Claudia Ott

 4,1 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Tausendundeine Nacht, 101 Nacht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claudia Ott

Claudia Ott, geboren 1968 in Tübingen, ist eine deutsche Arabistin, Autorin, Übersetzerin und Musikerin. Sie studierte Orientalistik in Jerusalem und Tübingen und promovierte an der FU Berlin. Von 1993 bis 1998 war sie dort wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Arabistik. Seit 2000 ist Claudia Ott wissenschaftliche Assistentin am Seminar für orientalische Philologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2000 arbeitet sie hauptsächlich freiberuflich als literarische Übersetzerin aus dem Arabischen. Claudia Ott ist außerdem Mitglied mehrerer internationaler Ensembles für orientalische Musik. 2011 wurde Claudia Ott mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Tausendundeine Nacht (ISBN: 9783406790355)

Tausendundeine Nacht

Erscheint am 14.07.2022 als Hardcover bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Claudia Ott

Cover des Buches Tausendundeine Nacht (ISBN: 9783406722905)

Tausendundeine Nacht

 (28)
Erschienen am 09.03.2018
Cover des Buches 101 Nacht (ISBN: 9783717590262)

101 Nacht

 (10)
Erschienen am 11.10.2012
Cover des Buches Gold auf Lapislazuli (ISBN: 9783406576690)

Gold auf Lapislazuli

 (5)
Erschienen am 22.08.2008
Cover des Buches Tausendundeine Nacht - Das glückliche Ende (ISBN: 9783406688263)

Tausendundeine Nacht - Das glückliche Ende

 (4)
Erschienen am 26.03.2020
Cover des Buches Tausendundeine Nacht. Das glückliche Ende (ISBN: 9783423146494)

Tausendundeine Nacht. Das glückliche Ende

 (1)
Erschienen am 21.09.2018
Cover des Buches Tausendundeine Nacht (ISBN: 9783406714047)

Tausendundeine Nacht

 (0)
Erschienen am 20.07.2018
Cover des Buches Tausendundeine Nacht (ISBN: 9783406790355)

Tausendundeine Nacht

 (0)
Erscheint am 14.07.2022
Cover des Buches Tausendundeine Nacht (ISBN: 9783899039603)

Tausendundeine Nacht

 (1)
Erschienen am 03.04.2009

Neue Rezensionen zu Claudia Ott

Cover des Buches Tausendundeine Nacht (ISBN: 9783406722905)Y

Rezension zu "Tausendundeine Nacht" von Claudia Ott

Die Erfindung des Cliffhangers
Yolandevor 3 Jahren

Inhalt:

Der König Schahriyar, der über Indien und China herrscht, wird von seiner Frau betrogen. Durch Zufall kommt er hinter den Betrug und lässt sie und ihren Geliebten umbringen. Das reicht ihm jedoch nicht, um seine Wut zu stillen. Von nun an heiratet er jeden Tag eine andere junge Frau, verbringt mit ihr eine Nacht und lässt sie am nächsten Tag töten. Die an seinem Hof lebende Schahrasad, die eine kluge Geschichtenerzählerin ist, beschließt, ihn zu überlisten. Er nimmt sie zur Frau und sie erzählt ihm in der Nacht, die sie gemeinsam verbringen, eine Geschichte. Als es Tag wird, ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt und der König ist so neugierig, wie es weitergehen wird, dass er Schahrasad am Leben lässt, damit sie ihre Geschichte in der nächsten Nacht fertig erzählen kann. In der Geschichte wird jedoch eine weitere Geschichte erzählt und noch eine, sodass es am Ende jede Nacht eine Fortsetzung geben muss. So gewährt ihr der König immer wieder einen Aufschub, und Schahrasad rettet durch das Erzählen ihr Leben.
(Werke der Weltliteratur, Arena-Verlag)

Das vorliegende Buch beinhaltet die Rahmenhandlung sowie die ersten 282 Nächte. Die Übersetzung von Claudia Ott ist die erste deutsche Übersetzung der sogenannten Galland-Handschrift. Diese gilt als der einzige zusammenhängende Originaltext. Der französische Orientreisende Antoine Galland veröffentlichte im 18. Jahrhundert die erste "Tausendundeine Nacht"-Ausgabe in Europa. Er nahm den Titel wörtlich und sammelte zusätzlich zu den ersten 282 Nächten so lange bis die Anzahl von 1001 Geschichten erreicht war. Viele der Geschichten ließ er sich von einem syrischen Geschichtenerzähler berichten. Die heute so bekannten Geschichten wie "Sindbad, der Seefahrer", "Ali Baba und die 40 Räuber" oder "Aladdin und die Wunderlampe" sind in dem Originaltext und somit auch in diesem Buch nicht vorhanden. 
Bei den hier vorliegenden Geschichten handelt es sich keinesfalls um Kindermärchen. Sie sind teilweise sogar recht schlüpfrig. Einige der Geschichten sind ganz interessant und spannend, andere wiederum ziehen sich wie Kaugummi. Auf jeden Fall kann man die Erzählerin Schahrasad als Erfinderin des Cliffhangers bezeichnen. Viele Geschichten sind ineinander verschachtelt und so manches Mal fiel es mir schwer bei diesen Geschichten in den Geschichten in den Geschichten den Überblick zu behalten. Es war für mich auf jeden Fall eine völlig neue und andere Leseerfahrung.
Fazit: Wer Freude an orientalischen Geschichten hat wird mit dieser schön gestalteten Ausgabe viel Freude haben. Für Kinder ist dieses Buch jedoch nicht geeignet.


