Claudia Schmid Die Feuerschreiber

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Inhaltsangabe zu „Die Feuerschreiber“ von Claudia Schmid

Philipp Melanchthon wurde als Professor an die Wittenberger Leucorea berufen. Niemand sonst arbeitete danach so eng mit Martin Luther zusammen. Die beiden führenden Gestalter der Reformation waren zwar ein ungleiches Gespann. Und doch wirkten sie auf kongeniale Weise zusammen und brachten die Erneuerung der Kirche in Gang. Besonnen, scharf formulierend, immer auch auf ein konstruktives Miteinander bedacht – so war Melanchthon. Hingegen Martin Luther: Dem Freund an körperlicher Größe sowie Statur überlegen, zeigte er sich oft laut polternd. Hochbegabt der eine in den alten Sprachen, der andere ein genialischer Wortschöpfer des Deutschen. Melanchthon war es schließlich, der den Freund zur Übersetzung des Neuen Testaments während dessen Zeit auf der Wartburg anregte.

Claudia Schmid hat umfassend recherchiert. Sie zeichnet einfühlsam das spannende und lebendige Bild einer Epoche des Umbruchs, die neben der Reformation und zahlreichen Entdeckungen in wissenschaftlichen Bereichen vom Bauernkrieg und von politischen Spannungen großen Ausmaßes in Europa geprägt war.

Philipp Melanchthon erlebt den Thesenaschlag, die Zeit danach und wird zu Luthers rechter Hand

— Tanzmaus

Geballte Information über Melanchthon und Luther, weitgehend auch gut zu lesen - aber zu viel davon in zu wenig Text.

— Windflug

Ganz viel Fachwissen ist in die Geschichte rund um das Leben von Philipps Melanchthon in "die Feuerschreiber" eingewoben.

— Taluzi

die Zeit der Reformation und 2 ihrer wichtigen Vorantreiber in Romanform

— MiniBonsai

Spannender und lehrreicher, historischer Roman über die Zeit der Reformation

— Krimileseratte

Spannend, exakt recherchiert und in die Tiefe gehend!

— mabuerele

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  • Leserunde zu "Luthers Trostkiste" von Ralf Lengen

    Luthers Trostkiste

    Meistertricks

    In diesen Tagen feiern wir 500 Jahre Reformation!  Lernen Sie Luther von einer besonderen Seite kennen: als Tröster!  Mehr zum Buch:  Warum Trost von Luther? Luther wusste, wovon er redete: Er hatte viele Feinde, war oft krank, musste zwei seiner Kinder zu Grabe tragen und neigte überhaupt zum Grübeln und zur Schwermut. In seinen Büchern und Tischgesprächen gibt er zahlreiche Ratschläge, die auch heute noch Trost bieten.  Dieses Buch präsentiert 28 Trosttricks des Reformators. Dabei handelt es sich zum einen um inneren Trost, wie dankbar zu sein, das Gute im Schlechten zu sehen und sich als Beobachter zu fühlen. Zum anderen geht es um äußeren Trost, wie Musik hören, das Tageslicht suchen und Spaß mit anderen zu haben. Schließlich gibt es noch göttlichen Trost, wie auf Gottes Fürsorge zu vertrauen und Vergebung anzunehmen. Das Ganze, wie immer bei Meistertricks, mit Erläuterungen und Quellenangaben.Mehr zum Autor:  Dr. Ralf Lengen liebt die Großen der Geistesgeschichte von Salomo über Cicero, Dostojewski bis Marie Curie. In seinen Büchern und Seminaren zeigt er, wie ihre Erkenntnisse helfen beim Schreiben, Reden, Managen und Leben. Studiert hat er Klassische Philologie, Deutsch und Geschichte, und zwar in Münster, Bologna, Freiburg und Pittsburgh (PA). Heute lebt er in Berlin. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Mehr auf Twitter, Facebook oder www.meistertricks.deSie wollen von Luther in den Arm genommen werden? Von ihm erfahren, wie er sich und andere getröstet hat? Und dabei auch Gott näher kommen? Dann bewerben Sie sich für die Leserunde!Wir verlosen 15 signierte Exemplare von "Luthers Trostkiste".Ergänzen Sie einfach folgenden Satz:"Ich interessiere mich für Trost von Luther, weil ...  *Mit dem Gewinn des Buches verpflichten Sie sich zur Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension.

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    • 114
  • Gott war mit ihnen, dessen war er gewiss. Wer sollte da gegen sie sein?

