Claudia Sewig Der Mann, der die Tiere liebte

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der die Tiere liebte“ von Claudia Sewig

Die spannenden Afrikareisen, der Kinofilm Serengeti darf nicht sterben, die Sendereihe Ein Platz für Tiere - der Name Bernhard Grzimek weckt noch heute zahlreiche Erinnerungen. Sein Einsatz für den Naturschutz war beispielhaft und als Abenteuer und Visionär ließ er sich von keinen Konventionen einschränken: In der Öffentlichkeit war er der seriöse Wissenschaftler, privat sammelte er Scherzartikel. Er heiratete die Witwe seines Sohns und starb einsam während einer Zirkusvorstellung. Claudia Sewig zeichnet ein differenziertes Bild des großen Tierfilmers und zeigt dabei seine bisher unbekannten Seiten.

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  • Rezension zu "Der Mann, der die Tiere liebte" von Claudia Sewig

    Der Mann, der die Tiere liebte

    GeschichtenAgentin

    19. February 2013 um 20:36

    Bernhard Grzimek war sicherlich kein einfacher Mensch – aber einer, der viel bewegt hat: Wiederaufbau des zerbombten Frankfurter Zoos, Gründung des Serengeti-Nationalparks, erste Fernsehsendung über Tiere im deutschen Fernsehen, Einsatz gegen “KZ-Haltung” von Legehühnern, Ächtung von Pelzmänteln aus Fellen bedrohter Arten, Oskar für einen Tier-Dokumentarfilm, Protest gegen das Abschlachten von Baby-Robben in Kanada und Mitgründer des ersten deutschen Nationalparks im Bayrischen Wald. Das ist eine lange, verdienstvolle Liste, die nur einen kleinen Ausschnitt zeigt. In Bernhard Grzimeks Leben spiegelt sich deutsche Geschichte wieder - von Schlesien bis Farbfernsehen bis hin zu den Grünen. Das arbeitet Claudia Sewig schön raus. Über Klatsch und Tratsch schreibt sie nur soviel, wie es nötig ist, um Grzimeks Persönlichkeit und seinen Werdegang zu verstehen. Das finde ich sehr angenehm, denn manch Wendung aus Grzimeks Leben, wie die Hochzeit mit seiner Schwiegertochter, hätte man auch wie einen Artikel der Bunten aufbereiten können. Für das, was ihm wirklich wichtig war, testete Grzimek immer wieder Grenzen aus. Überhaupt war er sehr kreativ im Umgang mit Regeln: Nach dem Krieg, als es für den Frankfurter Zoo viel zu beschaffen und organisieren galt, brauchte er immer einen Passierschein von den Amis. Er ließ sich einen für Neustadt ausstellen. Neustadt gibt es so häufig in Deutschland, dass er bei jeder Kontrolle guten Gewissens sagen konnte, das er auf dem Weg nach Neustadt war – egal, wohin er wirklich fuhr.

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  • Rezension zu "Der Mann, der die Tiere liebte" von Claudia Sewig

    Der Mann, der die Tiere liebte

    Penelope1

    29. February 2012 um 08:16

    "Um Gutes zu tun, muss man erst wissen, was gut tut " Dies ist ein Zitat und Leitspruch, den der Tierprofessor Dr. Bernhard Grzimek stets beherzigte. Bekannt wurde er hauptsächlich durch die beliebte und mehrfach prämierte Tiersendung "Ein Platz für Tiere" und den Film "Serengeti darf nicht sterben", der für viele Menschen zu den Higlights im deutschen Fernsehen und Kino galt. Aber auch zahlreiche Bücher und die Zeitschrift "Das Tier" wird den meisten von uns noch in Erinnerung sein. Er verstand es, den Menschen die Tiere näher zu bringen und sie auf deren Bedürfnisse und Nöte aufmerksam zu machen. Dies gelang ihm einerseits durch seine Filme, Bücher, als auch durch den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Frankfurter Zoos. Sein Engagement reichte dabei weit über Deutschland hinaus bis nach Europa, Russland, Afrika, Tansania, die Serengeti... Er fühlte sich für alle bedrohte Tiere zuständig, versuchte ihnen zu helfen und zögerte auch nicht, seine Mitmenschen dafür zu Spendenaktionen und auch zur aktiven Mithilfe durch Protestbriefe aufzufordern. Eindrucksvoll gibt Claudia Sewig, die neben Zoologin und Journalistin auch aktive Naturschützerin ist, dem Leser einen Einblick in das Leben des Mannes und des Menschen Bernhard Grzimek, der hinter diesem riesigen Engagement steht. Ein Mann, der für die Tiere lebt, eben weil er sie liebt, und dafür viele Opfer hinnehmen muss - das größte davon sein Sohn Michael, der bei Dreharbeiten in der Serengeti ums Leben kommt. Trotz vieler Rückschläge und HIndernisse gibt er nicht auf, kämpft stets für die Sache und erreicht eine große Beliebtheit und Aufmerksamkeit, die ihm helfen, seine Ziele zu verwirklichen. Außerdem ändert er das Bewusstsein vieler Menschen, richtet es gezielt auf seine Projekte, z.B. wenn es darum geht, einen Nationalpark zu errichten oder den Pelzträgern klarzumachen, dass "der Einzige, der einen Ozelot braucht, ein Ozelot ist". Dafür schreibt er auch die Pelzträger persönlich an, z.B. Ivan Rebroff und es gelingt ihm oft, die angeschriebenen zu überzeugen. Diese Biografie ist kein "Herunterleiern" von Daten, sondern die Autorin hat es geschafft, durch das bewegte Leben Bernhard Grzimeks zu führen, seine Stärken und Erfolge zu zeigen, aber auch seine Schwächen nicht verschweigt. Hierfür hat sie intensiv recherchiert, und jeder Leser, der Bernhard Grzimek kennt, sei es durch Fernsehen oder durch den Zoo oder einer seiner vielen Aktionen, wird viel Interessantes und Neues erfahren. Besonders gut hat es mir gefallen, dass Bernhard Grzimek in diesem Buch nicht glorifiziert wird, sondern dass sehr wohl auch seine negativen Eigenschaften und Marotten nicht verschwiegen werden, die zeigen, dass er neben allem auch ein ganz normaler Mensch war, der sehr wohl wusste, was auch ihm selbst und der Sache gut tut und der sich dafür auch schon mal die Wahrheit ein wenig "zurechtbiegt". Allerdings geschieht dies in einer Art und Weise, die ihre Hochachtung vor diesem Mann zeigt und klarstellt, wenn sich die Aussagen der Zeitzeugen - egal ob positiv oder negativ - widersprechen. Ich kann diese lebendige Biografie jedem empfehlen, der sich für diesen großartigen Menschen, der die Tiere liebte, interessiert und mehr über ihn, aber auch über die Tierwelt erfahren möchte. Ich konnte mich kaum von dem Buch losreißen, was bei einer Biografie sicherlich ungewöhnlich ist. Besonders erwähnenswert sind auch die enthaltenen Fotoseiten, die viele besondere Momente zeigen und diese Biografie zusätzlich bereichern. LESEN!

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