Claudia Weiss Schandweib

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Inhaltsangabe zu „Schandweib“ von Claudia Weiss

Hamburg 1701. Die Stadt ist entsetzt über einen schrecklichen Fund: Am Schweinemarkt hat man eine kopflose Frauenleiche entdeckt. Schnell scheint die Schuldige ausgemacht: Ilsabe Bunk, eine Frau in Männerkleidern. Der junge Advokat Hinrich Wrangel übernimmt ihre Pflichtverteidigung und gerät damit in einen gefährlichen Strudel aus Interessen und Intrigen. »Claudia Weiss hat die historischen Gerichtsakten des Falls Ilsabe Bunk zu einem faszinierenden Justiz-Thriller verarbeitet.« Hamburger Morgenpost

Ein toll recherchierter historischer Roman mit spannender Story, dichter Handlung und komplexen Figuren. Großartig! :)

— Stjama
Stjama

Beste historische Unterhaltung

— Postbote
Postbote

Ein sehr gut recherchierter Historischer Roman, der intelligent und unglaublich spannend erzählt wird!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

Volle Punktzahl für einen supertollen historischen Roman.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Atmosphärisch, spannend, tragisch, intelligent. Ein richtig guter historischer Roman

— Zuellig
Zuellig

Ein absolut lesenswerter, mitreißender und fundierter Historienroman.

— anne_lay
anne_lay

Das Leben schreibt immer noch die besten Geschichten-die Claudia Weiss zu einer spannenden und empfehlenswerten Lektüre verarbeitete. Lesen!

— kubine
kubine

ein tolles Buch mit viel Historie, packend und spannend geschrieben!

— SonjaHoltmann
SonjaHoltmann

nebenbei erfährt man viel über die Hamburger Geschichte; die Handlung lässt einen eh' nicht los..... Leser; es werden lange Nächte :-)

— CharlotteRosendahl
CharlotteRosendahl

Ein tolles Buch, das einen mit reißt und dann nicht mehr los lässt. Ein Muss für jeden der Krimis liebt !!!

— Ghislaine21
Ghislaine21

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  • Schandweib

    Schandweib
    Mine_B

    Mine_B

    09. June 2016 um 18:27

    Die Autorin Claudia Weiss hat mit „Schandweib“ den ersten Teil einer Reihe, welche Erlebnisse des Juristen Hinrich Wrangel erzählt, veröffentlicht.   Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Hamburg 1701. Die Stadt ist entsetzt über einen schrecklichen Fund: Am Schweinemarkt hat man eine kopflose Frauenleiche entdeckt. Schnell scheint die Schuldige ausgemacht: Ilsabe Bunk, eine Frau in Männerkleidern. Der junge Advokat Hinrich Wrangel übernimmt ihre Pflichtverteidigung und gerät damit in einen gefährlichen Strudel aus Interessen und Intrigen.   Man merkt dem historischen Roman „Schandweib“ bereits beim ersten Blätter an, dass der Autor sich mit der damaligen Zeit auseinander gesetzt hat. Im Anhang sind die historischen Persönlichkeiten aufgelistet und auf die relevanten Fakten in dessen Leben wird eingegangen. Auch sind wesentliche Begriffe aus der damaligen Zeit erklärt. Dieser Eindruck bleibt auch während des Lesens erhalten. Claudia Weiss hat die Verhältnisse der damaligen Zeit ausgezeichnet recherchiert, sodass dieser Roman rundum informativ ist. Als Leser hat man den Eindruck, dass man in die vergangene Zeit zurückversetzt wird. Jedoch musste ich mich erst mal an den Schreibstil von Weiss gewöhnen. Aber nach ein paar Seiten haben sich auch diese leichten Anfangsschwierigkeiten gelegt. Der Erzählstil ist eher nüchtern gehalten, auf die Gefühlswelt der Protagonisten wird nicht allzu detailliert eingegangen, auch werden Ereignisse eher nüchtern betrachtet und erzählt. Dieser Stil ist direkt und schnörkellos. Auch wird nichts beschönigt dargestellt, Foltermethoden werden behandelt, ohne diese zu verharmlosen. Aber ich finde, dass es zu dem historisch juristischem Rahmen passt. Nach ein paar Seiten war ich mitten im Geschehen und ich konnte in dem Fall, in dem es zu ermitteln galt, eintauchen. Die Charaktere in „Schandweib“ konnten mich in Bezug auf ihre Tiefgründigkeit überzeugen. Sie wirkten durchaus authentisch und plastisch. Hierbei steht der neue Prokurator der Hansestadt Hamburg namens Hinrich Wrangel im Mittelpunkt. Er wird in diesem historischen Roman, welcher im 18. Jahrhundert spielt, bei einem Justizfall als Pflichtverteidiger eingesetzt. Dabei macht Wrangel einen noch recht naiven Eindruck, er glaubt an Ideale und ist gegen den damals weit verbreiteten Aberglauben in Bezug auf Hexerei eingestellt. Auch hadert er mit seiner Familie und seiner eigenen Vergangenheit, wobei beides ausreichend beleuchtet wird. In dem juristischen Fall verteidigt er eine Ilsabe Bunk. Diese hat jahrelang als Mann verkleidet gelebt und dabei auch mit diversen Frauen sexuell verkehrt. Bunk wurde wegen Körperverletzung und Sodomie angeklagt. Doch dann wird sie in Verbindung mit einer kopflosen Frauenleiche gebracht und wird des Mordes an dieser Frau beschuldigt. Der Advokat Wrangel versucht, neue Beweise und Indizien stichhaltig zu Gunsten Bunks zu finden und begibt sich damit in Gefahr. Diese juristische Schnitzeljagd treibt die Handlung voran und hält den Spannungsbogen hoch. Doch nicht alle Hinweise werden von Erfolg gekrönt, welches zusätzliche Spannung in das Buch hereinbringt. Durch die Aufarbeitung eines Justizfalles, welcher auf wahren Begebenheiten beruht, bekommt man einen recht guten Einblick in das damalige Rechtssystem der Stadt Hamburg im 18. Jahrhundert. Auch bekommt man als Leser ein Gefühl für das Leben in der damaligen Zeit, welche Bürden es bereitgehalten hat und wie man erst lernen musste, sich damals zurechtzufinden und seinen Platz in der Welt zu finden. Mein einziger Kritikpunkt an diesem historischen Roman ist jedoch, dass ich leider zu keinem Charakter eine wirklich Bindung aufbauen konnte. Zwar wird einem als Leser der ein oder andere Sympathieträger dargeboten, jedoch konnte mich keiner richtig berühren. Der junge Advokat Wrangel, mit seiner idealistischen Art oder auch die junge Jüdin Ruth, die mit ihrem vorgezeichneten Leben hadert oder sei es Ilsabe Bunk, die zum Mann wurde damit sie leichter überlebt - leider habe ich mit keinem Charakter richtig mitgelitten.   Alles in allem ein gut recherchierter und authentischer historischer Roman, welcher auf einem wahren Justizfall beruht. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben. „Schandweib“ von Claudia Weiss ist für Liebhaber von realistischen historischen Romanen zu empfehlen.

