Ihr ständiger Begleiter

von Claudia Schreiber 
2,8 Sterne bei10 Bewertungen
Ihr ständiger Begleiter
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Positiv (3):
Dorina0409s avatar

Die Autorin schafft es, die Beziehung zu Gott kritisch, neutral und humorvoll zu beschreiben. Wirklich gelungenes Buch!

Kritisch (3):
M

Auf mich wirkt das Buch zu extrem und übertrieben- Einen positiven Lösungsansatz habe ich vermisst.

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Inhaltsangabe zu "Ihr ständiger Begleiter"

Von Engeln sanft getragen wäre Johanna bis letzte Woche noch in den Himmel gekommen. Seit sie Rob kannte, gehörte sie jedoch der Hölle. Wenn sie Robs Küsse bereuen könnte, würde Er ihr vergeben, das wusste Johanna – aber sie bereute nichts. Selbst dann nicht, als sie spürte, dass Er niemanden neben sich dulden würde ... Zart und radikal zugleich erzählt Claudia Schreiber von Johannas Beziehungsgeschichte zu Gott, ihrem »ständigen Begleiter«.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492252058
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:221 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:20.06.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2007 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Morningstar7vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Auf mich wirkt das Buch zu extrem und übertrieben- Einen positiven Lösungsansatz habe ich vermisst.
    Leider nicht die ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema, die ich erhofft hatte


    Irgendwie erinnert mich die Vorgehensweise an Dan Brown. Man muss das Ganze nur Roman nennen, dann hat man die Freiheit zu verdrehen oder bis ins Extremste zu übertreiben. Das "Gute" daran: Keiner kann etwas klarstellen oder gar jemand wegen Verleumdung zur Rechenschaft ziehen. "Ich habe nichts gesagt..." so beginnen viele Gerüchte, so ähnlich beginnt auch dieses Buch. Das Tragische daran ist: Die Phantasie der Leser beginnt zu blühen. Jeder denkt sich selbst etwas zusammen, was denn davon wirklich geschehen sein könnte. Und manche nehmen womöglich alles als bare Münze. Zwischen Wahrheit und Erfindung kann so niemand mehr unterscheiden. So sieht für mich keine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema aus. Leider gibt es in unserer Zeit genug Beispiele, wo extreme Darstellungen Hass auf ganze Menschengruppen schüren.

    Ja, ich glaube auch, dass es Menschen gibt, die Religion missbrauchen. Menschen neigen dazu alles zu missbrauchen. Manche missbrauchen Alkohol, andere sogar Essen. Höre ich deswegen auf zu Essen und verbreite Hass gegen alle, die es tun? Oder habe ich jetzt fanatische Angst vor Menschen, die Alkohol trinken, weil es Alkoholiker gibt? Für mich besteht die Lösung darin, zu lernen, mit den Dingen richtig umzugehen. Wie etwas nicht funktioniert wissen wir alle. Aber die postitven Antworten habe ich in dem Buch vermisst. Tut mir Leid, aber mir vorzustellen, wie man Gott an seinem Blasenmeridian massiert, wie in diesem Buch beschrieben, war für mich nicht die Lösung. 

