Claudia Pietschmann Cloud

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Inhaltsangabe zu „Cloud“ von Claudia Pietschmann

Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber die netten kleinen Gefallen, die Paul ihr tut und ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für Paul scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul - und gibt es ihn überhaupt? 

Was für eine erschreckende Vision der Zukunft. Ein seichter Anfang mit einem atemberaubenden Ende!!

— MiraxD
MiraxD

Moderne Idee die teilweise zum Nachdenken anregt.

— H.C.Hopes_Lesezeichen
H.C.Hopes_Lesezeichen

Eine packende Fiktion

— Fabella
Fabella

Eine etwas naive und gutgläubige Protagonistin in einer spannenden Story sowie einer genialen Grundidee - 3,5/5 N.G.

— Uwes-Leselounge
Uwes-Leselounge

Spannungshöhepunkte sind vorhanden, leider zieht sich die Handlung etwas

— Skyline-Of-Books
Skyline-Of-Books

Mir fehlen die Worte, ich bin begeistert! http://irveliest.wordpress.com

— Irve
Irve

[3/5] Spannende Geschichte, überraschende Wendungen, interessante Idee. Aber Protagonistin ist unendlich naiv, sprunghaft & vertrauensselig.

— JenniferKrieger
JenniferKrieger

Meine Erwartungen konnte das Buch komplett erfüllen! Richtig spannend, bis zur letzten Seite war ich am Mitfiebern.

— CorniHolmes
CorniHolmes

authentische Charaktere, nachvollziehbare Handlungen und eine faszinierende Idee

— his_and_her_books
his_and_her_books

Sehr erschütternd

— Amber144
Amber144

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Die liebenswertesten Protagonisten die man sich vorstellen kann.

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  • Leserunde zu "Cloud" von Claudia Pietschmann

    Cloud
    Arena_Verlag

    Arena_Verlag

    Ein kurzes „hallo“ von Claudia Pietschmann:Herzlich willkommen bei der Leserunde zu meinem Roman »Cloud«. Ich freue mich sehr, dass ihr alle dabei seid und Lust habt, in eine Liebesgeschichte einzutauchen, die vielleicht ein wenig anders ist, als ihr es erwartet. In eine Geschichte, die euch abwechselnd auf und ab katapultiert, in der Liebe und Hass, Freude und Trauer, Freundschaft und Eifersucht genauso eine Rolle spielen wie intelligente Kaffeemaschinen, RFID-Chips in Türschlössern und selbstfahrende Autos.Viel Spaß dabei, ich freue mich auf euer Feedback.Und darum geht‘s:Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber die netten kleinen Gefallen, die Paul ihr tut und ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für Paul scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul – und gibt es ihn überhaupt? Hier geht’s zur kostenlosen Leseprobe: https://www.arena-verlag.de/sites/default/files/leseprobe_cloud.pdfBitte bewerbt euch bis Sonntag, 27. August, für diese Runde mit der Antwort auf die Frage:Würdet ihr jemandem Vertrauen schenken, den ihr im Internet kennengelernt und noch nie persönlich getroffen habt?Wir losen am Montag, 28. August die 10 Gewinner eines Leserunden-Exemplars aus und bitten um etwas Geduld, falls es Nachmittag wird, bis der Gewinnerpost erscheint Claudia Pietschmann wird die Leserunde mit begleiten. Liebe Grüße!Claudia Pietschmann & Arena

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  • Gefangen in der Cloud - eine erschreckende Vision der Zukunft...

    Cloud
    MiraxD

    MiraxD

    20. September 2017 um 17:01

    Cloud ist ein sehr interessanter Roman aus der Feder von Claudia Pietschmann über Technik, virtuelle Begegnungen, Freundschaften, Verluste und auch eben die großen Liebe. Eine Thematik, die ich sehr interessant fand, weshalb ich mich rangewagt habe...Das Cover finde ich sehr passend, denn es strahlt eine futuristische Stimmung aus, die sehr zu Emmas Welt passt. Ebenso das strahlende Weiß und die dunklen Stellen gefallen mir sehr, schließlich ist Technik nicht nur gut. Etwas verpixelt erkennt man einen blonden, hübschen Jungen mit blonden Haaren und blauen Augen. Es handelt sich um Paul und doch wiederum nicht ganz. Wie ich das meine? Schaut selbst!Emma Stone verlor ihren Bruder Ethan als er gerade einmal ein kleines Kind war. Schmerzlich und voller Hoffnungslosigkeit, gefangen in ihrer eigenen Trauer um ihn, kapselt sie sich von ihrem Leben, mitsamt ihrer Freunde Matt und Hazel, ab. Auch familiär läuft es nicht besonders, bis Emma verzweifelt eine Trauergruppe im Internet für sich entdeckt. Paul, ein für sie bisher nur virtuelles Profil ist, hilft ihr wieder auf die Beine und prompt erkennt Emma die enge Verbindung zwischen ihnen. Immer mehr schleicht sich Paul in Emmas Leben und sie will ihn nun endlich treffen. Doch er weicht zurück. Verbirgt er vielleicht etwas? Und vor allem: Gibt es ihn überhaupt? Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ich kam sehr flüssig und schnell durch die Geschichte, die mich anfangs erst nicht ganz fesseln, jedoch immer spannender wurde, bis sie mich gegen Ende nicht mehr losließ. Die Autorin verpackt viele aktuelle Themen, wie die fortgeschrittene Technologie, deren Vor-und Nachteile, wie auch "normalere" Themen wie Freundschaft, Liebe und einfach das Leben in eine im Nachhinein wirklich erschreckende Vision der Zukunft...Emma ist eigentlich ein normales Mädchen. Doch sie muss viel ertragen, so musste ihr kleiner süßer Bruder Ethan zu früh sterben und seitdem steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf. Ihre Familie fängt an zu zerbröckeln und Emma selbst - ein emotionales Wrack. Bis sie auf Paul trifft. Und sie sich ihm anvertraut. Binnen kürzester Zeit wird Paul ihr engster Freund und Vertrauter. Doch auch er besitzt ein gravierendes Geheimnis, dass Emmas neugewonnenes Leben gewaltig verändern wird.Emma ist eigentlich ein sehr sympathisches Mädchen, mit dem man gut auskommen könnte. Doch wie das so bei Buchcharakteren ist, kann man auch bei ihr manchmal nur den Kopf schütteln. Sie ist wirklich sehr naiv und denkt nicht immer nach, bevor sie handelt. Für andere vielleicht etwas nervend, so passte es für mich doch sehr zur Geschichte. Es ist gewiss nicht unmenschlich, wenn man einmal Halt braucht, wenn man am Boden liegt. Bei wem genau, das ist jedoch die entscheidende Frage..Die Geschichte lebt nicht ganz von ihren Charakteren, sondern eher von ihren Themen und Emmas Leben und ihren Beziehungen. Trotzdem waren mir die übrigen Charaktere wie Matt und Hazel auch sympathisch und auch Paul fand ich gut gelungen. Sie haben ihren Zweck auf jeden Fall sehr gut erfüllt. Was ich erwartet: Eine interessante Geschichte über eine virtuelle Liebe, die nun den Realitäten standhalten muss. Was ich bekommen habe? Viel mehr als das!! Die erste Hälfte der Geschichte ist zwar nicht ganz so spannend, sondern eher eine seichte Einführung in Emmas Leben, die sich wieder ins Leben kämpft, doch den Verlauf dieser Geschichte und die Auflösung um Paul ist total überraschend, bis ich am Ende mit Gänsehaut an den Seiten klebte und immer noch von diesem doch sehr schockierenden, wie auch teilweise echt traurigen Ende überwältigt wurde. Ich habe ein ganz neue Blick auf eigentlich gute Seiten der Technologie bekommen und werde wohl noch einige Zeit darüber nachdenken müssen. Von mir gibt es 4****!

