Aufbau Ost

von Claudia Rusch 
4,0 Sterne bei33 Bewertungen
Aufbau Ost
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Nils avatar

Super Buch! Kann man wirklich jedem empfehlen der Interesse hat über seinen Tellerrand hinauszuschauen!

Binea_Literatwos avatar

Ich bin begeistert. Sehr gut geschrieben und wirklich so erzählt wie ichs auch von andern erzählt bekommen habe bwz. manches selbst erlebt h...

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Inhaltsangabe zu "Aufbau Ost"

Claudia Rusch war zwischen Zinnowitz und Zwickau unterwegs, sie hat in allen 15 ehemaligen DDR-Bezirken von Rostock bis Gera Geschichten gefunden, die eine neue Realität erzählen, ohne die alte zu vergessen: Von Zonenrandgebieten, Flucht über die Ostsee, „Hamwa nich jewußt“ und veränderte Alltagsgewohnheiten über Gewinner und Verlierer der Wende bis hin zu einer Liebeserklärung an Berlin, ihre Stadt, die nur deshalb so wild und bunt ist, weil sich alles ständig verändert – und weil Ost und West hier wirklich zusammenkommen. Claudia Rusch erzählt Geschichten und Geschichte mit einem Blick, der weder sentimental noch hämisch, weder nostalgisch noch verbittert ist: Eine Reise durch ein nur manchmal blühendes Land, das gewendet, wiedervereinigt und aufgebaut wurde.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783100660633
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Fischer
Erscheinungsdatum:06.02.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Leider eine Enttäuschung. Auch wenn die ienzelnen KApitel mit den entsprechendne Bezirken überschrieben sind wartet man vergebens während der Lektüre...ich habe das buch unausglesen beiseite gelegt, da ich meine zeit lieber für spannendere bücher aufhebe. schade, wobei es so vielversprchend klang.

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    Nils avatar
    Nilvor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Super Buch! Kann man wirklich jedem empfehlen der Interesse hat über seinen Tellerrand hinauszuschauen!
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    'Aufbau OST' von Claudia Rusch sollte man nun zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik definitiv lesen. Die Bundesrepublik wird 60 und die DDR gehört sein 20 Jahren auch zur BRD. Ein Grund zur Freude definitiv!
    Dieser Roman gibt Denkanstöße und bringt dem „Wessi“ das ein oder andere über den Osten bei. Für mich als geborene West-Berlinerin gab es trotz persönlich intensivem "Ost-Kontakt" immer noch neues und hochspannendes in diesem Sachbuch zu finden. Ich frag mich so manches Mal wie spannend diese Annäherung (selbst noch heute!) für einen Bayer oder Ba-Wü‘ler sein muss.
    Man mag es kaum glauben, erst mit diesem Roman hab ich zum allerersten Mal eine geographische Karte der ehemaligen DDR gesehen mit seiner Bezirksaufteilung. Diese Karte, die ganz zu Anfang abgedruckt ist, ist auch der Aufhänger der einzelnen Kapitel. Jedes Kapital ist einem Bezirk gewidmet, zumindest in der Überschrift. Auch wenn der Inhalt eines Kapitels mal mehr, mal weniger mit dem Bezirk an sich zu tun hat.
    Auch wenn man dieses Buch eher als Sachbuch klassifizieren würde, sind es eher persönliche Geschichten und Anekdoten aus dem Umfeld der Autorin. Um diese Geschichten herum spinnt sie in feinster Sprache (Hochachtung!) ein Netz aus Informationen und Überlegungen.
    Mein persönliches Fazit nach der Lektüre ist, dass ich viel zu wenig über die ehemalige DDR weiß, obwohl es auch ein Teil deutscher Geschichte ist.
    Außerdem hat man viel zu viele Vorurteile (gegenseitig) und wir sind uns alle viel ähnlicher als wir denken!
    Vielen Dank für dieses interessante Buch!