    Stattdessen würde ich eher folgendes empfehlen: Wenn sie panische Angst, vor einer Bevölkerungsgruppe haben, über die sie schlimme Gerüchte gehört haben, machen sie sich doch einfach mal ganz unabhängig selbst ein Bild. Daran reift man ungemein. Ich selbst bin kein Baptist und zur Zeit auch kein Mitglied irgendeiner Kirche. Als Jugendliche habe ich aber das Jugendcafé der Baptistengemeinde in meiner Stadt besucht, weil ich die lockere und ungezwungene Athmosphäre dort so mochte. Über Bekannte habe ich in dieser Zeit dann auch Baptistengemeinden in anderen Städten kennengelernt. Und ob Sie's glauben oder nicht: Mich hat in dieser Zeit niemand gezwungen Blumenkohl zu essen, ich habe nicht ein einziges Mal erlebt, dass irgendjemand Druck gemacht hätte, ich müsse Gemeindeveranstaltungen besuchen, es ging kein schäppernder Silberteller rum, ich traf dort keine "Hornissen", habe nicht ein einziges Mal erlebt, dass irgendjemand öffentlich irgendeine Sünde bekannt hätte und jeder wurde freundlich begrüßt, egal, was er anhatte (Da gibt es in ja jeder Disco mehr Kleiderzwang). Überhaupt habe ich dort keinen Zwang in irgendeine Richtung erlebt. Das Gottesbild aber, das ich von damals mitgenommen habe, ist ein Gottesbild von einem liebenden, offenherzigen, barmherzigen Gott, den ich als Begleiter in meinem Leben seitdem nicht mehr missen will und wenn Er sich bei mir verabschieden würde wäre ich unendlich traurig, denn Er ist mein bester Freund.
    Ich habe allerdings den Verdacht, dass manche Menschen Dinge sehr unterschiedlich wahrnehmen können, je nachdem in welcher Familie sie groß geworden sind. Ich kenne z. B. einen Mann, der mit sehr viel Druck und Zwang groß wurde, weil sein Großvater Alkoholiker war. Wenn man ihm nur ganz lieb einen Rat geben will, empfindet er es so, als habe man ihn zusammengschlagen. Wenn manchmal Menschen schlimmes erlebt haben und sie dann Christen werden, kann es passieren dass sie ihren Kindern den Glauben schräg vermitteln, weil sie ihn ja selbst manchmal erst noch aus der falschen Brille sehen. Dann kann das so wirken, als sei die Bibel schuld, was sie meiner Ansicht nach aber nicht ist. Jesus von Nazareth sagte: "Wer mich sieht, sieht den Vater" und Er war für mich der größte Kämpfer gegen religiösen Fanatismus, den die Welt je gesehen hat.

    Wenn die Autorin irgendwo, vielleicht auch mit Christen, negative Sachen erlebt hat, dann tut mir das ehrlich Leid für sie und ich möchte sie nicht verurteilen. Ich persönlich habe aber erlebt, dass niemand mir so helfen konnte, negative Dinge im Leben zu vergeben und positiv zu überwinden, wie Gott. Manche Dinge im Leben sind fies, so dass man öfter vergeben muss, bis man es los ist. Ich für mich persönlich habe den Verdacht, dass es der Autorin besser gelungen wäre, die Dinge realistisch und positiv aufzuarbeiten und loszulassen, wenn Gott nicht gegangen wäre. Allerdings glaube ich ihr, dass Gott sich aus Liebe zu ihr verabschiedet hat, weil Er sich, so wie ich ihn kennen gelernt habe, niemandem aufzwingt.

    Ich wünsche der Autorin alles Gute und dass sie inneren Frieden, Liebe und Vergebung erleben darf

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    kiraras avatar
    kiraravor 7 Jahren
    Rezension zu "Ihr ständiger Begleiter" von Claudia Schreiber

    Fast durchgehend fand ich das Buch sehr interessant und schön geschrieben. Die Sprache des Buches entwickelt sich so wie sich die Protagonistin entwickelt und auch die Gespräche mit ER sind gut eingewoben. Das Thema ist auch immer noch aktuell und die Autorin bietet eine interessante Perspektive. Allerdings lässt das Buch im letzen Drittel deutlich nach. Und auch ER ist ziemlich christlich, ich hätte es lieber neutraler gehabt.

