Claudia Rusch Aufbau Ost

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Inhaltsangabe zu „Aufbau Ost“ von Claudia Rusch

Claudia Rusch war zwischen Zinnowitz und Zwickau unterwegs, sie hat in allen 15 ehemaligen DDR-Bezirken von Rostock bis Gera Geschichten gefunden, die eine neue Realität erzählen, ohne die alte zu vergessen: Von Zonenrandgebieten, Flucht über die Ostsee, „Hamwa nich jewußt“ und veränderte Alltagsgewohnheiten über Gewinner und Verlierer der Wende bis hin zu einer Liebeserklärung an Berlin, ihre Stadt, die nur deshalb so wild und bunt ist, weil sich alles ständig verändert – und weil Ost und West hier wirklich zusammenkommen. Claudia Rusch erzählt Geschichten und Geschichte mit einem Blick, der weder sentimental noch hämisch, weder nostalgisch noch verbittert ist: Eine Reise durch ein nur manchmal blühendes Land, das gewendet, wiedervereinigt und aufgebaut wurde.

Super Buch! Kann man wirklich jedem empfehlen der Interesse hat über seinen Tellerrand hinauszuschauen!

— Nil
Nil

Ich bin begeistert. Sehr gut geschrieben und wirklich so erzählt wie ichs auch von andern erzählt bekommen habe bwz. manches selbst erlebt hab.

— Binea_Literatwo
Binea_Literatwo
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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. October 2011 um 13:14

    Leider eine Enttäuschung. Auch wenn die ienzelnen KApitel mit den entsprechendne Bezirken überschrieben sind wartet man vergebens während der Lektüre...ich habe das buch unausglesen beiseite gelegt, da ich meine zeit lieber für spannendere bücher aufhebe. schade, wobei es so vielversprchend klang.

  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    25. August 2009 um 18:49

    Claudia Rusch hat 18 Jahre in der DDR gelebt, als 1989 die Mauer fiel. In diesem Buch schildert sie ihre Erinnerungen daran, und regt zum Schmunzeln, Nachdenken und Auseinandersetzen, mit der Geschichte an. Als Ostkind war es für mich sehr schön etwas aus meiner damaligen Heimat und den Allag zu lesen und auch ich erinnere mich an den Russisch Unterricht in denen man eigentlich nur vorgefertigte, parteibezogene Sätze vorgesetzt bekam und an das einzige Wort was aus welchen Gründen auch immer bei mir hängen blieb---> " loschka " gleich Löffel :-) Sie schreibt über ihre Erfahrung mit der Stasi, über den Kult um das Ampelmännchen, das Highlight einen West Schokoriegel zu ergattern, über den Pionierrat, Meissner Porzellan und des Ostdeutschen Essgewohnheiten. Es hat mich gefreut wie sie teilweise doch recht liebevoll über die DDR schrieb. Ich war 10 als die Mauer fiel und kann mit Unterdrückung, Spionage oder dem Schiessbefehl rein garnichts anfangen, dafür erinnere ich mich gut an das Sandmännchen, Clown Ferdinand, Knusperflocken und das Ferienlager. Dieses Buch würde ich jedem empfehlen, der sich für die Menschen aus der DDR mehr interessiert, als für das System. Diese Rezension hat sweetsweetburn eingereicht.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Nil

