Hochlandfuchs

von Claudia Schwarz
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Hochlandfuchs
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Romeo und Julia im Hochland. Eine wunderbar historisch unterlegte Geschichte, der es an Spannung und Emotionen nicht fehlt!

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Tolle Liebesgeschichte, spannender historischer Roman, witzige Dialoge... was will man mehr?

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Inhaltsangabe zu "Hochlandfuchs"

Man schreibt das Jahr 1689. Das englische Parlament erklärt König James IIV.
von England und Schottland für abgesetzt und erhebt stattdessen William II. auf
den Thron. Die Willkür dieser Entscheidung ruft bei vielen Schotten deutliches
Missfallen hervor. Besonders die Hochlandclans weigern sich, William als Herrscher
anzuerkennen und stehen weiterhin treu hinter James. Auch der Clan
MacDonell of Glengarry, ein einflussreicher Zweig des mächtigen MacDonald-
Clans, unterstützt den gestürzten Monarchen.
Die achtzehnjährige Sionnach, Tochter eines Bauern aus Glenfinnan, deren
Familie dem Clan MacDonell angehört, hält sich jedoch nicht mit Politik auf. Ihr
Interesse gilt vorrangig der Wahl eines geeigneten Ehemanns. Wenn auch arm
und des Schreibens und Lesens nicht mächtig, so ist sie doch glücklich in ihrer
kleinen Welt an den Ufern des Loch Shiel. Ihr Leben nimmt allerdings eine schlagartige Wendung, als es den Anschein hat, dass Bruder und Vater aus einer Schlacht, in die sie ihrem jakobitisch ausgerichteten
Chief gefolgt sind, nicht mehr heimkehren.
Der Herbst naht, und die Nahrung wird knapp. Um ihr Überleben und das ihrer
Tochter und der beiden kleinen Söhne zu sichern, sieht die Mutter keinen anderen
Ausweg, als Sionnach fortzuschicken. Schweren Herzens verlässt Sionnach
ihr Dorf und sucht sich Arbeit. Auf ihrem Weg trifft sie unvermittelt auf ihren
heimkehrenden Halbbruder Brendan und erfährt von ihm, dass auch der Vater
die Schlacht überlebt und danach gemeinsam mit einigen Männern das Vieh
eines anderen Clans gestohlen hat. Sein Anteil, eine Kuh, wird die Familie über
den Winter bringen. Zutiefst erleichtert, lässt Sionnach sich von Brendan wieder
heimschicken.
Doch sie kommt nicht weit, denn unversehens läuft sie zwei englischen Soldaten
in die Arme, die sie als willkommenes Freiwild ansehen. Brendan, der ihre
Hilferufe hört, rettet seine Schwester im letzten Moment. Aber die Erleichterung
ist nur von kurzer Dauer, denn es nähert sich ein weitere englische Patrouille,
die den jungen Schotten außer Gefecht setzt und mitsamt seiner Schwester des
Viehdiebstahls beschuldigt und verhaftet.
Verzweifelt warten die Geschwister im Gefängnis von Fort Inverlochy auf ihre
Verhandlung, deren schlimmster Ausgang ihren Tod bedeuten würde. Doch
dazu kommt es nicht, denn der Hauptmann des Forts, James Hamilton, verdient
sich auf illegale Weise ein Zubrot, indem er kleinere Diebe und andere unbedeutende
Gefangene in regelmäßigen Abständen als Arbeitskräfte an einen
anonymen Kunden verkauft.
Kenneth Walden, so dessen Name, ist Kämmerer und handelt im Auftrag eines
englischen Dukes, der, statt sich des transatlantischen Sklavenhandels zu bedienen,
die billigere Variante von Strafgefangenen vorzieht.
Auch Brendan und Sionnach ereilt dieses Schicksal, und sie werden auf seine
Burg Fitheach Creag nach Northumberland verschleppt. Während man Brendan
dazu zwingt, unter dem grausamen Aufseher Master Marcus in einen nahegelegenen
Steinbruch zu arbeiten, muss Sionnach fortan dem jungen Viscount Raven als Zimmermagd dienen. Ihre schottische Herkunft erschwert den Geschwistern
den Stand auf Feindesseite zusätzlich. Mit der Hoffnung, ihre Schuld nach einer Weile abgegolten zu haben, unterwirft
Sionnach sich zunächst ihrem Los. Doch ihre Zuversicht, irgendwann heimkehren
zu dürfen, zerschlägt sich, als sie erfährt, dass der Duke niemals vorhatte,
ihr und ihrem Bruder jemals wieder die Freiheit zu schenken. Doch trotz der
Aussichtslosigkeit ihrer Situation gibt Sionnach nicht auf und versucht alles, um
Brendan aus dem Steinbruch zu befreien und mit ihm zu fliehen.
Der windige Kämmerer Walden, der es auf Sionnach abgesehen hat, ergreift
sogleich seine Chance und bietet ihr einen Handel an: Ihre Unschuld im Tausch
gegen einen Besuch bei Brendan. Sionnach willigt zum Schein ein, nimmt aber
gleichzeitig allen Mut zusammen und bittet den Viscount um Hilfe. Der hat sich
in die schöne Schottin verliebt und würde nichts lieber tun, als ihr zu helfen.
Auch Sionnach hegt zarte Gefühle für Raven und setzt all ihre Hoffnung auf ihn.
Doch Raven sind die Hände gebunden. Wenngleich auch königliches Blut in
seinen Adern fließt, so bleibt er dennoch der Sohn einer bedeutungslosen Magd
und unerwünschtes Ergebnis einer leidenschaftslosen Nacht.
Um seinem nicht minder illegitimen, aber im Gegensatz zu Raven adeligen
Sohn Georg einen durch die Blutsverwandtschaft loyalen Verwalter zur Seite zu
stellen, ernennt sein Vater Raven zwar zum Viscount, lässt ihn aber von Kindesbeinen
an zu Georgs gefügigem Untergebenen erziehen. Erst durch Sionnachs
Freiheitsliebe und ihren ungebrochenen Mut, dem Schicksal die Stirn zu
bieten, wird Raven klar, dass er so nicht weiterleben will. Heimlich bringt er Sionnach
in den Steinbruch.
Dort angekommen, erfahren sie, dass Brendan versucht hat zu fliehen und auf
schreckliche Weise dafür bestraft wurde. Sie finden ihn mehr tot als lebendig,
nehmen ihn mit nach Fitheach Creag und verstecken ihn in Ravens Gemächern,
wo sie ihn pflegen.
Brendans Aufbegehren löst derweil eine Rebellion im Steinbruch aus, und einige
Gefangene entkommen – unter ihnen ein Schotte namens Kenzie, der sich
zuvor mit Brendan angefreundet hatte.
Der Kämmerer Walden, der bei einem erneuten Annäherungsversuch aufgrund
Sionnachs Ablehnung die Vermutung anstellt, dass es sich bei dem entflohenen
Schotten um Brendan handelt, lässt das Versteckspiel trotz seiner falschen
Vermutung auffliegen, und die Geschwister landen – nun aller Hoffnungen beraubt
- im Burgverlies und schließen endgültig mit ihrem Leben ab.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943596304
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:350 Seiten
Verlag:Verlagshaus el Gato
Erscheinungsdatum:14.10.2012

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