    Die Feuerschreiber

    LEXI

    28. February 2017 um 22:57

    „Wer hätte wohl gedacht, dass hinter feuchten Klostermauern so ein Geist heranwächst. Und er hat großen Mut, der fürchtet sich nicht vor den Mächtigen!“ Die Begegnung des Philipp Melanchthon, seines Zeichens Magister, Professor, Sprachgelehrter, und großer Geist in kleinem, unscheinbarem Körper, mit dem Mönch aus Wittenberg hatte bedeutende Folgen für die Kirche. Die beiden Männer waren zwar in mancherlei Hinsicht unterschiedlich, hatten jedoch ein gemeinsames Ziel vor Augen. Ihrer beider Bestreben war es, das Evangelium Gottes durch genaues Studium zu erkunden und die Kirche und das Universitätsstudium zu erneuern. Sowohl Luther als auch Melanchthon waren dazu berufen, zu Reformatoren zu werden, sie gingen ihren Weg mit unerschütterlicher Überzeugung. Melanchthon bildete mit seiner ruhigen, besonnenen Art einen Gegenpol zum aufbrausenden, glühenden Geist Luthers mit seinem messerscharfen Verstand, seiner Fähigkeit zum Ordnen von Gedanken und seiner bemerkenswerten Redlichkeit im Ringen um Wahrhaftigkeit. Ihre Gottesfurcht, ihr tiefer Glaube und das Wissen um die Dringlichkeit der Erneuerung der Kirche einte sie ebenso wie der Drang, den Menschen Bildung und Wissen zu vermitteln und ihnen zu dienen. Durch ihre gründlichen Recherchen gestattet die Autorin im vorliegenden Buch tiefe Einblicke in die Zeit der Reformationsbewegung und den Ursprung der Erneuerung der Kirche. Claudia Schmid begeisterte mich mit einer prallen Fülle von historisch relevanten Fakten und ließ mich in Form von Dialogen zwischen den Protagonisten an deren Ansichten, Anliegen und Lehren teilhaftig werden. Zwar ist – und bleibt – das Kernthema dieses Buches die Reformation mit all ihren Hintergründen und Auswirkungen, die bittere Armut und das unermessliche Leid des einfachen Volkes und die Errungenschaften dieser Zeit werden jedoch ebenfalls beleuchtet. Der schöne, gewählte Sprachstil hat viel dazu beigetragen, das Lesen zu einem Vergnügen zu machen. Die Kombination von fundierten Informationen und der Erzählung in Form eines Romans fand ich ausgezeichnet umgesetzt. Historische Ereignisse wurden auf sehr lebendige, interessante, oft sogar fesselnde Weise vermittelt und ich hatte an vielen Passagen das Gefühl, tief ins Geschehen einzutauchen. Die Autorin konzentriert sich im vorliegenden Buch nicht allein auf ihre beiden Protagonisten Melanchthon und Luther. Sie gibt auch weiteren bekannten Figuren wie beispielsweise dem Ablassprediger Johannes Tetzel, dem Erzbischof Albrecht von Mainz, dem Hofmaler Lucas Cranach sowie dessen Freund Albrecht Dürer, Luthers Kontrahenten Johannes Eck, und vor allen Dingen den Ehefrauen der beiden Reformatoren ein Gesicht. Ich konnte mir die ruhige, gütige und mitfühlende Katharina Krapp mit ihrer zarten Statur ebenso bildhaft vorstellen wie die ehemalige Nonne Katharina von Bora, die dem Haushalt Luthers vorstand und ihren Mann in jeder Hinsicht eine großartige Unterstützung war. Dieses Buch weckte in mir das Verlangen, mich intensiver mit der Lebensgeschichte Luthers und seiner Beziehung zu Katharina von Bora zu beschäftigen. Die Person des Jörg Unbereit als Wegbegleiter Philipp Melanchthons empfand ich als sehr gutes Stilmittel, um dem Leser das Leben des Bauernstandes und die Entstehung der Wiedertäufer-Bewegung nahezubringen. Der geschickte, kräftige Hüne aus dem Odenwald begleitet Melanchthon nach Wittenberg, ihre Lebenswege kreuzen sich danach immer wieder. Nicht nur inhaltlich, sondern auch hinsichtlich der optischen Aufmachung empfand ich dieses Buch als wirklich gelungen. Der Titel „Feuerschreiber“ könnte eindrucksvoller nicht dargestellt sein wie auf dem Cover dieses historischen Romans: ein Tintenfass mit Feder und den in kalligraphischen Schriftzügen angeführten Namen der beiden Reformatoren befindet sich in der oberen Hälfte des Buches, während die untere Hälfte von einem roten, lodernden Feuer dominiert wird und Bewegung und Gefahr versinnbildlicht. Der in großen weißen Lettern angeführte Buchtitel in der Mitte wurde mit tiefroter Farbe hinterlegt – eine wahrlich anziehende, aussagekräftige und gelungene Gestaltung! FAZIT: Ich empfand die Lektüre dieses historischen Romans aus der Feder von Claudia Schmid als höchst informatives, interessantes und an manchen Stellen sogar fesselndes Lese-Abenteuer, das mir auf den Spuren der beiden großen Reformatoren ein tiefes Eintauchen in die Geschichte erlaubte. „Die Feuerschreiber“ war eine Lektüre, die ich uneingeschränkt weiter empfehle!

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  • Schwer lesbar

    Die Feuerschreiber

    Seelensplitter

    14. January 2017 um 21:44

    Meine Meinung zum Buch:Die FeuerschreiberABBRUCH BUCH!!!Aufmerksamkeit und Erwartung:Welche Erwartungen ich an das Buch hatte und wie ich über Martin Luther etwas denke, das findet ihr auf meinem Blog, wo auch der Original BEITRAG zu finden ist.Inhalt in meinen Worten:Martin Luther, 2017 wurde für diesen Mann auserkoren, doch eigentlich fing vor 500 Jahren erst an, was dann die Handlung begann. Er schuf die Bibel, und hat die Katholische Kirche ziemlich auf den Kopf gestellt.Welche Folgen daraus folgen? Keine die er ahnte. Als dann seine Freunde auch noch die ein oder andere Aktion starten, die er nicht gut heißen kann, steht fest, nichts ist mehr in seiner Welt, wie es noch vor kurzem war.Wie er damit umgeht? Was daraus folgt, das möchte euch dieses Buch erzählen.Wie ich das Buch gefunden habe:Achtung: Es ist ein abgebrochenes Buch und ich kann euch somit nur bis zur Seite 120 meine Meinung über das Buch kund tun, evtl wäre es anders, wenn ich bis zum Ende gekommen wäreIch habe dieses Buch abgebrochen. Ich bin einfach nicht warm mit diesem Buch geworden, und war etwas irritiert, wie viele Brocken die Autorin mir hinwirft, aber keine runde Sache daraus formen kann. Was mir das alles aber vergelte, war leider die Sprache im Buch.Ich hatte einfach das Gefühl, die Autorin wirft Gedankenfetzen und Splitter mir entgegen um daraus eine Geschichte zu bilden, die aber nie richtig gebildet wird. Mir fehlte das Gefühl und die Rundung im Buch.Was ich sehr schade finde.Denn gerade mit diesem Thema hätte man wirklich viel schaffen können.Für mich waren dadurch die Charaktere auch leblos und es wirkte eher kalt. Mir fehlte es einfach wirklich in die Charaktere eintauchen zu können und mich mit ihren Geschichten zu verbinden, doch das gelingt aufgrund der Sprache des Buches und der Menge an Informationen nicht.Manche Informationen waren mir auch nicht wirklich geläufig, und führten in diesem Buch auch eher in eine Unendlichkeit.Auch wenn ich selbst das Buch abgebrochen habe, hat das Buch auf Amazon echt viele gute Stimmen. Was mich etwas überrascht, denn ich denke, ich bin nicht die einzige die dieses Buch kritisch und schwer empfinde.Fazit:Dieses Buch hat mich leider nicht erreichen können, gut finde ich jedoch, wie die Autorin sich scheinbar mit der Zeit um Martin Luther richtig auseinander gesetzt hat und ihr Wissen in einer prallen Menge mitteilen möchte.Sterne:Ich kann diesem Buch leider nur 2 Sterne geben.

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    • 2
  • "Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein."