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    Karigans avatar
    Kariganvor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Ich war sehr neugierig auf dieses Buch. Schließlich habe ich auch 16 Jahre in diesem Land gelebt und war sehr gespannt auf die Darstellung, und ob ich mich in einigen Geschichten und Ansichten wiederfinden würde. Ja und Nein - und beides ist natürlich gut.
    Nach einer Rundreise durch die alten Bezirke der DDR erreicht man die alte und neue Hauptstadt Berlin. Die Fahrt hierher war sehr kurzweilig und ich spürte kaum, wie die Zeit vergeht. Nun, wo man ich am Ziel bin, wäre ich gern noch ein bißchen sitzengeblieben.
    Hier eine Zusammenfassung des Eindrucks des ersten Teils:
    Rostock - Hat mich sehr berührt und ich bin so froh, daß ich damals keine solchen Erfahungen mit dem System machen mußte, da ich in einem von der Autorin so benannten "angepaßten DDR-Durchschnitt" Umfeld aufwuchs. Erst nach der Wende traf ich Menschen, die mir von konkreten Repressalien seitens der Stasi berichteten. Vorher wurde sehr viel von uns Kindern ferngehalten (wenn möglich)
    Neubrandenburg - Die Grenzproblematik war für mich nie Thema, die Grenze war da und basta - genauso wie die zur BRD
    Schwerin - Daß dieses ernste Kapitel mit der zum Schmunzeln anregenden Geschichte der merhmaligen Oeresundüberquerung endet finde ich gut.
    Potsdam - Da habe ich mich hundertprozentig wiedererkannt - auch wenn ich einige Brieffreundschaften hatte, die über das "Briefe an Freunde" hinausgingen, da ich mich sehr für die Sprache interessiert habe. Dieses Buch war gräßlich! Obwohl ich mich jetzt sehr ärgere, daß ich mein Exemplar nicht aufgehoben habe. Auch ich mußte enttäuscht feststellen, daß mein Schulrussisch absolut nicht praxistauglich war und das schon 1988 bei einem Ferienlageraufenthalt in Litauen. Dafür wurden bei mir auch viel später beim Spanischlernen plötzlich russische Vokabeln frei, die mir ständig dazwischenfunkten.
    Fankfurt - Nach der Wende plagte mich jahrelang eine Stullenapathie, die ich erst in den letzten Jahren überwunden habe. Ich glaube, die Vorfreude auf einheimische Tomaten kennt inzwischen jeder Bundesbürger (der Tomaten mag). Bei uns wird das jedes Jahr noch so zelebriert wie im Buch beschrieben.

    Alles in allem eine durchaus gelungene Geschichtenabfolge. Ab und zu war mir lediglich der Ton ein wenig zu bemüht um "political correctness"

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    Querbeetleserins avatar
    Querbeetleserinvor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Ein Buch,das mich teils zum Schmunzeln,andererseits aber auch zum Nachdenken angeregt hat.Witzig die kleinen Anekdoten über bekannte Vorurteile den Ossis gegenüber,traurig die Ungerechtigkeit denen gegenüber,die nicht die Staatsmeinung teilten.
    Ich bin ein geborener Wessi,gg,und es war für mich ein spannender Einblick in den wirklichen Alltag in der DDR.So manches wusste man ja schon,aber es gab und gibt ja immer noch viele Vorurteile und vielleicht hilft dieses Buch ja,einige davon abzubauen.

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    Tigerles avatar
    Tigerlevor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    15 Bezirke gab es in der DDR und genauso viele kapitel hat claudia ruschs buch aufbau ost. in jedem kapitel wird ein bezirk unter die lupe genommen, die autorin erinnert sich an verschiedene dinge ihrer kindheit oder jugend und bindet dazu noch geschichten von anderen leuten ein.
    für jemanden, der von der DDR nicht viel mitbekommen hat (wie mich) ist dieses buch eine gute möglichkeit sich selbst zu besinnen und eventuell noch ein paar neue eindrücke der vergangenen republik zu gewinnen.

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    stillers avatar
    stillervor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Manche Bücher klingen einfach spannend. Der Titel ist gut, der Klappentext ebenso. Oben drauf gibt es noch ein Zitat einer Person aus dem öffentlichen Leben, die in der Liste der Lieblingsprominenten weit oben stehen. Und dann kommt die Enttäuschung, an der nicht einmal der erzählte Inhalt Schuld ist, sondern der Schreibstil und eventuell das Ego der Autorin. Genau das ist auch das Problem von Claudia Ruschs "Aufbau Ost".

