Claudia Magerl

 4.6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Bruderschwur, Caesarenblut und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Claudia Magerl

Bruderschwur

Bruderschwur

 (3)
Erschienen am 02.10.2009
Caesarenblut

Caesarenblut

 (1)
Erschienen am 02.03.2015
Feuertod

Feuertod

 (1)
Erschienen am 18.02.2010
Der Tempel des Castor

Der Tempel des Castor

 (0)
Erschienen am 30.03.2019

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Rezension zu "Caesarenblut" von Claudia Magerl

Nach "Bruderschwur" und "Feuertod", eine weitere, fesselnde Story
Ginvor 4 Jahren


Dieser Roman schildert die Geschichte von Cassius Chaerea — jemals davon gehört? 

Ich kenne mich ein bisschen aus in Sachen Römische Geschichte, aber ich gebe unumwunden zu,  dass mir der Name Chaerea gar nichts sagte, als ich ihn zum ersten Mal hörte. Also griff ich rasch auf Wikipedia zurück. 

Chaerea ist also anno 7 vor Christus geboren und im Jahre 41 nach Christus gestorben. Zwischen beiden Daten erstreckt sich eine mittelmässige militärische Karriere, die als Centurio beim Rheinheer unter Germanicus beginnt und als Tribun der Prätorianergarde — also der Leibgarde des Kaisers — endet. 

Der Held der Geschichte hatte weder Frau noch Kinder, dafür Freunde. Zu den engsten unter ihnen zählte Lucius Aelius Seianus, der Prätorianerpräfekt, und dessen Sohn Tiberius Gemellus.  Mit Seianus verband Chaerea das Versprechen, dass im Falle des Todes des Präfekten er, Chaerea, die Aufsicht über diesen Sohn übernehmen soll. Als Seianus von Kaiser Tiberius des Landesverrates bezichtigt und unmittelbar danach, ohne Prozess, zu Tode verurteilt wird, muss der Hauptdarsteller sein Versprechen einlösen. Tiberius Gemellus braucht umso mehr Schutz, da kurz vor seinem Tod Kaiser Tiberius den Jungen und dessen Vetter Caligula zu gemeinsamen Erben ernannte. Der alte Kaiser meinte es vielleicht gut, doch der Entscheid erwies sich als fataler Fehler. 

Jedenfalls wissen wir alle, dass Caligula nicht für seine Nächstenliebe in die Annalen eingegangen ist. Prompt greift er in das Geschehen ein und zwingt seinen Miterben Tiberius Gemellus zum Selbstmord. Nun, wissend von Chaereas Zuneigung zu Tiberius Gemellus, will Caligula die Loyalität des Tribuns auf Herz und Niere prüfen. Chaerea ist der geborene Soldat: Befehle entgegennehmen und ausführen, und seien sie noch so fragwürdig, gehört nunmal zu seinem Alltag. Über Caligulas Abneigung ihm gegenüber macht er sich anfangs nicht allzu viele Gedanken und versucht zuerst, die Missgunst und den Zorn des Kaisers zu ignorieren, bis zu dem Punkt, wo Chaerea, zutiefst gedemütigt, einen schwerwiegenden Entschluss fasst.

Wie bereits mit „Bruderschwur“ und „Feuertod“ gelingt es der Autorin Claudia Magerl mit Maestria, den Leser für die römische Welt zu faszinieren und in ihren Bann zu ziehen. Sie nimmt den Leser an der Hand, führt ihn durch die Gassen Roms, betritt mit ihm die Häuser, die Paläste, die Legionslager und beschreibt das Leben der Römer zu jener Zeit, als wäre sie selber dabei gewesen. Die Autorin besitzt auch die seltene Fähigkeit, sich in die Seele von männlichen Helden einzuschleichen und deren Taten und Gedanken glaubwürdig zu schildern. Dazu besitzt sie viel Humor, eine weitere Gabe, die bei weiblichen Autorinnen selten gerühmt wird.

Claudia Magerls historische Romane sind mir immer willkommen und ich genieße sie in vollen Zügen. 

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Rezension zu "Feuertod" von Claudia Magerl

Ich habe Agrippa lieb gewonnen
Ginvor 4 Jahren

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die Lektüre von "Feuertod", der Folge von "Bruderschwur", in Angriff nahm, aber dann hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen. 


"Feuertod" schildert auf romanhafte Weise das Leben des Marcus Vispanius Agrippa vom Zeitpunkt der Seeschlacht bei Actium, an der Antonius und Kleopatra besiegt wurden, bis zu seinem Tod. 


Agrippa ist uns allgemein als begnadeter Feldherr und Flottenkommandant in Erinnerung geblieben. Doch er war ein vielfältiger Mann und besass die Annehmlichkeiten und Charakterzüge, die man sich bei Octavius oder bei Julius Caesar gewünscht hätte. Er war auch ein autodidaktischer Zeichner und Architekt und Bauherr: Das Pantheon, das Mausoleum des Augustus, die Agrippa-Thermen, unter anderem, tragen seine Unterschrift. Was er aber am liebsten baute, glaube ich, waren Aquädukte, weil er somit die Lebensqualität der Römer und der besiegten Völker, steigern konnte. Wussten Sie, dass der berühmte Pont du Gard ebenso ein Werk des Agrippa ist?


Agrippa war ein Altruist, er hat sein Leben in die Dienste Roms und seines Herrschers, Octavian/Augustus, gestellt, ohne Gegenrede. Bemerkenswert ist es, dass Agrippa sein ganzes Leben nur einen Wunsch gehabt hatte, und zwar an der Seite seiner liebsten Frau, Marcella, zu bleiben. Doch den Wunsch schlug ihm Augustus ab.  


Die Autorin, Claudia Magerl, versteht es ausgezeichnet, in die Seele des Agrippa einzudringen und sie uns lesbar zu machen. 


Ich wünschte, sie würde noch mehr ähnliche Romane schreiben. 

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Rezension zu "Bruderschwur" von Claudia Magerl

Eine Reise durch die römische Welt zur Zeit des Endes der Republik
Ginvor 5 Jahren

Claudia Magerl versteht es ausgezeichnet, den Leser durch die Mäander der Römischen Geschichte zu führen. 
Der Hauptdarsteller des zweibändigen Werks ist Marcus Vispanius Agrippa, kurz Agrippa. 
Dabei hatte sein Leben gar nicht gut angefangen: Als unselige Fußgeburt hätte er nur einige Sekunden zu leben gehabt, wenn überhaupt, wenn sein Vater es so gewollt hätte. Er nahm jedoch das Kind auf, doch von Vaterliebe war nicht die Rede, im Gegenteil. 
Aber verstoßene Kinder verbringen meist ihr ganzes Leben damit, Anerkennung zu suchen, und so ging es unseren Agrippa auch. Aus ihm wird ein beliebter Generalissimus und der begnadete Kommandeur der römischen Flotte, die Antonius und Cleopatra in der verhängnisvollen Seeschlacht bei Actium besiegte. 
Mit Claudia Magerls Werk dringt der Leser auch tief in das Leben anderer, nicht minderer Protagonisten der Römischen Historie wie Octavius, zum Beispiel, mit dem Agrippa den "Bruderschwur" teilt. Auch  Julius Caesar, Antonius, Atticus und viele andere sind einfühlsam beschrieben und dargestellt. 
Dieses Buch gehört nun auf meinen Schreibtisch, als eine Art Nachschlagewerk. 

 

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