Claudia Thomas , Susanne Kundt Lilo & Lotte

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Lilo & Lotte“ von Claudia Thomas

Lilo & Lotte ist eine lebenspralle „sozial-wirtschaftliche“-Geschichte im Zoomilieu. Dem Leser wird ein Einblick in die faszinierende Tierwelt gegeben und in die Gefühlswelt der Zootiere, die der Gefahr - der Schließung des Zoos aus wirtschaftlichen Gründen – ausgesetzt sind. Vorbei sind die gemütlichen Zeiten im Zoo, als das Rote Riesenkänguru Lotte noch unbeschwert seine Trainingsbahnen durch das Kängurugehege hoppelte und das Papageientrio Hubert, Alfonso und Romeo noch genüsslich den Käsekuchen ihrer Patin Frau Hägele knabberte. Die Wirtschaftskrise hat ihren Weg auch in den Zoo gefunden: Das Wolfsgehege wurde aus Kostengründen geschlossen, die Wölfe verkauft, der Tierarzt gekürzt … Die Tiere im Zoo sind alarmiert. In einer nächtlichen, konzertierten Aktion - der „Aktion Seerose“ - treffen sich die Führungstiere: Riesenkänguru Lotte und ihre arthrosegeplagte Kängurufreundin Lilo, Eisbär Anton –früher Mitglied des Ältestenrates-, sowie das schwule Papageienpaar Hubert und Alfonso nebst Huberts belesenem Sohn Romeo. Sie schmieden einen Plan, um ihren Zoo zu retten. Lilo & Lotte ist eine erzählende Geschichte mit vielen Illustrationen. Die im Dialog befindlichen Tiere haben menschliche Züge und eigene Charaktere. Sie sprechen und kommunizieren miteinander. Die Geschichte behandelt neben dem Hauptthema Wirtschaftskrise auch die privaten Themen der Tiere wie Familie, Partnerschaft, Beruf, Krankheit, Älterwerden und sexuelle Orientierung. Die Botschaft des Buches ist offensichtlich: Im Leben gibt es Situationen, die scheinen unüberwindlich zu sein. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein Zusammenhalt wichtiger denn je. Mit Kreativität und Engagement lassen sich viele Probleme lösen. Und es geht um den Mut, manchmal ungewohnte Wege zu gehen und Erneuerung zuzulassen. Ein Buch nicht nur für Erwachsene!

Stöbern in Romane

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Irgendwie zauberhaft, obwohl mich die Protagonistin mit ihrer Naivität zum Ende hin zunehmend nervte.

once-upon-a-time

Underground Railroad

Ein ungeheuer beeindruckendes, in den Zeiten des neuaufkommenden Nationalismus und Rassismus überaus wichtiges Buch.

Barbara62

QualityLand

Eine humorvolle und ebenso beklemmende Zukunftsvision, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Dicke Leseempfehlung!

daydreamin

Die Phantasie der Schildkröte

Ein Märchen für Erwachsene, manchmal etwas zu übertrieben.

ulrikerabe

Und es schmilzt

Was für ein Buch!

Buchperlenblog

Niemand verschwindet einfach so

Wunderschönes Cover, poetische Sprache, aber wenig Handlung: Der Protagonistin in ihre Depression zu folgen, war nicht mein Fall.

Walli_Gabs

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Lilo & Lotte" von Claudia Thomas