    Keine Frage, viele Anekdoten in diesem Buch, das an eine Kolumnensammlung erinnert oder vielleicht auch eine ist, sind interessant. Manches kennt man schon aus den Erzählungen von Freunden aus den "neuen" Bundesländern, anderes aus dem Fernsehen, über einige Sachen wird sorgsam der Deckmantel des Schweigens gelegt. Daher ist das Buch sicher auch lesenswert. Vielleicht auch für die jüngere Generation aus Deutschlands Osten, die das alles nicht oder nur von ihren Eltern gehört haben.

    Das erste Kapitel "Kreise schließen sich" ist, clever gemacht, natürlich ein Catcher. Nicht zu emotional, aber doch bedrückend schildert die Autorin das Schicksal ihres Großvaters, der in der DDR-Haft gestorben ist. Sie begibt sich auf eine Entdeckungsreise, hat sie doch selbst nur ihre Jugendjahre hinter dem eisernen Vorhang verbracht, nie das ernstere Leben eines Erwachsenen. Doch spätestens im zweiten Kapitel mischt sich eine immer unerträglicher werdende Mischung aus wissenschaftlicher Arbeit und Blogeintrag in ihre Texte, die jegliche Spannung oder Neugier vermissen lassen. Die eigenen Anekdoten beziehen sich viel zu oft auf ihre eigenen Lesetouren, egal ob nun in Boston oder Malmö. Ohne Frau Rusch einen übersteigerten Selbstdarstellungsdrang in die Schuhe schieben zu wollen, stört dies doch alles ein bisschen das Bild, das der Titel des Buches versprach.

    Ein weiteres Ärgernis ist der Möchtegernhumor. Ein Witzchen zum Kapiteleingang wird am Ende noch einmal aufgegriffen. Auch das geht einmal. Beim zweiten Mal beginnt das Stirnrunzeln und bei der dritten Zote zum Beginn beginnt das Stoßgebet, doch wenigstens dieses Mal auf den sich schließenden Kreis zu verzichten. Vergebens. Da lässt sich das Fremdschämen nicht vermeiden.

    Vielleicht wäre ein Buch mit mehr Fakten und weniger Biografie förderlicher gewesen. Vielleicht spricht Frau Rusch mit "Aufbau Ost" aber auch einfach eine andere Klientel an. Mir persönlich öffnet sie jedenfalls nicht mein Herz, um es mal mit den Worten von Frank-Walter Steinmeier zu sagen, der das Gegenteil auf dem Buchrücken versprach.

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    strabo2001des avatar
    strabo2001devor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Liest man die Verlagstexte in der Ankündigung oder auf dem Cover, so hat man den Eindruck, man wird eine Reportage über die unterschiedlichen Regionen der neuen Bundesländer nach der Grenzöffnung lesen. Tatsächlich hatte ich erwartet, daß die Autorin eine Reise durch die ehemalige DDR unternommen hat, um nach blühenden Landschaften zu suchen und Geschichten der dort lebenden Leute zu erzählen.
    Zwar sind die Kapitel des Buches mit jeweiligen Bezirken der Ex-DDR überschrieben, aber diese Aufteilung bietet nur den losen Rahmen für eine sehr persönliche Aufarbeitung der DDR Vergangenheit und der Nachwendezeit. Es werden überwiegend persönliche Erlebnisse und Gedanken der Autorin geschildert. Dies muß nicht schlecht sein, aber meine Erwartung an das Buch war halt eine andere.
    Insgesamt weiß das Buch zu unterhalten. In einer humorvollen, ironischen Art werden Geschichten erzählt, bei denen einem aber manchmal auch das Lachen im Halse stecken bleibt. Leider wird aber nicht der Versuch unternommen, tiefer in die Gefühlswelt der beschrieben Personen einzudringen.
    Was bleibt, ist ein unterhaltsames, streckenweise auch interessantes Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muß.