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    • 2
  • Modern und auf den Punkt gebracht :).

    Cloud
    H.C.Hopes_Lesezeichen

    H.C.Hopes_Lesezeichen

    16. September 2017 um 17:21

    Cloud von Claudia Pietschmann punktete bei mir mit einer modernen Idee, die sogar etwas nachdenklich stimmt. Emma verlor ihren kleinen Bruder viel zu früh. Seit dem tragischen Unfall leben sie und ihre Eltern in einem Smarthome das alles überwacht und ihnen teilweise Denken und Organisation abnimmt.Um ihre Trauer bewältigen zu können stößt sie in einer Online Gruppe auf Paul der wohl der einzige ist der sie versteht. Doch irgendetwas stimmt mit ihm nicht...Emma ist eine verzweifele Protagonistin, die von ihrer Trauer gesteuert wird. Durch den Kontakt mit Paul taut sie etwas auf. Das hat die Autorin schön beschrieben und ist sehr gut nachvollziehbar. Genial fand ich die weitere Entwicklung und die Wandlung um Paul. Sehr realistisch fand ich auch die darauffolgenden Tücken des smarthomes, was einen bleibenden Beigeschmack hinterlässt und auf die moderne Technik und den Umgang mit Medien anspielt. Ganz gut wenn man sich dazu den oder anderen Gedanken macht.Claudia Pietschmann hat einen modernen und moralisch interessanten Jugendroman erschaffen der unbedingt gelesen werden sollte 😉.

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  • Eine packende Fiktion

    Cloud
    Fabella

    Fabella

    16. September 2017 um 07:12

    Inhalt:Seit ihr kleiner Bruder verstarb ist nichts mehr wie es war. Emma ist mit dem Verlust überfordert, doch wirklich helfen kann ihr keiner. Was nicht zuletzt auch daran liegt, dass sie sich verschließt. Das ändert sich, als sie Paul kennenlernt. Online. Auch er hat jemanden verloren. Er versteht sie, er kann ihre Gefühle nachempfinden. Mehr und mehr lässt sie sich auf ihn ein und nichts ist wichtiger, als ihn zu treffen. Gemeinsam mit ihrem besten Freund macht sie sich auf die Suche, doch sie findet etwas anderes als erwartet.Meine Meinung:Bereits als ich das Cover das erste mal sah, war klar, das Buch möchte ich unbedingt lesen. Als ich es dann endlich in der Hand hatte, habe ich es tatsächlich in einem Satz verschlungen. Und war völlig fassungslos, was für eine Geschichte sich da auftat. Denn mit dem, was ich hier zu lesen bekam, hätte ich nie gerechnet. Und ich gebe zu, es hat mich teilweise wirklich überrascht und entsetzt - positiv, wen man das so sagen kann. Denn die Geschichte ist wirklich unglaublich. Sie ist absolut spannend, zeigt einem Dinge auf, die einen wirklich erschrecken, wo man ins Denken kommt - gibt es so was wirklich, kann so was sein? Aber auch das ganze drumherum, was ja nicht alles Fantasie ist, lässt einen manche Dinge wieder und wieder überdenken.Es ist schwierig, viel über das Buch zu erzählen, da man sonst einfach wichtige Details verraten würde, die aber unbedingt selbst entdeckt werden sollten. Was ich unbedingt aber auch hervorheben möchte, ist der wirklich schöne Schreibstil der Autorin, der einen mühelos in die Geschichte zieht, so dass man das Buch gar nicht wieder aus der Hand legen möchte. Aber auch die außergewöhnlichen Ideen, die die Autorin in ihre Geschichten einfließen lässt, wie hier. Die sicherlich zumindest teilweise gar nicht so abwegig sind, vielleicht sogar schon Realität, aber doch immer mit so viel Fantasie begleitet, dass man einfach hoffen kann, es ist Fiktion und nicht Realität.Übrigens finde ich auch das Cover absolut passend und sehr gelungen. Man muss sich wirklich mal Zeit nehmen und betrachten ...Ich bin mir allerdings mal wieder nicht unbedingt sicher, ob ich das Buch wirklich für 12 jährige passend finde ... aber das geht mir ja öfter so und ich denke, Eltern werden das schon beurteilen können.Fazit:Ein packender Roman, der einem eine (mögliche?) Zukunft zeigt, die mich hier und dort doch sehr erschreckt hat. Doch trotzdem oder gerade deswegen, war es mir nicht möglich, das Buch wegzulegen und so hab ich es in einem durchgelesen. Wirklich eine gelungene Kombination aus Fiktion, Realität und fesselndem Schreibstil!

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  • Cloud

    Cloud
    Drakonia007

    Drakonia007

    15. September 2017 um 16:08

    Emma und ihre Familie mussten einen harten Schicksalsschlag akzeptieren. Emmas kleiner Bruder ist bei einem tragischem Unfall ums Leben gekommen. Das steckt man natürlich nicht so einfach weg. Zudem sind sie in ein neues Haus gezogen. Komplett überwacht. Ein SmartHome. Das wäre mir persönlich viel zu viel Technik und ich käme mir vor wie im Zoo durch die Kameras. Außerdem möchte ich doch noch ein bisschen über mein Leben selbst bestimmen. In einer Trauergruppe auf Facebook lernt Emma Paul kennen. Nach einigen Chats schlägt Emma ein Treffen vor. Doch Paul reagiert mit Abwesenheit, später mit fadenscheinigen Argumenten war dies nicht ginge. Emma vertraut sich Paul an und gibt recht viel von sich und ihrer Familie preis. Dinge, mit denen man im Internet vorsichtig sein sollte. Nach und nach mischt sich Paul immer mehr in Emmas Leben ein. Was mit kleinen Gefallen wie Kaffe kochen durch das SmartHome beginnt, endet in einem wahnsinnigen Showdown. Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Endlich konnte mich ein Buch wieder so fesseln das ich es kaum aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sowie auch das ganze Thema und Setting. Ich konnte mir das SmartHome wirklich vorstellen. Diese Vorstellung ist verdammt gruselig. Also ich möchte nicht 24/7 überwacht werden. Die Geschichte ist durchweg spannend und mysteriös. Selbst als man des Rätsels Lösung hat, geht es spannend weiter. Fazit Ein spannendes Buch, was wie ich finde, nicht nur für Jugendlich ist. Zudem eine interessante Thematik die nicht realitätsfern ist. Erschreckend spannend! 5 von 5 Büchern Anmerkung: "Cloud" habe ich im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks.de gewonnen. Vielen Dank an das Portal und an den Arena Verlag! 

