Claudia Schmid Die brennenden Lettern

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(0)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die brennenden Lettern“ von Claudia Schmid

Quirin Melchior, ein Heidelberger Lebenskünstler und Fan des Mittelalters, gerät an die geheimnisvolle Ane. Diese Begegnung hat Folgen: Ane bereitet ihn heimlich auf eine Zeitreise vor. Und so landet Quirin mitten in Luthers Disputation an der Heidelberger Universität im Jahre 1518. Er lernt die süddeutschen Reformatoren Paul Fagius und Martin Bucer kennen und wird zu Pauls Beschützer. Der gemeinsame Weg führt sie nach Isny, wo Paul Fagius die erste hebräische Druckerei im deutschen Sprachraum einrichtet. Doch immer ist Zacharias Rugus, sein geheimer und gefährlicher Gegenspieler, in der Nähe …

Stöbern in Historische Romane

Der Engel mit der Posaune

Eine Reise in das alte Wien. Das Schicksal einer Familie über turbulente Jahrzehnte erzählt. Einfach genial!

Lisa_Bauer

Der grüne Palast

Für mich ein Flop, wenn nicht sogar der Flop des Jahres

Waldi236

Das Gold des Lombarden

Toll geschriebener historischer Roman, der auch noch einen sechsten Stern verdient hätte. Super Charaktere.

Saphir610

Die Stadt des Zaren

Ein grandioser Roman zur Entstehung von Sankt Petersburg

Klusi

Die Festung am Rhein

Fesselnder historischer Roman mit herausragenden Charakteren in einer bewegten Zeit!

Tine13

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

Le Floch hat großes Potential! Leider hatte die Geschichte doch ein paar Längen.

BerniGunther

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • kulturgeschichtliches in einem humorvollen Roman verpackt

    Die brennenden Lettern

    Taluzi

    03. April 2017 um 16:52

    Im Heidelberg des 20ten Jahrhunderts lebt der exzentrische Quirin Melchior. Er liebt das Mittelalter und entführt gerne Touristen in seinem historischen Kostüm ins mittelalterliche Leben seiner Stadt. Eines Tages begegnet er Ane, die seine Leidenschaft teilt. Auf dem Heiligenberg wollen sie mittelalterliche Kräuter sammeln und alte Rituale ausprobieren. Plötzlich wacht Quirin im Jahre 1518 wieder auf. Schnell merkt er, dass er vorsichtig mit seinen Äußerungen sein muss. Quirin passt sich an und wünscht schnell wieder ins Heidelberg der Neuzeit zu gelangen. Hilfe erhofft er sich von Dr. Johan Georg Faust, dem wandernden Wunderheiler, Wahrsager und Astrologen. Aber die Jahre gehen dahin. Stattdessen lernt Quirin die süddeutschen Reformatoren Paul Fagius und Martin Bucer kennen und verbringt viele gemeinsame Jahre mit ihnen. Wer einen sachlichen Roman erwartet, ist anfangs sicher enttäuscht. Die Geschichte startet spitzzüngig und ironisch im modernen Heidelberg. Der Protagonist Quirin hat es durch seine Eigenarten nicht leicht im Leben und doch wuschelt er sich durch. Schon immer war er penibel was seine Reinlichkeit angeht – fremde Toiletten ein Horror! Wie ergeht es ihm da im Mittelalter! Nachdem Quirin den ersten Schrecken überwunden hat, bleibt ihm nichts anderes übrig als sich den neuen Situationen anzupassen. Gerade geschichtlich bietet die damalige Zeit viel Input für den Protagonisten. Quirin lernt Paul Fagius, Dr. Johan Georg Faust, Zacharias Rugus und weitere Persönlichkeiten kennen und lebt mitten unter den Reformatoren. Er ist dabei als Paul Fagius in Isny die erste hebräische Druckerei im deutschen Sprachraum einrichtet. Dort wird das erste altjiddische-hebräische-lateinische-deutsche Wörterbuch gedruckt. Die Autorin Claudia Schmid verwendet damalige Begrifflichkeiten und Redewendungen und konzentriert sich auf die geschichtlichen Geschehnisse. Die Ereignisse werden beim Lesen lebendig und historische Fakten werden ganz nebenbei vermittelt. Trotzdem bleibt eine Spur Humor vorhanden und die Geschichte bleibt spannend. „Die brennenden Lettern“ ist ein lehrreicher und unterhaltsamer Roman.

