich hatte jahrelang wiederkehrende Gelenkprobleme, besonders in den Knien, konnte zeitweise kaum mehr gehen deswegen, was viele Jahre einfach auf Wachstumsbeschwerden oder Rheuma geschoben worden ist. Irgendwann hat man dann herausgefunden, dass eine Borreliose die Ursache dieser Beschwerden ist, aber erst mal nichts dagegen unternommen. Abgesehen von den Gelenkproblemen war ich jedoch lange Zeit gesund und konnte mit meiner Borreliose eigentlich gut leben. Seit wenigen Jahren hat sich jedoch mein Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert, es kamen auf einmal Müdigkeit, Herzprobleme, Immunschwäche, Mineralstoffmangel, Depressionen und Wahrnehmungsstörungen hinzu, obwohl ich immer sehr gesund lebe; und vor einiger Zeit hatte ich dann sogar einen regelrechten Zusammenbruch. Mein Körper hatte immer weniger Kraft, die Borrelien in Schach zu halten, und die ständigen gesundheitlichen Probleme wurden immer zermürbender: Ich hatte immer weniger Energie, mich um Haus, Arbeit und Familie zu kümmern, und geriet oftmals an den Rand meiner Kräfte. Da habe ich gemerkt, dass ich nicht so weitermachen kann und nun dringend etwas unternehmen muss, weil meine Gesundheit sonst irgendwann ganz kaputtgeht. Ich hatte schon einiges gegen meine Borreliose ausprobiert, was aber nicht richtig geholfen hat. Gespannt las ich deshalb diesen Erfahrungsbericht von Claudia Lietha und war froh zu entdecken, dass sie im Anhang des Buches auf Wunsch vieler Betroffener die Schritte beschrieben hat, die zu ihrer Genesung geführt haben – bzw. das Therapieprogramm zu erfahren, das sie von ihrem Borreliose-Spezialisten erstellt bekommen hat. Auch wenn man dies natürlich nicht ohne weiteres auf jeden Borreliose-Patienten übertragen kann, fand ich es doch hilfreich zu sehen, wie man überhaupt eine Borreliose-Therapie in der Praxis umsetzen und im Alltag Schritt für Schritt durchführen könnte. Als Borreliose-Patient ist man ja nicht selten ziemlich auf sich alleine gestellt, was die Behandlung betrifft, wenn man nicht gerade die Chance hat, bei einem Spezialisten einen Behandlungsplatz zu bekommen. Und ich war dann doch neugierig, ob eine solche moderne Borreliose-Therapie nicht auch mir helfen könnte, vor allem auch weil ich von Monat zu Monat schwächer wurde. Mein Hausarzt war glücklicherweise einverstanden, ein solches Therapie-Programm auszuprobieren und auf mich anzupassen und sich auch das Therapiebuch von Frau Dr. Hopf-Seidel anzuschauen, über das im Buch berichtet wird. So konnte ich nun Ende 2012 beginnen, die Behandlungsmöglichkeiten, die im Buch aufgeführt sind, anzuwenden und habe mit einem intensiven, umfassenden Borreliose-Therapie-Programm aus Schulmedizin, Alternativmedizin und unterstützenden Selbsthilfemaßnahmen gestartet. (Wir haben uns wirklich genau an dieses Therapieprogramm gehalten, außer dass ich keine Schwermetalle in den Zähnen entfernen musste und keine vorgängige Ernährungsumstellung gemacht habe, sondern gleich mit Antibiotika und den angegebenen Alternativbehandlungen gestartet und gleichzeitig auf die Ernährung geachtet habe.) Zum ersten Mal überhaupt hatte ich richtig heftige Reaktionen, hatte besonders im ersten Behandlungsmonat starke Verschlechterungen, bekam völlig geschwollene, heiße Knie, starke Gelenkschmerzen, Herzrasen, Panikattacken und weitere Symptome. Das hat mir zuerst Angst gemacht, aber als ich dann im Buch nachlesen konnte, dass die Autorin auch mit seltsamen Zuständen und Verschlechterungen während der Therapie zu kämpfen hatte, war ich gleich beruhigter. Und seit einiger Zeit nun haben sich die schlimmsten Symptome immer mehr abgeschwächt, und ich spüre, dass es von Woche zu Woche mehr aufwärts geht, und ich auch wieder mehr Energie habe. Mein Hausarzt steht mir weiterhin unterstützend zur Seite, und in Zukunft werden wir uns noch daranmachen, die durch die Borreliose entstandenen Mängel zu beheben und mein Immunsystem wieder aufzubauen. Ich werde auf jeden Fall mit der Behandlung weiterfahren und bin optimistisch, dass alles wieder gut kommt! Wir planen sogar schon auf Ende Jahr Familienzuwachs, was wir wegen meines geschwächten Gesundheitszustandes auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben haben, und freuen uns natürlich sehr darauf. Ich bin glücklich und dankbar, dass ich auf dieses Buch gestoßen bin, denn es hat mir wieder neue Hoffnung gegeben! Ein großes Danke deshalb an die Autorin, dass sie ihre Erfahrungen aufgeschrieben hat. Sehr hilfreich fand ich auch die Berichte der Experten im Buch. Und an dieser Stelle zudem ein großes Danke an Dr. Nicolaus vom Borreliose Centrum Augsburg für sein interessantes, gut verständliches Interview zur Borreliose-Behandlung mit vielen hilfreichen Tipps auf der Website zum Buch, das mir zusätzliche Ideen zur Borreliose-Behandlung gegeben hat. Dr. Nicolaus berichtet ja, dass er davon überzeugt ist, dass dank der heutigen Behandlungsmöglichkeiten Borreliose im Großteil der Fälle heilbar ist, und dass es ein umfassendes Therapiekonzept braucht, um die verschiedenen Faktoren der Borreliose-Krankheit erfolgreich zu behandeln. Und ich erlebe nun selber, dass ich auf ein solch komplettes Borreliose-Behandlungsprogramm gut anspreche, was mir extrem Hoffnung macht! Es ist einfach toll, dass sich der Verlag die Mühe gemacht hat, so viele hilfreiche Informationen über Borreliose zusammenzutragen. Bestimmt wird das vielen anderen Betroffenen auch wieder Mut geben. Ein herzliches Dankeschön dafür!

    Mehr
  • Rezension zu "Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume" von Claudia Lietha

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    Timon38

    Timon38

    28. February 2013 um 16:03

    Ich hatte immer wieder totale Gänsehaut beim Lesen und habe es manchmal fast nicht geschafft, weiterzulesen, wenn ich versucht habe, mir das alles bildlich vorzustellen. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass es der Autorin gelungen ist, all diese Erlebnisse packend und mitreißend zu schildern, so dass man den Eindruck hatte, als würde man das jetzt selber alles gleich miterleben. Beim Lesen habe ich mich häufig gefragt, wann das endlich besser wird, aber irgendwie kam ganz lange Zeit nur ein schlimmes Erlebnis nach dem andern. Die Jahre fliegen im Buch vorbei, und die Autorin ist immer noch schwer krank, kann keine Ausbildung beenden. Jede Schule, die sie beginnt, muss sie wieder abbrechen, weil sie zu krank ist. Nach dem sechsten misslungenen Schulversuch zweifelt man als Leser selber, ob es ihr überhaupt noch gelingen wird … Bewundernswert finde ich deshalb, wie es die Autorin trotz allem geschafft hat, all diese Erlebnisse zu überleben und nicht den Mut verloren, sondern immer weitergemacht und stets neue Hoffnung geschöpft hat. Als sie dann endlich nach über 16 Jahren Kranksein auf eine wirksame Therapie stößt und einen Arzt findet, der sie behandeln kann, sie sogar wieder gesund wird, ist man als Leser umso mehr erleichtert. Was nachher mit ihrem Leben geschieht, ist fast schon kitschig und klingt nach einer gut erfundenen Story aus einem Film, wenn man nicht wüsste, dass sie wahr ist. Ist es Schicksal? Oder ausgleichende Gerechtigkeit? Auf jeden Fall freut man sich für die Autorin, dass sie nun endlich mal wieder Glück hat und sogar ihren größten Kindheitstraum verwirklichen kann, dass sie überhaupt noch dazu in der Lage ist, nachdem sie so viele schlimme Jahre durchmachen musste. Das Ende des Buches stimmt versöhnlich und lässt dadurch all die extremen Ereignisse auf den Seiten zuvor erträglicher werden. Da passt dann auch wieder das schöne Cover dazu, da es in einer gewissen Weise das folgende Happy End symbolisiert. Denn ganz ehrlich: Das Buch wäre kaum zu verkraften gewesen, wenn es auch noch ein schlimmes Ende gehabt hätte. Aber so ist man versucht zu glauben, dass eben alles im Leben irgendwann wieder gut kommen kann, auch wenn es lange Zeit sehr schlecht aussieht. Es zeigt, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht steuern können, und man im Leben gelegentlich einfach Vertrauen haben sollte, dass sich eine Angelegenheit zum Guten wendet; auch wenn es scheinbar keine Aussichten mehr gibt. In diesem Sinne macht dieses Buch viel Mut und Hoffnung; nicht nur für Betroffene, sondern auch allgemein. Denn diese Geschichte vermittelt – trotz all der schlimmen Fakten – letztlich eine gewisse Zuversicht, dass nichts im Leben unmöglich ist … Gut gemacht, informativ und spannend fand ich zudem die Texteinschübe im Buch, in denen Freunde und Angehörige der Autorin berichten, wie sie die ganze Situation empfunden haben, und auch erzählen, wie sie die Autorin vor, während und nach der Krankheit erlebt haben. Für Betroffene sind diese bestimmt hilfreich; für mich als Nicht-Betroffenen haben sie eine zusätzliche Abwechslung und Perspektivenwechsel bedeutet und auch dazu beigetragen, mir ein noch besseres Bild der Lage zu machen. Ein nützliches Extra fand ich die Exklusivbeiträge von Experten, die teilweise in Interviewform gehalten und auch für Nicht-Betroffene spannend zu lesen sind. Ich kann dieses Buch Lesern empfehlen, die auf der Suche nach einem packenden Erfahrungsbericht sind – über ein Thema, das sie so bestimmt noch nie gelesen haben!

