GoodDreams - Wir kaufen deine Träume

von Claudia Pietschmann 
3,7 Sterne bei65 Bewertungen
GoodDreams - Wir kaufen deine Träume
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Positiv (38):
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Tolles dystopisches Szenario, das mit einem spannenden, teils atemlosen Abenteuer verknüpft wird.

Kritisch (6):
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Wahnsinnig gute Idee, deren Potential nicht annähernd genutzt wurde. Unsympathische Charaktere und lahme Handlung.

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Inhaltsangabe zu "GoodDreams - Wir kaufen deine Träume"

Leah will nicht mehr träumen. Zu sehr treibt sie die Angst um, nicht in die Realität zurückkehren zu können. Ihr Zwillingsbruder Mika versteht Leah nicht. Er ist Profiträumer und verdiente lange mit seinen Träumen Geld. Geld, das die Geschwister dringend für ihren kranken Vater brauchen. Eines Tages erhält Mika eine anonyme E-Mail und damit die Chance auf 250.000 Dollar: Er soll bei einem geheimen Spiel mitmachen und gegen drei andere Jugendliche antreten. Das Ziel des Spiels? Ungewiss. Der Startpunkt? Im Traum. Das Problem: Seit Mika an Schlafstörungen leidet, ist für ihn ans Träumen nicht mehr zu denken. Ihre einzige Chance ist Leah. Sie muss ihre Angst überwinden und in den Traum eines Unbekannten aufbrechen. In einen Traum, der zum Albtraum wird - und der etwas enthüllt, das Leah und die gesamte Menschheit erschüttern wird …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783401601519
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:360 Seiten
Verlag:Arena
Erscheinungsdatum:07.07.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Irvevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles dystopisches Szenario, das mit einem spannenden, teils atemlosen Abenteuer verknüpft wird.
    *+* Claudia Pietschmann: "GoodDreams" *+*

    Stell dir vor, du könntest bestimmen, was du träumst – alles ist möglich! -, diese Träume aufzeichnen, sie in den Social Media hochladen, massig Likes abstauben und diese dann gegen Geld einlösen. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein? Das stimmt, denn so perfekt, wie die Welt in „GoodDreams“ scheint, ist sie absolut nicht.

    Die Geschichte ist dystopisch angehaucht, denn die Menschheit muss um das nackte Überleben kämpfen, der Großteil der Bevölkerung lebt von der Hand in den Mund. Die Waren sind knapp geworden und das, was verfügbar ist und häufig auf dem Schwarzmarkt gehandelt wird, ist astronomisch teuer. Der kleine Mann hat häufig keine Arbeit mehr und so muss alles herhalten, was zu Geld gemacht werden kann. Wie gut, dass es offenbar noch betuchte Weltenbürger gibt, die den Handel mit Träumen möglich machen. Aber Vorsicht! Ob das wirklich so ungefährlich ist, wie es scheint?

    Zunächst stellt die Autorin die Hauptpersonen des Buches – die Jugendlichen, die später eine Einladung zum Profiträumer-Wettbewerb erhalten – vor. So kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie sie gestrickt sind. Aber auch von ihren aktuellen Lebensumständen, ihren Hoffnungen, Wünschen und Sehnsüchten. Die Charaktere sind gut greifbar und lebendig beschrieben, ich konnte sie mir alle gut vorstellen, was eine gefühlte Nähe zu ihnen mit sich brachte.

    Als diese Profiträumer Einladungen zu einem Wettbewerb erhalten, nehmen sie diese nach einigem Hin und Her an. Sie wissen natürlich nicht, was sie erwartet, aber die Gewinnprämie ist einfach zu verlockend, als dass sie diese Möglichkeit ausschlagen könnten. Jeder muss sein Päckchen tragen, Krankheiten, Süchte und andere Lebensbremsen begleiten sie alle, und jeder kann diesen Batzen Geld gut gebrauchen.

    So treffen sich die Teilnehmer zu vorgegebener Stunde im Traum des Game-Masters – Profiträumer können auch gezielt in fremde Träume eindringen – und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Im Traum ist alles möglich, das bekommen die Teilnehmer eindrucksvoll am eigenen Leib zu spüren. Claudia Pietschmann hat tief in die Trickkiste gegriffen, macht Unmögliches möglich. Die Welt, die die sie kreiert, ist faszinierend und beängstigend zugleich. Einige Male gilt es, Gefahren zu besiegen und über sich hinauszuwachsen. Dass das nur als Team möglich ist, begreifen die Profiträumer recht bald. Denn als sich eine Teilnehmerin eine Schwäche erlaubt und sie deshalb aus dem Team gemobbt wird, kommen die anderen Spieler nicht mehr voran. So begreifen sie, dass nur gemeinsam das Ziel erreicht werden kann. Diese Aussage des Buches gefällt mir sehr gut. Vor allem, weil man in der heutigen Zeit oftmals das Gefühl hat, dass die Gesellschaft zunehmend aus Einzelkämpfern zu bestehen scheint. Das Motto der drei Musketiere „Einer für alle und alle für einen“ setzt sich bei den Träumern schließlich immer mehr durch und schließlich gelangen sie zum Ziel – das ein ganz anderes ist als sie je vermutet hätten.

    Die Geschichte des Buches ist ganz klar auf den Wettbewerb der Profiträumer und dessen Ausgang ausgelegt. Wer große Hintergrundinformationen erwartet, die erklären, warum die Welt in „GoodDream“ so ist, wie sie ist, mag enttäuscht sein. Aber die Vergangenheit spielt eigentlich keine Rolle für den Inhalt und auch nicht für die Botschaften des Buches. Die Autorin arbeitet in beiden sich abwechselnden Erzählsträngen – die Traumwelt des Wettbewerbs und die Realität – überzeugend heraus, wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenhalt ist. Großes kann man alleine oft nur schwer bewältigen, aber wenn sich die Kräfte bündeln, sieht es meist ganz anders aus. Zudem greift sie ein Thema auf, das vor allem für die jugendliche Zielgruppe immens wichtig ist: Die Social Media. Bei allen Vorteilen darf man sich von diesen nicht blenden lassen, sollte hinterfragen und gerne auch mal skeptisch sein und sich vor allem bewusst sein, dass öffentliche Daten ihren Privatstatus mit einem einzigen Klick eingebüßt haben und von anderen nicht immer für positive Zwecke genutzt werden.

