Claudia Rapp Von wegen Asbest

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Inhaltsangabe zu „Von wegen Asbest“ von Claudia Rapp

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  • Rezension zu "Von wegen Asbest" von Claudia Rapp

    Von wegen Asbest
    Traumfeder

    Traumfeder

    27. April 2012 um 09:56

    Inhalt Nachdem die Universitätsbibliothek wegen Verdacht auf Asbest geschlossen werden musste, finden sich an einem Freitag einige Studenten nur gezwungenermaßen auf dem Universitätgelände wieder. Der Tag beginnt wie jeder andere auch, doch dann geht das Licht aus. Die Studenten sind verwirrt, bis eine Stimme sie darüber informiert, dass sie in Gebäude gefangen sind. Jeder Fluchtversuch würde zum Tod führen, denn alle möglichen Ausgänge sind mit Sprengsätzen verbunden. Der kampferfahrene Hausmeister Ingo weiß, dass eine Panik all zu schnell ausbrechen kann, weshalb er die versammelten Studenten zu beruhigen versucht. Eine Explosion führt den Hausmeister und seine Gruppe zu einem Übergang zum anderen Gebäudeteil, wo sie eine zweite Gruppe vorfinden. Ohne eine Möglichkeit den Anderen zu helfen, versucht Ingo einen Ausweg zu suchen. Er ahnt nicht, dass die andere Gruppe vollkommen in Panik verfallen ist, während er seine organisiert hält. Doch gibt es überhaupt einen Ausweg? Könnten die Drahtzieher etwas übersehen haben? Als dann ein Professor auftaucht, der eindeutig von draußen kam, ist die Hoffnung bei allen groß, doch der Mann hatte einen Schlaganfall und ist nicht in der Lage überhaupt etwas zu sagen. Ist nun alles verloren? Was wollen die Drahtzieher? Warum kommt die Polizei nicht? Meine Meinung Spannend, aber realistische erzählt Claudia Rapp über das Leben an der Universität. Tausende und abertausende von Studenten laufen Tag für Tag über den Campus, doch für einander sind sie Fremde. Niemand achtet auf den Anderen, schließlich muss jeder mit eigenen Problemen fertig werden. Außerdem geschieht zu viel, als dass alles bemerkt werden könnte. Doch was geschieht, wenn diese Fremden gemeinsam in Lebensgefahr geraten? Können sie sich näher kommen? Entdecken sie Seiten an einander, die vorher nicht bemerkt wurden? Wer von uns kann diese Frage schon beantworten? Wahrscheinlich niemand. Die Autorin hat gleich zwei Lösungen im Buch aufgezeigt. Ein möglicher Weg wäre wohl der von Ingos Gruppe. Man versucht sich gegenseitig zu helfen und lernt den Anderen besser kennen. Es hilft einen kühlen Kopf zu bewahren, damit Gedanken entstehen können. Die verborgenen Eigenschaften, die die Studenten in sich tragen, helfen ihnen mit der Situation fertig zu werden. Der zweite Weg, lässt sich an der anderen Gruppe vorzeigen. Sie haben niemanden, der sie zur Ruhe bringt oder organisiert. Ohne den Halt einer solchen Person, wird jeder zum Einzelkämpfer. Gegenseitiges Vertrauen kann sich nicht aufbauen, da jeder nur an sein eigenes Leben denkt. Keiner ist bereit die Last der Verantwortung zu tragen. Dieses Buch erlaubt dem Leser einen Blick in die eigene Seele zu werfen. Der Mensch ist schwach, er braucht etwas, woran er sich klammern kann. Geraten wir in Lebensgefahr, setzt unser Überlebensinstinkt ein, der uns selbst in den Mittelpunkt stellt, alles andere rückt in den Hintergrund. Menschen, die in solchen Situationen den Überblick behalten und anderen helfen können, sind wohl diejenigen, die wir als Helden bezeichnen können. Claudia Rapp führt uns erstmal in das Leben eines Studenten ein. Sie zeigt die verschiedenen Persönlichkeiten, deren Geschichten und deren Leben, eher sie sie zum Showdown führt. Diese Einleitung weckt das Interesse mehr über die einzelnen Charaktere zu erfahren. Langsam bringt sie die Figuren zusammen, eher die große Bombe platzt und das Geschehen seinen Lauf nimmt. Die wunderbare Anspannung, die nach der Verkündigung des Bombenlegeres vorherrscht, zieht an den Nerven des Lesers. Nägel kauend arbeitet man sich von Seite zur Seite, darauf bedacht auch auf das kleinste Wörtchen zu achten, es könnte schließlich wichtig sein. Fazit Hinter dem schlichten und nichts sagendem Cover verbirgt sich eine starke, aber vor allen Dingen, lesenswerte Geschichte. Mit Hilfe der Charaktere kann sich der Leser durch die detailreiche Handlung führen lassen, deren Spannung ihn ganz und gar in seine Gewalt nehmen wird. Das Cover mag zwar schlicht sein, doch das Abenteuer dahinter, ist voller Gefahr und Heldentum.