    Nil

    21. June 2009 um 18:59

    'Aufbau OST' von Claudia Rusch sollte man nun zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik definitiv lesen. Die Bundesrepublik wird 60 und die DDR gehört sein 20 Jahren auch zur BRD. Ein Grund zur Freude definitiv! Dieser Roman gibt Denkanstöße und bringt dem „Wessi“ das ein oder andere über den Osten bei. Für mich als geborene West-Berlinerin gab es trotz persönlich intensivem "Ost-Kontakt" immer noch neues und hochspannendes in diesem Sachbuch zu finden. Ich frag mich so manches Mal wie spannend diese Annäherung (selbst noch heute!) für einen Bayer oder Ba-Wü‘ler sein muss. Man mag es kaum glauben, erst mit diesem Roman hab ich zum allerersten Mal eine geographische Karte der ehemaligen DDR gesehen mit seiner Bezirksaufteilung. Diese Karte, die ganz zu Anfang abgedruckt ist, ist auch der Aufhänger der einzelnen Kapitel. Jedes Kapital ist einem Bezirk gewidmet, zumindest in der Überschrift. Auch wenn der Inhalt eines Kapitels mal mehr, mal weniger mit dem Bezirk an sich zu tun hat. Auch wenn man dieses Buch eher als Sachbuch klassifizieren würde, sind es eher persönliche Geschichten und Anekdoten aus dem Umfeld der Autorin. Um diese Geschichten herum spinnt sie in feinster Sprache (Hochachtung!) ein Netz aus Informationen und Überlegungen. Mein persönliches Fazit nach der Lektüre ist, dass ich viel zu wenig über die ehemalige DDR weiß, obwohl es auch ein Teil deutscher Geschichte ist. Außerdem hat man viel zu viele Vorurteile (gegenseitig) und wir sind uns alle viel ähnlicher als wir denken! Vielen Dank für dieses interessante Buch!

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Karigan

    Karigan

    17. April 2009 um 07:49

    Ich war sehr neugierig auf dieses Buch. Schließlich habe ich auch 16 Jahre in diesem Land gelebt und war sehr gespannt auf die Darstellung, und ob ich mich in einigen Geschichten und Ansichten wiederfinden würde. Ja und Nein - und beides ist natürlich gut. Nach einer Rundreise durch die alten Bezirke der DDR erreicht man die alte und neue Hauptstadt Berlin. Die Fahrt hierher war sehr kurzweilig und ich spürte kaum, wie die Zeit vergeht. Nun, wo man ich am Ziel bin, wäre ich gern noch ein bißchen sitzengeblieben. Hier eine Zusammenfassung des Eindrucks des ersten Teils: Rostock - Hat mich sehr berührt und ich bin so froh, daß ich damals keine solchen Erfahungen mit dem System machen mußte, da ich in einem von der Autorin so benannten "angepaßten DDR-Durchschnitt" Umfeld aufwuchs. Erst nach der Wende traf ich Menschen, die mir von konkreten Repressalien seitens der Stasi berichteten. Vorher wurde sehr viel von uns Kindern ferngehalten (wenn möglich) Neubrandenburg - Die Grenzproblematik war für mich nie Thema, die Grenze war da und basta - genauso wie die zur BRD Schwerin - Daß dieses ernste Kapitel mit der zum Schmunzeln anregenden Geschichte der merhmaligen Oeresundüberquerung endet finde ich gut. Potsdam - Da habe ich mich hundertprozentig wiedererkannt - auch wenn ich einige Brieffreundschaften hatte, die über das "Briefe an Freunde" hinausgingen, da ich mich sehr für die Sprache interessiert habe. Dieses Buch war gräßlich! Obwohl ich mich jetzt sehr ärgere, daß ich mein Exemplar nicht aufgehoben habe. Auch ich mußte enttäuscht feststellen, daß mein Schulrussisch absolut nicht praxistauglich war und das schon 1988 bei einem Ferienlageraufenthalt in Litauen. Dafür wurden bei mir auch viel später beim Spanischlernen plötzlich russische Vokabeln frei, die mir ständig dazwischenfunkten. Fankfurt - Nach der Wende plagte mich jahrelang eine Stullenapathie, die ich erst in den letzten Jahren überwunden habe. Ich glaube, die Vorfreude auf einheimische Tomaten kennt inzwischen jeder Bundesbürger (der Tomaten mag). Bei uns wird das jedes Jahr noch so zelebriert wie im Buch beschrieben. Alles in allem eine durchaus gelungene Geschichtenabfolge. Ab und zu war mir lediglich der Ton ein wenig zu bemüht um "political correctness"

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Querbeetleserin

    Querbeetleserin

    15. April 2009 um 15:30

    Ein Buch,das mich teils zum Schmunzeln,andererseits aber auch zum Nachdenken angeregt hat.Witzig die kleinen Anekdoten über bekannte Vorurteile den Ossis gegenüber,traurig die Ungerechtigkeit denen gegenüber,die nicht die Staatsmeinung teilten. Ich bin ein geborener Wessi,gg,und es war für mich ein spannender Einblick in den wirklichen Alltag in der DDR.So manches wusste man ja schon,aber es gab und gibt ja immer noch viele Vorurteile und vielleicht hilft dieses Buch ja,einige davon abzubauen.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Tigerle

