Claudia Thesenfitz

 3.9 Sterne bei 143 Bewertungen

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Sylt oder Selters

Sylt oder Selters

 (25)
Erschienen am 08.05.2015

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Rezension zu "Sylt oder Selters" von Claudia Thesenfitz

Toller Sommerroman - humorvoll, maritim und voller Lebensweisheiten :-)
VeraHoehnevor 9 Monaten

Autorin:
Claudia Thesenfitz wurde 1967 in Berlin geboren. Schon während ihres Germanistik- und Anglistik-Studiums an der Universität Hamburg war sie freie Mitarbeiterin bei diversen Zeitschriften. Ihre Pressearbeit setzte sich danach fort mit Tätigkeiten als Volontärin, Redakteurin, Ressortleiterin und freie Journalistin und Autorin mit ganz unterschiedlichen Arbeiten für Frauen-, Promi- und Lifestyle-Magazine. Zudem ist sie Absolventin der Hamburger Drehbuchautoren-Schule. In Anthologien veröffentlichte Kurzgeschichten und ist Co-Autorin verschiedener Promi-Biographien (Nena, Dieter Wedel, Uwe Ochsenknecht u. a.). Mit „Sylt oder Selters“ veröffentlichte sie im Mai 2015 sehr erfolgreich ihren ersten (Glücks-)Roman im Ullstein-Verlag, dessen Fortsetzung „Sylt oder solo“ am 06.04.2018 erschien. Am 10.03.2017 erschien außerhalb dieser Fortsetzungsreihe – ebenfalls bei Ullstein: „Meer Liebe auf Sylt“.

Handlung:
Nina Mertens ist 41, Graphikerin bei einer Frauenzeitschrift in Hamburg und mit ihrem Leben in jederlei Hinsicht ziemlich unzufrieden. Diese Unzufriedenheit kompensiert sie immer wieder mit exzessivem Online-Shopping, das natürlich ihrem Konto-Stand alles andere als gut tut. Eine Lösung muss her – in Form eines Sylt-Urlaubs, in dem sich Nina einen Millionär schnappen will. Hotels und Ferienwohnungen sind eher nicht bezahlbar für sie, also weicht sie auf einen Campingplatz nach Kampen aus – erst im Zelt, später im Wohnwagen. Sie muss nach einigen Dates die Erfahrung machen, dass auch ihr Geld manche Millionäre einfach nicht attraktiver macht. Stattdessen freundet sie sich mit ihrer Camping-Nachbarin, der 83jährigen Elli an, von der sie am Ende nicht nur eine Menge Lebensweisheiten mit auf ihren weiteren Weg nimmt …

Fazit:
Ich muss zugeben, dass dieses Buch jetzt schon geschlagene 3 J. auf meinem SuB lag und ich das Erscheinen der Fortsetzung „Sylt oder solo“ zum Anlass genommen, es endlich einmal zu lesen. Nachdem ich ja zuerst den 2. Roman der Autorin „Meer Liebe auf Sylt“ gelesen hatte, der mir so gar nicht gefiel, bin ich an diesen Roman hier ziemlich skeptisch herangegangen. Aber ich wurde angenehm überrascht.
Das Cover ist norddeutsch, maritim und man kann sich vorstellen, dass das tatsächlich Sylt sein soll.
Der Roman umfasst auf 268 Seiten insgesamt 33 Kapitel in toller, kurzer Leselänge mit sehr angenehmen Schriftbild und eine Danksagung.
Tja, was soll ich sagen?! Auch dieser Roman trägt, wie alle Romane von Claudia Thesenfitz, den Untertitel „Ein Glücksroman“ – und bei diesem hier stimmt es wirklich.
Zuerst war ich etwas unsicher, ob die Protagonistin Nina und ich tatsächlich Freundinnen werden, weil sie doch sehr materiell denkt. Aber mit der weiteren Lektüre habe ich sie immer besser verstanden, denn die Ursache liegt an den Entbehrungen in der Kindheit – kenne ich zu gut und sie wurde mir immer sympathischer. Gekrönt wurde das Buch dann durch ihre Sylt-Bekanntschaften – die wunderbare, ältere Dame Elli (Ninas Camping-Nachbarin); deren Hund Max; den total netten portugiesischen Koch Luis; den attraktiven Surfer Jan – der nebenher noch Medizin-Student und Handy-Verkäufer ist; den Campingplatzwart Sörensen; ihren Cousinen und ihren Kollegen in Hamburg – und natürlich auch ein paar Antagonisten in Form von Millionären, die auch durch ihr ganzes Geld nicht attraktiver werden.
Der Schreibstil ist mitreißend, humorvoll und kurzweilig und man will immer wissen, wie es weiter geht.
Die ideale Sommerunterhaltung, vielleicht schon für den Urlaub. Und wem dieser Roman besonders gut gefällt, weiß, dass hier noch nicht Schluss ist, sondern man darf sich noch auf die gerade erschienene Fortsetzung freuen, mit der ich selbst jetzt auch in die nächste Lesewoche starte.
5***** Sterne und eine klare Leseempfehlung für diesen schönen Roman, der einem neben lustigen Momenten auch ein paar nachdenkliche Momente vermittelt. Ich fand ihn klasse.