    Das Ende der Geschichte ist ein wenig offen gehalten. Obwohl der Traumwettbewerb unter Aufdeckung eines Skandals erfolgreich beendet wird, ist dieses Kapitel für die Teilnehmer noch längst nicht abgeschlossen – ein wenig liest sich das letzte Kapitel, als ob es eine Fortsetzung geben könnte, worüber ich mich sehr freuen würde.

    Inhalt
    Leah will nicht mehr träumen. Zu sehr treibt sie die Angst um, nicht in die Realität zurückkehren zu können. Ihr Zwillingsbruder Mika versteht Leah nicht. Er ist Profiträumer und verdiente lange mit seinen Träumen Geld. Geld, das die Geschwister dringend für ihren kranken Vater brauchen. Eines Tages erhält Mika eine anonyme E-Mail und damit die Chance auf 250.000 Dollar: Er soll bei einem geheimen Spiel mitmachen und gegen drei andere Jugendliche antreten.
    Das Ziel des Spiels? Ungewiss.
    Der Startpunkt? Im Traum.
    Das Problem: Seit Mika an Schlafstörungen leidet, ist für ihn ans Träumen nicht mehr zu denken. Ihre einzige Chance ist Leah. Sie muss ihre Angst überwinden und in den Traum eines Unbekannten aufbrechen. In einen Traum, der zum Albtraum wird – und der etwas enthüllt, das Leah und die gesamte Menschheit erschüttern wird …

    Autorin
    Claudia Pietschmann, 1969 in der Mark Brandenburg geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend inmitten zahlloser Bücher. Sie studierte in Berlin Betriebswirtschaftslehre und arbeitete anschließend als Marketingberaterin und Werbetexterin. Mit dem Träumen beschäftigt sich die Autorin schon lange. Es ist ihr sogar gelungen, das Luzide Träumen zu erlernen, genau wie die Figuren in ihrem Debutroman „GoodDreams“.
    Quelle: Arena Verlag


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    _sarah_s avatar
    _sarah_vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Über dieses Buch wird man auch noch danach nachdenken!
    Wer träumt denn nicht davon, irgendwann mal vielleicht luzid zu träumen?

    Genau das ist der Gedanke des Buches: Luzides Träumen, womit man Geld verdienen kann. Einen einfacheren Job kann man nicht haben, oder? Oder gibt es doch negative Seiten, die einem zunächst nicht auffallen?
    Bei GoodDreams kann man genau diese Träume zu Geld machen. Entweder du lädst sie hoch oder du lässt dich von anderen Träumern inspirieren, was du als nächstes träumen wirst.
    Mika ist ein Profiträumer, zumindest war er das, bevor er an einer Schlafstörung litt. Doch als er eine E-Mail erhält, in der steht, dass er 250.000 Dollar gewinnen kann, wenn er bei einem geheimen Spiel mitmacht, versucht er seine Zwillingsschwester zu überreden, dass diese für ihn mitmacht.
    Leah, die Schwester, erkennt, dass sie keine Wahl hat, denn das Geld könnte ihrem Vater, der im Sterben liegt, helfen. Und so macht sie an Stelle von Mika bei dem Spiel mit. Keiner weiß, wovon das Spiel handelt, es ist wie ein Rätsel für die Profiträumer. Zusammen versuchen sie herauszufinden, was das Spiel soll und wie man an das Ende des Spiels gelangen kann.
    Doch die anderen Profiträumer brauchen die 250.000 Dollar genauso sehr wie sie und es kann nur einen Gewinner geben.

    ***

    Der Grundgedanke von diesem Buch ist sehr modern und man erkennt als Leser schnell, dass die Grundidee nicht weit von unserer eigentlichen Zukunft entfernt sein muss, da SocialMedias bereits heute eine wichtige Rolle in unseren Leben spielen und ein Programm wie GoodDreams sehr realistisch ist.
    Gerade das Thema „Träume“ hat mich sehr an diesem Buch gereizt, da ich bisher nur wenige Bücher kenne, in welchem Träume so hervorgehoben werden. Da mich das Thema schon immer interessiert hat, war es für mich darum noch interessanter und auch anderen wird dieses Thema spätestens dann interessieren, da man über das Buch nachdenken wird. 

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    Maxi2011s avatar
    Maxi2011vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Dystopie mit Thriller Elementen!
    Spannende Dystopie mit Thriller Elementen!

    GoodDreams – Wir kaufen deine Träume von Claudia Pitschmann

     

    Mich hat das wunderschöne Cover direkt angezogen und als ich den Klappentext gelesen habe, war es klar, dass ich es lesen wollte. Ich habe mich riesig gefreut als mir der Arena Verlag ein Rezensionsexemplar zugesendet hat. Vielen Dank dafür.

     

    Leah und Mika leben mit ihrem kranken Vater in ärmlichen Verhältnissen und können sich gerade so übers Wasser halten, als sie eine anonyme Einladung erhalten bei einem Spiel mitzumachen, wo der Gewinn 250.000 Dollar beträgt. Der einzige haken … Mika, der Profi in Träumen ist und die Einladung erhalten hat, kann wegen seiner Schlafstörung nicht mehr träumen. Nur Leah könnte die Chance ergreifen, aber sie hat Angst zu träumen und ist kein Profi. Wird sie mitmachen? Was ist das für ein Spiel und wer macht sonst noch mit?

