Claudia Schreiber Solo für Clara

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Inhaltsangabe zu „Solo für Clara“ von Claudia Schreiber

Mit fünf sitzt Clara zum ersten Mal am Klavier. Eigentlich soll sie nur das Instrument kennenlernen, doch Clara zeigt eine außergewöhnliche musikalische Neugier und Begabung. Bald erhält sie professionellen Musikunterricht und verbringt jede freie Minute am Flügel. Sie weiß, dass sie es mit Fleiß, Disziplin und ihrer großen Liebe zur Musik zur Konzertpianistin schaffen könnte. Doch sie ahnt nicht, wie sehr ihr die vielen Reisen, der Neid und die Intrigen ihrer Konkurrentinnen sowie der Verzicht auf ein normales Leben zu schaffen machen. Dennoch lässt Clara sich nicht entmutigen und kämpft entschlossen für ihre Ziele, bis ihr großer Traum von einer Karriere als Solistin greifbar nahe ist …

Berührendes Drama eines begabten Kindes. Was kostet es, eine berühmte Pianistin zu werden?

— black_horse

Faszinierend, interessant und anders! Für jeden Musikliebhaber ein absoluter Genuss, vor allem mit den QR-Codes :)

— JuliaSchu

Schöne Geschichte für zwischendurch und sie erhöht den Druck öfters Klavier zu üben;)

— Agnes13

Das Thema des Wunderkinds aus einer anderen Perspektive und dazu noch eine spannende Geschichte. Es war toll!

— Sophiiie

Ein toller Blick hinter die Kulissen der Förderung junger Talente am Klavier mit versteckten Protagonisten.

— Mephisztoe

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  • Die harte Schule am Klavier

    Solo für Clara

    black_horse

    10. February 2017 um 22:14

    Clara ist fünf, als sie zum ersten Mal am Klavier sitzt. Sehr schnell wird klar: die Kleine ist begabt, hochbegabt. Nicht nur in der Musik, auch die Schule fällt ihr leicht. Es dauert nicht lange, da gewinnt Clara einen Preis. Schon bald stehen die Eltern vor der Entscheidung: sollen sie ihr von der Musik beseeltes Kind fördern? Frau Bette, ihre Klavierlehrerin ist der Meinung, das Kind braucht einen Flügel. Ist damit der Karriereweg vorgegeben? Mit 10 Jahren beginnt die wirklich harte Schule bei Professor Eisenstein, einer Ikone in der Klavierpädagogik, der seine Schüler mit unnachgiebiger Härter und Strenge fordert und fördert. Ein verbissener Konkurrenzkampf beginnt, der nicht immer mit fairen Mitteln geführt wird. Mittendrin Clara, die doch eigentlich nur eines will: Pianistin werden. Und dafür vieles aufgibt ... Dieses Buch ist keine schöne Geschichte. Es zeigt den unglaublich harten Konkurrenzkampf im Musikgeschäft. Es zeigt, wie ein Mädchen leidet. Ein Mädchen, das sein Klavier über alles liebt. Wie andere daran zerbrechen. Aber auch, was Musik geben kann. Das Buch begleitet Clara bis sie 16 Jahre alt ist und das erste Mal verliebt. Bis sie einen großen Schritt wagt. Im Buch verteilt sind QR-Codes zu finden, über die man sich die Stücken anhören kann, die Clara im jeweiligen Alter gespielt hat, Youtube-Videos verschiedener Interpreten. Das lockert das Buch auf und gibt einen guten Eindruck, von welchen Stücken die Rede ist. Dieses Buch ist beeindruckend und verstörend zugleich. Keine leichte Kost. Ein Buch für Leser ab ca. 10 Jahren.

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  • Ein wunderschönes und faszinierendes Buch!

