Die Wolkenfischerin

von Claudia Winter 
4,2 Sterne bei77 Bewertungen
Die Wolkenfischerin
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Positiv (64):
Silvermoonnights avatar

Tolle Geschichte mit toll beschriebener Umgebung, die ganz oft Hunger auf französische Leckereien macht. ;-)

Kritisch (4):
Lina_Marie_Arnolds avatar

Leider hat mich die Protagonistin oft genervt.

Alle 77 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Wolkenfischerin"

Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442485734
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:18.12.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.01.2018 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Silvermoonnights avatar
    Silvermoonnightvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Tolle Geschichte mit toll beschriebener Umgebung, die ganz oft Hunger auf französische Leckereien macht. ;-)
    Tolle Geschichte, charmant in Szene gesetzt

    Meine Meinung:

    Claires Leben war alles andere als langweilig, und doch hatte ich anfangs ein paar größere Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Die Autorin begann das Buch mit zwei Handlungsstränge, welche für mich sehr verwirrend waren. Es dauerte dann auch ungefähr ein Drittel vom Buch, bis ich wirklich in der Geschichte ankam.

    Das empfand ich als etwas langatmig, auch wenn ich danach sofort gefesselt war von der Erzählung und den Ereignissen. Es fühlte sich ein bisschen so an, als wenn man erst durch einen unbeleuchteten Tunnel gehen muss, um hinterher im Sonnenschein tanzen zu können.

    Die Protagonistin war schlau, tiefgründig und absolut liebenswert – auch wenn sie ihre Schwächen und Fehler hatte. Aber genau das machte sie zu einer sehr authentischen Buchheldin, welche mich emotional berühren und ergreifen konnte. Hatte sie ein Ziel im Blick, dann strotzte sie nur so vor Energie. Aber sobald es um ihre Gefühlswelt ging, erlebte man schnell wie verletzlich und sensibel Claire sein konnte. Kurzum, sie war unheimlich faszinierend für mich.

    Stück für Stück erkämpfte man sich mit Claire das Leben zurück. Jeder umgefallene Stein musste einzeln wieder aufgehoben und an die richtige Stelle für das Fundament “Leben” gesetzt werden. Um die Fesseln der Vergangenheit loszuwerden, musste Claire alte Pfade verlassen und neuen Wegen eine Chance geben – auch diesen, welche noch ein paar Stolperfallen bereit hielten.

    Doch auch andere schafften es, sich einen Platz in meinem Herzen zu erobern, darunter Familienmitglieder, einige Dorbewohner und Arbeitskollegen, aber natürlich gabe es auch einen Mann, der mein Herz höher schlagen ließ. Nein es war nicht nur ein Mann, sondern er war DER Traummann. Lieber Sebastian, falls du irgendwann meine Heimat besuchst, klopfe bitte an meiner Tür, ich back dir dann auch gerne einen Kuchen. 😉

    Ein gigantisches Leseerlebnis, mit traumhafter Urlaubskulisse in Paris und der Bretagne, leckeren Kaffeesorten, Cocktails und leckerem Essen. Gott ich schwöre, mir lief ständig das Wasser im Mund zusammen und aus den Seiten strömte immer wieder ein neuer köstlicher Duft, der mir die Nase lang ziehen wollte. Ob es noch einfach ein Buch war, oder eine Geschichte die lebendig wurde? Das wird sicherlich jeder anders empfinden, aber für mich war es wie eine Reise durch ein fremdes Leben.

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    Windroses avatar
    Windrosevor 2 Monaten
    Bretagne-Feeling ... das bei mir leider nicht ankam

    Es ist nach "Aprikosenküsse" mein zweiter Roman der Autorin und ich bin mir hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, nachdem mir ihr erstes sehr gut gefallen hat. Das Cover ist toll und mir gefiel der Titel sehr gut.