     

    „Sie hatten ihn gefunden. Nun konnte er nur noch hoffen, dass die Kleine, die Biestige, der Besonnene und der Helfer das finden würden, was er für sie und die Welt hinterlegt hatte.“

     

    Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was es am Anfang für mich schwierig machte, in die Geschichte rein zu kommen. Die Protagonisten fand ich alle sehr interessant, auch wenn ich nicht wirklich eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Warum das so war, kann ich nicht wirklich erklären, aber es störte zum Glück nicht meinen Lesefluss.

    Die Geschichte an sich ist wirklich spannend geschrieben und ab der hälfte konnte es mich auch richtig fesseln, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Eine tolle Umsetzung der Geschichte, die mich begeistern konnte.

     

    Fazit:

    Eine Dystopie mit leichten Thriller Elementen und eine Geschichte, die für mich komplett neu war. Dystopie-Fans werden hier auf ihre Kosten kommen und auch für Neulinge in diesem Genre wird es bestimmt ein guter Einstieg sein.

     

    Lg eure Tanya

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    AleynaClarkes avatar
    AleynaClarkevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine spannende und mitreißende Geschichte, die einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal erobert hat!
    Rezension zu "Good Dreams"


    Dieses Buch hat mich wirklich ab der ersten Seite mitgerissen! Eine wirklich mal andere und außergewöhnliche Geschichte die mich begeistert hat und zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher geworden ist. Für alle die nach Büchern voller Abenteuer, Liebe und grenzenloser Spannung suchen, kann ich Good Dreams nur empfehlen. Ein großartiger Roman, den wie ich finde jeder Lesen sollte und jeden kalten Herbstabend im Bett mit einer Tasse Kaffee perfekt macht:)

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    Stinsomes avatar
    Stinsomevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wahnsinnig gute Idee, deren Potential nicht annähernd genutzt wurde. Unsympathische Charaktere und lahme Handlung.
    Das Potential wurde nicht genutzt.

    Worum geht es?

    Leah lebt in einer Welt, in der Träume im Internet hochgeladen und Likes in Geld eingetauscht werden können. Während ihr Zwillingsbruder Mika Feuer und Flamme für GoodDreams ist und zu der Top 20 der Profiträumer gehört, hat Leah das luzide Träumen aufgegeben, da sich jeder dieser Träume für sie in einen Albtraum verwandelt. Sie hat Todesangst davor, es ihrem Bruder gleichzutun und zu helfen, die Familie zu versorgen. Als Mika aus Liebeskummer eine Schlafstörung entwickelt und das Geld immer knapper wird, um die Medikamente ihres kranken Vaters zu finanzieren, muss Leah über ihren Schatten springen und an einem Spiel im Traum teilnehmen, um 250.000 Dollar zu gewinnen. An ihrer Seite stehen drei weitere Profiträumer, die mit ihr um das Preisgeld spielen. Einer davon ist Tayo, ein guter Freund Mikas, der ihr seine Unterstützung zusichert, aber eigentlich kann sich Leah nur auf sich selbst wirklich verlassen...

    Meine Meinung

    ACHTUNG: Bezüglich der Charaktere haben sich Spoiler eingeschlichen!

    Dieses Buch hat mir wirklich einiges an Nerven abverlangt. Diese Idee, dass Träume auf einer Website hochgeladen werden können, um Likes abzustauben, die man in Geld umtauschen kann, ist meiner Meinung nach mehr als interessant. Und nicht nur das: Man kann sich auch, wenn man das luzide Träumen wirklich gut beherrscht, mit anderen in Träumen treffen. Dieses ganze Traumweltding hat mich einfach angesprochen und hinsichtlich dessen finde ich das Buch auch sehr gut umgesetzt, aber was die Story und die Charaktere angeht wurde das Potential verschenkt. Da kann auch der angenehme Schreibstil nicht helfen oder der ständige Perspektivenwechsel.

    Mittlerweile ist mein Hass auf die Charaktere etwas abgeklungen, aber ich finde, es läuft irgendetwas falsch, wenn man mitten im Buch auf einmal beginnt, die Charaktere zu hassen. Nicht nur nicht zu mögen, sondern wirklich zu hassen. Mir waren Figuren in einem Buch wirklich selten so unsympathisch - bei manchen hat es sich bis zum Ende hin etwas gebessert, manche jedoch konnten auch einfach nicht mehr die Kurve kriegen.

    Fangen wir mal mit Tayo an. Von einem Kerl, der in Leah verknallt ist und von ihrem Bruder gebeten wurde, in der Traumwelt auf sie aufzupassen, sollte man doch annehmen können, dass er sich für sie einsetzt? Sie beschützt? Lieb zu ihr ist? Ha-ha! Offensichtlich nicht. Er fällt ihr dauernd in den Rücken und macht ihr dauernd Vorwürfe, obwohl es klar ist, dass sie keine Profiträumerin ist und nun mal Fehler macht. Er müsste das wissen, er ist eingeweiht! Wieso verhält er sich wie ein Mistkerl und kreidet sie auch noch vor den anderen beiden Idioten an? Wieso schiebt er ihr Sachen in die Schuhe, die er selbst falsch gemacht hat? Ich verstehe es nicht und es wird einem auch nie begreiflich gemacht.

    Wie bereits erwähnt, hat Leahs Bruder Mika Tayo gebeten, auf sie aufzupassen. Man sollte also wohl auch von ihm annehmen können, dass er sich um sie sorgt und sie beschützen will, oder? Ich weiß nicht, was mit diesem Buch falsch läuft, aber auch das ist nicht der Fall. Auch von ihm regnet es ständig Vorwürfe. Statt ihr gut zuzureden und für sie da zu sein, tut er nichts anderes als ihr ständig vorzuwerfen, dass sie egoistisch und selbstsüchtig ist, und das, obwohl er ganz genau weiß, dass sie TODESANGST hat, luzid zu träumen. Er setzt sie in einer Tour unter Druck und spielt in wenigen Momenten, wenn Leah mal anfängt, zu heulen, den beschützenden, einfühlsamen Bruder, der sie in den Arm nimmt. Wirkt sehr authentisch, oder?