    Die Feuerschreiber

    Tanzmaus

    07. January 2017 um 18:29

    Als es den kleinen und schmächtigen Philipp Melanchthon 1518 nach Wittenberg an die Leucorea verschlägt, ahnt noch keiner, dass er schon bald mit einem aufrührigen Reformator eine tiefe Freundschaft schließen würde.Was mit einem Thesenanschlag 1517 begann, sollte schon bald zu einem Umbruch in der Kirche führen und Melanchthon und Luther sind vorne mit dabei.Das Lutherjahr hat gerade erst begonnen, da fallen mir auch schon die ersten Bücher zu dieser Thematik in die Hände. Claudia Schmid hat, im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die ich schon gelesen habe, nicht Luther in den Fokus gerückt, sondern Philipp Melanchthon.Ein Mann, der gerne vergessen geht, dabei doch Luthers „rechte Hand“ war und in der Geschichte eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hat. Das Buch wirft den Leser auch gleich in die Geschichte hinein. Ganz so, wie ich es von der Autorin kenne und gewohnt bin. Ungewohnt waren dagegen der Druck und das Schriftbild. Dieses hat mich doch sehr überrascht – positiv überrascht. Schriftgröße, Satz, aber auch die Kapitelwahl machen es dem Leser schwer, sich wieder von dem Buch zu lösen. Die spannende Geschichte untermauerte das Gefühl, dass man das Buch nicht so schnell wieder aus der Hand legen möchte, noch zusätzlich.Claudia Schmid hat intensiv recherchiert, das merkt man zum einen an der Geschichte, aber auch an der Autorin, wenn man ihr auf einer Lesung Fragen zur Thematik stellt, kann sie diese problemlos und verständlich beantworten. Viele der recherchierten Details fließen in das Buch mit ein und es wunderte mich am Ende, dass das Buch nicht um einiges dicker ist.Wie ich es nicht anders gewohnt bin, schreibt Claudia Schmid sehr lebendig, mitreißend und vor allem plastisch. Die Figuren erwachen zum Leben und man kann sich nicht nur Philipp Melanchthon sehr gut vorstellen auch ein Martin Luther gewinnt an Gewicht.Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und konnte das Buch schon einigen Leuten weiterempfehlen, die zwar mit Martin Luther nicht aber mit Philipp Melanchthon etwas anfangen konnten.Fazit:Ein gelungener Ausflug zum 500jährigen Thesenanschlag in Wittenberg ins 16. Jahrhundert, bei dem Philipp Melanchthon im Fokus steht und durch den man die Geschichte in einem ganz anderen, besonderen Blickwinkel neu erleben und kennen lernen kann.

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  • Leserunde zu "Die Feuerschreiber" von Claudia Schmid

    Die Feuerschreiber

    Arwen10

    Zum Lutherjahr 2017 erscheint im fontis Verlag dieser historischer Roman über Martin Luther und Philipp Melanchthon von Claudia Schmid. Ein großes Dankeschön an den fontis Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Die Feuerschreiber von Claudia Schmid Zum Inhalt: Philipp Melanchthon wurde als Professor an die Wittenberger Leucorea berufen. Niemand sonst arbeitete danach so eng mit Martin Luther zusammen. Die beiden führenden Gestalter der Reformation waren zwar ein ungleiches Gespann. Und doch wirkten sie auf kongeniale Weise zusammen und brachten die Erneuerung der Kirche in Gang. Besonnen, scharf formulierend, immer auch auf ein konstruktives Miteinander bedacht – so war Melanchthon. Hingegen Martin Luther: Dem Freund an körperlicher Größe sowie Statur überlegen, zeigte er sich oft laut polternd. Hochbegabt der eine in den alten Sprachen, der andere ein genialischer Wortschöpfer des Deutschen. Melanchthon war es schließlich, der den Freund zur Übersetzung des Neuen Testaments während dessen Zeit auf der Wartburg anregte.Claudia Schmid hat umfassend recherchiert. Sie zeichnet einfühlsam das spannende und lebendige Bild einer Epoche des Umbruchs, die neben der Reformation und zahlreichen Entdeckungen in wissenschaftlichen Bereichen vom Bauernkrieg und von politischen Spannungen großen Ausmaßes in Europa geprägt war. Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 26. September 2016, 24 Uhr hier im Thread mit einer Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen  ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! Bitte beachtet, dass wir Gewinne  nur einmal pro Haushalt vergeben und dass ich innerhalb von 3 Tagen eure Rückmeldung brauche, wenn ihr mitlesen möchtet.

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    • 150
  • Die Reformation überwiegend aus Melanchthons Perspektive

    Die Feuerschreiber

    Smilla507

    18. November 2016 um 10:18

    Dieser historische Roman beginnt im Jahre 1517 und endet (wenn ich das richtig verstanden habe) im Jahre 1540. Er erzählt, wie Philipp Melanchthon und Martin Luther sich in Wittenberg an der Leucorea kennen lernten, gemeinsam unterrichteten. Claudia Schmid stellt dabei die enge Freundschaft zwischen diesen beiden Männern dar und schildert die Reformation hauptsächlich aus Melanchthons Sicht.Und genau das war für mich eine Überraschung, zumal ich über Melanchthon bislang recht wenig wusste. Hier wird er lebendig und ich fand es beeindruckend, wie detailliert die Autorin dessen Wesen und die Freundschaft der ungleichen Männer eingefangen hat. Auch die Hintergründe, die zur Reformation führten und die Unruhen, das, was im Hintergrund geschah, flicht sie in die Handlung ein. Man spürt dem Buch beim Lesen die intensive Recherchearbeit ab. Schreib- und Sprechweise sind der damaligen Zeit angepasst, was auch der Grund dafür war, dass ich mich anfangs einlesen musste. Ich mag es zwar, weil man dadurch besser in die Epoche abtauchen kann, aber da man heutzutage anders spricht, muss man sich stärker konzentrieren. Insgesamt fand ich den Schreibstil häufig eher sachlich, so dass ich das Gefühl hatte, eher eine Biografie bzw. ein Sachbuch zu lesen, als einen Roman. Es fließen halt viele Fakten in die Handlung ein und das Persönliche, das Umschreiben der Umgebung oder mancher Situationen haben mir dabei ein wenig gefehlt. Dennoch fand ich das Buch sehr interessant. Hervorheben möchte ich noch den roten Leineneinband, der sich unter dem Schutzumschlag versteckt, geprägt mit goldener Schrift. Ein wertiges Buch, das ich historisch Interessierten empfehle, Lesern von Biografien und Ähnlichem.