    Solo für Clara

    JuliaSchu

    25. July 2016 um 12:28

    „Solo für Clara“ ist ein Buch, das mich tief beeindruckt hat. Ich bewundere Pianisten und liebe es ihrer Musik zu lauschen. Doch bis zu diesem Buch hatte ich nicht einmal in Ansätzen eine Ahnung, was es heißt, sein Leben der Musik zu widmen. „Solo für Clara“ ist ein Buch über eine unermessliche Leidenschaft  und einen großen Traum. Um diesen Traum zu erreichen, muss viel überstanden werden und das nicht nur von der jungen Clara – sondern von jedem in ihrem Umfeld. Das Buch wurde in der kurzen Zeit die ich es las ein Teil von mir und ließ mich nicht mehr los. Taucht ein in eine virtuose Welt voller Musik, die man dank moderner QR-Codes im Buch sogar während des Lesens genießen kann. Für mich ein absolutes Highlight!Klappentext:Das Porträt eines musikalischen Talents: Die Geschichte eines Mädchens, das mit Ehrgeiz und Leidenschaft seinen Traum verfolgt, Pianistin zu werdenMit fünf sitzt Clara zum ersten Mal am Klavier. Eigentlich soll sie nur das Instrument kennenlernen, doch Clara zeigt eine außergewöhnliche musikalische Neugier und Begabung. Bald erhält sie professionellen Musikunterricht und verbringt jede freie Minute am Flügel. Sie weiß, dass sie es mit Fleiß, Disziplin und ihrer großen Liebe zur Musik zur Konzertpianistin schaffen könnte. Doch sie ahnt nicht, wie sehr ihr die vielen Reisen, der Neid und die Intrigen ihrer Konkurrentinnen sowie der Verzicht auf ein normales Leben zu schaffen machen. Dennoch lässt Clara sich nicht entmutigen und kämpft entschlossen für ihre Ziele, bis ihr großer Traum von einer Karriere als Solistin greifbar nahe ist …Meinung:Ich habe mir das Buch aus persönlichem Interesse nach der Lesung von Claudia Schreiber auf der Buchmesse in Leipzig gekauft. Ich höre in meiner Freizeit sehr gern klassische Musik und mein Lieblingsinstrument ist dabei das Klavier. Aber so gerne ich es auch höre, so wenig Ahnung habe ich davon. In meiner Jugend habe ich Querflöte gespielt, was vielleicht nicht unbedingt mit einem Piano gleichzusetzen ist – vor allem nicht, wenn von einem Kind mit Hochbegabung die Rede ist. Denn das ist Clara ohne Frage: hochbegabt. Für mich war „Solo für Clara“ etwas ganz Besonderes. Das begann bereits beim Cover. Von weitem dachte ich tatsächlich, dass ein verkrüppeltes Herz zu sehen wäre, bis ich das Klavier und das Mädchen mit den wehenden Haaren erkannte. Dazu der Hintergrund von Notenlinien und das raue Hardcover. Für mich ist das Buch bereits äußerlich perfekt. Aber dazu kommt natürlich der Inhalt Claudia Schreiber erzählt nach wahren Vorbildern die Geschichte eines Kindes, das nichts anderes im Kopf hat als das Klavier. Zwar gibt es keine biographische Vorlage für Clara, dennoch ist sie sehr authentisch! Die Autorin ließ sich von verschiedenen Musikern zu diesem Roman inspirieren und somit gelingt ihr ein unglaublich hohes Maß an Authentizität. Dies liegt zum größten Teil an der Thematik, die sehr professionell vermittelt wird, zum anderen aber auch an Claras Art zu erzählen. Das junge Mädchen erzählt seine Geschichte selbst. Der Stil von Claudia Schreiber ist somit vor allem zu Beginn sehr kindlich, jung und naiv. Aber dennoch ist immer eine starke und disziplinierte Note vertreten, die Clara zu dem Mädchen machen, das sie ist. Der Stil ist absolut gelungen und altersgerecht.Die Geschichte beginnt bei einem Wettbewerb, als Clara 12 Jahre alt ist. Die Kapitel sind immer mit der Formel „Als ich … Jahre alt war“ eingeleitet und schildern Claras Erfahrungen in diesem Jahr. Obwohl die Handlung bei 12 Jahren einsetzt, macht sie einen Sprung zurück, als Clara fünf war und geht von 8 Jahren an regelmäßig aufwärts, so dass das Buch endet, als Clara 16 Jahre alt ist. Obwohl wir hier als Leser also nur eine relativ kurze Spanne