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  • Rezension zu "Von wegen Asbest" von Claudia Rapp

    Von wegen Asbest
    Sunnyle

    Sunnyle

    04. March 2012 um 00:11

    Kurzbeschreibung: Stell Dir vor, die Universitätsbibliothek muss auf unbestimmte Zeit schließen, weil eine hohe Schadstoffbelastung festgestellt wurde... etwa eine hohe Asbestkonzentration in der Luft. Das kommt Dir bekannt vor? Inspiriert von den realen Geschehnissen an der Uni Konstanz wird hier die Frage gestellt: Was wäre wenn? Was wäre wenn hinter der Schadstoffmessung und der daraufhin angeordneten Schließung, hinter der langwierigen Reinigung durch eine Spezialfirma etwas ganz Anderes stecken würde? Ein Komplott, ein Anschlag, eine Geiselnahme? Es ist kurz vor Weihnachten. Freitag. An der Uni halten sich nur wenige Menschen auf, als plötzlich das Licht ausgeht. Von einem Moment zum anderen sind Strom und Heizung abgeschaltet, weder Handynetze noch das Internet sind verfügbar. Die Ausgänge sind mit Sprengladungen gesichert. Was geschieht, wenn eine Gruppe Menschen, eingesperrt und komplett von der Außenwelt abgeschnitten, versucht, einen Ausweg zu finden? Und wer ist für diesen perfiden Plan verantwortlich? Meine Meinung: Bei "Von wegen Asbest" handelt es sich um das zweite Buch der Autorin Claudia Rapp. Ihr Debütroman "Der weiße Duft der Inseln: ein Hawaii-Roman" ist im Januar 2010 erschienen. Handelte es sich hierbei um einen Roman, welcher einen in die Südsee abdriften lässt in welcher auch die Liebe nicht zu kurz kommt, so trifft dies auf "Von wegen Asbest" nicht zu. Dies ist der erste Thriller der Autorin, welcher ihr gut gelungen ist. Aus der auktorialen Erzählperspektive lässt sie den Leser an einem Szenarium teilhaben, welches man hofft, selbst niemals miterleben zu müssen. Hatte sie die Inspiration zu diesem Buch aufgrund tatsächlich durchgeführter Messungen an der Uni Konstanz, scheint es jedoch als gar nicht einmal so abwegig. Zu Beginn ist die Erzählung noch recht oberflächlich. Ein Einblick auf den Alltag der Uni mit verschiedenen Personen und deren Blickwinkel auf das Geschehen. In der Bibliothek wurde bei einer Routinemessung eine hohe Asbestkonzentration festgestellt. Der Zutritt zur Bibliothek und den anderen belasteten Bereichen wird abgesperrt. Eine kurze Informationsveranstaltung soll die Studenten aufklären, wie sie sich zu verhalten haben und was es zu berücksichtigen gibt. Alles scheint vollkommen routiniert zuzugehen. Reinigungstrupps kümmern sich um die belasteten Bereiche. Der Zutritt zu diesen ist den Studenten nicht gestattet. Bis kurz vor Weihnachten ziehen sich die Reinigungsarbeiten bereits, als es passiert. Plötzlich gehen die Lichter in der gesamten Uni aus. Eine kleine Gruppe von Studenten sammelt sich im Gang, fragt sich, was plötzlich los ist.. bis eine Durchsage erfolgt. Die Durchsage der Drahtzieher. Die Informationen von diesen halten sie erst einmal für einen schlechten Scherz: alle Ausgänge sind mit Sprengstoffen gesichert. Eine Kommunikation mit der Außenwelt nicht mehr möglich. Wie sollen sie sich nun verhalten? Werden sie gerettet werden? Und wer steckt aus welchem Grund dahinter? Claudia Rapp hat einen leicht zu lesend, flüssigen Schreibstil. Das Szenario, welches sie geschaffen hat, ist nicht abwegig. Und so stellte sich mir als Leser die Frage, was würde wohl ich in dieser Situation tun? Der Haupterzählstrang handelt von einer Gruppe Studenten, welche durch Zufall im selben Bereich eingeschlossen sind. Der zu Beginn noch oberflächlich gehaltene Erzählstil wird nun ausführlicher und geht neben der Handlung, welche stets einem roten Faden folgt, auf die einzelnen Charaktere ein. Dadurch erhielt ich eine emotionalere Sichtweise auf die Situation sowie den einzelnen Protagonisten, was dazu führte, dass ich mit ihnen die Handlung quasi live miterlebt habe. Eine weitere Gruppe Studenten befindet sich auf der anderen Seite. Getrennt werden sie durch mit Sprengstoff präparierte Türen. Wird es ihnen gelingen, gemeinsam einen Ausweg aus dieser Situation zu finden? "Von wegen Asbest" ist spannend geschrieben und je weiter die Handlung voranschreitet umso mehr fiebert man als Leser mit den Protagonisten mit. Der zu Beginn aufgegriffene rote Faden zieht sich kontinuierlich durch das Buch. Die Einführung erfolgt sacht und wird kurz darauf ausführlicher. So zieht sie sich dann durch immer wieder kehrende spannende Ereignisse durch das Buch. Durch den bildlichen Schreibstil, war die Uni selbst für mich, welche nicht aus Karlsruhe stammt, nachvollziehbar dargestellt. Das Ende ist schlüssig und klärt die Situation sowie deren Umstände ohne Fragen zu Hinterlassen auf. Besonders gefallen hat mir der Epilog, denn dieser gibt noch einmal einen genaueren Blick auf die mitwirkenden Studenten. Mein Fazit: "Von wegen Asbest" ist ein spannender Thriller, der mir von der ersten bis zur letzten Seite sehr gefallen hat. Wer Thriller mit real möglichen Szenarien mag, wird hier sicher nicht enttäuscht werden.

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