Claudia Mech

 5 Sterne bei 10 Bewertungen
Claudia Mech

Lebenslauf von Claudia Mech

Claudia Mech wurde 1970 in Heinsberg/Rheinland geboren und wuchs in Wassenberg bei ihren Großeltern auf. Hier besuchte sie die Realschule und machte eine Ausbildung zur Arzthelferin. Im Jahr 1993 heiratete sie und lebt zusammen mit ihrer Familie.

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Mit Liebe hat das nichts zu tun!

Mit Liebe hat das nichts zu tun!

 (12)
Erschienen am 01.03.2013

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Rezension zu "Mit Liebe hat das nichts zu tun!" von Claudia Mech

Hut ab vor der mutigen Autorin!
Senizavor 3 Jahren

Dieses Buch hätte eigentlich noch einen zusätzlichen Stern für den Mut der Autorin verdient, denn Claudia Mech erzählt hier ihre eigene Geschichte. In einfacher, klarer Sprache erzählt sie, wie ihre behütete Welt zwischen Kinderserien und Pferdebüchern plötzlich aus den Fugen gerät. Als 12-jähriges Mädchen weiß sie nicht, wie sie mit den sexuellen Übergriffen ihres Großvaters umgehen soll. In ihrer Verzweiflung versucht sie, mit Hilfe eines ungewöhnlichen Rituals diese Übergriffe zu beenden. Denn eines ist ihr klar: Mit Liebe hat das nichts zu tun!

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Rezension zu "Mit Liebe hat das nichts zu tun!" von Claudia Mech

Mit Liebe hat das nichts zu tun!
Sarlaschtvor 5 Jahren

Inhalt:
Stefanie wächst bei ihren Großeltern auf, welche sie jedoch als Mutti und Vati ansieht, kennt sie die Situation doch nicht anders. Zu Hause ist sie das Nesthäkchen, wird umsorgt.
Eine Veränderung tritt auf, als die Familie einen Urlaub nach Mallorca macht, auf der Insel ist es das erste Mal, dass ihr Vati sie beim Eincremen unsittlich berührt. Die Sache verwirrt sie, doch ist sie mit 12 Jahren gerade an einem Lebensabschnitt, in dem man sowieso nicht wirklich weiß, wohin mit seinen Gedanken und wenn es für ihren Vati natürlich ist, dann kann doch nichts Schlimmes dran sein, oder? Auch darin nicht, dass es zu Hause weitergeht mit den Übergriffen.

Meine Meinung:
Eine Autobiografie und der Erste mag stutzen, die Autorin heißt doch Claudia, wohl wahr, warum ein anderer Name gewählt wurde, ich kann es nicht genau sagen, stelle mir aber vor, dass man dadurch eine relative gute Distanz zu den Worten aufbauen kann, als würde man die Geschichte von jemanden anderen erzählen, nicht die eigene. Nichtsdestotrotz bleibt es also eine Autobiografie und wie bewertet man eine solche: Ist der Voyeurismus besänftigt, die Taten detailgenau oder doch nur leicht angedeutet, der Stil literarisch hochwertig? Schwierig, jeder erwartet und sucht etwas anderes. Biografien bewerten, das kommt mir manchmal falsch vor, aber man kann ein Buch auch ohne Schleier betragen und den Ist-Zustand niederbringen: Der Schreibstil ist einfach gehalten, in kurzen knappen Worten wird eine gewallte Last auf den Leser niedergelegt. Die Sätze meist kurz, besitzen gerade deswegen eine besondere Kraft, wenn ich auch sagen muss, alles erscheint ein bisschen nüchtern, mir ist klar, was ich las, es war schrecklich, aber der Schrecken ließ sich nicht immer für mich finden, die Worte schlimm, das entsprechende Gefühl wollte sich jedoch nicht einstellen.
Wo die Nüchternheit aber einen großen Schrecken auslöst, war bei der Beschreibung der Taten, die sind nämlich ohne große Andeutung schlicht genau niedergebracht. Die Taten, mit so einer Sachlichkeit, dass man in einen wahren Gefühlszwiespalt hineinrutscht. Was jetzt fühlen, die Kühle, die die Autorin erzeugt, oder den Schrecken der Übergriffe. Hier waren auch immer wieder die Stellen, an denen ich das Buch aus der Hand legen müsste, weil ich befürchtete an der Kälte zu ersticken, dass ich vergesse, was für schreckliche Dinge hier eigentlich geschehen.

Was mir persönlich an dem Buch fehlt, ist die Zeit nach dem Missbrauch. Kurz im Nachwort wird es angerissen, wie die Autorin mit sich kämpfen musste, um wieder ins Leben zu finden, doch genau darüber möchte ich lesen, wissen, woran man sich halten kann, wenn alles um einen zu zerspringen droht. Es ist leider bei Biografien zu Missbrauch öfters so, dass die Zeit der Heilung vollkommen ausgelassen wird, doch dabei ist es so ein wichtiger Teil. Die große Frage, wie man nach so schrecklichen Dingen weiterleben kann, woher man die Kraft nimmt, jeden Tag wieder aufzustehen.

Und lege ich den Schleier jetzt wieder an, dann ist es einfach ein Buch über schreckliche Taten, die einen in ein Gefühlskarussell lotsen, hat der Schreibstil auch Ecken und Kanten, so kann man es zurückstellen und betrachten was man wirklich hat: Ein starkes Mädchen im Kampf. Letztlich kann ich nur sagen: schreibt ein Mensch eine Autobiografie, über Dinge die einen verletzt haben, ziehe ich gerne meinen Hut, weil es unglaublich viel Mut braucht, sich den Dämonen der Vergangenheit zu stellen.

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CarolineBrinkmanns avatar

Rezension zu "Mit Liebe hat das nichts zu tun!" von Claudia Mech

Lesen lohnt sich!
CarolineBrinkmannvor 5 Jahren

"Mit Liebe hat das nichts zu tun" ist die lesenswerte Geschichte, eines jungen Mädchens, deren Welt zusammenbricht, als sie plötzlich Missbrauch durch den geliebten Großvater erfährt. Die Geschichte ist sehr einfühlsam aus der Sicht des Mädchens geschrieben. Trotz der ernsten Thematik, ist das Buch auch mit vielen positiven, z.T auch lustigen Momenten versehen. So kann man den Alltag des Mädchens gut nachempfinden und sich in ihre Gefühlswelt hineindenken. Sehr spannend und interessant ist der Ausweg, den das Mädchen findet, um dem Missbrauch zu entfliehen. 
"Mit Liebe hat das nichts zu tun" enthält viele autobiographische Aspekte und erzählt eigentlich die Geschichte der Autorin selbst.  Lesen lohnt sich! 

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