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    Gracey_Vs avatar
    Gracey_Vvor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Da ich die DDR-Zeit nicht selbst miterlebt habe und in der Schule nur mit dem Standardstoff darüber gelangweilt wurde, hielt sich mein Interesse daran eigentlich in Grenzen. Was ich mit dem Thema verband? Stasi, Vorurteile zwischen Ost und West, Kommunismus und wer weiß, was noch alles. Und natürlich kitschige DDR-Filme, die die Republik in ihrer ganzen Herrlichkeit zeigen. Na ja.

    Claudia Ruschs Buch hebt sich aber deutlich von all dem ab und so ist es kein Wunder, dass ihre Geschichten mein Interesse wecken konnten. Sie versucht nicht, zu moralisieren oder zu beschönigen und erzählt stattdessen in ganz persönlicher Weise von ihren Erlebnissen in der DDR. Zu jedem der damaligen Bezirke hat sie eine Geschichte auf Lager: Manchmal geht es kurios zu, wenn sie von einem Besucher aus dem Westen erzählt, der meinte, er müsse das DDR-Klopapier loben, einige Lacher inklusive. Ihre Erzählung von ihrem Vater, der als Wachmann an der Grenze eingeteilt war, ruft dagegen deutliche Beklemmung hervor.
    Im Grossen und Ganzen ist dies hier aber eine wirklich unterhaltsame und oft lustige Lektüre, durch die man einiges über Osten und Westen lernen kann und die uns zeigt, dass man einander nicht nur mit Vorurteilen begegnen sollte.
    Ein wirklich interessantes, aber auch spannendes Buch, nach dessen Lektüre man die DDR und vor allem ihre Menschen auf einmal ganz anders sieht.

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    Claudia-Marinas avatar
    Claudia-Marinavor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost: in 15 Kapiteln schreibt Claudia Rusch über ihre Vergangenheit in der DDR. Dabei vermischt sie geschickt ihre eigenen Erinnerungen mit Geschichten von Menschen, denen sie auf ihrer Reise durch die ehemalige DDR begegnet. Von Stasi bis Stulle zeichnet sie so ein Bild der DDR, daß man so in keinem Geschichtsbuch findet, daß aber auch niemals diesen Anspruch stellt. Kritisch aber auch mit feinem Humor legt Claudia Rusch dem Leser ihre Sicht auf ein Land ans Herz, daß es real zwar nicht mehr gibt, in den Köpfen der Menschen aber noch lange lebendig sein wird.

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    Lesebienchens avatar
    Lesebienchenvor 10 Jahren
    Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Claudia Rusch setzt sich in "Aufbau Ost" in 15 Kapiteln der DDR-Vergangenheit auseinander. Dabei vermischt sie gekonnt persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mit Anekdoten aus den einzelnen DDR-Bezirken.
    Die Auseinandersetzung mit der DDR gestaltet sie sehr variabel und facettenreich. So finden sich neben sehr ernsten und bedrückenden Erzählungen, wie die ihres eigenen Großvaters, auch durchaus humoristische, mit einem leichten Augenzwinkern versehene Geschichten, wie die des "berühmten" Russischunterrichts.
    Claudia Rusch setzt sich sehr realistisch und engagiert mit der DDR auseinander. Kritisch beleuchtet sie die gängigen "Ossi"-, "Wessi"-Klischees und zeigt an jeder Stelle ihres Romans, dass es nicht darum geht, woher man kommt, sondern wie man handelt. Die reale Mauer ist zwar gefallen, doch in den Köpfen und Herzen vieler Menschen ist sie leider noch allzusehr vorhanden. Dies zeigt sie auch in ihrer Auseinandersetzung mit der Ostalgiewelle und der z.T. damit einhergehenden unverständlichen DDR-Verklärung. Bei all ihrer Kritik steht jedoch die Würde der Menschen für sie im Vordergrund. Sie zeigt in oftmals sehr lustigen Anekdoten, wie Menschen den Alltag in der DDR gemeistert haben.
    "Aufbau Ost" ist ein Roman der aufgrund des präzisen Stils zum Lesen und Nachdenken einlädt.

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