    Tigerle

    12. April 2009 um 00:17

    15 Bezirke gab es in der DDR und genauso viele kapitel hat claudia ruschs buch aufbau ost. in jedem kapitel wird ein bezirk unter die lupe genommen, die autorin erinnert sich an verschiedene dinge ihrer kindheit oder jugend und bindet dazu noch geschichten von anderen leuten ein. für jemanden, der von der DDR nicht viel mitbekommen hat (wie mich) ist dieses buch eine gute möglichkeit sich selbst zu besinnen und eventuell noch ein paar neue eindrücke der vergangenen republik zu gewinnen.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    stiller

    stiller

    23. March 2009 um 15:26

    Manche Bücher klingen einfach spannend. Der Titel ist gut, der Klappentext ebenso. Oben drauf gibt es noch ein Zitat einer Person aus dem öffentlichen Leben, die in der Liste der Lieblingsprominenten weit oben stehen. Und dann kommt die Enttäuschung, an der nicht einmal der erzählte Inhalt Schuld ist, sondern der Schreibstil und eventuell das Ego der Autorin. Genau das ist auch das Problem von Claudia Ruschs "Aufbau Ost". Keine Frage, viele Anekdoten in diesem Buch, das an eine Kolumnensammlung erinnert oder vielleicht auch eine ist, sind interessant. Manches kennt man schon aus den Erzählungen von Freunden aus den "neuen" Bundesländern, anderes aus dem Fernsehen, über einige Sachen wird sorgsam der Deckmantel des Schweigens gelegt. Daher ist das Buch sicher auch lesenswert. Vielleicht auch für die jüngere Generation aus Deutschlands Osten, die das alles nicht oder nur von ihren Eltern gehört haben. Das erste Kapitel "Kreise schließen sich" ist, clever gemacht, natürlich ein Catcher. Nicht zu emotional, aber doch bedrückend schildert die Autorin das Schicksal ihres Großvaters, der in der DDR-Haft gestorben ist. Sie begibt sich auf eine Entdeckungsreise, hat sie doch selbst nur ihre Jugendjahre hinter dem eisernen Vorhang verbracht, nie das ernstere Leben eines Erwachsenen. Doch spätestens im zweiten Kapitel mischt sich eine immer unerträglicher werdende Mischung aus wissenschaftlicher Arbeit und Blogeintrag in ihre Texte, die jegliche Spannung oder Neugier vermissen lassen. Die eigenen Anekdoten beziehen sich viel zu oft auf ihre eigenen Lesetouren, egal ob nun in Boston oder Malmö. Ohne Frau Rusch einen übersteigerten Selbstdarstellungsdrang in die Schuhe schieben zu wollen, stört dies doch alles ein bisschen das Bild, das der Titel des Buches versprach. Ein weiteres Ärgernis ist der Möchtegernhumor. Ein Witzchen zum Kapiteleingang wird am Ende noch einmal aufgegriffen. Auch das geht einmal. Beim zweiten Mal beginnt das Stirnrunzeln und bei der dritten Zote zum Beginn beginnt das Stoßgebet, doch wenigstens dieses Mal auf den sich schließenden Kreis zu verzichten. Vergebens. Da lässt sich das Fremdschämen nicht vermeiden. Vielleicht wäre ein Buch mit mehr Fakten und weniger Biografie förderlicher gewesen. Vielleicht spricht Frau Rusch mit "Aufbau Ost" aber auch einfach eine andere Klientel an. Mir persönlich öffnet sie jedenfalls nicht mein Herz, um es mal mit den Worten von Frank-Walter Steinmeier zu sagen, der das Gegenteil auf dem Buchrücken versprach.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    strabo2001de