verfolgen, offenbart die Protagonistin doch ihre gesamte Kindheit vor uns. Und diese ist keinesfalls normal. Als junges Kind denkt Clara an nichts anderes als das Spielen, denn sie will einfach nichts anderes. Schnell entwickelt sich der Wunsch in ihr Konzertpianistin zu werden. Doch was das wirklich heißt, wird erst im Verlauf des Buches klar. Der anfängliche Spaß und die dazugehörige Disziplin werden überschattet von harter Arbeit, Ausblenden des realen Lebens und purer Konzentration auf das Ziel. Der Druck nimmt zu, die Konkurrenz wird stärker – doch Clara wird auch besser. Ich war fasziniert davon, was dieses kleine Mädchen alles auf sich nimmt, um ihrem Traum ein Stück näher zu kommen. Wahre Helden sind hierbei auch ihre „Erwachsenen“, wie Clara ihre Eltern gern nennt. Beide arbeiten selbst gern und hart, doch mit einem hochbegabten Kind – ja, soll man sagen „Wunderkind“? (dieser Begriff wird im ganzen Buch jedenfalls vermieden) – müssen sie erst einmal zu Recht kommen. Clara braucht einen Flügel, der Unterricht muss bezahlt werden, ein zweites Instrument muss her, die Reisen zu den Meisterkursen kommen dazu und dort muss sich außerdem begleitet werden. Es geht in diesem Buch nicht nur um Clara. Sondern um all das, was getan werden muss, damit das „Solo für Clara“ überhaupt erst möglich wird. Zum Teil war ich schockiert, zum Teil fasziniert. Es ist schwer zu beschreiben. Clara ist nicht unbedingt sympathisch. Oftmals ist sie rücksichtlos und egoistisch. Vor allem ihre Eltern müssen mit ihr kämpfen. Doch sie hat auch viele positive Eigenschaften und eine sehr luxuriöse Situation. Denn ihre Eltern zwingen sie zu nichts, wollen sie sogar zum Aufhören bewegen. Aber sie WILL Klavier spielen, denn nichts anderes auf der Welt macht sie so glücklich, wie der Applaus nach einem schweren Stück, an dem sie stundenlang gearbeitet hat. Ich könnte noch stundenlang über den komplizierten Charakter des jungen Mädchens schreiben, oder über die familiäre Situation, die mehr als einmal unter Claras Ambitionen leidet. Aber für irgendetwas müsst ihr das Buch ja auch selbst lesen.Interessant ist sicher noch der Aspekt der Konkurrenz untereinander. Fr mich war es sehr nachvollziehbar, dass unter den kleinen Wunderkindern mehr als nur ein Biest sich versteckt. Ein interessanter und ambivalenter Charakter ist außerdem Claras Musikprofessor Eisenstein. Nutzt er es aus, mit s jungen Menschen zu arbeiten? Oder lebt er lediglich für die Musik?Die Themen des Buches sind für mich überaus interessant gewesen, allerdings sind sie auch speziell. Jeder, der Musik liebt, wird sich in diesem Buch wiederfinden und vielleicht ebenso fasziniert sein. Eine tolle Innovation, wenn auch nicht unbedingt revolutionär, sind die QR-Codes, die sich oft im Buch finden lassen. Immer wenn Clara sich mit einen neuen und komplizierten Stück beschäftigt, findet man am Seitenrand einen Code. Wenn man ihn scannt, kommt man zu Youtube-Videos, die einem Claras aktuelles Stück vorspielen. Die Musik während des Lesens laufen zu lassen, schfft eine atemberaubende Atmosphäre und bringt uns der Protagonistin ein kleines Stück näher. Für mich war es sehr interessant, allerdings bin ich mir auch dessen bewusst, dass QR-Codes auch Schwächen haben. Dennoch gefällt mir die Idee.FazitIch schreibe schon viel zu lang, was daran liegt, dass ich das Buch selbst noch verarbeite. Es ist so vielschichtig, so authentisch, tragisch und irgendwie wunderschön. Ich finde es faszinierend und kann es jedem ans Herz legen, der sich für das Thema Musik interessiert. Claudia Schreiber zeichnet hier ein besonderes Porträt eines speziellen Lebensweges, der zwar viel Negatives mit sich bringt und dennoch Großes hervorbringen kann. Ich kann nur  5 Sternen vergeben, während ich dem Klang des „Glöckchens“ lausche.