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  • Buchverlosung zu "Rattenfängerin" von Claudia Weiss

    Rattenfängerin
    claudiaweiss

    claudiaweiss

    Ihr Lieben,anlässlich der Aktion "Autoren schenken Lesefreude" zum Welttag des Buches 2016 möchte ich zusammen mit Lovelybooks und dem Knaur Taschenbuch Verlag fünf Buchpakete meiner drei Romane "Schandweib", "Das Geheimnis des Scharlatans" und "Rattenfängerin" verlosen.In allen drei Romanen ermittelt der Advokat Hinrich Wrangel in düsteren Fällen, die alle auf authentischen historischen Fakten und Begebenheiten beruhen.Wer hat Lust auf eine Zeitreise ins Hamburg des frühen 18. Jahrhunderts? In "Schandweib" wird 1701 eine nackte Frauenleiche auf dem Hamburger Schweinemarkt gefunden und bald darauf soll eine Frau, die als Mann lebte und liebte, für den Mord verantwortlich gemacht werden. Wird des dem jungen Anwalt gelingen, der Frau zu helfen, die die Menschen als Hexe beschimpfen und am liebsten auf dem Scheiterhaufen sehen wollen? Im "Das Geheimnis des Scharlatans"  geht es nach Nordeuropa im Jahr 1706: Der russische Sondergesandte Johann Patkul wird ohne Grund und gegen das Völkerrecht am Dresdner Hof verhaftet. Die europäische Diplomatie empört sich. Ein erlesener Kreis Juristen, unter ihnen der Hamburger Advokat Hinrich Wrangel, will ihm zu seinem Recht verhelfen, doch massive politische Interessen sprechen dagegen. Als Wrangel auf einer geheimen Mission spurlos verschwindet, erklärt man ihn schnell für tot. Nur seine Frau Ruth gibt nicht auf und weckt auf ihrer Suche quer durch das vom Nordischen Krieg erschütterte Europa schlafende Hunde ...1713 schließlich haben in "Rattenfängerin" die Schrecken des Nordischen Krieges Hamburg erreicht. In der Stadt herrschen Hungersnot und der schwarze Tod, Tausende haben sich aus dem niedergbrannten Altona hierher geflüchtet. Die Kriegsparteien haben die neutrale Stadt fast vollkommen abgeriegelt – angeblich um das Umland vor der Pest zu schützen. Religiöser Fanatismus und Weltuntergangsängste prägen das Klima und verhelfen einem Mann zu Ansehen, der den Mächtigen ein ganz besonderes Mittel gegen die Seuche verspricht: die sogenannten Engelskinder. Ein weiterer Fall für den Advokaten Hinrich Wrangel und seine Frau Ruth.Wer Lust hat, an der Verlosung teilzunehmen und eines der fünf Buchpakete zu gewinnen, der möge bitte folgende Frage beantworten: Was macht für dich persönlich einen wirklich guten historischen Roman aus?Ich freue mich auf eine rege Teilnahme – und natürlich auf eure Antworten!Herzlich,Claudia Weiss

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    • 177
  • Freiheit für Anna

    Schandweib
    Aspasia

    Aspasia

    02. May 2016 um 18:18

    Das "Schandweib" von Claudia Weiss ist ein modern anmutender Entwicklungsroman im historisch prallen Setting der freien Hansestadt Hamburg zu Beginn des 18. Jahrhunderts.  Der erste Band der Advokat Hinrich Wrangel Reihe hat alles, was ein historischer Roman braucht, um seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite völlig aus der Zeit zu reißen; das und noch viel mehr.Es bietet einen spannenden Plot, in diesem Fall zwei Kriminalfälle. Die grausige Ermordung einer jungen Frau, deren nackter Leichnam kopflos in einem städtischen Abbort gefunden wird, sowie die wegen Körperverletzung und Sodomie festgesetze, unter dem Namen Hinrich lebende Ilsabel Brunk, der der neue, junge und äußerst idealistische Prokurator der Stadt Hinrich Wrangel als Pflichtverteidiger zugeteilt wird.Die Geschichte verfügt über Personal, das die gesamte Bandbreite menschlicher Tiefen und Untiefen abbildet. Als da wäre der sympathische Held, hier der Jurist, Vertreter der Aufklärung, "Kapitalismuskritiker" und Kämpfer für Gerechtigkeit, mit einer emotionalen Schuld, der er sich stellen muss, sein guter Freund, hier der junge Hamburger Vikar Claussen, Vertreter der christlichen Moralethik, der betagte, jüdische Bankier Absolon und seine gebildete Tochter Ruth, geduldet, aber nicht wirklich zugehörig, die das weltmännisch Rationale mit dem alttestamentarische Prinzip der Vergeltung verbinden, der strenge, leicht gönnerhafte, sehr ambitionierte Vorgesetzte Wilkens und natürlich die ambivalente Gefühle auslösende Angeklagte.Der Handlungsort, das stets um seine Unabhängigkeit und damit seine materiellen Vorteile ringende Hamburg, ist detailliert dargestellt, die Pfeffersackmentalität seiner Kaufleute, die im Geist der Aufklärung klingenden Salons der weißen Landhäuser,  vom Unrat rutschigen Twieten, der Odeur der Fleete und der fast selbstherrliche Stolz auf ihre freie Stadt der Bewohner.Ein wirklich sehr gelungener historischer Roman, faktenreich und detailliert beschrieben, der eine vermeintlich moderne Diskussion über Geschlechteridentität im 18. Jahrhundert anstößt, aber auch ein überaus interessanter Entwicklungsroman einer jungen Frau, die hofft als Mann die Freiheit leben zu können, die ihr als Frau verwehrt wird und deren Sehnsucht nach Liebe sie das Leben kostet. 