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  • *+* Claudia Pietschmann: "CLOUD" *+*

    Cloud
    Irve

    Irve

    13. September 2017 um 21:46

    Emma ist am Boden zerstört – immer noch. Vor einigen Monaten starb ihr kleiner Bruder einen völlig sinnlosen und überflüssigen Tod. Emma fühlt sich schuldig, weil sie genau zu dieser Zeit nicht zuhause war, um dieses Unglück möglicherweise verhindern zu können. Glücklicherweise halten ihre Freunde zu ihr. Sie lassen Emma Zeit, bedrängen sie nicht, sind aber stets zur Stelle, wenn sie Hilfe braucht – wobei auch immer. Mit Emmas Eltern ist es nicht so einfach. Die Mutter wirkt, als habe sie einen Panzer um sich gebaut, den sie glücklicherweise im Verlauf des Romans sprengt. Aber es fällt ihr schwer, sich zu öffnen, die Dinge zu verarbeiten und sich mit dem Tod des Sohnes und allem, was dies nach sich gezogen hat, konstruktiv auseinanderzusetzen. Der Vater flüchtet sich in eine Radikallösung. Er hat aus dem Haus ein SmartHome gemacht, das an Überwachung und Sicherheitsvorkehrungen Fort Knox alle Ehre macht. Er möchte nichts mehr dem Zufall überlassen, braucht ein Sicherheitssystem mit dreifach doppeltem Boden, um die vermeintliche Kontrolle über das Leben seiner Lieben zu erlangen. Nicht, um sie zu überwachen, sondern um einen weiteren Unfall unmöglich zu machen. Jedoch geht dieser Schuss nach hinten los. (Die Rezension ist meinem Bücherblog entnommen.) Zudem drängte auf einen Umzug der verbleibenden Familie, um den Neuanfang zu erleichtern – und scheitert auch hier zunächst grandios. Emma sortiert nach und nach ihre Lage. Sie weiß, dass Familie und Freunde immer für sie da sind, aber richtig verstanden – so ganz tief im Herzen – fühlt sie sich nicht von ihnen. Im Internet stößt Emma auf Paul, einen Jugendlichen, der vor einigen Jahren seine Mutter verloren hat und der genau weiß, wie es in Emma vorgeht. Sie kennt ihn nicht, aber es fällt ihr leicht, sich ihm zu öffnen und ihn mental an sich heranzulassen. Das reicht ihr eines Tages aber nicht mehr, sie möchte ihn unbedingt persönlich kennenlernen – und ab da läuft ihre Bekanntschaft mit Paul nicht mehr so rund….. Claudia Pietschmann hat es von Beginn an geschafft, mich an dieses Jugendbuch zu fesseln. Aus dem geplanten „nur mal schnell reinlesen“ wurden direkt 100 Seiten, so sehr nahmen mich die Charaktere – allen voran Emma – ein, aber auch Handlung und Schreibstil gefielen mir gut. Die Autorin versetzt sich sehr einfühlsam in eine trauernde Jugendliche, spiegelt diese Mischung wider aus Verzweiflung, Ohnmacht, Schuld, Hoffnungslosigkeit und Trauer gepaart mit diesem furchtbaren Gefühl, dass die Welt sich trotz des Schicksalsschlags weiterdreht und auch das eigene Leben nicht stehenbleibt. Emma hatte sofort mein Mitgefühl und ich freute mich sehr, dass sie nun über die realen Menschen an ihrer Seite hinaus noch jemand anders gefunden zu haben scheint, der ihr helfen kann, ihren Schock zu verarbeiten und zu überwinden. Mit Paul ist der Autorin eine grandiose Figur gelungen. Von Anfang an geheimnisvoll, patent und mehr als liebenswert präsentiert er sich Emma und es wunderte mich nicht, dass sie so schnell Vertrauen zu ihm fasst. Aber Paul hat auch eine undurchsichtige Seite, denn obwohl er nicht wirklich weit entfernt von Emma wohnt, erweckt er manchmal den Eindruck, er käme aus einer ganz anderen Welt…. Die Hauptprotagonistin ist glücklicherweise genauso neugierig wie ich und macht sich auf, Pauls Geheimnis zu ergründen – und das stellte wirklich meine ganze Lesewelt auf den Kopf. Das, was sich Claudia Pietschmann hat einfallen lassen, lapidar mit „die Geschichte macht eine Wende“ zu bezeichnen, wäre mehr als untertrieben! Ich war wirklich begeistert von diesem Genrewechsel Richtung Fantasy, die plötzlich die Geschichte umwaberte. Aus dem Jugendroman wird nach und nach ein packender Jugendthriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen mochte. Ich konnte mir fast denken, was da noch kommen könnte – Es kam, und es kam noch schlimmer…. Auch hier überraschte und überzeugte mich die Autorin mit kreativen, stimmigen Wenden, die zudem mit vielen vorherigen Details und grundlegenden Pfeilern der Geschichte eine stimmige, runde, lückenlos plausible Sache machten. „CLOUD“ ist mehr als nur eine einfühlsame, interessante und zunehmend spannende Geschichte über eine trauernde Jugendliche. Der Roman zeigt auch auf, dass unsere oft so hochgelobte digitale Welt durchaus auch Gefahren birgt und sich ihrer nicht zu leichtsinnig und vor allem nicht grenzenlos bedient werden sollte. Dabei dürfte die Autorin mit ihrer Wahl an Charakteren, dem gefälligen Stil, dem gut konstruierten Spannungsbogen, der Themenwahl und sicher auch durch die eingewobenen zarten Liebesbande den Geschmack der Jugendlichen – männlich und weiblich – treffen. Das Cover fängt die Geschichte und vor allem Pauls Geheimnis sehr gut ein und ist ein richtiger Eye-Catcher! Auch mir hat „CLOUD“ sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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  • Spannungshöhepunkte sind vorhanden, leider zieht sich die Handlung etwas

    Cloud
    Skyline-Of-Books

    Skyline-Of-Books

    11. September 2017 um 18:32

    Klappentext „Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber die netten kleinen Gefallen, die Paul ihr tut und ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für Paul scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul – und gibt es ihn überhaupt?“   Gestaltung Das Covermotiv passt wie die Faust aufs Auge zur Geschichte. Mir gefällt vor allem die Idee, dass das  Jungengesicht aus vielen kleinen Quadraten, die Pixel oder Bilder sein können, zusammengesetzt ist. So wirkt das Cover schon recht technisch und futuristisch, wie es auch die Handlung ist. Den Jungenkopf an sich finde ich eigentlich nicht so schön, aber nach der Lektüre des Buches merkt man einfach, wie gut und stimmig das Cover die Handlung wiederspiegelt, sodass ich es im Endeffekt sehr gelungen finde.   Meine Meinung „Cloud“ war mein erstes Buch von Claudia Pietschmann und es hat mich vor allem aufgrund des schon leicht gefährlich klingenden Klappentextes sehr angesprochen. Das Buch greift das Thema der voranschreitenden Technologisierung und ein wenig auch das der Internetbekanntschaften und der damit verbundenen Probleme auf. So lernt Protagonistin Emma in einer Facebookgruppe Paul kennen, der sich immer mehr in ihr Leben drängt und durch den Emmas Leben wirklich gefährlich wird…lebensgefährlich.   Mir hat das Buch gut gefallen, aber leider konnte es mich nicht komplett mitreißen und begeistern. Dies lag zum einen an den vielen Längen, die das Buch parat hielt. So empfand ich gerade die erste Hälfte als recht langwierig, weil abgesehen von Chats, Gesprächen, Emmas Trauer um ihren verstorbenen Bruder und Gedanken einfach nichts passierte. Der erste Spannungshöhepunkt kam für mich in der Hälfte des Buches, als es um Paul ging und Enthüllt wurde, wer hinter Emmas Chatbekanntschaft steht.   Dies fand ich wirklich grandios gelöst und vor allem wurde ich richtig überrascht von dem Geheimnis, das Paul verborgen hat. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit! Hier hat die Autorin eine klasse Idee gehabt, die mir persönlich bisher auch in noch keinem anderen Buch begegnet ist. Gleichzeitig konnte ich vorher auch stets miträtseln, wer hinter Paul steckt und was es mit ihm auf sich hat. Dieses Spekulieren hat mir super gut gefallen. Zudem mochte ich den Schreibstil der Autorin sehr, da sie die Gefühle gut beschrieben hat, genau das richtige Maß an Detailreichtum hatte und er sich flüssig lesen lies.   Leider flaute die Handlung nach diesem ersten Höhepunkt dann aber wieder ab und fokussierte sich wieder stark auf die Gedanken von Emma, ihre Beziehung zu Paul und zu ihrem besten Freund Matt. Immer wieder wurde dann auch auf ihre Trauer sowie die Probleme ihrer Eltern eingegangen, was auf mich jedoch ein wenig eingestreut wirkte, weil es plötzlich wieder aufgegriffen wurde, aber vorher lange Zeit einfach ignoriert wurde. Am Ende wartet dann nochmal ein Höhepunkt auf den Leser und da konnte ich das Buch dann auch wirklich kaum aus den Händen legen, weil es brenzlig und gefährlich wurde. Gleichzeitig war ich nicht ganz zufrieden mit dem Ende in Form eines Epilogs, weil es für mich etwas abrupt war, alles schnell abgehandelt bzw. erklärt wurde und ein Aspekt hinsichtlich Pauls Vater für mich offen geblieben ist. Leider muss ich sagen, dass die Handlung sich für mich oftmals einfach nur gezogen hat und dass ich mich oft auch sehr über Emma aufgeregt habe.   Grundsätzlich war mir Emma nicht unsympathisch. Ihre Trauer um ihren kürzlich verstorbenen Bruder war sehr greifbar und auch ihr Verhalten war authentisch. Allerdings war sie einfach unfassbar naiv, leichtgläubig und hat wenig über ihr Tun nachgedacht. So gibt sie einfach wichtige Passwörter an den ihr fremden Paul weiter oder filmt ihr Haus und ihr gesamtes Leben, ohne weiter über Konsequenzen nachzudenken. Auch fand ich ihr Verhalten manchmal einfach nur zum Kopfschütteln und ich habe mich darüber aufgeregt. Ich konnte auch öfters nicht nachvollziehen, warum Emma bestimmte Handlungsmöglichkeiten, die naheliegend und am logischsten gewesen wären, nicht durchführen wollte (z.B. die Hilfe ihrer Eltern suchen), da Emmas Gründe für mich nicht so kräftig und gewichtig wirkten. Matt hingegen fand ich unheimlich lieb und nett. Er ist ein guter Freund und man merkt ihm an, wie viel Emma ihm bedeutet. Er war mein Held dieses Buches, denn er hatte oft kluge Einfälle und war einfach sympathisch.   Fazit Insgesamt ist „Cloud“ ein Buch mit viel Potenzial und einem tollen Schreibstil, der sich flüssig und schnell runter liest. Die Handlung war für mich etwas zähflüssig bis sie zu ein paar Höhepunkten kam. Die Spekulationen rund um den geheimnisvollen Paul und vor allem das brenzlige und vor Gefahren strotzende Ende mochte ich sehr. Allerdings waren Emmas Handlungen und vor allem ihre Naivität für mich manchmal zum Kopfschütteln. 3 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • [Rezension] Cloud – Claudia Pietschmann