    Leider wurde ich mit der Geschichte nicht warm, was vor allem an der Protagonistin lag. Ich fand Claire einfach nicht sympathisch, ihre Handlungen teilweise nervig und auch das Knistern, das zwischen ihr und Sebastian entstehen sollte, kam bei mir nicht an.

    Anfangs hatte ich noch Hoffnungen, dass Claires Tante der Geschichte etwas Schwung gibt, doch der blieb leider aus. Die Beschreibungen, die das Bretagne-Feeling zaubern sollten, fand ich leider streckenweise langatmig und es waren dann doch zu viele Klischees für mich. Die Geschichte konnte mich nicht fesseln, auch wenn die letzten ca. 90 Seiten etwas kurzweiliger werden. Das Ende war mir dann aber doch zu friedlich und langweilig.

    Die Wolkenfischerin ist bestimmt ein nettes Buch für Frankreich-Fans, vor allem jene der Bretagne, aber für mich waren sowohl die Story, als auch die Figuren nicht überzeugend. Schade.

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    MeinFreizeitGluecks avatar
    MeinFreizeitGlueckvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: kurzweiliges Verwirrspiel
    Verwirrspiel

    Claire reist aufgeschreckt durch einen Notruf der Mutter

    nach Moguériec, in der Bretagne.

    Dort stossen Ihr "neues" Leben und Ihre Kindheit aufeinander.



    Durch Tod Ihres Vaters wuchs Claire bei Ihrer Tante in Paris auf.

    Von dort aus startet Sie erfolgreiches Berufsleben bis nach Berlin,

    als Redakteurin für ein Gourmet-Magazin.

    In der Bretagne wird Sie mit dem Leben Ihrer Schwester Maeyls und ihres alten Freundes Nicolas, die Sie jahrelang nicht gesehen hat,konfrontiert.

    Die Begegnung der Schwester führt zu turbulenten Veränderungen.

    Positionen vermischen sich und vertauschen sich .



    Nun taucht noch Ihr Chef auf und die Entwirrung nimmt Fahrt auf.



    Die Wolkenfischerin ist ein sehr flüssig geschriebener Roman,

    mit vielen unerwarteten Überraschungen und Wendungen,

    den ich an einem Stück gelesen habe.

    Die Charaktere sind sehr feinfühlig und bildhaft beschrieben.

    Den Nicolas hätte ich gerne mal so richtig...

    --------------------------------------------------------

    Vielen Dank für diese kurzweiligen

    Lesestunden!!

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    Buecherheikes avatar
    Buecherheikevor 3 Monaten
    Sei eine Wolkenfischerin. Immer.

    C laudia Winter habe ich das erste Mal auf der Buchmesse in Leipzig bei einer Lesung kennengelernt und auch in diesem Jahr musste ich unbedingt wieder zu ihrer Lesung. Ich mag ja keine Hörbücher, da werde ich beim Hören immer ganz unruhig, aber wenn sie jemals eins ihrer Bücher als Hörbuch sprechen würde, es wäre sofort meins.

    Es ist ein Genuß ihr zuzuhören. Genauso, wie es ein Genuß war, ihre Geschichte zu lesen. Im Kopf hatte ich immer ihre Stimme von der Lesung, auch wenn ich vergessen habe, wie man Gwenaelle ausspricht.

    Ich bin Gwenaelle oder auch Claire von Berlin nach Mogueriec gefolgt, hab ihre Kindheitserinnerungen geteilt, ihre Fehler gesehen, ihr Lachen gehört und ihre Tränen gesehen.

    Das ist mein erstes Buch von der Autorin und es wird langsam Zeit, die beiden anderen von ihr zu lesen, immerhin warten sie schon eine Weile ganz brav in meinem Regal auf ihren Einsatz.

    Ich fand die Geschichte sehr amüsant, sehr emotional, manchmal etwas verwirrend, aber sehr fesselnd. Die Hitze hat nichts anderes erlaubt, als einfach vor dem Ventilator zu liegen und zu lesen. Da hatte ich auch überhaupt nichts dagegen, ich konnte das Buch eh nicht aus der Hand geben.