    strabo2001de

    17. March 2009 um 10:49

    Liest man die Verlagstexte in der Ankündigung oder auf dem Cover, so hat man den Eindruck, man wird eine Reportage über die unterschiedlichen Regionen der neuen Bundesländer nach der Grenzöffnung lesen. Tatsächlich hatte ich erwartet, daß die Autorin eine Reise durch die ehemalige DDR unternommen hat, um nach blühenden Landschaften zu suchen und Geschichten der dort lebenden Leute zu erzählen. Zwar sind die Kapitel des Buches mit jeweiligen Bezirken der Ex-DDR überschrieben, aber diese Aufteilung bietet nur den losen Rahmen für eine sehr persönliche Aufarbeitung der DDR Vergangenheit und der Nachwendezeit. Es werden überwiegend persönliche Erlebnisse und Gedanken der Autorin geschildert. Dies muß nicht schlecht sein, aber meine Erwartung an das Buch war halt eine andere. Insgesamt weiß das Buch zu unterhalten. In einer humorvollen, ironischen Art werden Geschichten erzählt, bei denen einem aber manchmal auch das Lachen im Halse stecken bleibt. Leider wird aber nicht der Versuch unternommen, tiefer in die Gefühlswelt der beschrieben Personen einzudringen. Was bleibt, ist ein unterhaltsames, streckenweise auch interessantes Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muß.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Gracey_V

    Gracey_V

    13. March 2009 um 03:58

    Da ich die DDR-Zeit nicht selbst miterlebt habe und in der Schule nur mit dem Standardstoff darüber gelangweilt wurde, hielt sich mein Interesse daran eigentlich in Grenzen. Was ich mit dem Thema verband? Stasi, Vorurteile zwischen Ost und West, Kommunismus und wer weiß, was noch alles. Und natürlich kitschige DDR-Filme, die die Republik in ihrer ganzen Herrlichkeit zeigen. Na ja. Claudia Ruschs Buch hebt sich aber deutlich von all dem ab und so ist es kein Wunder, dass ihre Geschichten mein Interesse wecken konnten. Sie versucht nicht, zu moralisieren oder zu beschönigen und erzählt stattdessen in ganz persönlicher Weise von ihren Erlebnissen in der DDR. Zu jedem der damaligen Bezirke hat sie eine Geschichte auf Lager: Manchmal geht es kurios zu, wenn sie von einem Besucher aus dem Westen erzählt, der meinte, er müsse das DDR-Klopapier loben, einige Lacher inklusive. Ihre Erzählung von ihrem Vater, der als Wachmann an der Grenze eingeteilt war, ruft dagegen deutliche Beklemmung hervor. Im Grossen und Ganzen ist dies hier aber eine wirklich unterhaltsame und oft lustige Lektüre, durch die man einiges über Osten und Westen lernen kann und die uns zeigt, dass man einander nicht nur mit Vorurteilen begegnen sollte. Ein wirklich interessantes, aber auch spannendes Buch, nach dessen Lektüre man die DDR und vor allem ihre Menschen auf einmal ganz anders sieht.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    11. March 2009 um 15:24

    Aufbau Ost: in 15 Kapiteln schreibt Claudia Rusch über ihre Vergangenheit in der DDR. Dabei vermischt sie geschickt ihre eigenen Erinnerungen mit Geschichten von Menschen, denen sie auf ihrer Reise durch die ehemalige DDR begegnet. Von Stasi bis Stulle zeichnet sie so ein Bild der DDR, daß man so in keinem Geschichtsbuch findet, daß aber auch niemals diesen Anspruch stellt. Kritisch aber auch mit feinem Humor legt Claudia Rusch dem Leser ihre Sicht auf ein Land ans Herz, daß es real zwar nicht mehr gibt, in den Köpfen der Menschen aber noch lange lebendig sein wird.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Lesebienchen