    Cloud
    JenniferKrieger

    JenniferKrieger

    10. September 2017 um 12:01

    Zur Rezension auf meinem Blog:http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/09/rezension-cloud-claudia-pietschmann.htmlKlappentext:Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, erst recht seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber Pauls nette kleine Gefallen, die ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für ihn scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul – gibt es ihn überhaupt?Einordnung:Das Buch ist kein Teil einer Reihe.Erster Satz:Seifenblasen schmecken wie Butterblumen.(Seite 5)Rezension:Das Buch lebt von einer unendlich naiven Protagonistin. Emma trauert um ihren verstorbenen Bruder, als sie im Internet auf einer Trauerseite Paul kennenlernt. Sie chatten ein wenig, beginnen dann zu telefonieren und Emma schickt ihm sogar Videos von ihrem Alltag, damit er alles kennenlernt. Wie der Klappentext schon anspricht, gibt es dabei nach und nach immer mehr Hinweise darauf, dass Paul möglicherweise nicht ganz ehrlich ist. Beispielsweise gibt er kaum Informationen über sich selbst Preis, weiß Dinge, die er nicht wissen dürfte, und liefert oftmals Erklärungen, die schwer nach Ausreden klingen. Obwohl die Frage, wer Paul denn nun wirklich ist, lange Zeit nicht geklärt wird, habe ich gar nicht genug Finger, um die Momente aufzuzählen, an denen ich zumindest skeptisch geworden bin. Emma dagegen ist dermaßen naiv und vertrauensselig, dass sie kaum jemals wenigstens für einige Sekunden stutzig wird. Dabei ist es irrelevant, wie offensichtlich Paul sie angelogen hat, sie nimmt das schlichtweg nicht wahr. Dieses beeindruckende Maß an Naivität zieht sich durch das gesamte Buch, sodass es mir unmöglich war, mich in irgendeiner Art und Weise mit Emma zu identifizieren. Daher bin ich schnell dazu übergegangen, sie, ihre Gedanken und ihre Handlungen einfach zu ignorieren und mich stattdessen auf den Rest der Geschichte und meine eigenen Überlegungen zu konzentrieren. Dadurch hat mich das Buch ab der Mitte dann tatsächlich packen können.Die Handlung selbst ist durchaus spannend und überraschend, obwohl ich befürchtet hatte, der Klappentext hätte schon eine Menge gespoilert. Das ist jedoch nicht der Fall, da die Autorin sich sehr gut darauf versteht, Dinge ungewöhnlich zu interpretieren. Obwohl das Buch ganz aktuell im Herbst und Winter 2017 spielt, mutet es wie ein Science-Fiction-Roman an. Nicht nur Emmas Internetfreundschaft mit Paul spielt dabei eine Rolle, sondern Technik im Allgemeinen, da Emmas Familie nicht nur ein selbstfahrendes Auto besitzt, sondern auch in einem SmartHome lebt. Familienclouds, selbst einkaufende Kühlschränke, Duschen, die die persönlichen Vorlieben jedes Bewohners erkennen und Licht, dass auf ein Händeklatschen reagiert, zeichnen ein erschreckendes Bild der Zukunft, während die Geschichte doch offensichtlich ganz aktuell verankert ist. Die technischen Möglichkeiten, ihre Vorteile und Risiken nutzt die Autorin geschickt aus, um eine spannende Geschichte mit interessanten Ideen und überraschenden Wendungen zu erzählen.Diese Spannung hält sich leider nicht bis ganz zum Ende, weil die schlussendliche Lösung des Problems wirklich sehr seicht ist und für mich viel zu schnell abgehandelt wurde. Überhaupt war die Geschwindigkeit manchmal ein großes Problem. Protagonistin Emma ist nicht nur unglaublich naiv, sie überstürzt auch alles. Sie lernt Paul zu Beginn des Buches kennen, sofort ist er ein Vertrauter und nach kaum zwei Dutzend Nachrichten will sie ihn schon treffen. Bei dem Tempo konnte ich leider überhaupt nicht folgen. Für mich hat es sich nie so angefühlt als würde Paul sie mehr verstehen als andere Menschen in ihrem Leben. Weshalb sie so begeistert von ihm war, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Ihre Emotionen schwappten schneller hin und her als ich folgen konnte. Das betraf sowohl ihre Trauer um ihren Bruder, die manchmal einfach aus dem Nichts ausbrach und wenige Sätze später genauso schnell wieder verschwunden war, als auch ihre Gefühle gegenüber anderen Charakteren. Durch diese überstürzten Wechsel fehlte mir oftmals die emotionale Tiefe.Fazit:Die Idee des Buches ist sehr interessant. Die Autorin hat ein spannendes Buch geschrieben, das wie ein Science-Fiction-Roman klingt, erschreckenderweise aber in schon in diesem Jahr spielt. Zudem gab es überraschende Enthüllungen, da der Klappentext zum Glück weniger spoilert als erwartet. Leider lebt die Geschichte von einer unendlich naiven Protagonistin. Es war mir unmöglich, mich mit Emma zu identifizieren, die zu gleichen Teilen naiv, blind und vertrauensselig ist. Zudem überstürzt sie alles, sodass ich ihr insbesondere auf emotionaler Ebene nicht folgen konnte. Viele Aspekte waren für mich schlichtweg nicht nachvollziehbar, weil sie abgehandelt waren, bevor ich mich emotional darauf einlassen konnte. „Cloud“ ist zwar ein interessantes, spannendes Buch, aber leider mit einer echt schrecklichen Protagonistin, sodass ich nur drei Schreibfedern vergeben kann.