    Der dritte in diesem Bunde ist Ben. Er ist eigentlich der einzige, der wirklich die Kurve gekriegt hat. Auch am Anfang mochte ich Ben, aber dann hat er sich im Mittelteil leider ähnlich entwickelt wie die anderen beiden Charaktere. Liest man aus Leahs Sicht ist er ein Kotzbrocken, der sie dauernd anmotzt, liest man aus seiner Sicht, erfährt man, dass er sie ja eigentlich beschützen will, weil sie so zerbrechlich wirkt. Wenn du das so empfindest, wieso machst du sie dann fertig, lieber Ben? Wieso hilfst du ihr nicht, wenn sich alle gegen sie stellen? Glücklicherweise scheint er das dann auch langsam zu raffen.

    Diese drei Figuren wirken (oder wirkten) sowas von heuchlerisch, falsch und hinterhältig. Aus ihrer Sicht werden sie umsorgend und freundlich dargestellt, aus Leahs Sicht darf man dann mitansehen, wie sie wirklich sind. Die einzige Figur außer Leah, die man näher kennenlernt und die zu keinem Zeitpunkt hinterhältig ist, ist Yuna.

    Aber sie ist trotzdem ein Ekel. Sie verhehlt das nur nicht. Sie zeigt ganz offen, was sie von Leah hält, ob aus Leahs oder ihrer eigenen Sicht. Leah ist ihr ein Dorn im Auge und sie will diesen Klotz am Bein, so schnell es geht, loswerden. Ich muss nicht extra erwähnen, dass man auch bei dieser Figur Sympathiegefühle vergeblich sucht, oder?

    Für mich ist ein Buch verloren, wenn es keine Charaktere aufweisen kann, die man mag. Charaktere sind mit das Wichtigste an einem Buch. Deshalb stürzen die Sterne hier auch rapide abwärts, denn nicht einmal Leah, der eigentliche Hauptcharakter, kann wirklich überzeugen. Sie ist ein so unfassbar naiver Mensch, dass auch sie mich in einer Tour aufgeregt hat. Statt mal den Mund aufzumachen oder zu erkennen, wie unfair und mies die anderen sie behandeln, sucht sie die Fehler stets bei sich und ist auf die betreffende Person (außer auf Yuna) nicht einmal wütend. Bis auf ein paar spitze Bemerkungen hier und ein paar aufmüpfigen Anworten da steht sie einfach nicht für sich ein und behauptet sich.

    Ich möchte diese Rezension jetzt nicht noch unnötig in die Länge ziehen, sondern komme einfach mal auf den Punkt: Die Idee? Weltklasse, unglaublich viel Potential. Allein deshalb hätte das Buch mehr Aufmerksamkeit verdient. Der Schreibstil? Angenehm und flüssig. Die Charaktere? Teilweise wahre Hassobjekte. Die Story? Für diese tolle Idee einfach nicht genug! Es kommt nicht sehr viel Spannung auf und ich wurde einfach nicht mitgerissen, obwohl ich wegen der Idee doch immer wieder Lust am Weiterlesen hatte. Das Ende? Ich kann mich nur fragen: Was war das? Einige Fragen bleiben offen, die letzte Seite deutet eigentlich einen zweiten Teil an, von dem ich jedoch noch nichts gehört habe, und es war mir einfach alles zu... unspektakulär.

    Fazit

    Für mich wurde hier einfach das Potential verschenkt. Die Idee hätte 5 Sterne verdient, so sind es jedoch nur 2,5 Sterne - und das auch wirklich nur wegen dieser genialen Idee. Wäre diese nicht gewesen, hätte ich vielleicht sogar zu nur einem einzigen Stern tendiert.

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    derbuecherwald-blogs avatar
    derbuecherwald-blogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gute Idee und spannende Geschichte, aber leider zu oberflächlich
    Mittelmäßig

    Ich muss zugeben, dass mir das Buch gefallen hat, weil ich einfach die Idee wahnsinnig gut fand, dass man seine Träume aufnehmen kann und die Träume anderer nachträumen kann. Ich glaube viele wissen gar nicht, dass luzides Träumen wirklich möglich ist.Leider wurde für mich das Träumen zu oberflächlich behandelt, da es hauptsächlich um das spiel ging. Es hätten ruhig noch ein paar Träume beschrieben werden können bevor das eigentliche Spiel losgeht. Auch die Welt im Gewinnspiel-Traum habe ich als sehr trist empfunden.Außerdem hätten die Charaktere lebendiger beschrieben werden können.Die eigentliche Spannung hat für mich erst ab der Hälfte angefangen.Daher finde ich, dass man das Buch ganz gut lesen kann wenn man ein wenig Unterhaltung sucht aber leider wurde das Potential der Idee nicht ausgeschöpft.Vollständige Rezension auf: Der Bücherwald

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 2 Jahren
    Tolle Grundidee, deren Umsetzung mich leider nicht überzeugen konnte


    Die Grundidee fand ich sehr spannend und originell: in einer unbestimmten Zukunft gibt es eine große Energiekrise, die Arbeitslosigkeit steigt ins Unermessliche und die Menschen flüchten sich in Träume - allerdings nicht unbedingt in ihre eigenen. Denn nachdem Facebook pleite gegangen ist, hat sich eine andere Plattform zur neuen Nummer 1 der sozialen Medien emporgeschwungen: GoodDreams, wo man Videos seiner eigenen Träume hoch- und die Videos anderer Träumer herunterladen kann. Anleitungen zum Klarträumen und Traumrekorder zum Aufzeichnen der Träume machen das ganz leicht. Die Profiträumer kassieren sogar Geld und Lebensmittelgutscheine, wenn ihre Träume oft genug gelikt werden.