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  • Leserunde zu "Rattenfängerin" von Claudia Weiss

    Rattenfängerin
    claudiaweiss

    claudiaweiss

    Das Geheimnis der Engelskinder … Hamburg im Jahre 1713: In der Stadt herrschen Hungersnot und der Schwarze Tod, Tausende haben sich vor den Schrecken des Nordischen Krieges hierher geflüchtet. Die Kriegsparteien haben die neutrale Stadt fast vollkommen abgeriegelt – angeblich um das Umland vor der Pest zu schützen. Religiöser Fanatismus und Weltuntergangsängste prägen das Klima und verhelfen einem Mann zu Ansehen, der den Mächtigen ein ganz besonderes Mittel gegen die Seuche verspricht: die sogenannten Engelskinder. Ein Fall für den Advokaten Hinrich Wrangel und seine Frau Ruth. Wer traut sich mit mir zurück in das Jahr 1713, eines der dunkelsten in der Geschichte Hamburgs? Zwölf Jahre tobt bereits der Nordische Krieg vor Hamburgs Stadtmauern, und im Januar 1713 entkommen die Bewohner der Stadt nur knapp und teuer dem brandschatzenden Wahnsinn der schwedischen Streitkräfte, die ihre Kriegswut gegen die Dänen dann am hilflosen Altona austoben, und die Stadt in einer einzigen Nacht niederbrennen – direkt vor Hamburgs Toren. Zu Tausenden drängen die Flüchtlinge zu ihren Nachbarn, unter ihnen auch Eva von Buttlar, eine berüchtigte radikale Pietistin, die in ihrem Leben schon oft mit den Gesetzen der Kirche in Konflikt geriet. Die Hamburger sind zwiegespalten zwischen christlicher Nächstenliebe und der Angst vor der eigenen Katastrophe. Denn mit den Flüchtlingen lassen auch die ersten Pesterkrankungen nicht lange auf sich warten. Und da ein Unglück selten allein kommt, wird Hamburg auch mehr und mehr von außen bedroht: ein gewaltiges russisches Heer lauert in der Nähe, und seine Soldaten müssen versorgt werden … Der Advocatus Hinrich Wrangel und seine Frau Ruth helfen wie sie nur können. Wrangel auf dem diplomatischen Parkett, Ruth dem Stadtphysikus Doktor Biester bei der Versorgung der Kranken. Doch schon bald steht die ganze Stadt der Seuche und ihren Folgen nahezu machtlos gegenüber. Nahezu … Wie in meinen anderen Romanen wird in „Rattenfängerin“ ein fein verwobenes Netz aus historischen Fakten und erzählerischer Fiktion gesponnen, um ein historisch möglichst getreues Panorama des Jahres 1713 in Hamburg mit seinen verschiedenen Facetten aufzuzeigen. Im Anhang des Romans werden die historischen Fakten und Hintergründe kurz erläutert. Ich freue mich auf eine kommunikationsstarke Leserunde, in der ich gerne persönlich mitmische und alle Fragen, Anregungen und Kritiken aufnehme. Für die Leserunde verlose ich am 2. März  um 17 Uhr 13 Exemplare des taufrisch gedruckten Romans, die der Knaur Taschenbuch Verlag freundlicher Weise zur Verfügung stellt. Alle, die Lust haben, an der Verlosung und der anschließenden Leserunde teilzunehmen, mögen gerne ihr Los in den Topf werfen!

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    • 236
  • Männer haben die besseren Chancen