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  • Spannender Jugendroman mit Thrillerstimmung :)

    Cloud
    HoneyIndahouse

    HoneyIndahouse

    09. September 2017 um 12:16

    Die Geschichte um Emma, Paul und Matt, handelt davon, dass Emma nach dem Verlust ihres Bruders Schwierigkeiten hat, wieder in ihr Leben zurückzufinden. Dann lernt sie Paul im Internet kennen und kann sich endlich jemandem öffnen. Außerdem schafft es Matt, sie wieder mit ihrer Leidenschaft fürs Rennen zu infizieren.Doch wer ist Paul und warum will er Emma nicht treffen? Die Handlung ist gespickt mit unerwarteten Wendungen und Dramatik. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Vor allem weil der Schreibstil einfach perfekt zur Handlung und Stimmung passt. Zudem ist er sehr flüssig und leicht zu lesen. Dadurch wurde man schon gleich zu beginn des Buchs mit in die Handlung hineingezogen! Das hat mich wirklich begeistert.Die Charaktere finde ich auch toll. Natürlich ist Emma etwas naiv, aber ich finde nicht, dass das weiter stört. Dadurch bekommt die Handlung vielleicht eher noch etwas mehr Spannung, weil man selbst mehr mitfiebert.Paul ist sehr mysteriös aber auch wirklich lieb und fürsorglich Emma gegenüber als sie sich kennen lernen. Ich finde ihn vor allem anfangs wirklich süß, wobei es einen schon stutzig macht, dass er so wenig von sich preisgibt, wohingegen Emma viele Informationen bereitwillig teilt.Matt ist der perfekte Freund und ist sehr verständnisvoll. Ich finde ihn sehr sympatisch, wobei er fast schon zu perfekt ist :DInsgesamt ist die Handlung spannend geschrieben und wirklich mal was anderes. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! :)

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  • Wie sehr darf man jemandem vertrauen, den man nur aus dem Internet kennt?

    Cloud
    Rilana

    Rilana

    08. September 2017 um 22:10

    Die HandlungDie sechzehnjährige Emma macht gerade eine schwere Zeit durch. Seit ihr kleiner Bruder ums Leben gekommen ist, hat sie sich zurückgezogen und ist ziemlich allein mit ihrer Trauer. Da ist es auch nicht hilfreich, dass ihre Eltern, ihrem Sicherheitsbedürfnis dadurch Ausdruck verleihen, dass die Familie in ein SmartHome zieht, in dem fast jeder Winkel von Kameras überwacht wird und fast alles per App steuerbar ist. Es scheint, als wollten Emmas Eltern mit dem Umzug möglichst viele Erinnerungen an ihren toten Sohn hinter sich lassen und ihre Tochter dafür umso mehr beschützen.Über eine Trauergruppe bei Facebook, bei der Emma regelmäßig eine virtuelle Kerze für ihren verstorbenen Bruder anzündet, lernt sie Paul kennen. Er scheint der Einzige zu sein, der Emma und ihre Trauer versteht, der nachvollziehen kann, wie sie sich fühlt. So lässt Emma ihn bereitwillig in ihr Leben, filmt ihren Alltag und gibt ihm wichtige Daten. Doch je näher sich die beiden in Chats und Skype-Telefonaten kommen, desto eigenartiger wirkt Paul. Ist er tatsächlich ein normaler Junge, der abgelegen in Schottland lebt?Mein EindruckNachdem ich das Cover von Cloud gesehen und den Klappentext gelesen habe, bin ich mit der Erwartung an das Buch herangegangen, dass es ziemlich viel Action gibt, ausgelöst dadurch, dass die Protagonistin mit ihren Daten zu freizügig ist. Ich lag ein bisschen daneben. Das Thema Datensicherheit ist zwar auf jeden Fall ein wichtiger Aspekt des Buches, doch die Geschichte verläuft sehr viel ruhiger, als ich vermutet hatte.Es wird sehr viel Wert auf die Emotionen und die Hintergründe von Emma gelegt, was ich insgesamt einen guten Ansatz finde. Emma, die in ihrer momentanen Lebenssituation sonst nur schwer jemanden an sich heranlässt, baut relativ schnell eine ziemlich enge Beziehung zu einem Jungen auf, mit dem sie nur Online Kontakt hat. Dabei stellt sie sich ziemlich naiv an, sodass er mehr Informationen bekommt, als ein Fremder sie von einer Jugendlichen haben sollte. Ich konnte Emmas Handlungen zwar nachvollziehen, aber manchmal habe ich mich wirklich gefragt, ob eine Sechzehnjährige nicht etwas mehr Realitätssinn haben sollte.Aber gut, wäre Emma nicht wie sie ist, würde die Situation wohl nicht so spannend werden, wie sie es dann nach und nach wird. Dabei wird die Realität von moderner Technik mit ein wenig (hoffentlich) Science Fiction verwoben. Die Geschichte ist sehr interessant aufgebaut und obwohl sie sich zwischendurch mal ein wenig gezogen hat, konnte ich es am Ende vor Spannung kaum aus der Hand legen.Mein FazitCloud ist ein Buch über ein Thema, das heute gar nicht unterschätzt werden kann: Der Umgang mit persönlichen Daten in Sozialen Netzwerken und darüber hinaus. Dieses Thema wird in eine sehr interessante Geschichte verpackt, die einen stellenweise wirklich gruseln kann.

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  • Richtig spannend, habe bis zur letzten Seite mitgefiebert

