Rezension zu "Mit Fremden chatten?: Schutz vor übergriffigen Onlinekontakten (reinhardt junior)" von Claudia Schäfer
FlaventusSchon seit Anbeginn des Internets tummeln sich Pädokriminelle im Netz. Und seither ist es ein ewiger Kampf zwischen den Kriminellen und den Schutzbedürftigen. Und leider haben die sozialen Medien dafür gesorgt, dass sich die Kriminellen deutlich einfacher an Minderjährige „heranmachen“ können. Da ist viel Aufklärungsarbeit gefragt und Bücher wie das vorliegende helfen maßgeblich dabei.
In diesem Buch wird gezeigt, wie schnell die minderjährige Sophia in das Visier eines pädokriminellen Mannes gerät und wie geschickt er mit ihren Gefühlen spielt. Es ist eine Binsenweisheit, dass die Gefühlswelt bei pubertären Kindern verrücktspielt und genau darauf zielen es die Kriminellen ab. Ich finde, dass der vorliegende Fall sehr gut darstellt, wie schnell die Kinder eingefangen werden und wie schnell ein Nacktbild erstellt wurde.
Dieses Buch wurde in einfacher Sprache verfasst. Deshalb wurden manche Wörter anders verwendet, die sich zuerst falsch anhören, aber eine bewusste Vereinfachung darstellen. Zum Beispiel wurde aus dem Satz „Ich lerne für eine Arbeit“ die Präposition „für“ ersetzt durch „auf“, so dass am Ende der Satz „Ich lerne auf eine Arbeit“ verwendet wurde. Hintergrund ist, dass die Präposition „für“ vielseitig und mehrdeutig eingesetzt werden kann, während „auf“ konkreter und zielgerichteter ist.
Fazit
Ein sehr gut gemachtes Buch, das zeigt, wie schnell und einfach Kinder in den sozialen Medien eingefangen werden können, und wie leicht mit ihren Gefühlen gespielt werden kann. Das Buch ist so geschrieben, dass auch behinderte Kinder es selbst lesen können. Am Ende finden sich weitere zahlreiche Erläuterungen und Übersichten zu Hilfsangeboten.