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  • Martin Luther und Philipp Melanchthon

    Die Feuerschreiber

    Martinchen

    02. November 2016 um 12:26

    "Philipp Melanchthon wurde als Professor an die Wittenberger Leucorea berufen. Niemand sonst arbeitete danach so eng mit Martin Luther zusammen. Die beiden führenden Gestalter der Reformation waren zwar ein ungleiches Gespann. Und doch wirkten sie auf kongeniale Weise zusammen und brachten die Erneuerung der Kirche in Gang. Besonnen, scharf formulierend, immer auch auf ein konstruktives Miteinander bedacht - so war Melanchthon. Hingegen Martin Luther: Dem Freund an körperlicher Größe sowie Statur überlegen, zeigte er sich oft laut polternd. Hochbegabt der eine in den alten Sprachen, der andere ein genialischer Wortschöpfer des Deutschen. Melanchthon war es schließlich, der den Freund zur Übersetzung des Neuen Testaments während dessen Zeit auf der Wartburg anregte. Claudia Schmid hat umfassend recherchiert. Sie zeichnet einfühlsam das spannende und lebendige Bild einer Epoche des Umbruchs, die neben der Reformation und zahlreichen Entdeckungen in wissenschaftlichen Bereichen vom Bauernkrieg und von politischen Spannungen großen Ausmaßes in Europa geprägt war."  Die Autorin Claudia Schmid schreibt neben historischen Büchern auch Krimis und Reiseberichte. Sie lebt in der Metropolregion Rhein-Neckar und ist Redakteurin bei Kriminetz.de. Auf ihrer Internetseite www.claudiaschmid.de findet sich ein Bericht über die Recherche zu ihrem Buch "Die Feuerschreiber". Claudia Schmid beschreibt mit einer ungeheuren Detailfülle nicht nur die Freundschaft zwischen dem "polternden" Luther und dem "besonnenen" Melanchthon, die schon rein optisch große Gegensätze waren, sondern auch die damalige Zeit und ihre Gewohnheiten zwischen 1517 und 1530. Sie beginnt mit dem Thesenanschlag und endet mit der Beendigung der "Confessio Augustana". Dabei werden sehr viele Personen erwähnt, die in dieser Zeit von Bedeutung waren, manche nur sehr kurz, was mein Lesevergnügen etwas beeinträchtigt hat. Ein zweiter Erzählstrang betrifft Jörg Unbereit, einen (erfundenen) Freund und Wegbegleiter Melanchthons, der nach der Ankunft in Wittenberg seine eigenen Wege geht. Claudia Schmid versteht es ausgezeichnet, die historischen Begebenheiten und Charaktere detailliert, lebendig und kompetent zu beschreiben. Das Cover zeigt in der unteren Hälfte das Feuer, in der oberen Feder und Tinte - so ist der Titel in hervorragender Weise wiedergegeben. Das im Fontis-Verlag erschiene Buch ist auch ohne Cover ein Hingucker: ein roter Leineneinband mit goldener Schrift. Sehr schön gemacht. Ein Lesebändchen wäre das I-Tüpfelchen gewesen. Das Buch wird durch ein Personenregister, eine Literaturliste und ein Glossar vervollständigt. Eine Zeittafel wäre auch hilfreich gewesen, um das eine oder andere noch einmal nachvollziehen zu können.  Fazit: Ein anspruchsvoller historischer Roman, für den ich gern eine Leseempfehlung ausspreche.

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  • Geballte Information in einem etwas zu kurzen Roman