    Leider hatte ich aber schnell den Eindruck, dass diese hochinteressante Idee auf eher schwachen Beinen steht, denn die Welt erschien mir nur oberflächlich durchdacht. Erdöl gibt es halt nicht mehr, weil die Araber und die Russen alles für sich selbst behalten, und Sonnen- und Windenergie funktionieren nicht mehr, weil das Klima unberechenbar geworden ist. Viel mehr Erklärung gibt es nicht, und das fand ich doch etwas dünn.


    War es zum Beispiel ein schleichender Prozess, oder gab es irgendeine Art von Katastrophe? Mal klingt es so, als wäre es einfach eine unausweichliche Folge des fortschreitenden Klimawandels, aber dann wird zum Beispiel auch gesagt, dass Touristen in den Hotels von Okinawa gestrandet sind, weil die Flüge unbezahlbar wurden - und das hieße ja, dass es sehr überraschend passiert sein muss.


    Außerdem fand ich die Auswirkungen dieser Energiekrise oft unlogisch. Einerseits hat kaum noch jemand Geld, um das Licht oder gar einen Kühlschrank einzuschalten, andererseits müssen die Menschen doch ständig im Internet hängen, wenn GoodDreams wirklich so eine wirtschaftliche Macht sein soll, wie es dargestellt wird. Es wird gesagt, dass einem technische Geräte hinterhergeschmissen werden, während Lebensmittel fast unbezahlbar sind, aber dennoch besitzen die meisten Menschen anscheinend entweder gar keinen eigenen Computer oder nur einen ziemlich abgewrackten.


    Kurz gesagt, der Weltentwurf hat mich leider nicht überzeugt, und deswegen konnte ich mich auf die Geschichte nicht vollständig einlassen. Zwar kam zwischendurch durchaus Spannung auf und es war dann auch unterhaltsam, aber so richtig mitreißen konnte es mich nicht, weil es für mich nicht in sich stimmig war.


    Auch die Charaktere haben zwiespältige Gefühle in mir hervorgerufen, obwohl ich sie alle im Grunde sehr vielversprechend und interessant fand.


    Im Mittelpunkt steht Leah, die mit ihrem Zwillingsbruder Mika und ihrem todkranken Vater zusammenlebt. In den letzten Jahren hat Mika die kleine Familie als Profiträumer über Wasser gehalten, aber seit seine Freundin ihn verlassen hat, kann er nicht mehr schlafen und daher auch nicht mehr träumen. Leah hingegen hat mit dem Träumen schlechte Erfahrungen gemacht und will daher nicht versuchen, damit Geld zu verdienen.


    Am Anfang kam sie mir naiv und selbstsüchtig vor, denn sie schiebt ihrem Bruder alle Verantwortung fürs Geldverdienen zu. Dass er auf sie oft sehr wütend wurde, konnte ich zunächst sogar nachvollziehen, später fand ich ihn unangebracht aggressiv. Leah macht im Laufe der Geschichte zwar eine große Wandlung durch und lernt, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich mehr zuzutrauen, dies fand ich allerdings recht sprunghaft, und ähnlich erging es mir auch mit den anderen Charakteren. Ein hilfsbereiter Charakter kann plötzlich besitzergreifend und hinterlistig sein, um dann später wieder hilfsbereit zu werden, und das innerhalb weniger Tage.


    Die Liebesgeschichte ging mir ein bisschen zu plötzlich, ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden sich überhaupt genug kannten, um tiefe Gefühle zu entwickeln. Außerdem fand ich schade, dass er sie immer wieder als hilfloses, schwaches, kindliches Mädchen sieht, das er beschützen muss!


    Der Schreibstil ist eher einfach, liest sich aber locker und angenehm.


    Fazit:
    Die Grundidee fand ich wahnsinnig spannend, leider flaute meine Begeisterung jedoch schnell ab. Die Ansätze sind alle da, die Charaktere haben durchaus viel Potential, aber die Umsetzung scheiterte für mich vor allem daran, dass mir der Weltentwurf einfach nicht vollständig und logisch durchdacht schien - und das ist mir bei dieser Art von Geschichte, die in einer dystopisch angehauchten Zukunft spielt, sehr wichtig, um sie glaubhaft finden zu können.

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    heartsandbookss avatar
    heartsandbooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein soziales Netzwerk, in dem du deine Träume hochladen und der Öffentlichkeit präsentieren kannst. Aber ist das alles?
    Gute Idee mit viel Potenzial

    Das Cover hat mir am Anfang nicht so gut gefallen. Ich finde, dass es etwas nichtssagenden ist, aber der glänzende Schriftzug hat mich dann doch irgendwie angezogen :-P Als ich dann den Klappentext gelesen habe wollte ich es unbedingt sofort lesen und habe es mir gekauft. Es hat dann leider noch ein paar Monate auf meinem SuB gelegen, bevor ich es jetzt endlich gelesen habe und was soll ich sagen? Meine Erwartungen an die Geschichte wurden größtenteils erfüllt.

    Ich interessiere mich schon etwas  länger für das Thema "Träumen", habe aber bis jetzt noch nie ein Buch darüber gelesen. Doch die Idee von Gooddreams hat mich voll und ganz überzeugt.

    Am Anfang verlief die Geschichte leider etwas schleppend, aber schon nach kurzer Zeit kam Spannung auf. Diese blieb das ganze Buch über konstant und wurde gegen Ende sogar noch gesteigert.

    Der Schreibstil der Autorin war etwas gewöhnungsbedürftig, aber gegen Ende hat er mir wirklich gut gefallen und die Geschichte wurde immer flüssiger.