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Rezension zu "Sylt oder Selters" von Claudia Thesenfitz

Alles andere als ein Glücksroman
daydreaminvor einem Jahr

Die Hamburgerin Nina ist Grafikerin bei einer Frauenzeitschrift, Single und ziemlich unzufrieden. Sie will mehr vom Leben, am liebsten Luxus, Reichtum und einen attraktiven Mann. Was liegt also näher, als den gesamten Jahresurlaub auf einmal zu nehmen, nach Sylt zu fahren und sich dort auf die Suche nach einem einsamen Millionär zu machen?

Vielleicht hätte ich bei diesem Inhalt schon ahnen können, dass mir Nina und ihr Plan niemals besonders sympathisch sein würden. Da ich jedoch den zweiten Teil "Sylt oder solo" als Rezensionsexemplar erhielt und einen anderen Glücksroman von Claudia Thesenfitz sehr charmant fand, gab ich "Sylt oder Selters" eine Chance und wurde ziemlich enttäuscht.

Der Schreibstil ist sogar für ChickLit sehr einfach und umgangssprachlich. Auf schöne Formulierungen oder Beschreibungen der Sylter Natur verzichtet die Autorin völlig, dafür gibt es ziemlich häufig drei Punkte am Satzende. Der Humor hat gar nicht meinen Geschmack getroffen, denn Claudia Thesenfitz platziert ständig irgendwelche Witze, Wortspiele, Sprüche und Buzzwords, die an den Stellen überhaupt keinen Sinn ergeben. Hinzukommt, dass diese Witze schon beim ersten Lesen und im realen Leben total ausgelutscht sind und trotzdem im Buch noch zig Mal wiederholt werden. Dasselbe gilt für die Farbbeschreibungen "durchfallfarben" oder "kotzgrün", die die Autorin offenbar zum Schreien lustig findet und daher ständig benutzt. Insgesamt wimmelt es im gesamten Buch nur so von Parolen und "Witzen" aus Frauenzeitschriften, das war mir wirklich viel zu flach und unkreativ für ein Buch. Positiv waren die recht kurzen Kapitel, die sich aufs Wesentliche beschränken, denn daher lies sich das Buch wenigstens schnell lesen.

Auch sonst ist das Buch einem Artikel in einer Frauenzeitschrift leider nicht besonders fern. Es dreht sich alles um Sex, den perfekten Plan einen Millionär zu verführen und selbst die Füße hochzulegen, Affären anzufangen und nach einer Scheidung dann abzukassieren. So direkt sagt Nina das natürlich nie, andere Frauenfiguren im Buch werden aber für genau diese Taktik gefeiert und auf solch armselige Methoden reduziert, sodass sich eigentlich jede Frau für diese Story und die enthaltenen Aussagen schämen sollte.

Die Liebesgeschichte ist dazu auch noch unglaubwürdiger als in jedem Jugendbuch. Nina und Mister Perfect kennen kaum ihre Namen, da fängt er schon an ihre Hand zu streicheln und sie ist schockverliebt. Bei mir ist kein Funke übergesprungen und die zugehörigen Szenen waren für mich alles andere als romantisch oder intensiv.

Zum Schluss möchte ich noch ein Beispiel für Ninas Charakter bringen , verbunden mit dem verzweifelten Versuch irgendwelche "lustigen" Sprüche in das Buch einzubauen: Es ist ein sonniger Strandtag auf Sylt und Nina lehnt Sonnencreme mit haarsträubenden Verschwörungstheorien gegen die Pharma-Industrie ab. Nur ein paar Seiten weiter hat sich die Sonne verzogen, es gewittert und ist kalt und Nina schreibt in ihr Tagebuch "Lieber Sommer, bitte komm zurück, meine Sonnencreme steht im Bad und heult.". Bravo!

Insgesamt finde ich, dass niemand etwas so frauenverachtendes und unkreatives wie dieses Buch lesen sollte. Das Ende ist übrigens auch total vorhersehbar und an den Haaren herbei gezogen. Auf den zweiten Teil hätte ich gut verzichten können, wäre er kein Rezensionsexemplar gewesen. 

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Rezension zu "Sylt oder Selters" von Claudia Thesenfitz

Ein Glücksroman für den Strand
EmiliaSabbatvor 2 Jahren

Sylt oder Selters ist ein wunderbaren, kurzweiliger Roman - perfekt für den Tag am Strand, im Garten oder um das Regenwetter einfach mal vor der Tür zu lassen.

Die junge Protagonistin, träumt von einem Leben wie es die Reichen auf Sylt führen. Kurzerhand nimmt sie ihren Resturlaub und fährt auf die schöne Nordsee Insel. Da sie selbst ja (noch) kein, bzw wenig Geld hat, beschliesst sie ihre Mission Reicher Ehemann auf einem Campingplatz zu starten. Wie sie das anstellt und ob Geld allein Glücklich macht, erfahrt ihr hier.

Mir sind die Protagonisten im laufe des Buches so sehr ans Herz gewachsen, das ich zum Ende des Buches kurz ein paar Tränen vergossen habe. Warum das so war, erfahrt ihr wenn ihr Sylt oder Selters lest ;-)

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