    Mehr
  • Rezension zu "Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume" von Claudia Lietha

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    BuecherFreund

    BuecherFreund

    28. February 2013 um 15:46

    Beeindruckend und wertvoll Eine Lebensgeschichte, die mit den ach so unbeschwerten Kinder- und Jugendjahren der Autorin beginnt. Ein Schicksal, das plötzlich eine unerwartete Wende nimmt und (fast) nichts belässt, wie es einmal war. Denn alle Sicherheit ist trügerisch … Die junge Autorin schildert in eindrücklicher Weise den Übergang vom fröhlichen, unbekümmert heranwachsenden Kind zur von allen (un)denkbaren Leiden geplagten Patientin. Mit ganzer Offenheit gelingt es ihr, den Leser und die Leserin in die berührenden, teilweise gar erschütternden Abschnitte ihrer Jugendjahre mitzunehmen. Mit einer Mischung aus erfreulichen und dunkeln Kapiteln aus zahlreichen Stationen in ihrem jungen Leben vermag die Autorin den Leser und die Leserin in den Bann ihres fast unfassbaren, doch wahren Schicksals zu ziehen. Berichte aus dem persönlichen Umfeld der Autorin erlauben dem Leser bzw. der Leserin einen Perspektivenwechsel und damit eine objektive Sicht auf einzelne Freuden, meistens aber Leiden der Autorin. Die Spannung nimmt noch mehr zu, als es der inzwischen jungen Frau endlich gelingt, erst die Schulbildung und danach ein Hochschulstudium anzugehen und diese auch jeweils abzuschließen. Ihr ‹Kampf zurück ins Leben› lässt beim Leser bzw. der Leserin den Respekt vor den immensen Leistungen der Autorin stetig steigen. Diese muss sich Tag für Tag in einer nach vorne strebenden und leistungsorientierten Gesellschaft stets neu behaupten. Aufgrund persönlicher Erfahrungen scheut sich die Autorin denn auch zu Recht nicht, das allgemeine Nicht-Wissen über die Erkrankung und den Umgang mit an Borreliose erkrankten Personen anzusprechen und deren schwierige Stellung in unserer Gesellschaft zu schildern, ohne damit anzuklagen. Im Weiteren wird der ganz persönliche Erfahrungsbericht von interessanten, themenspezifischen Kommentaren und Interviews ebenso umrahmt wie von Farbfotos, welche die Lebens- und Leidensgeschichte der Autorin noch authentischer werden lassen. In besonderer Weise weiß die Autorin die Kraft des Glaubens an Gott und an gute Menschen authentisch zu vermitteln. Mit persönlichen Worten und Gebeten hält sie die Hoffnung und den Glauben an Besserung aufrecht. Denn beim Lesen fragt man sich mehr als einmal, wie viele Leiden die Patientin noch erdulden muss. So ist es letztlich der positiven, unerschütterlichen Lebenseinstellung der heute 34-jährigen Autorin zu verdanken, dass der Leser bzw. die Leserin das Buch am Ende beeindruckt und um wertvolles Wissen reicher aus der Hand legt.