    Lesebienchen

    10. March 2009 um 22:23

    Claudia Rusch setzt sich in "Aufbau Ost" in 15 Kapiteln der DDR-Vergangenheit auseinander. Dabei vermischt sie gekonnt persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mit Anekdoten aus den einzelnen DDR-Bezirken. Die Auseinandersetzung mit der DDR gestaltet sie sehr variabel und facettenreich. So finden sich neben sehr ernsten und bedrückenden Erzählungen, wie die ihres eigenen Großvaters, auch durchaus humoristische, mit einem leichten Augenzwinkern versehene Geschichten, wie die des "berühmten" Russischunterrichts. Claudia Rusch setzt sich sehr realistisch und engagiert mit der DDR auseinander. Kritisch beleuchtet sie die gängigen "Ossi"-, "Wessi"-Klischees und zeigt an jeder Stelle ihres Romans, dass es nicht darum geht, woher man kommt, sondern wie man handelt. Die reale Mauer ist zwar gefallen, doch in den Köpfen und Herzen vieler Menschen ist sie leider noch allzusehr vorhanden. Dies zeigt sie auch in ihrer Auseinandersetzung mit der Ostalgiewelle und der z.T. damit einhergehenden unverständlichen DDR-Verklärung. Bei all ihrer Kritik steht jedoch die Würde der Menschen für sie im Vordergrund. Sie zeigt in oftmals sehr lustigen Anekdoten, wie Menschen den Alltag in der DDR gemeistert haben. "Aufbau Ost" ist ein Roman der aufgrund des präzisen Stils zum Lesen und Nachdenken einlädt.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    ~Loreley~

    ~Loreley~

    10. March 2009 um 16:46

    mir hat das buch eigentlich gut gefallen. zu beginn war ich überrasht da ich etwas komplett anderes erwartet hatte aber dann hatte ich doc spaß daran es zu lesen. allerdings glaube ich das es einfacher ist das buch zu verstehen und die die geschilderten situationen nachzuvoll zuhene wenn man mehr ahnung von der ddr hat. ich bin vielleicht ein wenig zu jung um das alles wirklich gut zu verstehen da ich nie personlich etws in bezug zur ddr erlebt habe. dementsprechend sollte man vielleicht etwas vorwissen zur ddr mitbringn^^

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    Lyanna

    Lyanna

    07. March 2009 um 23:24

    Obwohl ich ein pasr nicht unerhebliche Erinnerungen mit der DDR verbinde, habe ich mich als "Wessi" doch nie übermäßig dafür interessiert. Vor allem nach der Auflösung der DDR fühlte ich mich eher von post-DDR-Kitsch oder der sog. "Ostalgie" überrumpelt und peinlich berührt. Das Cover von "Aufbau Ost" versprach für mich eigentlich genau das: DDR-Kitsch in seiner reinsten, widerwärtigsten und historisch inkorrektesten Form - und gerade deshalb schien es mir interessant zu sein, dieses Buch zu lesen. Meine Ahnungen haben sich jedoch nicht bestätigt und ich wurde positiv überrascht: Was man in diesem Buch vorfindet, das sind mehrere kurze Geschichten, die sich in den damaligen DDR-Bezirken abspielten - so erzählt Claudia Rusch z.B. vom harten DDR-Klopapier (ich musste wirklich lachen, als das im Buch auftauchte, denn immerhin durfte ich das Papier selbst kennenlernen), von ihrem gewöhnungsbedürftigen Russischunterricht und den Erlebnissen ihres Vaters auf Grenzpatrouille. Viele dieser persönlichen Geschichten haben mir sehr gut gefallenn, denn man lernt einiges dazu, was man noch nicht wusste und wird zudem hervorragend unterhalten, denn Humor ist genug vorhanden. Und Kitsch? Davon ist überhaupt nichts vorhanden und ich hatte nicht das Gefühl, dass Claudia Rusch die DDR beschönigt oder noch schlechter darstellt, als sie ohnehin schon war. "Aufbau Ost" hebt sich angenehm von solcherart DDR-Büchern ab und weiß mit seinen persönlichen, interessanten und manchmal lustigen Geschichten perfekt zu unterhalten, aber auch zu informieren.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    sunlight