    Die Feuerschreiber

    Windflug

    29. October 2016 um 10:11

    Ein Roman über Philipp Melanchthon und Martin Luther, wobei Melanchthon deutlich im Vordergrund steht - da konnte ich nicht dran vorbeigehen. Melanchthon bleibt sonst immer ein wenig im Schatten von Luther, ist aber im Grunde in vielem moderner als dieser und steht mir mit seiner vernunftbasierten Theologie und seinem steten Wunsch nach Ausgleich auch näher. Von daher hat es mich gefreut, ihn einmal im Vordergrund einer Erzählung zu sehen.Grundsätzlich hat mir der Roman auch gut gefallen. Die Personen sind meiner Meinung nach sehr gut getroffen, und man kommt ihnen richtig nah. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, dass die Autorin sie nicht in die heutige Zeit umpflanzt, wie das so oft passiert - Melanchthon darf an Horoskope glauben und böse Vorzeichen, weil das eben zu der Zeit dazugehört, und das macht ihn auch nicht weniger vernünftig.Auch die Darstellung der etwas schwierigen, aber auch sehr fruchtbaren und engen Freundschaft der beiden so völlig unterschiedlichen Reformatoren ist sehr schön gelungen.Außerdem lernt man wirklich viel über die beiden Männer und ihre Zeit.Trotzdem konnte das Buch mich nicht völlig begeistern, und das liegt vor allem daran, dass ich es als zu kurz empfinde. Es hat gerade mal 346 Seiten, das ist für einen historischen Roman nicht viel, und für diese Kürze war zu viel hineingepackt. Teilweise hatte ich das Gefühl, eher so etwas wie Vorskizzen für Szenen zu lesen, die dann später noch ausgefüllt und mit Details und lebendiger Erzählung versehen werden sollten, was aber nie passiert ist. Die Stellen, an denen man die Ereignisse wirklich ausführlich aus der Perspektive der Protagonisten erlebt, sind gut geschrieben und bewegend, aber diese Zwischenberichte eben nicht.Dazu wurden oft Details und vor allem Namen von historischen Personen eingefügt, die völlig überflüssig waren. Vor allem die Namenflut war nervig, dabei kannte ich als jemand, die im Studium viel mit der Reformationszeit zu tun hatte, sogar noch etliche davon. Wenn man mit den betreffenden Personen nicht einmal was anfangen kann, wird es sicher ganz frustrierend und auch teilweise verwirrend.Dann hat mir ein eingefügter Handlungsstrang mit einer erfundenen Person, einem Jugendfreund Melanchthons aus einer der unteren Gesellschaftsschichten, nicht wirklich gefallen. Ich verstehe, warum er eingefügt wurde (um eben auch die Bauernkriege etc. aus der Sicht der Beteiligten darstellen zu können), aber es las sich wie aufgepfropft und wurde spätestens da völlig überflüssig, als mangels weiterer politischer oder geistiger Strömungen, die man dem guten Jörg noch hätte angedeihen lassen können, noch eine Verbrechensgeschichte daraus wurde, die in meinen Augen überhaupt nicht mehr zum Rest des Romans passte.Das ging mir inzwischen schon bei mehreren Romanen so - eingefügte Handlungsstränge mit erfundenen Personen, um neben der höheren Klasse auch das "gemeine Volk" mit einzubinden, gefallen mir einfach nie, und ich denke jedes Mal: Eigentlich will ich doch über die historischen Personen lesen, wie geht es denn da weiter, hoffentlich kommen wir bald wieder zum eigentlichen Protagonisten/ zur eigentlichen Protagonistin des Romans ...Vom Stil her gefiel mir auch manches nicht, vor allem zu Anfang. Gegen Ende hatte ich mich dann entweder einfach daran gewöhnt, oder es ist wirklich besser geworden. Aber gerade am Anfang kam ich nur schwer in die Geschichte rein, weil man sehr viel von außen auf die Figuren schaute. Dazu kamen Beschreibungen an Stellen, wo sie nicht hingehörten, wie z.B. die Beschreibung von Cranachs Haus inklusive einer Frau, die dort herauskam - und dann gingen die Protagonisten ganz woanders hin. Dabei kam das Haus später durchaus handlungsrelevant vor, so dass man es in aller Ruhe dort hätte beschreiben können. Teilweise wurde das dann auch noch einmal gemacht, so wie überhaupt vieles, auch an Aussagen der Reformatoren, ständig wiederholt wurde, so dass ich ab und zu laut aufstöhnte und sagte: "Ja, das wissen wir inzwischen!"Einige Details waren auch schlichtweg falsch - da wurde z.B. von "verwanzten Hübschlerinnen" geredet, woraufhin ich etwas lachen musste, weil das nach Spionage klingt - Bettwanzen sind nun mal Bettwanzen und halten sich nicht am Körper, sondern in Matratzen und Decken auf. Weshalb es auch eine ähnlich dämlich Aussage ist, dass sich Übernachtende davor fürchten, im Stroh im Stall irgendwelches Getier vorzufinden - in den Betten eines Gasthofes wimmelte es in der Regel von Wanzen, Flöhen etc., da war der Stall vermutlich sogar die bessere Alternative. Dann wird von der "Landgrafschaft Darmstadt" gesprochen - die gab es damals nicht, sondern Hessen war zu dieser Zeit gerade nicht geteilt. Gut, das ist noch zu verschmerzen. Was mich mehr gestört hat, ist die mehrfache Erwähnung von Pergament als Material für Notizen. Pergament war teuer und zu dieser Zeit auch längst nicht mehr gebräuchlich, schon gar nicht für normale Schreibarbeiten - es gab schließlich Papier! Nur offizielle Dokumente wie Urkunden wurden noch auf Pergament geschrieben.Das sind allerdings wirklich Details, und mir ist bewusst, dass das für die meisten Leser kaum relevant ist. Ich wollte es trotzdem erwähnen.Auch erwähnen möchte ich übrigens, dass ich mich eine ganze Weile nicht darüber beruhigen konnte, dass nicht nur Luther offenbar selbst seine Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg geschlagen hat (und das als erstaunliche Tatsache berichtet wird, obwohl es völlig normaler universitärer Brauch war, zu diskutierende Thesen ans "Schwarze Brett" anschlagen zu lassen) und das Gewittererlebnis mit dem Versprechen Luthers, Mönch zu werden, berichtet wird (was sehr wahrscheinlich Legende ist), sondern wahrhaftig auch der Wurf des Tintenfasses in der Wartburg, was nun wirklich ins Reich der Legenden gehört.Es ist aber symptomatisch für den Roman, dass all das unbedingt mit hineingenommen werden musste. Um mal ein Fazit zu wagen: In meinen Augen hätte die Autorin besser getan, sich auf bestimmte Aspekte und Figuren zu beschränken - oder aber den Roman deutlich dicker schreiben müssen. Außerdem hätte eine Überarbeitung dem Roman gut getan - wenn all die Wiederholungen und unnötigen Beschreibungen und Namen weggeblieben wären, dafür aber mehr szenisch erzählt worden wäre, hätte es ein wirklich guter Roman werden können. So bleibt für mich ein etwas zwiespältiges Gefühl: Einerseits sehr interessant und informativ, teilweise auch sehr berührend, andererseits zu überladen für die Kürze und zu viel beschrieben und zu wenig miterlebt.

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  • Zeitalter der Reformation

    Die Feuerschreiber

    Traeumerin109

    28. October 2016 um 11:35

    In diesem Buch erfahren wir Einiges über das Wirken der beiden Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon. Die Idee dahinter ist, in Romanform den Lesern die Ansichten dieser überaus gelehrten Männer und die von ihnen angestoßenen bahnbrechenden Neuerungen in der Kirche näher zu bringen. Ich war gespannt auf das Buch, da ich die Zeit der Reformation sehr interessant und lehrreich finde. Allgemein bekannt ist der Kampf gegen den Ablasshandel, welcher jedoch lediglich den Anfang darstellte. Darüber hinaus lag auch vieles Andere in der damaligen Kirche im Argen, die lateinische Messe war schwer zugänglich und auch die Bibel konnte nur von wenigen gelesen werden. Luthers Übersetzung ins Deutsche behob diesen Missstand. Sehr anschaulich kann man in diesem Buch sehen, dass nicht unbedingt alle einverstanden mit den Neuerungen waren. Es gab Gegenwind von allen Seiten, sogar aus den eigenen Reihen, selbsternannte Propheten und misstrauische Blicke. Jedoch muss ich sagen: Ich war an vielen Stellen enttäuscht von dem Buch. Die Handlung in Form eines Romans fand ich nicht wirklich gelungen, vieles wirkte aus dem Zusammenhang gerissen. So werden beispielsweise die Ansichten der beiden Reformatoren ausführlich in gegenseitigen Diskussionen dargelegt, diese Gespräche erscheinen jedoch hölzern und alles andere als authentisch. Zudem wiederholt Vieles sich mehrfach. Ich hatte oft den Eindruck, dass hier der Versuch unternommen wurde, viel Inhalt in einen verhältnismäßig kurzen Roman zu pressen. Deshalb fehlen oft die Zusammenhänge. Auch andere Ereignisse aus dem Leben der beiden wurden geschildert, jedoch relativ teilnahmslos. Die Figuren wirkten insgesamt recht leblos, da es selten unter die Oberfläche ging. So habe ich am Ende zwar eventuell Einiges gelernt und Wissenswertes erfahren, einen Roman hätte es dafür aber nicht gebraucht, zumindest nicht in dieser Form.