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  • Realistisch und gut recherchiert

    Solo für Clara

    TeamFirered

    26. March 2016 um 14:33

    Handlung: Claudia Schreiber erzählt die Geschichte von Clara van Bergen. Mit fünf Jahren fängt diese das Klavierspielen an und kommt nicht mehr davon los. Das hochbegabte Mädchen ist verzaubert vom spielen und übt immer mehr, bis sie sich ein Leben ohne nicht mehr vorstellen kann. Wettbewerbe, Konkurrenzkampf und üben, üben, üben. Claras Traum ist es Pianistin zu werden. Doch den haben viele. Nur wenige schaffen es und wenn man zu denen gehören will, muss man hart arbeiten. Kann Clara den Druck standhalten und ihren Traum leben? Rezension von Worte sind Wind Es ist nicht nur ein schwarz lackierter Kasten der im Wohnzimmer steht, für mich ist das mein Leben In Solo für Clara erzählt Claudia Schreiber das harte Leben von einem Mädchen, dass nicht aufgibt und ihrem Traum folgt. Man merkt das Claudia Schreiber mit vielen Musikern und begabten Kindern gesprochen hat und so das Leben in diesen Kreisen gut schildert. Auch der Druck und der Konkurrenz Kamp unter dem die Kinder stehen, wird sehr gut vermittelt. Clara wird im Laufe des Buches immer älter. Sie ist ehrgeizig, besessen vom Klavier und eigenwillig. Ihren Egoismus gesteht sie sich oft selbst ein, ich mag es jedoch das sie nicht unfehlbar ist – im Gegensatz sie wirkt sehr authentisch und echt. Auch Claras Eltern, die sie so unglaublich unterstützen, sind mir sehr sympathisch und ich respektiere sie für so manches, dass sie durch machen mussten. Die Geschichte ist zunächst bedingt spannend, doch irgendwann nimmt Clara einen mit und man fühlt sich wohl. Mir kam es vor als würde sie mir alles selbst erzählen. Die Sprache der Autorin hat ein paar Ecken und Kanten, und die kursiven Gedankengänge hätte ich lieber im normalen Text eingewoben gelesen, so fand ich sie eher unnötig. Obwohl ich mit dem Thema klassische Musik nicht viel zu tun habe und mich es auch nicht interessiert, schaffte Claudia Schreiber mich zu begeistern. Vor allem die Klavierstücke konnte die Autorin lebendig und so schön beschreiben, dass sie mich faszinierten, obwohl ich sie nicht gehört hatte. Die erwähnten Stücke kann man natürlich im Internet anhören, was ich jetzt eher nicht getan habe, da ich das Buch an einem Stück gelesen habe. Jedoch empfehle ich die Musik aus dem Buch im Hintergrund beim lesen zu hören, was ich in der letzten Lesestunde getan habe. Es war wunderschön, angenehm und vor allem das Glöckenspiel “La Campanella” konnte mich begeistern. Obwohl das Ende schön war, hätte ich mir noch einen kleinen Epilog gewünscht, in dem Clara erwachsen ist. Nichts ist größer, als wenn es ruhig wird um mich.Ich setzte die Töne in den Saal. Merke wie die Zeit stehen bleibt Und wenn später der Applaus einsetzt, dann lächle ich unmerklich in mich hinein. Weil ich nichts anderes tun möchte, als schwere Stücke zu spielen. Solo, am liebsten vor Publikum. Fazit: Die Geschichte von Clara konnte mich begeistern und war mal etwas anderes. Sowohl die Charaktere als auch die Handlung konnten mich überzeuge, wobei Sprache und Spannung zwar zu bemängeln, aber zu entschuldigen sind. Insgesamt ist es sowohl für die Jugend als auch für Ältere ein schönes Buch.

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  • Protagonisten müssen nicht immer sympathisch sein...