    Cloud
    CorniHolmes

    CorniHolmes

    06. September 2017 um 13:25

    Bei diesem Buch konnten mich Cover und Klappentext sofort überzeugen. Mir ist Cloud das erste Mal im Internet beim Durchstöbern der Neuerscheinungen aufgefallen und es hatte sehr schnell meine Neugier geweckt. Sobald ich es dann in Händen hielt, konnte ich nicht länger warten und habe sogleich mit dem Lesen begonnen. Für Emma bricht eine Welt zusammen, als ihr geliebter kleiner Bruder bei einem Unfall ums Leben kommt. Immer mehr zieht sich Emma vor ihren Freunden zurück und verkraftet diesen Schicksalsschlag nur schwer. Auf Facebook erhält sie dann eines Tages eine Freundschaftsanfrage von einem Jungen namens Paul. Nach kurzem Zögern nimmt Emma diese an, denn bei Paul hat sie das Gefühl, dass er der Einzige ist, der sie wirklich versteht. Sie öffnet sich ihm und teilt ihm ihre Gefühle und Probleme mit. Paul geht auf diese ein und endlich fühlt sich Emma nach langer Zeit wieder besser und glücklicher. Sie fasst immer mehr Vertrauen zu Paul, beantwortet bereitwillig seine vielen Fragen, schickt ihm sogar Videos aus ihrem Alltag. Schließlich spricht Emma Paul auf ein Treffen an, damit sie sich endlich persönlich kennenlernen können. Doch Paul weicht immer wieder aus, lässt sich Ausreden einfallen und mit der Zeit wird Emma unsicher. Wer ist eigentlich dieser Paul? Fühlt er für sie dasselbe wie sie für ihn? Wenn ja, warum möchte er sich dann nicht mit ihr treffen? Kurz entschlossen macht sich Emma auf den Weg nach zu ihm Schottland, ohne dass dieser etwas davon weiß. Doch dann findet Emma etwas Unglaubliches und auch Erschreckendes heraus. Ob sie den Kontakt zu Paul nicht lieber abbrechen sollte? Cloud ist bereits das zweite Buch von Claudia Pietschmann. Ihr erstes Buch Gooddreams kenne ich noch nicht, was sich aber bald ändern wird, denn Cloud hat mir so gut gefallen, dass ich nun auf Claudia Pietschmanns anderes Werk richtig neugierig geworden bin. Mich konnte Cloud sofort in seinen Bann ziehen. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich das Buch vermutlich in nur einem Tag durchgelesen. Es ist bis zum Schluss spannend und steckt voller überraschender Wendungen. Als Leser bekommen wir einen sehr guten Eindruck von Emma. Man merkt sofort, wie psychisch angeschlagen sie aufgrund ihres verstorbenen Bruders ist. Dass sie jemanden zum Reden braucht, ist verständlich und auch, dass sie sich sehr bereitwillig jemanden anvertraut, den sie überhaupt nicht kennt, bei dem sie sich aber verstanden und gut aufgehoben fühlt. Dieser Jemand ist Paul, den Emma im Internet kennenlernt. Mir war Paul von Anfang an nicht geheuer. Er will erschreckend viel von Emma und ihrem Leben wissen und ich hatte ja schon bei den ersten Gesprächen zwischen den beiden so meine Bedenken, dass Emma Paul so viel von sich erzählt. Emmas Naivität war auch das Einzige, was mir an dem Buch nicht so gut gefallen. Es ist zwar nachvollziehbar, dass Emma sich in ihrer psychischen Verfassung jemanden anvertraut, bei dem sie sich verstanden fühlt, dennoch konnte ich es einfach nicht begreifen, wieso Emma erst so spät gemerkt hat, wie gefährlich dieses unbewusste Handeln für sie werden kann. Ich selbst bin ja immer sehr vorsichtig was das Internet angeht. Ich achte ganz genau darauf, wie viel ich im Netz über mich preisgebe und war daher sehr geschockt zu sehen, wie bereitwillig Emma Pauls Fragen beantwortet und wie viel Privates aus ihrem Leben sie ihm, einen Fremden, erzählt. Das Buch zeigt einem nur zu deutlich, wie gefährlich das Internet sein kann und dass man aufpassen muss, wem man was anvertraut. Mich konnte dieses interessante Thema bis zum Schluss fesseln. Ich habe das Buch an keiner Stelle als langweilig empfunden und auch der Schluss konnte mich sehr zufrieden stellen. Die Charaktere sind Claudia Pietschmann sehr gut gelungen. Emma war mir sofort sympathisch und durch die tollen und authentischen Beschreibungen ihrer Gefühle konnte ich mich auch wunderbar in sie hineinversetzen. Nur ihr naives Handeln was Paul betrifft, konnte ich, wie oben bereits erwähnt, nicht nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere wurden sehr schön von der Autorin ausgearbeitet. Paul war mir zwar nicht sympathisch, aber für die Geschichte des Buches war sein Charakter perfekt. Emmas Freund Matt habe ich sofort fest in mein Herz geschlossen und auch die Freundin Hazel mochte ich sehr. Die Beschreibungen der Eltern haben mir ebenfalls gut gefallen, da sie wie bei Emma sehr realistisch sind. Auch Emmas Eltern können den Verlust ihres Sohnes nur schwer verarbeiten und ziehen sogar in neues Haus ein, in welchem sie sich sicherer fühlen. Die Darstellungen dieses futuristischen Hauses haben mir ja richtig gut gefallen. Ich würde mich alles andere als technikbegeistert beschreiben und habe von Technik auch überhaupt keine Ahnung, dennoch habe ich die Beschreibungen dieses „SmartHomes“ mit viel Begeisterung gelesen. Für mich wäre so ein Haus, in welchem alles per App und Computer gesteuert wird, eindeutig nichts, aber als interessant habe ich es dennoch empfunden. Wer weiß, vielleicht leben wir ja alle irgendwann in SmartHomes und fahren selbststeuernde Autos, so wie Emmas Mutter. Der Schreibstil von Claudia Pietschmann hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er ist flüssig, leicht und liest sich sehr angenehm. Bei mir sind die Seiten wirklich nur so geflogen, was auch an dem tollen Spannungsaufbau des Buches lag. Ich kann Cloud jedem wärmstens empfehlen. Man muss auch nicht viel Ahnung von Technik haben, um das Buch verstehen zu können oder um es zu mögen. Ich bin da nur das perfekte Beispiel, da ich wirklich eine ziemliche Technik-Laie bin. Die Idee des Buches wurde hier sehr gut umgesetzt und meine Erwartungen konnte der neue Jugendroman von Claudia Pietschmann auch vollkommen erfüllen. Empfohlen wird Cloud ab 12 Jahren, was ich für angemessen halte; das Buch lässt sich aber auch wunderbar von Erwachsenen lesen. Fazit: Super Idee, die klasse umgesetzt wurde. Cloud ist ein sehr spannendes und faszinierendes Jugendbuch, welches mir richtig gut gefallen hat. Die Charaktere sind authentisch, die Handlung mitreißend und der Schreibstil klasse. Mich hat nur Emmas naives Verhalten etwas gestört, ansonsten bin ich wirklich hellauf begeistert von dem Buch und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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  • authentische Charaktere, nachvollziehbare Handlungen und eine faszinierende Idee