    Mehr
  • Rezension zu "Die brennenden Lettern" von Claudia Schmid

    Die brennenden Lettern

    allegra

    19. October 2011 um 17:57

    Inhalt: (Verlagsinfo) Quirin Melchior, ein Heidelberger Lebenskünstler und Fan des Mittelalters, gerät an die geheimnisvolle Ane. Diese Begegnung hat Folgen: Ane bereitet ihn heimlich auf eine Zeitreise vor. Und so landet Quirin mitten in Luthers Disputation an der Heidelberger Universität im Jahre 1518. Er lernt die süddeutschen Reformatoren Paul Fagius und Martin Bucer kennen und wird zu Pauls Beschützer. Der gemeinsame Weg führt sie nach Isny, wo Paul Fagius die erste hebräische Druckerei im deutschen Sprachraum einrichtet. Doch immer ist Zacharias Rugus, sein geheimer und gefährlicher Gegenspieler, in der Nähe. Autorin: (Verlagsinfo) Claudia Schmid, Jahrgang 1960, hat 30 Jahre ihres Lebens in Passau verbracht, fünf davon direkt am Dreiflusseck. Heute lebt die studierte Germanistin in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Reise- und Kulturführer „Passauer Land“ ist nach dem historischen Roman „Die brennenden Lettern“ ihre zweite Veröffentlichung im Gmeiner-Verlag, für den sie außerdem die Krimi-Anthologie „Mörderischer Erfindergeist“ herausgegeben hat. Mein persönlicher Eindruck: Mit „Die brennenden Lettern“ hat Claudia Schmid einen typischen Zeitreise-Roman geschaffen. Die Rahmenhandlung spielt größtenteils im Heidelberg der Gegenwart und die Binnenhandlung führt uns an die Schauplätze Heidelberg, Straßburg, Isny und Venedig in den Jahren 1518 (Heidelberger Disputation) bis 1549 (Tod von Paul Fagius). Der arbeitsscheue Historiker Quirin, der von einer schmalen Erwerbsunfähigkeitsrente lebt, die er durch historische Führungen im Heidelberger Schloss aufbessert, lernt die Ärztin Ane kennen, die ein Faible für die frühe Neuzeit hat, insbesondere für die Reformation im Süddeutschen Raum. Einigen Andeutungen entnimmt man, dass sie für Quirin einen besonderen Plan hat im Zusammenhang mit Paul Fagius, der in den Jahren 1518 bis 1549 die Reformation vorangebracht hatte. Nach einer etwas rätselhaften Zeremonie mit Pentagramm, Trank und Zauberformel findet sich Quirin im Jahre 1518 in Heidelberg wieder. Dort lernt er Paul Fagius kennen und verbringt die folgenden 30 Jahre an seiner Seite. Die Zeit zwischen der Heidelberger Disputation und der Gegenreformation bildet den Schwerpunkt des Buches. Die Rückkehr Quirins in die Gegenwart erscheint mir angesichts des geheimnisvollen Anfangs wenig schlüssig, ich möchte aber an dieser Stelle nicht mehr verraten. Die Rahmenhandlung empfand ich als relativ belanglos, dafür hat mich das Thema der Reformation sehr interessiert. Man merkt, dass die Autorin dazu intensiv recherchiert hat. Der Werdegang des Reformators Paul Fagius lässt sich anschaulich mitverfolgen. Die Personen sind teilweise etwas knapp, aber glaubhaft charakterisiert. Gegen Ende konnte ich die Entwicklungen um das „Interim“ nicht mehr wirklich nachvollziehen. Da hätte ich noch ausführlichere Erklärungen benötigt. Erschwerend für das Verständnis war für mich die fehlende Strukturierung des Textes. Das Buch weist keine Kapitel auf; eine Einteilung in logische Abschnitte ist für mich nicht erkennbar. So werden an einigen Stellen völlig unterschiedliche Handlungsstränge nur durch einen einfachen Zeilenumbruch voneinander getrennt, was mich mehrfach verwirrt hat. Leider konnte ich den interessanten Stoff nicht wirklich genießen, da der Roman meiner Meinung nach sehr unausgereift wirkt. Einerseits fällt er etwas knapp aus. Auf den nur 280 Seiten der Binnenhandlung sind 30 Jahre Geschichte zusammengefasst, so dass vieles zu oberflächlich dargestellt ist, bzw. kein Raum bleibt für Handlungen, bei denen man Mitgefühl für die Beteiligten entwickeln könnte. Andererseits, und das ist für mich weitaus gravierender, häufen sich stellenweise sprachliche Entgleisungen, fehlerhafte Satzzeichen und Wiederholungen, die bei einem aufmerksamen Korrekturlesen hätten auffallen müssen. Dabei kann ich noch damit leben, dass Friedbert zwischendurch Friedhelm und Paul Büchlin auch mal Büchlein heißt. Aber wenn jemand wie auf S.81 Tücher in einen Krug mit Wasser „tut“ oder eine Reisegruppe Heidelberg am „2. August im Jahre 1522“ (S.110) verlässt, kurz darauf (S.112) von einem „heiteren Frühlingsmorgen“ die Rede ist und dazu noch eine Amsel ihr Lied in den Tag „plärrt“(S.110), dann fühle ich mich als Leser nicht mehr ernst genommen. Leider sind das bei weitem nicht die einzigen Ausrutscher. Es würde jetzt aber den Rahmen meiner Rezension sprengen, wenn ich das noch vertiefen würde. Mein Fazit: Das vorliegende Buch handelt von einem spannenden Kapitel Süddeutscher Geschichte. Leider lässt die Ausführung in punkto Sorgfalt und Dramaturgie sehr zu wünschen übrig. Der gut gewählte Stoff verspricht einen interessanten und spannenden Roman. Für mich wird diese Erwartung nicht erfüllt. Ich kann dieses Buch nur jemandem empfehlen, der sich gezielt über Paul Fagius informieren möchte. Der Roman ist durchaus lesbar, der Lesegenuss fällt für mich leider zu flach aus.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks