Eichengrund

von Claudia Rimkus 
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
Eichengrund
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Ein ruhiger Krimi, der von den liebenswerten Figuren lebt

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Inhaltsangabe zu "Eichengrund"

Nach ihrer Pensionierung möchte Charlotte Stern eigentlich nur noch ihren Ruhestand genießen. Als sie jedoch durch die Presse von zwei Todesfällen in der Seniorenresidenz Eichengrund erfährt, erwacht ihr Interesse. Von ehemaligen Kollegen hört sie, dass es sich um Unfälle handelte - doch ihre Intuition sagt etwas anderes. Kurzerhand meldet sie sich in der Residenz zum Probewohnen an und beginnt zu ermitteln. Plötzlich ist eine weitere Bewohnerin tot …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839222041
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:11.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Livillas avatar
    Livillavor einem Monat
    Charlotte(s) Stern strahlt

    Charlotte Stern, frisch pensioniert, hat bis dato im Kriminalarchiv gearbeitet und kann ihre Finger nicht von Kriminalfällen lassen. Nachdem im Eichengrund, einer Seniorenresidenz, zwei Unfälle innerhalb kürzester Zeit passieren, wittert sie Unheil. Sie beschließt, ihr Outfit zu ändern und macht bei ihren alten Kollegen im Polizeirevier eine Visite. Die Tarnung funktioniert.

    Ab geht es zum Probewohnen im Eichengrund, wo die verwitwete Charlotte schon bald in Kontakt mit einigen sehr netten Gruppe und einem überaus anziehenden, nur vorübergehenden Heimbewohner kommt. Wenn sie nur sicher sein könnte, dass der Sonnyboy Philipp, ein Profiler, der ein Buch über Serienkiller schreibt, seine Erfahrungen nicht hautnah und aus erster Hand berichten will.

    Beim Plauschen – Kaffee und ein ordentliches Stück Torte dürfen nicht fehlen, die Kalorien arbeitet die immer noch sportliche Charlotte hinterher im Schwimmbad ab, erfährt sie einiges über die Bewohner und wirkt geistesgegenwärtig und hilfreich.

    Ein weiterer mysteriöser Todesfall an einer berühmten Opernsängerin geschieht. Wie sich herausstellt, wurde Charlotte von der Dame geschickt ein wichtiger Hinweis zugespielt. Bei den Nachforschungen kommt die private Ermittlerin dem Täter immer dichter auf die Spur und bringt sich dadurch letztlich in Lebensgefahr.

    Ein spannender, sehr unterhaltsamer, in einem humorvollen, lockeren Ton geschriebener Krimi, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Für Krimifans – unbedingt reinschnuppern

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ruhiger Krimi, der von den liebenswerten Figuren lebt
    Charlotte und ihre Mörder

    Im Gemeiner Verlag erscheint Claudia Rimkus Regionalkrimi "Eichengrund", der in Hannover spielt.


    Charlotte Stern war Mitarbeiterin im Polizeiarchiv von Hannover und genießt ihren Ruhestand. Beim Lesen der Tageszeitung erfährt sie von zwei kurz hintereinander stattgefundenen Todesfällen in der Seniorenresidenz "Eichengrund". Die Polizei schliesst Fremdverschulden aus, aber Charlotte vermutet mehr dahinter. Um der Sache auf den Grund zu gehen, meldet sich sich zum Probewohnen in der Residenz an. Kurz darauf stirbt eine weitere Bewohnerin. Das kann doch nicht mit rechten Dingen vor sich gehen.


    Mit Charlotte Stern schickt Claudia Rimkus eine rüstige Pensionärin auf Ermittlungstour in eine Seniorenresidenz. Eigentlich ist sie eine flotte, sehr mutige Frau und noch viel zu rüstig, um sich dort versorgen zu lassen und das ist auch gut so. Sie freundet sich mit einigen Bewohnern an und bei täglichem Kuchen und Kaffee sondieren die Bewohner die Lage. Ihr zur Seite stehen ihre ehemaligen Kollegen von der Polizei, das Fachwissen allerdings bringt erst Charlotte in die richtige Ermittlungskette. Denn sie hat Fingerspitzengefühl und den richtigen Riecher und kommt den Hintergründen mehrerer Todesfälle auf die Schliche.


