Claudia Schmölders Die wilde Frau

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Inhaltsangabe zu „Die wilde Frau“ von Claudia Schmölders

Am Anfang war die Frau Sie zaubern, betören und machen sich die Männer Untertan. In den Mythen der Völker haben Frauen einen erlesenen Ort: als Verführerinnen, Hexen, Nymphen, Feen oder Amazonen. Die preisgekrönte Kulturwissenschaftlerin Claudia Schmölders hat die schönsten, unheimlichsten und abgründigsten Frauen-Geschichten gesammelt. Eine literarische Weltreise zu den ältesten Zeugnissen weiblicher (All)Macht. Unter allen dringlichen Frauenfragen ist noch immer am aufregendsten die nach der weiblichen Geschichte und Autonomie. Dieses Buch hier ist den mythischen Wurzeln jener Geschichte gewidmet: der ältesten, phantastisch überlieferten Ahnfrau in ihrem elementaren, diesseitigen und jenseitigen Rollen: Mutter, Medizinfrau, wilde Köchin, Verführerin, Amazone, Hexe, Fee, Tierbraut, Pflanze, Wetter und Gestirn, Regenfrau und Wasserweib. Rund sechzig Erzählungen von meist außereuropäischen Naturvölkern: nord- und südamerikanische Indianer, Eskimos, afrikanische Eingeborene, australische Aborigines. Ein Versuch, in zwölf Kapiteln den gewaltigen Bogen zu spannen, den der mythische Erzähler einst in der Hand hielt, um sein liebstes Phantom zu treffen. Dieser mythischen Phantasie, unter deren Hand das Diesseits mit dem Jenseits zusammenspielt, dieser „wilden“ Entwurfs-Instanz auch des weiblichen Selbstbildes ist das Nachwort gewidmet.
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