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  • Das entfachte Feuer weitertragen

    Die Feuerschreiber

    Taluzi

    23. October 2016 um 09:55

    Philipp Melanchthon wird nach Wittenberg an die Leucorea gerufen und kann dort da als Professor lehren. Er lernt Martin Luther kennen und eine innige Freundschaft beginnt. Beide setzen sich dafür ein zu lehren und Menschen Bildung zu kommen zu lassen. Durch Luthers Thesenanschlag beginnt die Kirche und der Glaube zu wanken. Viele Reformatoren und Bewegungen wollen den Umbruch innerhalb der Kirche und des Glaubens. Besonders Philipp Melanchthon und Martin Luther haben viel dazu beigetragen, dass die Kirche sich erneuert. In dem Buch „Die Feuerschreiber“ wird die Freundschaft zwischen Melanchthon und Luther, ihre Ziele der Erneuerung und das Familienleben beschrieben. Die Autorin Claudia Schmid nimmt den Leser mit ins Mittelalter und der Zeit der Reformation. Der Schreibstil entführt einen durch seine Ausdrucksweise und mittelalterlichen Begriffe in die damalige Zeit. Begriffe die im Text vorkommen, wie Burse, Gehenna oder Scholar werden im Glossar am Ende des Buches übersetzt und erläutert. Die „Feuerschreiber“ musste ich konzentriert und wach lesen, denn in diesem Roman werden viele damalige Fakten, geschichtliches Wissen und viele bedeutende Menschen erwähnt. Ganz viel Fachwissen ist in die Geschichte rund um das Leben von Philipps Melanchthon eingewoben. Martin Luther spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle, dennoch ist es diesmal Melanchthon, der hier im Mittelpunkt steht. Über Martin Luther habe ich schon viel gehört, um so besser gefiel es mir, eine weitere treibende Karft der Reformation kennen zu lernen. Sehr gut wird im Kapitel 13 auf Seite 68 die besondere Freundschaft der beiden Männer beschrieben: „Der polternde Luther, aus dem alles herausdrängte, was ihn bewegte, und der besonnene Melanchthon, der stets auch darauf bedacht war, dass Unstimmigkeiten zwischen den Parteien nicht zu groß wurden. Sie ergänzten einander auf treffliche Weise. Ihr tiefer Glaube und das Wissen um die Dringlichkeit der Erneuerung der Kirche einte sie.“ Deutlich wurde in diesem Roman wie sehr Melanchthon und Luther bemüht waren, die Bibel so zu übersetzen, dass sie wirklich von den damaligen Menschen verstanden werden konnte. Die Neugierde, der Wissensdurst und die reformatorischen Gedanken der beiden Männer gefielen mir gut. Zeilen wie diese „Glaube, Hoffnung und Liebe werden immer bleiben. Aber am höchsten davon steht die Liebe“ auf Seite 169 bleiben nach dem Lesen noch lange in Erinnerung. In diesem historischen Roman von Claudia Schmid erfährt man auch etwas über Philipps Liebe zu seiner Frau und seinen Kindern. Gerne hätte ich noch mehr über sein Familienleben gelesen, was durch Rücksicht, Aufmerksamkeit und Liebe geprägt war. Ich hätte am Ende des Buches noch eine zeitliche Übersicht gut gefunden, damit die geschichtlichen Abläufe noch mal kurz auf einem Blick zu sehen sind. Zwar gab es über den Kapiteln Datumsangaben, aber leider lese ich diese oft einfach so weg bzw. manchmal auch gar nicht. „Die Feuerschreiber“ von Claudia Schmid kann ich nur empfehlen.

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  • Die Feuerschreiber (Claudia Schmid) - Roman über Martin Luther und Philipp Melanchthon

    Die Feuerschreiber

    MiniBonsai

    21. October 2016 um 09:40

    Der InhaltPhilipp Melanchthon und Martin Luther, zwei große (Voraus)Denker ihrer Zeit, die viel bewirkt haben, das in die heutige Zeit fortwirkt.Die Freundschaft von Philipp und Martin, die sich als Magister an der Leucorea in Wittenberg kennen- und schätzen lernen, gefällt mir ... der Denker und der  Macher. Wobei Martin ja auch denkt und sich in den Bann ziehen lässt. Philipp ist da eher vorsichtig und sieht auch die Gefahren.Sie ergänzen sich sehr gut und stärken sich durch ähnliche Gedanken, auch wenn sie eigentlich eben sehr unterschiedlich wirken. Auch Luthers Flucht auf die Wartburg und die Übersetzung des Alten und Neuen Testaments sind natürlich inhaltlich eingebunden - mit allen ob ihrer Wahrheit kontrovers diskutierten Geschichten darum (Wurf des Tintenfass bspw.). Die Ungewissheit nach seinem Untertauchen bei den Sympathisanten ist nachvollziehbar - heute mit Internet wäre Luther vielleicht gerade dadurch zu einem Hype geworden. Die Suche nach der perfekten Übersetzung, die fand ich super beschrieben. Fürs Volk, dem Volk aufs Maul geschaut ... heute sicher einfacher dank Internet.Inhaltlich hatte ich teilweise den Eindruck, dass über Seiten hinweg Personen und Ereignisse aufgezählt wurden.Der hat den besucht, der war mit dem verschwägert, der hat das getan, der ...Da wurden mir (un)bekannte Namen runter gerattert und eingebunden in das Geschehen, aber wirkliche Zusammenhänge aus meiner Sicht nicht hergestellt.Ab und an sind dann aber mir wichtige Fakten als fast belanglos nebenher erwähnt.(das bringt auch meinen Punktabzug)Eingebunden ist die Freundschaft und das Wirken von Luther und Melanchthon in die Erzählungen über die Umstände der Zeit sowie in ihre persönlichen Zusammenhänge familiär und Freundschaften betreffend. Das macht das Buch lebendig und zu einem historischen Roman.Mein Eindruck/ResümeeDie Geschichte und der Erzählstil zogen mich in den Bann.Einerseits zieht das Buch (der Inhalt und Schreibstil) mich in den Bann und ich mag es nicht weg legen, weil ich einfach weiter lesen MUSS - und andererseits braucht es eben doch auch seine Zeit.Die Charakterisierung der Personen finde ich hervorragend. Luther, Melanchton aber auch Jörg und seine Kumpane ...Auch die Gesamtzusammenhänge werden nachvollziehbar eingebaut und die Zeit mit ihren Lebensgewohnheiten kommt ebenfalls gut rüber.Die Beschreibungen der Umstände und Kleinigkeiten gelingen der Autorin wirklich gut ... wohingegen mir wie schon geschrieben nicht gefällt, dass viele Dinge/Personen mit eingebunden werden um (scheinbar) einfach genannt zu sein.Insgesamt ein Buch, das anstrengend zu lesen ist, aber mir Melanchton und Luther sowie die Zeit der Reformation näher gebracht hat.Dafür danke ich!Die AutorinClaudia Schmid schreibt Historisches, Kriminelles und Reiseberichte. Die Germanistin lebt in der Metropolregion Rhein-Neckar und ist Redakteurin bei Kriminetz.de.Das Cover/das BuchFeuerrotes Hardcover mit Schutzumschlag, kein Lesebändchen. Auf dem Schutzumschlag ein Flammenmeer und Schreibfeder mit Tintenfaß, also sehr stimmig. Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 19,99€, E-Book 17,99€, Verlag: Fontis - Brunnen Basel; Auflage: 1 (14. September 2016), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3038480908, ISBN-13: 978-3038480907