    Die Figuren waren mir alle sehr sympathisch und wurden gut von  Claudia Pietschmann beschrieben. Die Nebencharaktere waren mir zwar etwas zu flach, aber die vier Hauptcharaktere hatten Tiefe und jeder seine ganz eigene Persönlichkeit. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Charaktere am Anfang durch ihre Träume vorgestellt wurde, obwohl ich erst etwas verwirrt war und die verschiedenen Träumer regelmäßig durcheinander gebracht habe. Ich fand es auch gut, dass  die Autorin zwar eine kleine Liebesgeschichte mit eingebracht hat, diese aber nicht die ganze restliche Handlung überdeckt hat. 
    Besonders gut hat mir die Idee von einer Art "YouTube" mit Träumen gefallen, weil soziale Netzwerke ja schon heute einen großen Teil des Lebens bestimmen und in dieser Welt nun sogar zu den Träumen der Menschen vorgedrungen sind.
    Das Ende des Buches kam mir etwas zu plötzlich. Ich finde, dass das Buch noch gut zwanzig Seiten mehr gebraucht hätte, um alle Fragen zu beantworten. So tappt der Leser am Ende immer noch im Dunklen.
    Die Idee hat mir insgesamt total gut gefallen und auch die Charaktere waren mir sympathisch, wenn auch teilweise etwas flach. Spannung war fast die ganze Zeit vorhanden, aber das Ende kam etwas zu schnell.

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    Lesemama1970s avatar
    Lesemama1970vor 2 Jahren
    Traum und Wirklichkeit!


    GoodDreams: Wir kaufen deine Träume ist im Juli 2016 von Claudia Pietschmann beim Arena Verlag erschienen.

    Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da mich das Cover und der Klappentext sehr angesprochen haben.

    Klappentext:
    Leah will nicht mehr träumen. Zu sehr treibt sie die Angst um, nicht in die Realität zurückkehren zu können. Ihr Zwillingsbruder Mika versteht Leah nicht. Er ist Profiträumer und verdiente lange mit seinen Träumen Geld. Geld, das die Geschwister dringend für ihren kranken Vater brauchen. Eines Tages erhält Mika eine anonyme E-Mail und damit die Chance auf 250.000 Dollar: Er soll bei einem geheimen Spiel mitmachen und gegen drei andere Jugendliche antreten. Das Ziel des Spiels? Ungewiss.  Der Startpunkt? Im Traum.  Das Problem: Seit Mika an Schlafstörungen leidet, ist für ihn ans Träumen nicht mehr zu denken. Ihre einzige Chance ist Leah. Sie muss ihre Angst überwinden und in den Traum eines Unbekannten aufbrechen. In einen Traum, der zum Albtraum wird - und der etwas enthüllt, das Leah und die gesamte Menschheit erschüttern wird …

    Meine Meinung:
    Eigentlich 3,8 Sterne (3 Sterne zu wenig 4 Sterne etwas zu viel) da das aber nicht geht bekommt es 4 Sterne von Mir.
    Das Cover und der Klappentext haben mich sehr angesprochen, so das ich dieses Buch unbedingt lesen musste.
    Zu Beginn der Geschichte hatte ich so meine Schwierigkeiten.
    Die Geschichte hat mich nicht so mitgerissen wie ich mir das vom Klappentext her gewünscht hätte.
    Das Buch war für mich ein auf und ab. Manchmal wenig mitreisend dann wieder total spannend.
    Zum Ende hin wurde das Buch noch sehr spannend, allerdings war es dann fast schon zu schnell beendet.
    Die Situation der Charaktere, und warum sie sich in dieses Abenteuer begeben, wird am Anfang sehr ausführlich geschildert.
    Man kann sehr gut die einzelnen Gründe nachvollziehen.
    In diesem Buch ist träumen nicht immer ungefährlich.
    Von Machtkämpfen über Zickenkrieg und Eifersucht ist alles dabei.
    Die menschlichen Schicksale der einzelnen Familien stimmen mich sehr Nachdenklich.
    Solche Schicksale gibt es leider nicht nur zwischen Buchdeckeln.
    Ich würde mich freuen wenn es eine Fortsetzung gibt, dass Buch Endet doch sehr plötzlich.
    Also genug Möglichkeiten für mehr.

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    aly53s avatar
    aly53vor 2 Jahren
    Keine Zeit zum Luft holen,die Nerven liegen blank und dabei ist man gefangen in dieser Thematik

