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Soeren

vor 4 Jahren

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Der Buchanfang klang wirklich viel versprechend: Während der Hochzeitsreise nach Italien haben Sarah und Mark eine Autopanne. Er zieht los, um Hilfe zu holen und verschwindet spurlos. Zurück in Deutschland findet Sarah heraus, dass ihr Mann ihr offenbar einiges verheimlichte.
Soweit so gut. Danach lässt die Geschichte allerdings ziemlich schnell nach - so wie auch Sarah mit ihren Recherchen nachlässt. Ein Dreivierteljahr vergeht, ohne dass viel passiert. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen forscht sie dann nach Marks Schulzeit nach und erfährt etwas von einem Skandal mit der Lehrerin Frau Weber. Ohne dass der Vorname der Frau im Buch genannt wurde, weiß sie, dass sie mit Vornamen Barbara heißt und zieht über sie Erkundigungen ein.
Nachdem dir das nicht weiterbringt, kommt Sarah ein Jahr nach Marks Verschwinden auf die glorreiche Idee, in Italien noch einmal eine intensive Suche zu starten. Selbstredend, dass die Spur da längst völlig erkaltet ist. Dennoch gelingt es ihr, sich ausgerechnet in der Pension des undurchsichtigen Matteo einzumieten, der etwas mit Marks Verschwinden zu tun haben könnte. Während ihrer halbherzigen Ermittlungen hat sie natürlich Zeit, sich in den Rucksacktouristen Ben zu verknallen, der ebenfalls in der abgelegenen Herberge übernachtet ...
Mehr als einmal überlegte ich, das Buch abzubrechen. Hätte ich es getan, ich hätte nichts verpasst. Aber ich wollte ja wissen, wie es ausgeht. Das Ende selbst ist das Durchhalten allerdings nicht wert. Keine Erleuchtung, keine Überraschung, nichts. Die ganze Handlung poltert unplausibel und unspannend vor sich hin. An Stellen, an denen Autorin und Protagonistin Gas geben sollten, passiert gar nichts. Andere wiederum werden viel zu kurz abgehandelt. Alles in allem kein Buch, das ich wirklich weiterempfehlen würde.

Autor: Claudia Vilshöfer
Buch: Nichts bleibt je vergessen
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