    Schandweib
    Postbote

    Postbote

    Ilsabe Bunk wächst nach dem Tod der Mutter mit wenig Zuwendung an Liebe und Geborgenheit zu einer jungen Frau heran.Sie sucht sich, mittlerweile Erwachsen, Arbeit. Sie muss als Frau auf dem Arbeitsmarkt feststellen das sie nicht nur ihrer Arbeit nachgehen soll, sondern so manchem männlichen Geschöpf zu anderen Diensten dienen soll. Dies wiederum kann und will sie nicht erfüllen, so wird sie aus diesem Grund entlassen und hat kein Geld. Ilsabe schmiedet den Plan sich als Mann zu verkleiden, so bekommt sie eher Arbeit und muss sich nicht belästigen lassen. Gesagt, getan und ihren Namen ändert sie auch. Von nun an heisst er Hinrich Bunk. Ilsabe Bunk gibt es nun nicht mehr. Das hat sich 1695 so ereignet. 1701 wird in Hamburg auf dem Schweinemarkt eine Leiche einer Frau gefunden. Die Leiche ist Kopflos und dieser ist nicht aufzufinden. Die Stadt ist enstsetzt. Zur gleichen Zeit ist Hinrich Bunk auch in Hamburg und wird wegen Partnerstreitigkeiten und leichter Körperverletzung angezeigt, und wird so vors Gericht gebracht. Hier wird festgestellt das Hinrich Bunk eine Frau in Männerkleidern ist. Sogleich hat die Justiz ihren schuldigen wegen der Frauenleiche gefunden. Eine Frau in Männerkleidern, ein Schandweib durch und durch, so eine hat sicher mehr Dreck am Stecken. Hinrich wird unterstellt die Frau ohne Kopf getötet zu haben. Sie bekennt ihre Unschuld. Aber die Justiz und die Bevölkerung braucht ihren Schuldigen. Hinrich bekommt einen Pflichtverteidiger, den jungen Advokat, Hr. Wrangel. Wrangel ist nicht gerade über diesen Fall erfreut, aber seine Vorgesetzten lassen ihm keine andere Wahl. Wrangel ist Rein in seiner Pflicht der Gerechtigkeit gerecht zu werden. Schnell wird klar das Hinrich und Wrangel in einen gefährlichen Strudel geraten. Es geht um Sensationsgier, Intrigen und um schnelle Erfolge die zu Berufsbeförderungen führen können. Wie kann Wrangel mit seinem guten Gerechtigkeitssinn Hinrich helfen? Immer weiter und tiefer rutscht Hinrich in die Gefahren der Justiz. Ein ständiges Hin und Her der Zeugen und Beweise machen diesen Historischen Roman zu einem faszinierenden Leserlebnis und Justizspektakel. Dieser historische Fall der Ilsabe Bunk ist so tatsächlich passiert. Auf der Webside der Autorin hat man hierzu einen wunderbaren historischen Einblick zum Fall Ilsabe Bunk. Eine absolute Leseempfehlung von mir mit 5 Punkten.

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Spannend und unterhaltsam

    Schandweib
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    Hamburg 1701: Am Schweinemarkt wird eine weibliche Frauenleiche gefunden ohne Kopf. Der Fall bleibt lange ungelöst, bis Ilsabe Bunk in der Stadt auftaucht. Ilsabe ist eine Frau, die es gewagt hat, sich als Mann auszugeben. Die Empörung ist groß, und bald wird sie für den immer noch ungeklärten Mord angeklagt. Hinrich Wrangel übernimmt ihre Pflichtverteidigung. Schnell ist er überzeugt von ihrer Unschuld und versucht alles, um Ilsabe freizubekommen. Mein Leseeindruck: Ich muss gestehen, ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen. Er ist nicht ganz einfach, dafür aber irgendwie passend für die Zeit, in der die Geschichte spielt. Der Roman ist sehr atmosphärisch; ich habe mich fast ins 18. Jahrhundert zurückversetzt gefühlt. Besonders faszinierend ist auch, dass der Roman auf wahren Begebenheiten beruht und die Autorin die historischen Gerichtsakten des Falles von Ilsabe Bunk in ihrem Roman verarbeitet hat. Man merkt dem Buch an, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Für mich ist "Schandweib" ein intelligenter Historischer Roman, der sehr durchdacht und spannend ist. Ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.    

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    • 3
    Arun

    Arun

    31. July 2014 um 22:11
  • Schandweib

    Schandweib
    jackdeck

    jackdeck

    15. May 2014 um 10:32

    Hamburg Anfang des 18.Jahrhunderts. Der junge Advokat Wrangel tritt sine erste Stelle am Niedergericht an und bekommt gleich am Ankunftstag eine Leiche zu sehen. Eine Frauenleiche ohne Kopf wird gefunden und gleich hat man einen Täter, bzw. eine Täterin parat. Ilsabe Bunk , eine Frau , die jahrelang in Männerkleidung gelebt hat, um ihren Lebensunterhalt sicher verdienen zu können, was zur damaligen Zeit eben nur den Männern vorbehalten war, wird des Mordes und der Hexerei verdächtigt. Gerade die einfache, ländliche Bevölkerung glaubt noch an Hexen und Zauberei, alles Fremde ist gefährlich, alles was nicht in die Norm passt, macht Angst. Dagegen steht die modernere Gerichtsbarkeit, die neben anderem auch versucht gegen diesen Aberglauben anzukämpfen. In diese verwirrende Zeit hat die Autorin ihre Hauptpersonen gestellt. Es ist der Autorin überzeugend gelungen, diese Zeit im Roman lebendig werden zu lassen. Historische Fakten und Persönlichkeiten wurden darin gekonnt verwoben, ebenso die Lebensumstände der damaligen Zeit. Im Fall des Mannweibs hielt sie sich dabei an die überlieferten Fakten. Die Historikerin Claudia Weiss hat den Spagat zwischen historischen Aufzeichnungen und einem Kriminalfall wunderbar geschafft. Sie erzählt eine spannende Geschichte mit jeder Menge Informationen aus Hamburg vor 300 Jahren. Am Stil der Autorin gefällt mir besonders die Mischung aus Sachlichkeit und Spannung. Auch die Erklärungen einiger historischer Begriffe sowie Personen am Buchende sind eine Hilfe und bieten weitere Hintergrundinformationen. Die Beschreibungen der Hamburger Umgebung und der Stadt selber sind schön detailgetreu, sodass bei mir das Kopfkino in vollem Umfang mitlief. Ein spannender und zugleich sehr informativer Roman.