    Cloud
    his_and_her_books

    his_and_her_books

    02. September 2017 um 14:05

    „In diesem Moment erfasst ein Schluchzen meinen Körper. Es steigt im Magen auf, kämpft sich nach oben und verlässt meinen Mund mit einem Ton, der in der Stille meines Zimmers seltsam laut klingt und nicht wie ein Laut, der von mir stammen könnte.“(S.20)Inhalt:Nach dem Tod ihres jüngeren Bruders ist für Emma eine Welt zusammengebrochen. Sie lässt niemanden an sich heran, auch nicht ihre Freunde Hazel und Matt. Emma kapselt sich total ab. Als sie eine Freundschaftsanfrage von Paul auf Facebook erhält, nimmt sie diese nach kurzem Nachdenken an. Und Paul scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Er geht auf ihre Gefühle ein und unterstützt sie. Emma gewährt Paul Einblicke in ihr Leben, schickt ihm Aufnahmen aus ihrem Alltag. Nach und nach entwickelt Emma Gefühle für Paul, sie will ihn unbedingt treffen. Doch Paul blockt immer wieder ab. Emma lässt nicht locker. Kurz entschlossen nimmt sie das Heft in die Hand. Doch was sie herausfindet, reißt ihr erneut den Boden unter den Füssen weg. Und plötzlich wird es nicht nur für sie gefährlich.Meinung:Als ich auf einer Buchmesse von „Cloud“ gehört hatte, bin ich neugierig geworden. Die Beschreibung fand ich ziemlich gut und so wusste ich, dass ich es lesen muss. Nun, da das Buch bei mir angekommen war, habe ich es auch gar nicht erst ins Regal meiner noch zu lesenden Bücher gestellt, sondern habe es gleich zur Hand genommen.Und so erfuhr ich gleich zu Beginn von Emmas Traurigkeit. Vor nicht allzu langer Zeit ist ihr Bruder Ethan gestorben. Emma versteht die Welt nicht mehr. Noch dazu fühlt sie sich unwohl im neu bezogenen Haus. Sie wohnt nun mit ihren Eltern in einem SmartHome, alles wird mehr oder weniger über Apps gesteuert, vom Licht bis zur Heizung. Ihre Eltern haben nach dem Unfall ihres Bruders darauf bestanden, das Haus strotzt vor Sicherheit. Doch die verbliebene Familie hat mit der Situation nach Ethans Tod zu kämpfen, nichts wird mehr so werden, wie es einmal war.Als Emma eine Freundschaftsanfrage auf Facebook von Paul erhält ist sie erstmal skeptisch. Aber er scheint ihr wirklich gut zu tun. Er versteht Emma und ihre Situation wie kein anderer. Er hilft ihr, wo er nur kann. Mit Emma geht es wieder aufwärts, selbst zu ihren Freunden, von denen sie sich nach dem Tod ihres Bruders ziemlich abgegrenzt hatte, findet sie nun wieder einen Draht. Nur treffen will er sich nicht mit ihr. Hat er etwa ein Geheimnis?Claudia Pietschmann führte mich wirklich gut in die Geschichte ein. Wusste ich anfangs nur Ausschnitte von dem Ereignis, das Emmas Leben so einschneidend verändert hatte, so erfuhr ich dann aus den Chats zwischen Emma und Paul mehr und mehr Einzelheiten aus der Vergangenheit. Umso besser konnte ich den Zustand der Protagonistin zunehmend verstehen. Außerdem spürte ich durch die gewählte Erzählform aus Emmas Ich-Perspektive in Gegenwartsform eine ungeheure Nähe zu ihr. Emma war mir von der ersten bis zur letzten Seite unwahrscheinlich sympathisch und für mich ein authentischer Charakter. Für eine Sechzehnjährige ist es definitiv nicht leicht, ein dermaßen traumatisches Ereignis zu verarbeiten.Auch die anderen Charaktere konnten mich regelrecht begeistern. Von der besten Freundin Hazel angefangen, über den fürsorglichen besten Freund Matt bis hin zu Paul. Ich verfolgte neugierig die Chatverläufe zwischen Emma und Paul und lauerte auf das, was irgendwann definitiv geschehen musste. Und so gelang es Claudia Pietschmann, mich zunehmend in ihre Geschichte zu ziehen. Irgendwann war es dann so weit, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte. Die Handlungen und Entwicklungen fesselten mich durchweg. Auch die Idee eines SmartHomes konnte mich richtig faszinieren.Eindrücke sich leicht anbahnender Längen vertrieb Claudia Pietschmann umgehend mit dem Einbau neuer Entwicklungen, so dass keine Langeweile aufkommen konnte. Gut strukturiert und mit wohl dosierten Beschreibungen führte mich die Autorin durch ihre Geschichte. Mehr noch, Claudia Pietschmann ist es gelungen, ihre Idee an mich heranzutragen, für mich spür- und erlebbar zu machen.Zum Ende hin führt die Autorin den Spannungspegel nochmal in berauschende Höhen. Ich fieberte mit, litt mit den Charakteren und hoffte auf einen Ausweg. Definitiv kann ich sagen, dass ich vom Ende der Geschichte dann auch nicht enttäuscht wurde und einen folgerichtigen Ausklang erleben durfte.Urteil:„Cloud“ punktet mit authentischen Charakteren, nachvollziehbaren Handlungen und einer faszinierenden Idee hinter der Geschichte, zeigt dabei auch eindrucksvoll die Gefahren einer hohen Technisierung und medialen Vielfalt auf. Meine Erlebnisse an der Seite von Emma sind mir deshalb klare 5 Bücher wert.Für alle, die auch nach Schicksalsschlägen nicht aufgeben, sich medialer Vernetzung nicht erwehren, dabei bestehende Risiken dennoch nicht außer Acht lassen.

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  • Sehr erschütternd

    Cloud
    Amber144

    Amber144

    01. September 2017 um 17:32

    Das Cover finde ich wunderschön und sehr passend. Es besteht aus vielen kleinen Bildern. Die Haptik des Buches hat mir sehr gut gefallen, da der Titel und der Name der Autorin extra geprägt sind.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen.Emma lernt Paul im Internet kennen und teilt alles mit ihm. Was dabei heraus kommt, merkt sie leider zu spät.Gerade in der heutigen Zeit, wo im Internet Anonymität vorgespielt wird, zeigt dieses Buch sehr gut, was und vor allem wie schnell jemand alles heraus bekommen kann und was dieser damit machen kann.Zwar spielt das Buch in der Zukunft, aber auch heute gibt es schon SmartHome Systeme. Das Buch zeigt gut, wie abhängig man von diesen Systemen ist.Mich hat das Buch wirklich schockiert und ich hatte nicht nur einmal Gänsehaut.Was mich leider gestört hat war Emmas Naivität. Sie hat gerade Probleme mit ihren Eltern und ihr Bruder ist gestorben, aber als die Sachen mit Paul auffälliger wurde, hätte sie zu ihren Eltern gehen müssen und ihnen sagen müssen, dass Paul das Passwort hat. Sie benötigt zwar jemanden, der ihr nach dem Tod ihres Bruder zuhört, aber das was sie alles Paul anvertraut finde ich nicht gut und war sehr verwundert. Eigentlich müssten ihre Eltern ihr doch mal erklärt haben, wie gefährlich das Internet sein kann. Aber auf jeden Fall ein sehr gutes Buch, dass ich weiterempfehlen kann und gerad ein der heutigen Zeit, wo immer mehr automatisch gesteuert wird und wir immer weiter tüfteln, ein Buch das auch aufrütteln kann.

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  • künstliche Intelligenz umringt von Seifenblasen und Butterblumen