    Solo für Clara

    Mephisztoe

    25. March 2016 um 16:24

    Meine Meinung zum Buch Dieses Buch fand seinen Weg zu mir durch eine Buchlesung, an der Miriam und ich vor kurzem teilnahmen. Mehr darüber könnt ihr hier lesen. Natürlich habe ich das Buch sofort vor Ort gekauft und freute mich darauf, mehr über Clara zu erfahren und herauszufinden, ob sie es nun schaffen würde, Pianistin zu werden oder nicht. Doch zunächst einmal zum Buch selbst. Es fühlt sich großartig an! Auf dem Cover prangt ein gezeichneter Flügel, unterlegt von einem Notenblatt und das Material fühlt sich rau und unverarbeitet an. Auf den heute so typischen Hochglanz wurde zum Glück verzichtet; das hätte aber auch nicht gepasst. Was ebenfalls allein schon beim schnellen Durchblättern auffällt: Alle paar Seiten finden sich mitten im Text QR-Codes zu YouTube-Videos, in denen passend zur Geschichte die verschiedensten Pianisten just die Stücke spielen, mit denen sich Clara gerade beschäftigt. Auf der einen Seite finde ich die Idee wirklich gut, allerdings ist damit kaum sichergestellt, dass die Videos z.B. in zehn Jahren noch existieren. Ich nehme aber auch an, die Stücke einspielen zu lassen und als digitalen Download anzubieten (oder als CD zu verkaufen) wäre teurer und aufwendiger gewesen. Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen (mit Unterbrechung). Ein gutes Zeichen dafür, dass es sehr angenehm zu lesen war und ich schnell in die Geschichte eintauchen konnte. Doch obwohl es mir nicht leicht fällt, muss ich dennoch zugeben, dass ich Clara nicht mag. Häufig scheinen talentierte Kinder von ihren Eltern zu Höchstleistungen zunächst angespornt, dann aber fast schon genötigt zu werden. In diesem Buch wird die Situation einiger Kinder auch so beschrieben. Wenn diese sich zu egoistischen, von Ehrgeiz zerfressenen, rücksichtslosen, kleinen Biestern entwickeln, dann fällt es einem leicht zu sagen: Das arme Kind. Es kann ja nichts dafür. Oft verbirgt sich dahinter der zumeist unerfüllte Wunsch, es den eigenen Eltern Recht zu machen. So etwas finde ich sehr traurig. Von daher – das möchte ich wirklich betonen! – sind in diesem Buch die wahren Protagonisten die Eltern von Clara. Nach anfänglichem Entsetzen über die möglichen Konsequenzen der Entscheidung ihrer Tochter, Pianistin zu werden, geben sie etappenweise ihr altes Leben auf, ordnen sich neu und begleiten Clara mit engelsgleicher Geduld und viel Liebe durch ihr Leben. Nur am Rande findet hier eine hochinteressante Geschichte statt, die ich an dieser Stelle gar nicht wiedergeben möchte. Falls ihr das Buch selber lest, achtet mal auf das Geschehen um Clara herum und versucht sie ein wenig auszublenden. Denn das fällt zugegebener Maßen nicht leicht: Clara wird von Anfang an als eine Person gezeichnet, die weiß, was sie will. Allerdings im Zweifelsfall auch auf Kosten anderer. Zu Beginn des Buches freute ich mich für Clara und vor allem darüber, was für tolle Eltern sie hat und wie sehr sie aus allen Richtungen Unterstützung erfährt. Niemand baut Druck auf. Keiner zwingt sie, unerbittlich zu üben und den Rest der Welt zu verdrängen. Das tut Clara dafür aber ganz allein und hat es dadurch leider geschafft, mir immer unsympathischer zu werden. Einige Handlungsstränge wirken zudem irgendwie unvollendet. Es werden Hinweise gestreut, die entweder nicht weiter verfolgt werden – obwohl deren mögliche Implikationen starke Auswirkungen auf die Geschichte haben – und gleichzeitig gibt es an anderen Stellen Auflösungen, die geradezu naiv wirken und wenig Sinn ergeben. Ich kann mir das nur so erklären, dass das Buch authentisch aus der Perspektive Claras geschrieben wirken soll und sie als Kind nun einmal in weiten Teilen naiv ist und nicht alles wissen kann. Für mich als erwachsenen Leser fällt es zugegeben schwer, das so zu verdauen. Ein wenig ausgleichen konnte das dafür die lockere Art, die Clara oft an den Tag legt und mich mit kessen Sprüchen auch in ernsten Situationen zum Schmunzeln brachte. Insgesamt gewährt einem Solo für Clara tiefe Einblicke in eine Szene, mit der wir als Laien kaum in Berührung kommen. Allein deshalb ist dieses Buch empfehlenswert für alle, die sich für Musik im Allgemeinen und das Klavierspielen im Speziellen interessieren. Nachdem Claudia Schreiber – so habe ich es verstanden – aufgrund einer realen Begegnung mit einem hochtalentierten jungen Mädchen diese Geschichte quasi in Anlehnung an wahre Begebenheiten geschrieben hat, ermöglicht sie es dem Leser, tatsächlich ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es sein muss sich mit einer solchen Begabung in der Welt zurecht zu finden. Fazit Eine uneingeschränkte Empfehlung würde ich nur bei einer Fünf-Sterne-Bewertung aussprechen. Solo für Clara hat meiner Meinung nach allerdings einige Schwächen. Und doch lohnt es sich für die richtige Zielgruppe, ein paar schöne Abende mit dem Buch zu verbringen. Besonders empfehle ich, dabei im Hintergrund die Stücke spielen zu lassen, so wie sie im Buch auftauchen; das verleiht dem Erlebnis eine unglaubliche Atmosphäre. Mir ist bewusst, dass es gerade bei Büchern, die auf Tatsachen beruhen, nicht zwangsläufig so sein muss, dass man sich mit dem Protagonisten identifiziert. Dennoch kann ich dem Buch nur dreieinhalb Sterne geben, was neben den inhaltlichen Schwächen hauptsächlich an meinem Ärger darüber liegt, wie unsympathisch Clara mir beim Lesen besonders zum Ende hin wurde.