    Auf "GoodDreams" habe ich mich sehr gefreut, leider kam immer wieder etwas dazwischen, sonst hätte ich schon längst darüber geschrieben.
    GoodDreams beschäftigt sich mit einer aktuellen Thematik. Den sozialen Netzwerken.
    Wie abhängig machen wir uns damit und ist uns eigentlich bewusst, was wir damit alles über uns preisgeben?
    Ich denke, jeder macht sich so seine eigenen Gedanken darüber, auch wenn man dem letztendlich nicht so viel beimisst.
    Doch fakt ist, daß wir uns damit verletzlich und angreifbar machen.
    Doch was erzählt dieses Buch uns darüber?
    GoodDreams spielt in einer Welt, in der man mit seinen Träumen anhand von Likes Geld verdienen kann.
    Träume sind ein Teil von uns, sie erzählen von uns und geben unser innerstes preis.
    Träume sind gut und nicht real oder?
    Doch was ist, wenn sie völlig anders sind?
    Im Zentrum steht das Spiel, bei dem man mit seinem Traum einen riesigen Gewinn machen kann.
    Im Fokus dabei stehen die Ben, Leah, Mika, Yuna und Tayo. Völlig unterschiedliche Menschen, die alle eine Geschichte zu erzählen haben. Sie sind schmerzlich, berühren und zeigen welche Ängste und welches Leid dieses Menschen in ihrem Leben haben. Sie geben ihr innerstes preis und zeigen einfach auch, daß sie Menschen mit Ecken und Kanten sind.
    Besonders Leah hat mir sehr gut gefallen. Ein zartes , verletzliches Mädchen, das ihren Platz im Leben erst noch finden muss. Doch im Laufe des Buches macht sie eine erstaunliche Entwicklung durch. Die mich nicht nur überrascht, sondern auch sehr gut gefallen hat. Sie entwickelt dabei an Stärke und Mut, das es mich einfach nur umgehauen hat. Sie ist mir immer mehr ans Herz gewachsen und ich habe einfach nur mit ihr mitgezittert und gebangt. Habe Anteil genommen und hätte sie so manches Mal am liebsten in den Arm genommen.
    Aber auch die anderen Charakteren sind sehr unterschiedlich und facettenreich gestaltet. Ich habe sie nicht alle von Anfang an gemocht, jedoch hat mir ihre Entwicklung gut gefallen und ja , sie wurden immer mehr ein Teil von allem.
    Am Anfang hatte ich etwas Probleme in das Buch hineinzukommen, da man ziemlich viele Perspektiven erfährt. Das war jedoch von Nöten, um sich ein Bild zu machen.
    Es dauerte nicht lang und meine Nerven waren aufs äußerste gespannt. es wurde actionreich und auch sehr emotional. Man steckt mitten im Geschehen fest und ist nicht in der Lage sich davon zu lösen.
    Man möchte weiterkommen, wissen was passiert und klebt einfach nur fest.
    Jede Zeile ist eine neue Entdeckung und gibt mehr von allem preis. Man weiß nie, was als nächstes passiert und das macht es so spannend und unvorhersehbar.
    Gerade am Anfang habe ich hin- und herüberlegt wo mich das ganze hinführen sollte.
    Ich ließ mich darauf ein und immer mehr erschreckende Dinge kamen dabei zutage.
    Sie haben mir die Luft abgeschnürt und nach Halt suchen lassen.
    Man kommt dabei kaum zum Luft holen, denn die Spannung nahm immer mehr zu und meine Nerven waren wie Drahtseile gespannt.
    Es hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen.
    Insgesamt ist es ein wirklich nervenaufreibendes Buch geworden, das mich wirklich alles vergessen ließ. Dabei wurden auch Wendungen eingewoben, die alles andere in den Schatten stellten.
    Aber auch die dunkle Seite kommt sehr gut zum Vorschein. Jedoch hätte ich gern mehr über die Hintergründe und die Welt an sich erfahren. Das war mir leider etwas zu wenig.
    Doch es zeigt auf, wieviel Geheimnisse es gibt und auch die Sehnsüchte, die Ängste und die innere Zerrissenheit sind sehr gut spürbar.
    Aber auch der zwischenmenschliche Aspekt wurde nicht aus den Augen verloren, was ich sehr gut fand. Romantische Gefühle gibt es dabei jedoch weniger, weil es einfach sehr actionreich zugeht und dafür einfach nicht genug Zeit bleibt.
    Letztendlich konnte es mich begeistern.

    Hierbei erfahren wir ziemlich viele Persperktiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Zumeist jedoch die von Leah, was ihr mehr Raum und Tiefe verschafft.
    Die Charaktere sind ausdrucksstark, greifbar, einfach lebendig und nehmen völlig für sich ein.
    Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
    Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
    Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
    Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

    Fazit:
    Ein gelungenes Jugendbuch, das uns mehr über uns verrät, als es uns klar ist.
    Ein Spiel bei dem es um mehr geht, als es den Anschein hat.
    Das Ende - ungewiss.
    Unheimlich nervenaufreibend, actionhaltig und gefühlvoll.
    Keine Zeit zum Luft holen, die Nerven liegen blank und dabei ist man vollkommen gefangen in dieser Thematik.
    Eine klare Leseempfehlung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Buchraettins avatar



    Lest ihr gerne Jugendbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Jugendbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann macht gleich bei unserer Jugendbuch-Challenge 2016 mit. Diese Challenge soll vor allem viel Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen.

    Anmeldungen sind natürlich jederzeit möglich!

    Hier geht es zu Challenge 2017
    https://www.lovelybooks.de/thema/Jugendbuchchallenge-2017-1358395874/

    Hier sind die Regeln:

    Es sollen jeweils 2 Bücher aus den unten folgenden Kategorien gelesen werden - Natürlich könnt ihr auch mehr lesen!

    Die Challenge läuft vom 1.1. bis 31.12.2016.

    Es zählen all jene Rezensionen, die ab dem 1.1.2016 geschrieben worden sind. (hier bei LB)

    Da dies eine Challenge ist, soll sie selbstverständlich eine kleine oder auch größere ;-) Herausforderung sein und dazu anregen, vielleicht auch Bücher aus einem Genre zu lesen, das ihr so sonst eher nicht gelesen und dann auch nicht entdeckt hättet.

    Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Die Rezension sollte die hier bei Lovely Books sein, die hier verlinkt wird, alle anderen zählen hier nicht.

    Für die Jugendbuch-Challenge zählen alle Bücher, die für ein Lesealter ab ca. 13 Jahren bis ca. 18 Jahren empfohlen sind. Das Alter der Hauptfiguren im Buch sollte in diesem Rahmen liegen.

    Das hier ist ein Beispiel für einen Sammelbeitrag:

    Jeweils 2 Bücher pro Unterpunkt - insgesamt 12 Bücher sollen gelesen werden.