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    Felis avatar
    Felivor 9 Jahren
    Rezension zu "Ihr ständiger Begleiter" von Claudia Schreiber

    Bisher hatte ich von Claudia Schreiber nur „Emmas Glück“ gelesen, welches eine lockere und leichte Lektüre gewesen ist. Nun war ich gespannt auf ein weiteres Buch von ihr „Ihr ständiger Begleiter“. Der Klappentext und auch das Cover versprechen wieder einmal amüsante und unterhaltsame Lesestunden.
    Claudia Schreiber erzählt die Geschichte von Johanna, einer jungen Frau mit einer kleinen Familie, die scheinbar fest im Leben steht. Doch sie ist geprägt durch ihre Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die vor allem durch ihren Vater sehr stark geprägt wurde. Er war Prediger einer kleinen christlichen Gemeinschaft, hatte seine Frau auf tragische Weise verloren und musste nun seine drei Kinder allein großziehen. Doch dabei fehlte es ihm oft an Sensibilität und Einfühlungsvermögen. Vielmehr stand sein Predigerdasein im Vordergrund und das Befolgen der christlichen Gebote und vor allem auch Verbote. Eindrücklich ist für mich in Erinnerung geblieben, wie Johanna von ihrem Vater gezwungen wird, ihre geliebte rote Hose in den Ofen zu werfen und das nur, weil es sich für ein Mädchen nicht gehörte, eine Hose zu tragen, vor allem nicht im Gottesdienst. Und auch darüber hinaus hat Johanna viele traumatische Erlebnisse zu verkraften.
    Doch egal was passiert, sie hat zu jeder Zeit einen Begleiter an ihrer Seite: einen kleineren Mann, der ihr als Kind hilft und ihr gut zuredet, den sie als Jugendliche aber irgendwann nur noch als störend und als Belastung empfindet, weil er selbst in den intimen Augenblicken mit ihrem damaligen Freund nicht von ihrer Seite weichen möchte. Und auch wenn Johanna darüber sehr wütend wird, schließt sie mit Gott einen Pakt, als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Sie will ihm ihr ganzes Leben lang dienen! Und das befolgt sie seit diesem Zeitpunkt. Schon als junge Frau wird sie eines der aktivsten Mitglieder der christlichen Gemeinschaft, weltfremd, nur auf ihre göttliche Bestimmung achtend. Was wird aus Johanna werden? Wird sie weiterhin ihrem göttlichen Begleiter dienen können?
    „Ihr ständiger Begleiter“ ist sehr interessant aufgebaut. Der Roman beginnt in der Gegenwart, wo Johanna mit ansehen muss, dass ihr Sohn scheinbar gleich von einem herannahenden LKW überfahren wird. Doch in dem Moment erscheint ihr ständiger Begleiter und stoppt die Zeit. Johanna gerät in einen Disput mit ihrem Begleiter, welcher sich in mehreren Kapiteln des Buches fortsetzt. Die eigentliche Geschichte spielt in der Vergangenheit und beschreibt eben den Werdegang Johannas, mit allen ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Dadurch bleibt das Buch durchweg interessant, denn erst nach und nach erfährt der Leser, wieso Johanna mit bestimmten Argumenten mit ihrem ständigen Begleiter in der Gegenwart diskutiert.
    Was mich bis heute bewegt sind zwei Tatsachen: erstens, mit welchem Gottesbild Johanna erzogen wurde und zweitens, wie weltabgewandt die kleine christliche Gemeinschaft lebt. Johanna kennt noch nicht einmal ihre Nachbarn, weiß nicht, welche Musik gerade angesagt ist, etc. Für mich stellt sich hier die Frage, wieso Christen oft ihre Mitmenschen nicht wahrnehmen und wieso so viele Verletzungen innerhalb christlicher Gemeinschaften stattfinden.

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    Dorina0409s avatar
    Dorina0409vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die Autorin schafft es, die Beziehung zu Gott kritisch, neutral und humorvoll zu beschreiben. Wirklich gelungenes Buch!
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    readingpilgrim
    s_m_peterss avatar
    s_m_peters
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    aga
    Piets avatar
    Pietvor 2 Jahren
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    Carriecatvor 4 Jahren
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    Azaharvor 8 Jahren

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