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  • Leserunde zu "Schandweib" von Claudia Weiss

    Schandweib
    claudiaweiss

    claudiaweiss

    „Du bist der Abschaum unserer Gesellschaft!“ Hamburg 1701. Am Schweinemarkt findet man an einem eisigen Januarmorgen eine nackte Frauenleiche ohne Kopf. Ein grausames Verbrechen, das unbedingt gesühnt werden muss. Monate später wird endlich eine Verdächtige festgenommen: Ilsabe Bunk, eine Frau in Männerkleidern, in den Augen des Volkes eine Hexe. Der junge Advokat Hinrich Wrangel übernimmt die Pflichtverteidigung der Gefangenen und gerät damit in eine gefährliche Intrige. Wer hat Lust, in das historische Hamburg des Jahres 1701 einzutauchen und den Prozess um Ilsabe Bunk, dem Schandweib, hautnah mitzuerleben? Worum geht es? Das Leben von Ilsabe Bunk, die sich jahrelang als Mann ausgibt und auch mit Frauen zusammenlebt, ist Anfang des 18. Jahrhunderts ein Skandal. Das abergläubische Volk hält sie für eine Hexe, die aufgeklärteren Juristen am Hamburger Niedergericht für einen unangenehmen Fall, da diese Frau zwar gegen alle Sitten verstößt, sie man dafür aber kaum ernsthaft bestrafen kann – die Zeit der Hexenprozesse ist in Hamburg schon vorbei. Wäre da nicht noch der ungelöste Mordfall von der Frau ohne Kopf.  Auch ihrem Anwalt, Hinrich Wrangel, ist diese Frau, die nur als Mann Chancen auf ein menschenwürdiges Leben sieht, nicht geheuer. Und plötzlich bezichtigt sich Ilsabe Bunk noch selbst, die Frau vom Schweinemarkt ermordet und den Kopf der Toten zu seltenen Arzneien verarbeitet zu haben. Hinrich Wrangel fühlt sich mit der Angeklagten restlos überfordert. Unerwartete Hilfe wird ihm durch Ruth Abelson zuteil, die schöne Tochter eines jüdischen Bankiers. Weder Ruth noch Wrangel ahnen, mit welch mächtigen Gegenspielern sie es hier zu tun haben, mit Gegnern, die über Leichen gehen. Der Fall von Ilsabe Bunk ist ein echter Fall und wurde tatsächlich 1701 vor dem Hamburger Niedergericht verhandelt. Die Original Gerichtsakten dazu befinden sich im Hamburger Staatsarchiv. Ich habe sie für diesen Roman ausgewertet, teilweise sogar originale Dialoge oder Dokumente wiedergegeben. Der Roman erzählt darum nicht nur die dramatische Lebensgeschichte von Ilsabe Bunk, sondern auch ein Stück Hamburger Rechtsgeschichte zu Beginn der Aufklärung und gibt einen Einblick die mühsame Balance zwischen Recht und Gerechtigkeit. Unter allen Bewerbern für die Schandweib-Leserunde verlose ich am 5. März 10 Bücher der gerade frisch bei Drömer Knaur erschienen Taschenbuchausgabe sowie 5 enhanced E-Books, die Hoffmann und Campe freundlicher Weise zur Verfügung stellen. Wenn ihr euch für ein enhanced E-Book bewerbt, gebt bitte unbedingt das Format eures Lesegerätes mit an, damit ihr den entsprechend geeigneten Link bekommt. Die E-Books lassen sich am komfortabelsten auf einem iPad lesen, weil auf diesen Geräten alle Extras in bester Qualität abzurufen sind, wie etwa die historische Hamburg-Karte, auf der sich nahezu jeder Weg, den die Figuren in der Stadt zurücklegen, genau verfolgen lässt und auch zeigt, was sich heute an den historischen Standtorten befindet, sowie viele Bilder zum historischen Kontext, mehrere Info-Videos mit mir und auch Bilder der Originalakten zu dem authentischen Fall von Anna Islabe Bunk. Aber Zusatzinfos rund um den Roman und seine historischen Hintergründe, eine detaillierte historische Karte sowie eine großzügige Leseprobe findet Ihr auch auf www.schandweib.de Und den Trailer könnt Ihr Euch gleich hier anschauen: Natürlich werde ich auch selber die Leserunde begleiten und für alle Fragen und Anmerkungen zur Verfügung stehen. Ich freue mich auf Euch! Mit herzlichem Gruß, Claudia Weiss

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    • 403
    claudiaweiss

    claudiaweiss

    23. April 2014 um 14:37
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  • Brilliant recherchierter Justizroman

    Schandweib
    mecedora

    mecedora

    22. April 2014 um 15:37

    Ein grausiger Fund erschüttert im Winter 1701 die Stadt Hamburg: am Schweinemarkt wird eine enthauptete nackte Frau aufgefunden - und ihr Kopf bleibt verschwunden.  Bald schon wird ein des Mordes Verdächtiger festgesetzt: Hinrich Bunk. Oder, so sagt das Taufregister, Ilsabe Bunk, denn unter Hinrichs Männerkleidung und maskulinem Auftreten versteckt sich eine Frau. Der junge Advokat Hinrich Wrangel wird mit der Pflichtverteidigung dieses als "Schandweib" titulierten Verdächtigen betraut - und fördert bei seinen Ermittlungen bezüglich des Falls und Bunks Vergangenheit so einiges zu Tage, das des anfangs so klar erscheinenden Fall weit komplexer werden lässt als vermutet. "Schandweib" erzählt einen wahren Fall, denn Ilsabe Bunk, die über Jahre hinweg als Mann lebende Frau, gab es wirklich und Claudia Weiss hat sich für ihren Roman der Prozessakten als Vorlage und Beleg bedient. Zwar wurden die belegten Tatsachen in ein fiktives Geschehen eingebettet, dieses aber ist derart gut recherchiert und allein schon die historischen Ereignisse und wahren Begebenheiten so spannend, dass Claudia Weiss gelingt, was in der weiten Welt der historischen Romane in dieser Form allzu oft nicht zu finden ist: ein historischer Kriminalroman, ja eigentlich ein brilliant recherchierter historischer Justizroman, der sowohl durch historische Authentizität wie auch durch erzählerisches Können und vor allem eine die Spannung stets vorantreibende Konstruktion besticht und sich mit seinen Geschehnissen uns seinem Personal bestens in die erzählte Zeit einbettet. Claudia Weiss, selbst Historikerin und Spezialistin für Osteuropa-Geschichte und die Hanse (in diesem Zusammenhang sei ihr zweiter Roman, "Scharlatan", sehr empfohlen), zeichnet in "Schandweib" ein akkurates und anschauliches Bild des Lebens um die Jahrhundertwende und vermag es, historische Zusammenhänge und Hintergründe, politische Ränke und gesellschaftliche und soziale Umstände lehrreich, aber niemals belehrend in einer Fülle von Fakten und Details zu beschreiben. Vor diesem Hintergrund wird eine spannende, auf einem wahren Fall der Justizhistorie basierende Geschichte erzählt und mit vielschichtigem fiktionalen Personal um Nebenstränge und Rahmenerzählung ergänzt. Die Verquickung von Tatsächlichem und Fiktionalem gelingt dabei ausgesprochen gut. Anfangs wirkt Claudia Weiss' Schreibstil ein wenig bemüht und hölzern, das gibt sich jedoch, je weiter man in das Geschehen und die Geschichte eintaucht, immer mehr. Zwar ist ihr Stil im Vergleich zu dem anderer Autoren des Genres recht nüchtern, zum Erzählten und seinen Hintergründen (schließlich tummelt sich der Roman in der Welt der Justiz und der Jurisprudenz) passt das aber ungemein gut. Mir hat "Schandweib" sehr gut gefallen, einen kleinen Punkt Abzug gibt es für die sich schnell gebende stilistische Hölzernheit, die sich im Verlauf des Romans verliert - und im Folgeroman "Scharlatan" gar nicht mehr zum Tragen kommt. Für juristisch und historisch interessierte Leser mit einem Faible für ebenso wahre wie ungewöhnliche Kriminalfälle ist dieses Buch ein wahres Schmankerl.

