Claudia Martini Die Frau in Stöckeln - Ein (alb-)traumhaftes Reisebuch

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Inhaltsangabe zu „Die Frau in Stöckeln - Ein (alb-)traumhaftes Reisebuch“ von Claudia Martini

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  • Rezension zu "Die Frau in Stöckeln - Ein (alb-)traumhaftes Reisebuch" von Claudia Martini

    Die Frau in Stöckeln - Ein (alb-)traumhaftes Reisebuch
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    05. May 2012 um 16:20

    „Frau in Stöckeln“ von Claudia Martini beginnt damit, dass Marie in einem omanischen Krankenhaus gestrandet ist, weil Philipp dort stationär behandelt werden muss. Marie nutzt die „Philipp freie Zeit“, um ihre Erfahrungen der letzten Reisen niederzuschreiben. Die Figuren: Die, stets gut gestylte Karrierefrau Marie, liebt es auf Stöckelschuhen und Prosecco schlürfend durchs Leben zu gehen. Philipp hingegen, ist ein mit Wandersandalen bestückter Rucksackträger, namens Philipp, der ein schlichtes Zelt einem vier Sterne Hotel immer vorzieht Die Handlung: Als Marie sich in ihren Pendant Philipp, den Globetrotter verliebt, lernt sie auf recht amüsante Weise, dass ein Urlaub aus mehr, als Sonnenbaden und Shoppen bestehen kann. Vielmehr begibt sie sich mit ihrem Freund auf recht abenteuerliche Reisen. Heraus kommen einige schöne, humorvolle Geschichten, die immer wieder mal von kleinen Spitzfindigkeiten bezüglich der Sitten und Gebräuche fremder Länder durchzogen werden, ohne jedoch dabei fremdenfeindlich zu wirken. Nach jedem Reisebericht wird der Leser über die neuesten Entwicklungen im Krankenhaus unterrichtet. Der Schreibstil: Die Autorin schreibt in einem lockeren leichten Stil. Die wenigen Flüchtigkeitsfehler unterbrechen den Lesefluss in keinster Weise. Durch das gesamte Buch zieht sich eine humorvolle Linie, die lediglich zum Ende hin, durch ein wenig Dramatik abgelöst wird. Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Roman, den ich jeden empfehlen kann, der gerne mal von schönen Reisen träumt oder einfach nur mal „Abschalten“ möchte. Ich vergebe 4 von 5, weil es ein absolut lesenswerter kurzer Roman ist, der jedoch nicht jedermanns Geschmack treffen wird. traumrose aus dem Team von Wir Lesen

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  • Rezension zu "Die Frau in Stöckeln - Ein (alb-)traumhaftes Reisebuch" von Claudia Martini

    Die Frau in Stöckeln - Ein (alb-)traumhaftes Reisebuch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    11. April 2012 um 10:03

    Marie, die Frau in Stöckeln, trifft ihren Traummann: Philipp. Der hat jedoch, wie könnte es anders sein, einen klitzekleinen Mangel. Er steht nicht sonderlich auf das Süffeln von Prosecco, meidet Wellness-Oasen und Fünf-Sterne-Hotels. Seine Welt sind die Globetrotter-Pfade auf allen Kontinenten, stilsicher bereist mit Rucksack, Fahrrad, Zelt und Trekking-Sandalen. Mutig schließt sich Marie an und testet Philipp zuliebe eine Form von Reisen, bei der oft nicht mehr als der Anflug geplant ist und Unterkünfte sowie Transfers spontan vor Ort gesucht werden. Wer so unterwegs ist wie dieses Gespann, kann auf witzige, beängstigende, spannende, nachdenkliche, leichtsinnige, interessante oder komische Begebenheiten geradezu Wetten abschließen. Die Frau in Stöckeln resümiert solche Erlebnisse mit ihrem Freund, während sie im Oman an seinem Krankenbett sitzt. Eine rätselhafte Entzündung fesselt ihn ans Bett und sie versucht, mit den Aufzeichnungen über ihre gemeinsamen Erlebnisse Ruhe zu bewahren. Das knallige Cover signalisiert, wie sich das gemeinsame Reisen für Marie in der Regel anfühlt: Vom Mann zwar nahezu restlos begeistert, ist sie vom Trekken ordentlich geschafft. So genial ich dieses Covermotiv finde, so wenig begeisterte mich die Umsetzung der Textidee. Sicher, was auf diesen Reisen geschieht, ist immer wieder für einen Witz oder Situationskomik gut. Doch sprachlich geht das Buch für mich unter und darunter leiden insgesamt die Besonderheiten der Szenen. Am meisten störten mich zahllose Füllwörter wie so, dann, noch, also, mal ... teils in Kombinationen sowie üble Schimpfwörter, die mir Marie richtig unsympathisch machten (zwei Mal 'Scheiß-Berg' in einem Satz war insofern harmlos). Dazu addieren sich unnötige Wiederholungen. Auf Seite 179 dürfte "Philipp" das häufigste Wort sein: Ich habe 20 Unterstreichungen auf meinem Reader gezählt. Ein anderes Beispiel ist die Lieblingsformulierung für Zeiten, Längen und Gewichte, die fast immer "gefühlte" soundsoviel Stunden lang sind oder "gefühlte" soundsoviel Kilogramm schwer. Hinzu kommen vier, fünf Handvoll unkorrigierte Rechtschreibfehler und Dialoge, die viel zu sehr so getextet sind, wie sie tatsächlich gesprochen werden. Es mag merkwürdig klingen, aber je "echter" Dialoge geschrieben werden, umso flacher klingen sie. Wer seinen Tischnachbarn zuhört, wird möglicherweise am laufenden Band "Schatz" hören oder Fragen, die in verschiedenen Varianten x-mal gestellt werden; wer daraufhin seine Bücher durchforstet, wird nur einen mickrigen Bruchteil dessen finden, was die Tischnachbarn umgangssprachlich von sich gegeben haben ... und die Dialoge dennoch lebhaft finden. Kurz gesagt, schätze ich die komischen und dramatischen Momente von Globetrotter- und Trekking-Reisen als richtigen Grundstock für ein unterhaltsames Buch ein - nicht umsonst habe ich mich mit Büchern von Hape Kerkeling, Maarten Troost oder Stefan Albus eingedeckt. Um jedoch Pointen richtig knallen zu lassen oder Cliffhanger zu schaffen, fehlte es mir persönlich in diesem Fall an der sprachlichen Flexibilität und Finesse. Ich hatte, das gebe ich zu, mehr vom Buch erwartet.

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