    Cloud
    Antek

    Antek

    01. September 2017 um 15:05

    Nach dem Tod ihres Bruders Ethan vor einigen Monaten verkriecht sich Emma immer mehr. Sie will und kann mit niemandem über ihre Sorgen reden, bis sie im Internet auf einer Trauerseite auf Paul trifft. Seine Kommentare berühren sie wie keine anderen, sie fühlt sich so verstanden und deshalb nimmt sie auch bereitwillig seine Freundschaftsanfrage an. Die Anonymität ist entspannend für Emma und schnell ist ihre übliche Zurückhaltung verdrängt, sie kann Paul einfach alles anvertrauen. Er tröstet sie, versteht sie, baut sie auf und viele nette kleine Gefallen machen ihr Leben auf einmal wieder schöner. Emma ist richtig verliebt, filmt ihren Alltag, lässt Paul, der in Schottland einige Meilen entfernt von London lebt, so an ihrem Leben teilnehmen. Aber als sie ihn in Schottland besuchen will, weicht er ihr aus, lässt sich immer andere Ausreden einfallen, bis sich Emma zu einem Überraschungsbesuch entschließt. Gibt es Paul überhaupt, wird sie ihn in Schottland treffen und endlich in die Arme schließen können und haben die beiden eine Zukunft? Als Leser darf man an Emmas Leben teilnehmen, erhält Einblick in ihr Familienleben, in ihren Schulalltag, geht mit ihr und ihrem besten Freund Matt zu Lauftraining und man darf mit verfolgen, wie Paul zunehmend ihr Leben einnimmt. Man darf mit ihr Schmetterlinge im Bauch fühlen, sucht mit ihr einen Ausweg aus dem Gefühlschaos und neben einem schlechten Gewissen und tiefer Traurigkeit darf man auch panikartige Angst verspüren. Es handelt sich um ein Jugendbuch. Der lockere Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und anschaulich, was mir gut gefällt und auch dazu passt. Sie verwendet viele tolle Sprachbilder, wie „Ich bin wie ein Auto, das mit angezogener Handbremse fährt“ oder „Es ist als hätten sich die Erdplatten verschoben, das Firmament von oben nach unten verkehrt.“ Claudia Pietschmann versteht es Gefühle darzustellen, so konnte ich mich in alle Darsteller mehr als gut hinein versetzen. Ich habe z.B. mehr als einmal mit Matt gelitten, wenn Emma ihn kalt abserviert, die Trauer der Familie um den verstorbenen Ethan mehr als deutlich gespürt und nicht nur einmal eine Gänsehaut am Rücken gehabt, wenn sich wieder eine kleine Überraschung aus dem Netz aufgetan hat. Außerdem ist es ihr hervorragend gelungen Spannung zu erzeugen. Einmal angefangen konnte ich mich dem Buch nicht mehr entziehen, ich musste wissen, was sich Paul Neues einfallen lässt, was mit Emmas Herz geschieht und ob die Geschichte gut ausgeht. Emma war mir von Anfang an super sympathisch und ich konnte mich super gut in sie hinein versetzen. Es ist mehr als deutlich zu spüren, wie sehr sie unter dem Tod ihres Bruders leidet. Paul scheint die richtigen Worte zu finden und ich konnte auch verstehen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Matt warnt sie zwar davor zu viel preiszugeben, aber das erzeugt Trotz. Hazel, die unbedarfte Freundin sieht nur, dass es Emma besser geht und nimmt ihr die Sorgen. Die zwei gegensätzlichen Freunde sind gut gewählt. Matt hat mir sowieso außerordentlich gut gefallen. „Matt würde das verstehen, weil er einfach immer alles versteht“, das beschreibt ihn wohl ziemlich genau. Es ist nicht zu übersehen, was ihm Emma bedeutet und sie kann sich blind auf ihn verlassen. Auch Mutter Lizz, deren Talent sicher nicht das Kochen ist, und Vater Derek sind realistisch und gelungen gezeichnet. Beide kämpfen mit dem Verlust des Sohnes, behüten deshalb Emma über und ihre Ehe wird mehr als auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Bei Paul will ich gar nicht zu viel verraten, er ist überzeugend dargestellt, kann einnehmen, aber auch Angst und Wut erzeugen. Ethan ist verunglückt, als er vor einem Einbrecher übers Dach fliehen wollte. Vater Derek hat deshalb beschlossen in ein SmartHome zu ziehen, ein Hochsicherheitstrakt, alles technisch überwacht und über Apps steuerbar, da kann nie mehr jemand einbrechen. Diese Häuser, bei denen sich bei der Kaffeemaschine angefangen, über die Heizung und Jalousien, bis hin zur Haustür alles über Technik, Apps und Kameraüberwachung steuern lässt, sind ja inzwischen schon Realität geworden. Mich persönlich würde so viel Technik abschrecken und hier wird mehr als gelungen und deutlich dargestellt,  wie anfällig ein solches System für Hacker sein kann, aber auch, was ein Stromausfall bedeutet. Die Gefahr die von selbstfahrenden Autos ausgehen kann wird ebenfalls angeschnitten, was mir gut gefällt. Facebook, Messanger und Co. Viele Jugendliche sind in der heutigen Zeit völlig unbedarft, was die Preisgabe ihrer persönlichen Daten betrifft. Wohnort, Adresse, Alter, Lebensgewohnheiten und Freunde sind mehr als leicht herauszufinden, wenn es jemand darauf anlegt. Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele dieses Buch lesen, aufwachen und dann etwas vorsichtiger werden. Das Geheimnis hinter Paul war mir etwas zu futuristisch, künstliche Intelligenz ist für mich einfach noch völlig unvorstellbar. Aber obwohl ich sonst absolut kein Freund von irgendwelchen Science Fiction Geschichten bin, hat es mich hier nicht so gestört. Ein Detail, das ich eher ausgeblendet habe, so gefesselt wie ich war. Weshalb ich auch keinen Stern abziehe. Alles in allem hatte ich mit „Cloud“ mehr als fesselnde Unterhaltung und konnte mit eine äußerst sympathischen Hauptdarsteller erleben, welch Fluch die modere Technik, trotz aller Vorteile, sein kann. Noch fünf Sterne!

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    • 2
  • Gut, es gibt aber einige Kritikpunkte

    Cloud
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    30. August 2017 um 17:05

    Meine Meinung   Als ich »Cloud« zum ersten Mal in den Händen hielt, habe ich mich sehr auf das Lesen gefreut. Das Buch klang laut dem Klappentext sehr vielversprechend; eine Gefahr, bzw. mehrere Gefahren in der virtuellen Welt bestehen immer, und sie werden immerzu schlimmer. Umso gespannter war ich, da ich großes erwartet habe.   Das Buch, welches in einem stabilen Umschlag mit festen Seiten erschienen ist, begann bereits sehr gut: Emma lag in der Badewanne, verträumt, aber auch mental völlig kaputt; ihr kleiner Bruder Ethan ist vor kurzer Zeit um’s Leben gekommen, und die Familie ist am Boden zerstört. Wir erfahren nach und nach, was geschehen ist, und selbstverständlich ist unsere Hauptfigur somit emotional sehr trocken und negativ gestimmt. Die Familie lebte in einem hochmodernen Haus, »SmartHome« nannte die Autorin dieses Konzept – alles war auf dem neuesten Stand und elektronisch mit einer App verbunden: Die Haustür, die Lichter, die Dusche, selbst die Kaffeemaschine merkte sich die gewünschte Kaffeetemperatur eines jeden Familienmitglieds. Durch dieses Haus hat die Autorin schon mal ein hervorragendes Setting geschaffen, welches auch später noch einen großen Part übernehmen wird.    Da unsere Hauptfigur sehr angeschlagen und psychisch am Ende war, war sie viel anfälliger auf Gefahren, die rund um sie lauerten. Sie brauchte jemanden, irgendjemanden, mit dem sie reden konnte, und da tauchte plötzlich Paul auf. Paul, der Junge in Schottland, von dem nichts bekannt war. Sie freundete sich mit ihm an, und schnell geriet sie in einen Strudel aus Manipulationen und Lügen, Gefahren und dem virtuellem »Bösen«.    Diese Grundidee fand ich sehr gut, auch die Verbindung zu den aktuellen Ereignissen in der virtuellen Welt empfand ich als äußerst gut gelungen. Paul war mir von Anfang an ein wenig unheimlich, und ich konnte auch verstehen, dass Emma ihm blind vertraute, da sie, wie schon erwähnt, eine seelische Stütze brauchte. Die Chats zwischen Emma und Paul waren sehr interessant zu lesen, jedoch war die Story hinter Paul in meinen Augen etwas weit hergeholt und doch sehr »futuristisch«. Ein weiterer Kritikpunkt wäre der Schreibstil: Frau Pietschmann hatte oft verdrehte Ausdrücke drin, oder sogar falsch geformte Sätze, die sich sehr banal angehört haben. Zusammenfassend empfand ich den Schreibstil als einfach, einige Male sogar etwas kindisch, vieles wurde lapidar erzählt, was mich auch zum nächsten Punkt bringt: Wenn es keine Szenen mit Paul gab, passierte nicht wirklich viel Wichtiges oder Interessantes: Emma lief, trainierte, ging in die Schule, unterhielt sich mit ihren überfürsorglichen Eltern oder mit ihrem Freund Matt, der auch etwas zu empathisch war. Dann gab es noch Hazel, die klischeehafte, verrückte Freundin. Diese ganzen Komponenten waren leider störend.    Sehr gut hingegen fand ich die Message des Buches und das Ende. Die Szenen und der Konflikt mit und um Paul waren ebenso sehr gut gewesen, und insgesamt darf ich sagen, dass ich das Buch angenehm fand und es gerne gelesen habe. Fazit   Ein relativ unterhaltsames Buch mit Charakteren, an denen man hätte feilen können, einer Prämisse, die sehr futuristisch war und einem Schreibstil, der noch hätte ausgebaut werden können. Der Konflikt war gut, auch die Pointe sehr lobenswert. Trotz Kritikpunkte empfehlenswert!

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