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  • 1. Auftritt für Ruth und Hinrich Wrangel

    Schandweib
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    09. April 2014 um 12:42

    Meine Rezension zu "Schandweib" von Claudia Weiss 1. Klappentext Hamburg 1701. Die Stadt ist entsetzt über einen schrecklichen Fund: Am Schweinemarkt hat man eine kopflose Frauenleiche entdeckt. Schnell scheint die Schuldige ausgemacht: Ilsabe Bunk, eine Frau in Männerkleidern. Der junge Advokat ­Hinrich Wrangel übernimmt ihre Pflichtverteidigung und gerät damit in einen gefährlichen Strudel aus Interessen und Intrigen   2. Ort der Handlung Hamburg um 1700   3. Zum Inhalt: Nachdem Ilsabe den Tod ihrer Mutter und ihren neugeborenen Bruders erlebt hatte, wurde sie immer schweigsamer. Durch die fehlende Liebe und Zärtlichkeiten ihres Vater, verscuhte Ilsabe ihm den nun fehlenden Sohn zu ersetzen. Als der Vater stirbt, muss sie zu ihrer älteren Schwester auf den Hof. Doch das geht nicht lange gut, da ihre hausführungsähnlichen Fähigkeiten nur sehr begrenzt waren. Als dann auch noch der Knecht zudringlich wird, muss wird Ilsabe des Hofes verwiesen. Ihr Weg führt nach Hamburg. Doch auch dort findet sie nicht ihren Platz. Die Reise geht weiter nach Bremen. Dort gelingt sie zur Erkenntnis, dass es Männer viel einfacher im Leben haben. Kurzerhand besorgt sie sich Männerkleidung und heuert auf einem Kahn an. So wurde aus Ilsabe, Hinrich Bunk und das alte Leben scheinbar vergessen. Hinrich Wrangel, Advocatur - der neue Prokurator am Niedergericht ist soeben in Hamburg eingetroffen und gerät direkt an seinen ersten Fall. Auf einer Toilette wurde eine Frauenleiche gefunden. Das Seltsame daran ist, dass an der Leiche der Kopf fehlt.   4. Meine Meinung: Als großer Fan historischer Romane war ich überglücklich durch eine Leserunde dieses Buch erhalten zu haben. Da ich bislang den 2. Teil "Scharlatan" kannte, war mir der Schreibstil der Autorin sehr vertraut. Hierzu sollte man erwähnen, dass es sich um keinen Roman handelt, den man mal gerade so liest. Eine sehr ausgewogene Sprache, eine Geschichte die hervorragend recherchiert scheint, lassen das Herz eines historischen Romanliebhabers höher schlagen. Die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben, so dass hier keinerlei Fragen auftauchen. Auch die Handlungen erscheinen schlüssig und nachvollziehbar. Für mich war es ein wahres Lesevergnügen.   5. Preis/Leistung: als ebook mit multimedia Material für 14,99 € mit einer Dateigröße von 242267 KB erhältlich in der gebundenen Ausgabe für 19,99 € mit 512 Seiten und als Taschenbuch für 9,99 € bei 512 Seiten 5. Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane und Kriminalfälle Jedoch sollte man bedenken, dass das Buch nicht zur "leichten Kost"gehört und man erst in die Sprache finden musst.   Für mich 5 von 5 Sternen!

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  • Das Grausame und Schiksalhafte Leben der Ilsabe Bunk