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Cover des Buches Tausendundeine Nacht (ISBN: 9783406516801)M

Rezension zu "Tausendundeine Nacht" von Muhsin Mahdi

Wunderschöne Erwachsenenausgabe der Erzählsammlung Tausendundeine Nacht
Marie-Entersvor 5 Jahren

282 Märchen beinhaltet der ohne Anhang 636 Seiten umfassende Schmöker, 282 Geschichten erzählt Schahrasad (Scheherazade), die persische Prinzessin, mit Unterstützung ihrer Schwester Dinharazade ihrem Gemahl König Schahrayâr, der keiner Frau mehr vertrauen kann und deswegen seine Bräute nach nur einer Nacht umzubringen pflegt. Doch der klugen Schahrasad gelingt es in diesen Nächten mithilfe ihrer Erzählkunst, den König von ihrer Treue zu überzeugen und so ihr Leben zu behalten.

Nicht das Märchenbuch für Kinder, das die Europäer im Laufe der Jahrhunderte daraus gemacht haben, sondern dicht am Original mit all seiner Grobheit und Erotik ist diese Ausgabe der wohl berühmtesten orientalischen Märchensammlung. Als Vorlage dienten alte persisch-arabische Handschriften, die als Urfassung gelten. 25 Jahre verbrachte der Arabist und Islamwissenschaftler Muhsin Mahdi damit, diese sogenannten Galland-Handschriften zusammenzutragen und zu kommentieren. Die so entstandene dreibändige Edition hat Claudia Ott (Promotion im Fach Arabistik) wunderbar literarisch in Deutsche übersetzt.


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Cover des Buches Tausendundeine Nacht - Das glückliche Ende (ISBN: 9783406688263)S

Rezension zu "Tausendundeine Nacht - Das glückliche Ende" von Claudia Ott

'Es ist keine Einsamkeit so einsam wie die des Flüchtlings [...].'
sabatayn76vor 6 Jahren

'Es ist keine Einsamkeit so einsam wie die des Flüchtlings, welcher abgeschnitten ist von seiner Heimat und Familie.'

Inhalt:
Claudia Ott hat ein uraltes Manuskript, das in einer kleinen Bibliothek in Zentralanatolien gefunden wurde, ins Deutsche übersetzt und so das lange verschollene Ende der Märchen aus 1001 Nacht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 'Das glückliche Ende' beinhaltet die 880. bis 1001. Nacht und erzählt von Palästen und Basaren, Kaufleuten und Halunken, Räubern und Edelmännern, Tieren und Wesiren.

Mein Eindruck:
Ich habe schon seit meiner Kindheit eine starke Affinität zu 'Alf layla wa layla', wie die Märchensammlung auf Arabisch heißt, und kenne Claudia Otts 2004 erschienene Neuübersetzung der Märchen aus 1001 Nacht.

Mir hat 'Das glückliche Ende' sehr gut gefallen, obwohl das Buch bisweilen etwas mühsam zu lesen ist: Die Sätze sind oft sehr lang, die Geschichte weist die für '1001 Nacht' typischen Wiederholungen auf und ist in sich verschachtelt. Unterbrochen wird die Geschichte zudem immer wieder von Koran-Zitaten und verschiedenen Versen.

Es braucht meiner Meinung nach ein bisschen Zeit und Geduld, sich ins Buch einzulesen. Man muss sich auf das Buch einlassen und sich an die besondere Erzählweise und die bisweilen ungewöhnliche Sprache gewöhnen. Nur wenn man dies tut, kann man meines Erachtens vollkommen in diese wunderbare Geschichte eintauchen, die einen beim Lesen in eine andere Zeit und an einen anderen Ort versetzt.

Auch die Aufmachung des Buches ist übrigens wunderbar: Leineneinband, Lesebändchen, schönes Papier, Kalligrafien. Im Anhang findet man eine Karte der Schauplätze, ein Nachwort mit Fotos und Informationen zum Manuskript und zur Übersetzung sowie Angaben zur Transkription und Aussprache und ein Glossar.

Erwähnenswert finde ich noch, dass die Geschichte nicht für Kinder geeignet ist. Sie ist erstens zu komplex und zweitens deutlich erotischer und sinnlicher, als man das von den alten Übersetzungen von 'Alf layla wa layla' kennt.

Mein Resümee:
Ein optisch wunderschönes, sprachlich anspruchsvolles und inhaltlich ebenso komplexes wie faszinierendes Buch.

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