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  • Die Reformation als Roman

    Die Feuerschreiber

    heaven4u

    20. October 2016 um 09:35

    Als der Mönch Martin Luther im Jahr 1517 seine 95 Thesen an die Stadtkirche zu Wittenberg geschlagen hat, konnte er noch nicht damit rechnen, dass sich auch 500 Jahre danach noch Christen damit beschäftigen und darüber froh sind, dass er diesen Schritt gewagt hat. In diesem sehr gut recherchierten Roman erzählt Claudia Schmid die Geschichte von Martin Luther und seinem engen Freund Philipp Melanchton. Der Autorin ist ein wunderbarer Einblick in die Zeit von 1517 bis 1530 gelungen. Dass Martin Luther eng mit Philipp Melanchton zusammengearbeitet hat, ist ja bekannt. In diesem Roman bekommt allerdings nicht Luther sondern Melanchton die Hauptrolle, denn es wird hauptsächlich aus seiner Perspektive erzählt, was mir wirklich gut gefallen hat. Natürlich kommt Martin Luther dennoch nicht zu kurz. Einige Details und Handlungsstränge sind dichterische Freiheit, dennoch versucht die Autorin sehr nah an der überlieferten Geschichte zu bleiben. Besonders berührt war ich auch von den Liebesgeschichten der beiden Männer, die anfangs gar nicht danach aussehen und sich erst entwickelt haben. Das meiste kann man so auch in den Geschichtsbüchern finden. Ich muss zugeben, der Einstieg fiel mir etwas schwerer, weil man sich an die doch etwas andere Sprache erst gewöhnen muss und auch viele Gespräche zwischen den Gelehrten sind anspruchsvoll. Trotzdem habe ich diesen interessanten Roman sehr gern gelesen und war überrascht über das ein oder andere Detail, was ich bisher noch nicht kannte. Auch die Einblicke in das Privatleben der beiden und das Leben allgemein in der damaligen Zeit sind sehr interessant. Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass viele Dinge der heutigen Zeit sehr ähneln, nur dass sich die Möglichkeiten heute sehr erweitert haben. Es werden immer noch Menschen aus Habgier getötet, die Reichen werden immer reicher auf Kosten der Armen. Dennoch hat sich natürlich vor allem auch in der Kirche viel geändert. Die Gottesdienste sind nicht mehr auf Latein und vor allem kann jeder selbst die Bibel lesen, was vor Luther nur den Gelehrten vorbehalten war. Ein Roman, der mich sehr berührt hat und für Geschichtsinteressierte aber auch für Liebhaber historischer Geschichten genau die richtige Lektüre ist.

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  • Die Feuerschreiber – zwischen Revolution und rationalem Diskurs

    Die Feuerschreiber

    Krimileseratte

    19. October 2016 um 09:43

    Claudia Schmids Roman „Die Feuerschreiber“ hat es in sich. Der im Fontis Verlag erschienene historische Roman beschäftigt sich mit der Reformation und sucht seinesgleichen in diesem Genre. Die renommierte Autorin Claudia Schmid versteht es meisterhaft, historische Fakten zu vermitteln und dabei die damalige Epoche vor dem inneren Auge der Leserinnen und Leser zum Leben zu erwecken. Ihre Charaktere sind durchweg lebensnah und authentisch gezeichnet und verleihen dem Roman Lebendigkeit und Anschaulichkeit. Der Inhalt dreht sich um die wichtigsten Ereignisse, die zur Reformation führten. Philipp Melanchthon wurde als Professor an die Wittenberger Universität Leucorea berufen. In Wittenberg entwickelte er eine enge Zusammenarbeit und Freundschaft mit Martin Luther, wobei die beiden ein ungleiches Gespann bildeten. Dennoch wirkten sie auf kongeniale Weise zusammen und ermöglichten die dringend nötige Erneuerung der Kirche – sehr zum Missfallen des Papstes und seiner weltlichen Verbündeten. Während Melanchthon besonnen, scharf formulierend und auf ein konstruktives Miteinander bedacht war, so zeigte sich der körperlich deutlich überlegene Luther des Öfteren laut polternd. Gemeinsam gelang den Beiden die Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache, um den Gläubigen ein tieferes und vor allem eigenes Verständnis von Gottes Wort zu ermöglichen.In jedem Satz ist zu spüren, wie umfassend die Autorin recherchiert hat. Sie zeichnet detailliert und mit großer Kenntnis der Materie die aufregenden Ereignisse der Reformationszeit nach. Der Roman ist vor allem dann spannend, wenn es um die brutalen Geschehnisse des Bauernkriegs geht. Zugleich entwirft die Autorin einfühlsam das lebendige Bild einer gesellschaftspolitischen Transformationsepoche, die alle Lebensbereiche erfasst. Ein eloquent geschriebenes Buch mit großem künstlerischem Anspruch, das weibliche Leserinnen und männliche Leser gleichermaßen in den Bann zieht. Ein größeres Lob kann man wohl kaum aussprechen: Das Buch ist auch für Katholiken lehrreich und interessant. Eine unbedingte Leseempfehlung!