    Schandweib
    Arietta

    Arietta

    In diesem Roman geht es um Ilsabe Bunk , eine Frau die es wagte sich als Mann zu verkleiden und ein Männerleben zu führen. Sie tat es um ehrliche Arbeit zu finden und um nicht zu verhungern, auch bot es ihr Schutz vor den Nachstellungen der Männer. Aber dieses wird ihr eines Tages zum Verhängnis , als man eine Frauen laiche ohne Kopf auf dem Schweinemarkt findet. Als auch noch heraus kommt , das es sich bei Hinrichs Bunk , in Wirklichkeit um eine Frau handelt, beschimpft man sie als Hexe und Mörderin. Der Prädator Wilken , lässt sie Festnehmen und sie einsperren. Der Prokurator Wrangel , der neu in Hamburg ist , wird ihr als Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Erst ist dieser nicht begeistert, hat er doch von einer anderen Karriere geträumt. Aber je mehr er sich mir dem Fall befasst um so mehr ist er von der Unschuld Ilsabe Bunk überzeugt. Mit aller Macht versucht er ihre Unschuld zu beweisen , stößt dabei auf immer mehr widerstände. Beide geraten in einen Strudel voller Intrigen , Ränke spiele und Verrat. Auch einige andere Unschuldige mit den Bunk verkehrte müssen daran glauben. Folter , Spott und Hohn sind für die Verurteilten an der Tagesordnung, auch Wrangel schwebt in großer Gefahr. Ob, es Wrangel gelingen wird Ilsabe Bunk Unschuld zu beweisen und sie vor dem grausamen Tod auf dem Richtplatz zu retten , scheint aussichtslos....... Die Autorin Claudia Weiss , bedient sich einer klaren und schnörkellosen Sprache , ihr Schreibstil ist spannend und fesselnd. Die Recherche zum Roman ist Akribisch , hier spürt man das eine gelernte Historikerin am Werk war. Es handelt um den wirklichen Fall der Ilsabe Bunk aus dem Jahre 1701 , der in historischen Gerichtsakten belegt und festgehalten ist. Auch ihre Protagonisten kommen Glaubhaft und lebendig herüber. Man begegnet vielen historischen Persönlichkeiten . Spannend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite zieht sie einem mit ihrer Geschichte in den Bann. Ihr ist mit diesem Romandebüt ein mitreißendes Werk gelungen. „ Ein ergreifender und fesselnder Roman , der noch lange nach Klingen wird „

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    • 5
    Sabine17

    Sabine17

    05. April 2014 um 21:22
  • Gut recherchiert und spannend erzählt

    Schandweib
    PMelittaM

    PMelittaM

    Hamburg 1701: Eine kopflose weibliche Leiche wird gefunden, niemand weiß, wer sie sein könnte und warum und von wem sie ermordet wurde. Als schließlich jemand seine Tochter als vermisst meldet, liegt der Verdacht nahe, sie könnte die Tote sein und nun gibt es auch jemand, der verdächtig ist: Ilsabe Bunk, die als Mann unter dem Namen Hinrich Bunk lebt. Hinrich Wrangel, neu in Hamburg und Prokurator am Niedergericht, wird als ihr Pflichtverteidiger eingesetzt. Wrangel, der seine Arbeit ernst nimmt, entdeckt Ungereimtheiten und tut sein Möglichstes, Ilsabe zu helfen. Der Roman beruht auf dem wahren Fall der Ilsabe Bunk. Ich finde das sehr faszinierend, auch, was Claudia Weiss aus diesem Fall gemacht hat. Die Autorin ist Historikerin, sie weiß, wie man historische Fakten recherchiert. Leider gibt es im Buch keine Erwähnung darüber, was Fakten und was Fiktion ist (es findet sich im Anhang aber ein Glossar mit wichtigen Begriffen und Personen). Allerdings bietet das Enhanced Ebook die Möglichkeit, entsprechende Informationen abzurufen ebenso wie die Internetseite zum Buch. Aber auch ohne dieses Wissen ist der Roman absolut lesenswert. Die Autorin erzählt spannend und bedient sich einer Sprache, die zu Zeit passt. Sie scheut auch nicht davor zurück, wenige Erfreuliches zu erzählen. Folter und Hinrichtungen gehörten zur Wahrheitsfindung und Rechtsprechung damals dazu und gehören deshalb mit in die Geschichte, allerdings wird beides nicht übertrieben eingesetzt. Die Charaktere sind tiefgründig und wirken authentisch. Ilsabes Vorgeschichte erfährt man teilweise schon im Prolog und man kann nachvollziehen, warum sie ein Leben als Mann vorzog. Hinrich Wrangel ist sympathisch und bietet durchaus Identifikationsmöglichkeiten. Gut gefällt mir auch der Henker, der hier einmal kein unsympathischer und brutaler Mensch ist sondern eben seinen Job tut und ansonsten ein ganz normaler, sogar recht sympathischer Mann ist. Die Hamburger Morgenpost wird auf dem Klappentext damit zititert, dass sie den Roman einen „Justiz-Thriller“ nennt, und ja, dieses Wort passt wirklich gut. Hauptteil der Handlung ist im Grunde genommen der Prozess, in dem es um Ilsabes vermeintliche (oder tatsächliche?) Taten geht. Es ist ungeheuer interessant, wie Rechtsprechung damals geschah. Claudia Weiss lässt zudem politische Ereignisse und sozialen Umständen mit ins Geschehen einfließen, an Hand der Figur des Moses Abelson und dessen Tochter Ruth wird dem Leser zudem Einblick in das jüdische Leben der damaligen Zeit gewährt. Wer Wert auf gut recherchierte historische Romane legt, in denen die Handlung nicht losgelöst von tatsächlichen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten erzählt wird, ist hier genau richtig. Außerdem ist der Roman sehr spannend, interessant und mit lebendig wirkenden Charakteren ausgestattet. Mir hat er sehr gut gefallen und erhält neben der vollen Punktzahl auch eine absolute Leseempfehlung von mir. Und wer nach seiner Lektüre gerne wüsste, wie es mit Wrangel weitergeht, der kann direkt zum Nachfolgeband „Scharlatan“ greifen, den ich ebenso gut fand.