    Mehr
  • Rezension zu "Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume" von Claudia Lietha

    Borreliose - und dennoch hab' ich tausend Träume
    Thomson_1966

    Thomson_1966

    23. February 2013 um 22:28

    Dieses Buch hat mich äußerst betroffen gemacht. Ein Kind erkrankt hierzulande nach einem Zeckenstich unerwartet an einer schweren, lebensbedrohlichen Infektion, ausgelöst durch heimtückische Bakterien, und es gibt keine wirksame medizinische Behandlung dagegen. Die Folgen dieser Situation sind jenseits jeder Vorstellungskraft für einen Menschen wie mich, der in einem Land mit bester medizinischer Versorgung lebt. Die anfängliche Hoffnung des Lesers, dass diese unerträgliche Situation bald ein gutes Ende findet, zerschlägt sich spätestens dann, als er erfährt, dass es zu dieser Zeit keine wirksame medizinische Behandlung gegen diese fortgeschrittene Infektion gibt. Noch viele Seiten, respektive viele Jahre lang, ist deshalb kein Ende dieses Alptraumes in Sicht. Die Erlebnisse, welchen den Leser auf den nächsten 150 Seiten erwarten, übertreffen oftmals alles, was man sich an Schrecken vorstellen könnte, und lassen einem buchstäblich die Haare zu Berge stehen. Ich kann die im Buch geschilderte Krankheitszeit nicht anders beschreiben, als dass das ‹Action pur› ist. Atemlos – und nicht selten auch völlig fassungslos – folgt man der Autorin von einem Erlebnis zum nächsten, und ein Ende ist lange nicht in Sicht … Man braucht wirklich starke Nerven, um das überhaupt lesen zu können; denn obwohl der Schreibstil der Autorin weder übertrieben noch anklagend ist, sie im Gegenteil sogar reflektiv und einfühlsam schreibt, wird der Schrecken dieser Krankheit mit all ihren unvermeidlichen Folgen durch die sehr detaillierten und ehrlichen Schilderungen der Autorin greifbar – und das Ganze damit verbundene Leid und die Ohnmacht auch förmlich fühlbar –, was den Leser eben noch fassungsloser zurücklässt. Als die Autorin nach unendlich langer Krankheitszeit unerwartet eine wirksame Behandlung findet und wieder gesund wird, eröffnen sich ihr neue Möglichkeiten, und sie kann sogar ihren größten Kindheitstraum vom Schreiben verwirklichen. Es ist zwar erstaunlich, wie sie es geschafft hat, nach dieser schweren Krankheit ein ganzes Kinderbuch zu schreiben. Denn man erfährt ja im Buch, dass ihr Gehirn durch die Infektion so stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist, dass sie lange Zeit nicht mehr richtig lesen und schreiben konnte. Aber offenbar hat sie es geschafft, denn dieses Kinderbuch ist wirklich veröffentlicht worden. Positiv fand ich zu sehen, dass sie an all den tragischen Erfahrungen nicht zugrunde geht, sondern es schließlich schafft, ein gutes neues Leben aufzubauen – gerade weil sie so viel durchleiden musste und dadurch auch das Leben in seiner ganzen Schönheit nun noch viel mehr zu schätzen weiß. Wie hat Johann Heinrich Pestalozzi so schön gesagt: ‹Vergangenes Leid muss Wohlsein fühlen lehren. Wer nie gedarbt, ist ohne Freude reich.› Dieses Buch schenkt viel Hoffnung und Zuversicht und bringt dem Leser den Glauben zurück, dass Wunder eben manchmal doch geschehen können. Denn vielleicht haben ja wirklich – wie es ein Arzt in der Geschichte gesagt hat – tausend Schutzengel auf die Autorin aufgepasst … Absolut lesenswert!!

    Mehr