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  • Luther und Melanchthon

    Die Feuerschreiber

    mabuerele

    „...Sein Naturell war auf Ausgleich bedacht, und er hätte gern all Parteien zusammengebracht, so dass sie gemeinsam zum Wohle aller wirken konnten...“ Wir schreiben das Jahr 1517. In Tübingen erfährt Philipp Melanchthon vom Thesenanschlag Luthers. Im Jahre 1518 wird Melanchthon an die Universität nach Wittenberg berufen. In dem Moment beginnt die Zusammenarbeit der beiden ungleichen Männer. Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Das Buch lässt sich gut lesen. Viele Stellen zeugen von der exakten Analyse der Zeitverhältnisse. So werden auch Personen erwähnt, die die Lebenswege von Luther und Melanchthon nur marginal tangierten, erwähnt, wenn sie im Rahmen der Reformation eine Rolle spielten. Die beiden Protagonisten werden gut charakterisiert. Da ist Luther, der ein begnadeter Redner ist, und durch seine Stimmgewalt auffällt. Sein cholerisches Temperament macht ihn nicht unbedingt zu einem einfachen Partner. Melanchthon dagegen ist ganz Wissenschaftler. Sein Handwerkszeug ist die Feder. Während seiner Arbeit kann er alles um sich vergessen. Stets ist er auf Ausgleich bedacht, kritisiert aber natürlich falsche Entwicklungen. Dabei sieht er vieles differenzierter als Luther. Obiges Zitat beschreibt ihn sehr gut. Der Schriftstil des Buches ist abwechslungsreich. Es gibt Teile, die eher informativen Charakter tragen. So gewährt mir die Autorin einen ausreichenden Einblick in Melanchthons Kindheit und Jugend. Andere Stellen sind der genauen Darstellung der Bibelübersetzung gewidmet. Dabei wird deutlich, dass das Ringen um das rechte Wort harte Arbeit war. Genügend Raum gibt es für das Privatleben, insbesondere von Melanchthon. Er entpuppt sich als liebevoller Vater, der trotz seiner Arbeit als Professor Zeit für die Kinder hat. Sehr viel Platz nimmt Melanchthons Einstellung zum Thema Bildung ein. Hier fallen Sätze, die man sich gut merken sollte, weil sie auch für unsere Zeit nichts von ihrer Bedeutung verloren haben. Auch abweichende Meinungen zu Luthers und Melanchthons Lehre finden Platz, so die Ansichten von Zwingli, aber auch von Müntzer oder den Wiedertäufern. Neben Luther und Melanchthon gibt es einen weiteren Protagonisten, der der Phantasie der Autorin entsprungen ist. Jörg ist ein Freund und Begleiter Melanchthons, stammt aber aus einer völlig anderen Bevölkerungsschicht. Seine Einführung ermöglicht es der Autorin, mir als Leser Einblicke in das Denken und Handeln der ärmeren und wenig gebildeten Teile der Bevölkerung zu gewähren. Gut ausgearbeitete Dialoge sorgen für zusätzliche Tiefe in der Handlung. Dabei meine ich nicht nur die Gespräche der Protagonisten, sondern denke auch an die Auseinandersetzung mit Eck. Oft wird diese Möglichkeit genutzt, um unterschiedliche Ansichten zu Bibelaussagen gegenüberzustellen. Die weltweiten historischen Gegebenheiten werden in genügenden Maße berücksichtigt und in die Handlung integriert. Ein Personenregister, eine Literaturliste und ein Glossar vervollständigen das Buch. Das Cover wirkt edel.Der rote Streifen mit dem Titel trennt Tinte und Feder im oberen Teil von den lodernden Flammen im unteren. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Im Gegensatz zu anderen Büchern über die Reformation erhält hier Melanchthon ein Gesicht. Sein Anteil an der neuen Lehre wird deutlich herausgearbeitet. Gleichzeitig werden wichtige Unterschiede zwischen beiden Männern verdeutlicht.

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    • 8
  • Wie war das mit der Reformation?

    Die Feuerschreiber

    TochterAlice

    18. October 2016 um 11:04

    Wie war das genau mit Luther in Wittenberg und was geschah um ihn herum. Dieser Roman schildert die Ereignisse aus der Sicht Philipp Melanchtons, auch er einer der Wegbereiter der Reformation und eine große Stütze Martin Luthers, ebenso wie ihr Landesherr und der Maler Lucas Cranach. Was für eine Bedeutung sie jeweils in den Entwicklungen von Kirche und Gesellschaft der damaligen Zeit einnahmen, das erfährt man im vorliegenden Buch.Spannend wie ein Krimi liest sich dieser Roman, aber leider nur phasenweise. Teilweise wird der Leser durch die reihenweise Aufzählung von Charakteren, teilweise gar deren intensive kurzfristige Einbindung in die Handlung abgelenkt, von denen nur einige wenige einführend erläutert werden. Bei vielen anderen wird gar nicht klar, ob sie real oder fiktiv sind und wie genau sie sich in die gesamte Handlung einfügen. Ich habe das stellenweise als störend empfunden, auch wenn ich das Buch insgesamt mit Genuss und vor allem mit Gewinn gelesen habe - unmittelbar vor dem Lutherjahr kann und will ich mich diesem Thema, das, wie sich gerade hier zeigt, ein ungeheuer spannendes und vielschichtiges ist, nicht entziehen und dieser schmale, doch ausgesprochen gehaltvolle Band ist auf jeden Fall einige Lesestunden wert! Von mir gibt es eine nicht ganz uneingeschränkte, aber dennoch sehr überzeugte Empfehlung sowohl für Anhänger des christlichen Glaubens - und definitiv nicht nur den evangelischen unter ihnen - wie auch für Freunde des anspruchsvolleren historischen Romans. Man liest nämlich nicht nur über Religion und Ethik, nein, auch in die Gesellschaft der damaligen Zeit und in die durchaus fortschrittlichen Ansichten Luthers und Melanchtons beispielsweise was Frauen angeht, erhält man einen Einblick.Man sollte einen langen Atem - sprich: zwar nicht unendliche, aber doch beträchtliche Geduld haben, und auch dazu bereit sein, das Buch mal für ein paar Tage aus der Hand zu legen, dann aber gönnt man sich ein unvergessliches Leseerlebnis!

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