    1. Fantasy, Science Fiction, Dystopie (Erscheinungsdatum 2016)
    2. Gesellschaftsliteratur, aktuelle Jugendthemen, historische Jugendbücher (Erscheinungsdatum 2016)
    3. Liebesromane, Romantic Fantasy (Erscheinungsdatum 2016)
    4. Krimis und Thriller aus dem Jugendbuchbereich (Erscheinungsdatum 2016)
    5. Alte Schätze, Jugendbuchreihen, Sachbuch, Hörbuch
    6. und 2 dürfen frei ausgewählt werden! ( auch in Bezug auf das Erscheinungsdatum, gilt auch für Punkt 5 und hier dürfen auch englische Bücher einsortiert werden)

     
    Jeder Teilnehmer erstellt einen Sammelbeitrag, um dort seine Rezensionen übersichtlich zu sammeln und zu aktualisieren. Verlinkt in diesem Sammelbeitrag außerdem ein Regal mit dem Namen "Jugendbuchchallenge 2016", das ihr in der Bibliothek in eurem Profil erstellt.

    Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per persönlicher Nachricht. Dann verlinke ich diesen mit eurem Namen in der Teilnehmerliste.

    Die aktuellen Verlosungen, Leserunden usw. verlinke ich nachfolgenden Beitrag. ( Es gibt keine Garantie für Vollständigkeit, ich mache das hier alles in meiner Freizeit:)

    Thema Halloween

    Halloween in der Kinder und Jugendliteraturgruppe

    Thema Lesemuffel

    Tipps für Lesemuffel in der Kinder und Jugendliteraturgruppe


    Kleiner Anreiz um die Challenge zu schaffen. Das LB Team wird ein Buchpaket stellen, das wird dann verlost Anfang nächstes Jahr unter allen, die die Challenge geschafft haben:)

    Liste für Neuerscheinungen im Jugendbuchbereich 2016


      

    Challenge Beendet

    • Mira20
    • MiraxD
    • danielamariaursula
    • Marbuerle
    • Mrs_Nancy_Ogg
    • Connychaos
    • lenicool11
    • Floh
    • Seelensplitter
    • cytelniczka73
    • Enys Books
    • annlu
    • ank3006
    • Lotta22
    • Icelegs



    Teilnehmer


    62.
    61.
    60.
    59. EnysBooks challenge beendet
    58. JamieRose
    57. anjazwerg
    56. icelegs Challenge beendet
    55.
    Peachl
    54. Lea-Krambeck

    53. Mira123
    52.
    czarnybalerinja
    51. ShellyBooklove
    50. Lotta22 Challenge beendet
    49. saskiaundso
    48.
    yunasmoondragon7
    47. BeaSurbeck
    46. freakygirli
    45. Mira20  Challenge beendet
    44. Buchgeborene
    43. Curin
    42.
    ChubbChubb
    41. Getready
    40. Gwendolina
    39. annlu Challenge beendet
    38. Danni89
    37. Kuhni77
    36. ch3yenne

    35. Paulamybooksandme abgemeldet 22.1
    34. Solara300
    33. Schluesselblume
    32. Kylie1
    31.littleowl

    30. MiraxD  Challenge beendet

    29. DieBerta

    28. danielamariaursula   Challenge beendet

    27. Mabuerle Challenge beendet

    26. Delphyna

    25. Mrs_Nanny_Ogg Challenge Beendet

    24. Connychaos   Challenge beendet

    23. christaria

    22. ban-aislingeach

    21. marinasworld

    20. lenicool11 Challenge beendet

    19.Bambi-Nini

    18.JuliB abgemeldet

    17.Cithiel

    16.Buchgespenst
    15.cytelniczka73  Challenge beendet

    14.Bookfantasyxy

    13.Vielleser18

    12.xxslxa

    11.buchfeemelanie

    10.Claddy

    9.Foreverbooks02

    8.Floh Challenge beendet

    7.Lesezirkel

    6.Alchemilla

    5.Seelensplitter Challenge beendet

    4.Xallaye

    3.anke3006 challenge beendet

     2.Katja78

    1.Buchraettin


    Zum Thema
    Arena_Verlags avatar

    Hüte dich vor deinen Träumen!

    Debütautorin Claudia Pietschmann entführt uns mit "GoodDreams - Wir kaufen deine Träume" in eine Welt, in der man mit Träumen nicht nur Geld verdienen kann, sie bedeuten auch Macht.

    Ein spannender Roman, der nur darauf wartet, von Leserinnern und Lesern (Alter: 14 bis ca. 99 Jahre) verschlungen, diskutiert und rezensiert zu werden.

    Und darum geht's:

    Leah will nicht mehr träumen. Zu sehr treibt sie die Angst um, nicht in die Realität zurückkehren zu können. Ihr Zwillingsbruder Mika versteht Leah nicht. Er ist Profiträumer und verdiente lange mit seinen Träumen Geld. Geld, das die Geschwister dringend für ihren kranken Vater brauchen. Eines Tages erhält Mika eine anonyme E-Mail und damit die Chance auf 250.000 Dollar: Er soll bei einem geheimen Spiel mitmachen und gegen drei andere Jugendliche antreten. Das Ziel des Spiels? Ungewiss. Der Startpunkt? Im Traum. 
    Das Problem: Seit Mika an Schlafstörungen leidet, ist für ihn ans Träumen nicht mehr zu denken. Die einzige Chance ist Leah. Sie muss ihre Angst überwinden und in den Traum eines Unbekannten aufbrechen. In einen Traum, der zum Albtraum wird – und der etwas enthüllt, das Leah und die gesamte Menschheit erschüttern wird …

     

    Bitte bewerbt euch bis Sonntag, den 17. Juli, für diese Runde mit der Antwort auf die Frage:

    Wenn ihr eure Träume bewusst steuern könntet, was würdet ihr als erstes in der Traumwelt tun?

    Wir losen am Montag, den 18. Juli, die 10 Gewinner eines Leserunden-Exemplars aus - und bitten um etwas Geduld, falls es Nachmittag wird, bis der Gewinnerpost erscheint. Claudia Pietschmann wird die Leserunde begleiten.

    Liebe Grüße!

    Claudia Pietschmann & Arena

    Zur Leserunde

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