    sunlight

    06. March 2009 um 14:32

    „Aufbau – Ost“ ist ein sehr persönliches Buch von Claudia Rusch. In 15 kurzen Geschichten berichtet sie von Erlebtem während der DDR Ära und der Zeit nach der Wende. Sie wandelt auf ihren Familienspuren, auf der Suche nach ihrer Identität und ihrem Platz in der Gesellschaft und bringt uns Lesern die Realität der DDR näher. Die Erzählung aus der Ich - Perspektive nimmt uns Leser hautnah mit. Es entsteht fast ein vertrautes Verhältnis zu Claudia Rusch und sie schildert ihre Erlebnisse so eindringlich und glaubwürdig, als würde sie einer guten Freundin berichten. 18 Lebensjahre DDR stehen 18 Jahre vereinigtem Deutschland gegenüber. Zeit genug, um sich auf Spurensuche zu begeben. Gleich mit dem ersten Kapitel wird auch klar, warum sie dieses Buch schreibt, primär die Suche nach der Geschichte ihres nie gekannten Opas, aber eigentlich die Suche nach der eigenen Identität. Jedem Kapitel liegt eine Frage zu Grunde. Bsp.: Wie lebt eine Familie mit nie beantwortbaren Fragen, wenn der Vater/ Opa in der Stasihaft verstarb? Wann spürt man die Freiheit am intensivsten? Wann offenbart sich die Farce der unverbrüchlichen deutsch-sowjetischen Freundschaft? Was hat die absolute Eingliederung in ein System bei den Menschen bewirkt? Wie kamen die Menschen mit dem Wendeschock zurecht? Wie hat ein ehemaliger, unfreiwilliger Grenzsoldat seine Zeit an der Grenze überstanden? … Die Autorin taucht tief in die Vergangenheit ihrer Familie und Freunde, um den Antworten näher zu kommen. In Alltagssituationen seziert sie das System DDR „Nur ein winziger Buchstabe trennt den Ausreiser vom Ausreißer“ oder sie überlegt, wann wohl Honeckerwitze erzählt werden konnten. Sie bezieht eindeutig Stellung und formuliert ihre persönliche Sichtweise für dieses Buch so: „Der unverstellte, ehrliche Blick auf die DDR ist nämlich keine Frage der Erinnerung. Es ist, wie damals, eine des Standpunkts.“ Wer als Leser in irgendeiner Beziehung zur DDR stand oder Verwandte „drüben“ hatte, der wird erleben, dass eigene Erinnerungen wach werden. „Plaste und Elaste aus Schkopau“ den Spruch werden viele Transitreisende gelesen haben, Ampelmännchen, Herrnhuter Sterne, Butterbemme, Grenzerlebnisse,… Claudia Rusch liefert Stichwörter und das Gedächtnis bringt die persönlichen Geschichten. Zur sehr guten Lesbarkeit des Buches haben beigetragen: Eine Karte der DDR-Bezirke, sie hilft bei der Orientierung, die Texte sind klar gegliedert und die Autorin benutzt eine bild reiche Sprache mit vielen Vergleichen. So ist es ein Vergnügen in unsere gemeinsame Vergangenheit tauchen und aus neuen Blickwinkeln unsere Geschichte zu sehen. Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das nicht nur informiert, sondern auch ehrlich über die persönlichen Erfahrungen mit der DDR berichtet.

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  • Rezension zu "Aufbau Ost" von Claudia Rusch

    Aufbau Ost
    kubine

    kubine

    04. March 2009 um 17:07

    In diesem Jahr jährt sich der Fall der Mauer zum 20. Mal. Grund genug für Claudia Rusch, sich auf eine Reise durch die ehemalige DDR zu begeben und herauszufinden, was sich in 20 Jahren in den 15 ehemaligen Bezirken verändert hat. Dabei verbindet sie persönliche Geschichten aus der Vergangenheit mit Anekdoten aus der Gegenwart. Claudia Rusch hat 18 Jahre in der DDR gelebt, als 1989 die Mauer fiel. In diesem Buch schildert sie ihre Erinnerungen daran - immer in Verbindung mit der Gegenwart. Ihre Geschichten regen zum Schmunzeln, Nachdenken und Auseinandersetzten, mit der Geschichte unseres Landes, an. Die selbst erlebten Anekdoten sind sehr schön beschrieben und machen das Lesen des Buches zu einem kurzweiligen Vergnügen. Der Leser erfährt viel über das tägliche Leben in der DDR, ohne Verklärung oder zu negative Beschreibungen. Auch wenn gerade das Letztere manchmal leise - aber ganz leise - durchaus anklingt. Aber das sei der Autorin gestattet, da sie auch immer darauf verweist, dass dies ja auch subjektive Erfahrungen waren, mit denen sie sich auseinandersetzt. Für jeden, der sich für die DDR interessiert, ist dieses Buch zu empfehlen. Und vielleicht hilft es, die Mauer, die in den Köpfen von manchen Leuten noch besteht, einzureißen.

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