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    • 2
    Arun

    Arun

    04. April 2014 um 17:33
  • Dunkle Zeiten

    Schandweib
    Spacerider

    Spacerider

    03. April 2014 um 14:50

    Aus dem Inhalt ... Hamburg 1701 - Durch ein Missgeschick wird das Mannsweib Ilsabe Bunk vor Gericht gestellt. Anfangs möchte man den Fall schnell vom Tisch tun, scheint er doch nicht von so großer Bedeutung zu sein und es gibt wichtigeres zu tun. Das Sensations-süchtige Volk will mehr und so macht man sich schließlich den Fall zu Nutzen. Der Scharfrichter verdient sein Geld mit der Zuschaustellung des Mannsweibes; der Prätor macht sich den Fall zu Nutzen, um einen ungeklärten Mord aufzuarbeiten und so zu Ruhm zu kommen. Im Laufe der Verhandlungen kommen immer mehr Details des Lebens Ilsabe Bunks zum Vorschein, Details, die ihr nach und nach zum Verhängnis werden sollen. Einzig und Allein ihr Verteidiger ist ihr gut gesonnen ... im Hamburg der damaligen Zeit gab es aber noch ganz eigene Gesetze. Indizienprozesse gab es nicht wirklich. Man hörte was man hören wollte, notfalls mit einer peinlichen Befragung. Um was es geht ... Bei dem Buch handelt es sich um eine Mischung aus einer wahren Begebenheit und Fiktion. Im Mittelpunkt steht das schwere Leben als Frau in Deutschland um 1700. Die Frau muss sich allen gefügig hingeben und ist ohne einen Mann an ihrer Seite nicht überlebensfähig … als Mann hingegen bekommt man einen Job und kann Geld verdienen. Homosexuelle Beziehungen, egal auf welcher Seite, werden mit Sodomie gleich gesetzt. Garniert wird die ganze Geschichte noch mit einigen politischen Intrigen. Mein Eindruck ... Was alles Wahr und was Fiktion ist, ist wohl das Geheimnis des Romans und hat sich mir nicht vollkommen erschlossen – aber, so könnte es durchaus gewesen sein. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, der Schreibstil ist einfach, aber nicht banal. Die Handlungen werden sehr bildhaft beschrieben. Mir wird es nur ab und zu politisch, wenn viele geschichtsträchtige Fakten in geballter Form wieder gegeben werden, wer mit wem, wann und wo welches Bündnis eingegangen ist oder einmarschiert oder oder ... Wenn man den Roman ließt und schließlich ausgelesen hat, denkt man, wie gut es einem doch hier und heute geht, aber sind diese dunklen Zeiten wirklich vorbei? Ist die Folter abgeschafft? Ist die Todesstrafe abgeschafft? Sind Frauen überall gleichberechtigt? Und wie ist es mit der Sensationslust des Volkes? Enhanced E-Book Ich hatte zum Lesen ein sogenanntes „Enhanced E-Book“ für das IPad, mit zusätzlichen Features wie Videomaterial, historischen Stadtplänen, Bildern, Liedern und einem Glossar. Nachdem ich beim Romane lesen E-Books mehr und mehr zu schätzen weiß, hat mir diese Form von E-Book sehr gut gefallen, insbesondere in die Möglichkeit, Begriffe und Persönlichkeiten schnell nachzuschlagen, da alles was sich im Glossar befindet, im Text verlinkt war; ebenso waren die Orte in Hamburg im historischen Stadtplan sehr schön nachzusehen. 

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  • Das leben der Ilsabe Bunk

    Schandweib
    Zeliba

    Zeliba

    01. April 2014 um 12:41

    Cover Schon das Cover verrät hier in welcher Richtung der Roman einzuordnen ist. Die Frau im Zusammenhang mit dem gezeichneten historischem Hintergrund wirken sehr alt. Dieser Eindruck wird durch den »angelaufene« oberen Teil unterstrichen. Handlung Der Fund einer unbekannten, kopflosen Leiche wird für Ilsabe Bunk, welche als Mann verkleidet ihr Leben lebt, zum Beginn eines wahren Albtraums. Auf der Suche nach dem Täter rückt sie in den Kreis der Verdächtigen. Eine grausame Tortur beginnt für die Junge Frau. Nur ihr gewissenhafter Pflichtverteidiger Hinrich Wrangel zweifelt an dem vorschnellen Urteil. Ungereimtheiten unterstrichen seine Meinung, … doch wird dies ausreichen um die Junge Frau zu retten? Hier sei auch noch angemerkt, das der Roman auf einem wahrem Fall beruht. Charaktere Mit Ilsabe stürzt sich der Leser in dieses Buch, verfolgt ihren Weg und erschaudert am eigenem Leib, wenn näher auf die Methoden eingegangen wird, welche die Verdächtige zum Sprechen bringen soll. Dabei ist Ilsabe jedoch ein unheimlich starker Charakter vor dem ich selber einfach meinen Hut ziehen muss. Gleichzeitig hat es die Autorin auf wundervolle Art geschafft dieser realen Person, aus einem wirklich existierendem Leben, neues Leben einzuhauchen. Sie wieder auferstehen und ihre Geschichte noch einmal erleben zu lassen. So real und greifbar, das man als Leser einfach gleich in ihrer Geschichte gefangen ist. Auch die anderen Charakter, wie z.B. Der Ilsabes Verteidiger, blieben nicht schattenhaft oder hinter der Protagonistin zurück. Alle glänzten durch eine tiefe, die diesen historischen Roman so lebendig werden ließ. Schreibstil Das auf und ab des Spannungsbogens fesselt an die Seiten. Die genaue Beschreibungen lässt Szenen wie Rechtsprechungen und Folter wie einem Film im Kopf ablaufen. Mit einer lebendigen und bildlichen Schreibweise erwacht diese vergessene Zeit zu neuem Leben. Die gut recherchierten Gegebenheiten runden das Buch ab. Meinung Ilsabes Geschichte hat mich von beginn an begeistert. Ich habe selten einen so guten historischen Roman gelesen, in dem ich mir alles so gut vorstellen... in dem die Charakter so greifbar waren. Dazu kam noch der wirklich gut recherchierte Hintergrund (Die Autorin ist Historikerin), in dem die Handlung an eine wirkliche Begebenheit gebunden ist. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war das Glossar am Beginn des Buchs, welches wichtige Personen und Begriffe einmal kurz näher unter die Lupe nimmt und es so den Leser noch mehr erleichtern ohne Fragezeichen ins Buch einzutauchen. Fazit, für alle die historische Romane lieben, in denen das Leben einer wirklich realen Person, lebendig und herrlich farbig noch einmal erzählt wird, und die sich über toll recherchierte Bücher so freuen wie ich, ist dieses Buch ein absolutes muss!

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