    Lilo & Lotte
    Gatzanis_Verlag

    Gatzanis_Verlag

    15. March 2012 um 14:35

    Pelznah: Ein Zoo kriegt die Krise Seit Februar 2012 ist es traurige Gewissheit: Die schwäbische Drogeriekette Schlecker ist pleite und wird jeden zweiten der insgesamt 6.000 Läden dicht machen – rund 30.000 Angestellte werden somit ihren Job verlieren. Eine Nachricht, die Angst macht. Eine Nachricht, die verunsichert. Und zwar nicht nur die direkt Betroffenen, sondern wohl so ziemlich jeden (arbeitenden) deutschen Bürger. Der Grund: Seit der Börsencrash 2008 ganze Staaten (fast) bis in die Pleite stürzte und das (wirtschaftliche) Leben bis in die Grundfesten erschütterte, schwebt die „Wirtschaftskrise“ über der Welt wie einst das tödliche Schwert über dem Kopf des Höflings Damokles. Nun ist die Wirtschaftkrise aber ja keine abstrakte Bedrohung die unverschuldet von der Decke hinabbaumelt, sondern ein hausgemachtes Problem. Warum also löst der Mensch dieses Problem nicht einfach und sorgt dafür, dass so etwas nicht mehr vorkommt oder er in seinem Umfeld zumindest nicht mehr davon getroffen werden kann? Die Antwort: Weil kaum jemand versteht, was da überhaupt passiert … bei dieser komischen Wirtschaftskrise, von der alle immer reden. Was also tun, um nicht für den Rest seiner Tage in ständiger Angst und Verunsicherung leben zu müssen? Einfach: Dem Schreckgespenst ein Gesicht geben! Es entzaubern, es verstehen. So oder so ähnlich könnte der Gedankengang der beiden Autorinnen Claudia Thomas und Susanne Kundt verlaufen sein, als die Idee zu ihrem Buch „Lilo & Lotte und ihre tierischen Freunde retten den Zoo vor der Wirtschaftskrise“ entstand (VÖ: März 2010). Denn der Gatzanis-Verlag-Titel ist so etwas wie ein Buch gewordener Animationsfilm: Mit den witzig-liebevollen Zeichnungen des Illustrators Sepp Buchegger ist „Lilo & Lotte“ sicher auch für die kleineren Leser ein tierisches Vergnügen. Wer sich von der sozial-wirtschaftlichen Fabel aber vor allem angesprochen fühlen dürfte, sind die Erwachsenen – vorausgesetzt, es handelt sich um Erwachsene, die endlich begreifen wollen, wie es immer wieder zu dieser Wirtschaftskrise kommen kann und warum sie überhaupt passiert. In „Lilo & Lotte“ wird es durch die Geschichte und die Anmerkungen eines als Wirtschaftsexperten verkleideten Eichhörnchens erklärt – und zwar so, dass es jeder versteht. Der Inhalt: In einem fiktiven Zoo leben die beiden Roten Riesenkängurus Lilo und Lotte, das schwule Papageienpaar Hubert und Alfonso, Huberts belesener Sohn Romeo, der alternde Eisbär Artur, das demenzkranke und früher schauspielernde Breitmaulnashorn Konrad und viele andere Tiere gemütlich und zufrieden vor sich hin – bis die Wirtschaftskrise Einzug in den Zooalltag hält. Plötzlich wird das Wolfsgehege aus Kostengründen geschlossen, das Wolfrudel verkauft und der Tierarzt gekürzt. Als schließlich der komplette Zoo zugemacht werden soll, sind Lilo, Lotte und ihre Freunde vollends alarmiert und ersinnen einen waghalsigen Plan, um ihr geliebtes Zuhause zu retten … Dass die Wirtschaftskrise und ihre Interdependenzen im Rahmen einer solchen Geschichte nur vereinfacht erläutert werden können, ist logisch, und in diesem Fall auch kein Nachteil. Neben einem wirtschaftlichen Grundverständnis bekommt man somit nämlich auch noch Einblicke in die inneren Befindlichkeiten der Zootiere, die sich inmitten der wirtschaftlichen Wirren außerdem noch mit Themen wie Familie, Partnerschaft, Krankheit, Älterwerden und sexueller Orientierung herumschlagen müssen. Egal ob zum Vorlesen oder zum Selbstlesen (ab 12 Jahren) ¬– „Lilo & Lotte“ ist in jedem Fall eine unterhaltsame und herzerwärmende Fabel, die hilft, die Welt ein stückweit besser zu verstehen, dabei aber niemals mit erhobenem Zeigefinger daherkommt. Im Gegenteil: Mit seinen lebensnahen und teils schrägen Figuren und vielen originellen Einfällen ist „Lilo & Lotte“ streckenweise eher schon provokativ und passt somit perfekt in das Sortiment des Stuttgarter Nischenverlags Gatzanis. Denn dieser ist bekannt dafür, populäre (Sach-)bücher über Themenbereiche wie Liebe im Alter, Partnerschaft, Erotik, Aufklärung und Homosexualität zu publizieren und wird „Lilo & Lotte“ demnächst übrigens auch als E-Book auf den Markt bringen. (Erhältlich u.a. via Amazonund im eigenen eBookshop des Gatzanis Verlags: http://gatzanis.e-bookshelf.de/)

    Mehr