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  • Kinderbuch-Challenge von LovelyBooks 2016

    Buchraettin

    Anmeldungen sind natürlich jederzeit möglich! Hier geht es zur Challenge 2017 https://www.lovelybooks.de/thema/Kinderbuchchallenge-2017-1358362693/ Lest ihr gerne Kinderbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Kinderbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann macht gleich bei unserer Kinderbuch-Challenge 2016 mit. Diese Challenge soll vor allem viel Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen. Hier sind die Regeln: Es sollen jeweils 2 Bücher aus den gleich folgenden Kategorien gelesen werden - Natürlich könnt ihr auch mehr lesen! Die Challenge läuft vom 1.1 bis 31.12.21016. Jeder Teilnehmer erstellt einen Sammelbeitrag, um dort seine Rezensionen übersichtlich zu sammeln und zu aktualisieren. Verlinkt in diesem Sammelbeitrag außerdem ein Regal mit dem Namen "Kinderbuchchallenge 2016", das ihr in der Bibliothek in eurem Profil erstellt. Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per persönlicher Nachricht. Dann verlinke ich diesen mit eurem Namen in der Teilnehmerliste. Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Die Rezension sollte die hier bei Lovely Books sein, die hier verlinkt wird, alle anderen zählen hier nicht Tipps für Lesemuffel in der Kinder und Jugendliteraturgruppe Hier geht es übrigens zu Kinder- und Jugendliteraturgruppe, mit vielen Tipps, Austausch, Interviews und interessierten Lesern und Autoren. (Das hier ist auch ein Beispiel für den Sammelbeitrag ) Themen für die Kinderbuchchallenge 2016 1.     Bilderbuch von 0 - 5 Jahren, Comics, Comicromane Erscheinungsdatum 2016 2.     Bücher aus dem Bereich Fantasie, Abenteuer, SF, Grusel  Erscheinungsdatum 2016 3.      Bücher aus dem Sachbuchbereich  (Bsp. Insekten, der Körper, der Weltraum), Malbücher Erscheinungsdatum 2016 4.     Allgemeines Kinderbuch, Freundschaft, Tiere usw. Erscheinungsdatum 2016 5.     Hörbuch oder Hörspiele Erscheinungsdatum 2016 6.     Alte Kinderbuchschätze ( alle Bücher, die vor 2016 erschienen sind) Es sollen jeweils 2 Bücher zu jedem der Themen gelesen werden und rezensiert werden, also insgesamt 12 Bücher. >> Hier findet ihr noch eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 im Kinderbuchbereich Challenge Beendet ( Übersicht) Floh Black-Horse Connychaos danielamariaursula MarTina3 lauchmotte Smilla507 Barbara62 kellerbandewordpresscom Solveig Lehmas AndFe Lesezirkel Vucha Teilnehmerliste1. JuliB abgemeldet2. Buchgespenst3. DieBertha4. Mabuerle5. buchfeemelanie6. Floh  Challenge beendet7. Lesezirkel Challenge beendet8. smilla507 Challenge beendet9. anke300610 Black-horse  Challenge beendet11. Buchraettin12. Arwen1013. Nele7514. thoresan15. connychaos Challenge beendet16. Solveig challenge beendet17. conneling 18. danielamariaursula Challenge beendet19. Taluzi20. Kuhni7721. lesebiene2722. Getready23. MarTina3 Challenge beendet24. lexi21618925. Engel197426. Donauland27. Gela_HK28. Barbara62 Challenge beendet29. kellerbandewordpresscom challenge beendet30. AndFe1 Challenge beendet31. Lehmas Challenge beendet32. Buechernische33. lauchmotte  Challenge beendet34. Clar35. Tine_198036. AnjaFrieda37. Vucha  Challenge beendet38. Enysbooks   39. 40.Kleiner Anreiz um die Challenge zu schaffen. Das LB Team wird ein Buchpaket stellen, das wird dann verlost Anfang nächstes Jahr unter allen, die die Challenge geschafft haben:)

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