    Der Erzählstil dieses Krimis ist recht eingängig, ein wenig humorvoll und unterhaltsam, insgesamt eher beschaulich und unblutig. Der Fokus liegt viel mehr auf den Charakteren, die mit viel Detailgenauigkeit und besonderen Schrullen dargestellt werden.

    Da ist die ehemalige bekannte Operndiva Christa Bernhardt, die kurz nach Charlottes Eintreffen erst von ihr gerettet wird, jedoch am nächsten Tag tot gefunden wird.

    Es gibt einen General a. D., die ständig strickende ehemalige Sozialarbeiterin Anneliese und den smarten Krimiautor Philipp. Eine Bewohnerin, Frau Ritter, scheint dement zu sein, denn sie läuft ständig umher und sucht ihren verstorbenen Mann.

    Eine besonders witzige Figur ist Herr Pippich, der hinter jedem Rockzipfel hinterher ist und besonders mit seinen anzüglichen Bemerkungen auffällt.

    Die Altersklasse der Figuren ist jenseits der 60 angesiedelt, manche Personen wirken auf mich allerdings noch viel zu rüstig für ein Seniorenheim.

    Für einen Hannover-Krimi hätte ich mir noch mehr regionale Schauplätze im Buch gewünscht. Wer hier etwas über die Stadt erfahren möchte, wird nicht groß fündig werden.


    Die Handlung ist zum Teil sehr beschaulich, es gibt einige personelle Verstrickungen, bei denen geschichtliche und politische Hintergründe eine Rolle spielen. Darauf hätte die Autorin noch mehr eingehen können. Interessant sind die verschiedenen Schicksale und spannend, aber auch recht übertrieben, ist die Aktion mit dem Auto und den defekten Bremsleitungen. Als Superheldin taugt die ansonsten sehr charmante Charlotte nun doch nicht.



    Diese Krimilektüre erinnert ein wenig an "Adelheid und ihre Mörder" und sorgt mit ihren sympathischen Figuren für gute Unterhaltung.

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    InaKloppmanns avatar
    InaKloppmannvor 4 Monaten
    Meine Leseempfehlung:

    Charlotte Stern hatte bis zu ihrer Pensionierung im Kriminalarchiv gearbeitet. Bei einem Kollegenstammtisch, an dem sie weiterhin regelmäßig teilnimmt, spricht sie ihre ehemaligen Kollegen aus dem Kommissariat  auf eine aktuelle Schlagzeile in der „Hannoverschen Allgemeine Zeitung“ an. In der exklusiven Seniorenresidenz „Eichengrund“ kamen zwei Bewohner durch einen Unfall ums Leben. Charlotte hegt ihre Zweifel, vermutet, dass die beiden angeblichen Unfallopfer ermordet wurden und darf tatsächlich Undercover ermitteln. Sie meldet sich zum Probewohnen in der Residenz an,  bezieht bald darauf ein Appartement und lernt am selben Tag eine Gruppe Senioren kennen, mit  denen sie sich dann täglich zum Kaffeeklatsch im Wintergarten trifft. Eine illustere Truppe unterschiedlicher Charaktere, mit denen sich Charlotte auf Anhieb gut versteht.

    Schon bald gibt es weitere Todesfälle. Aufgrund ihrer heimlichen Ermittlungen, die immer umfangreicher werden und ihrem Bauchgefühl, ist sich Charlotte jetzt fast sicher, dass irgendjemand aus der Residenz Mitbewohner beseitigt, die ihm aus einem ihr noch unbekannten Grund gefährlich werden könnten…

    Obwohl die Handlung hauptsächlich in der Seniorenresidenz stattfindet, wird der Plot spannend aufgebaut. Es gibt so einige Tatverdächtige und man rätselt als Leser mit, bei wem es sich tatsächlich um den Täter handeln könnte.

    Charlotte Stern ist aber in keinster Weise mit einer schrulligen Miss Marple zu vergleichen. Im Gegenteil. Attraktiv, modern und unternehmungslustig, wie die heutige Generation 60+ sein sollte. Sie holt die Mitbewohner aus der Eichengrund-Clique aus ihrer Lethargie heraus, die durch Charlotte Sterns Ansporn die Lust am Leben wieder neu entdecken.

    Inhaltlich etwas mehr über Hannover zu lesen und sich an mehr bekannten Plätzen wiederzufinden, wäre schön gewesen, tat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

     

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