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    Lyreenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Claire war mir zu nervig in der Geschichte :/
    Die Wolkenfischerin

    Erstmal geht mein Dank an den Goldmann Verlag für das kostenlose Rezensionexemplar :)

    Leider hat das Buch nur Drei Viren geschafft, aber ich erkläre auch warum. 
    Das Buch war mir zu überladen mit den Charakteren, ich kam sehr oft durcheinander. Es gab starke Figuren die sehr Dominant waren im Buch mit ihrer Erscheinung , andere Verblichen fast schon. Claire war mir eine zu künstliche Frohnatur es war für mich leider zu übertrieben, auch nervte sie mich öfters.

    Zum Buch selber, eine Geschichte für nebenbei, sie lies sich dennoch flüssig lesen und auch die Geschichte selber war nicht schlecht. Die Figuren waren öfters oberflächig ,möchte ich sagen, ich konnte sie nicht greifen. Wenn ich lese stelle ich mir die Geschichte vor , aber hier hatte ich echt Schwierigkeiten.


    Hier lernt man Claire kennen die ganz oben auf ihrer Karriereleiter geklettert ist, mit nicht ganz der Wahrheit über sich selber. 
    Dann erhält sie die Nachricht das sie szu ihrer Mutter reisen muss, nach Hause, das was so keiner Kennt, den ihre Mutter muß ins Krankenhaus und jemand muß auf ihrer Schwester aufpassen die auch noch Gehörlos ist.Dort angekommen läuft sie ihren Ex über dem Weg und Claire verwickelt sich immer mehr in Lügen als der Chef von ihr Auftaucht.

    Ein heilloses Durcheinander mit Claire , ihr Leben ist so nur eine Lüge und sie muß selber zu sich zurück finden.


    Das Cover ist wieder genial es passt einfach zu dem Buch.
    Ich habe von der Autorin schon was gelesen daher ist das halt für mich nicht so packend . Sie hat mich mit ihren Buch Aprikosenküsse überzeugt gehabt . Daher wird sie mich als Leserin nicht los. 
    Lest es selber, macht euch ein Bild darüber und entscheidet bitte selber

    Und vergesst nie, jeder Geschmack ist anders

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    Ulenfluchts avatar
    Ulenfluchtvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: très charmant
    Très charmant!

    Die Wolkenfischerin – ein interessanter Titel! Und kein Teaser auf der Rückseite, sondern ein persönlicher Gruß der Autorin. Es gibt schon gleich im ersten Eindruck Hinweise darauf, dass dieses Buch ein bisschen anders ist als die meisten Sommerbücher. Vorweg: Dieses Versprechen wird gehalten.


    Dabei ist die Geschichte eigentlich simpel: Eine erfolgreiche Journalistin muss widerwillig in die Heimat zurückkehren und findet dort sich selber. Und natürlich die Liebe. Das wär‘s dann auch schon. Aber dieses Buch hier hat etwas durch und durch Liebevolles, Interessantes, Unerwartetes und hebt sich damit ab.


    Es dauert, bis man den Titel versteht und auch die Geschichte der Protagonisten deckt sich nur langsam auf, auch wenn man durchaus erfolgreich miträtseln kann. Das Ergebnis ist nicht spektakulär, aber gut gemacht. Nicht in letzter Konsequenz ist jedes Detail nachvollziehbar, aber kleine Schwächen in der Glaubwürdigkeit ihrer Geschichte vergibt man der Autorin gerne. Warum? Weil sie ein Talent zum Erzählen hat, eine kreative und malerische Metapher nach der anderen abfeuert und so schreibt, dass man sich beim Lesen nicht langweilt, sondern auch noch etwas lernt.


    Natürlich kommt der Schauplatz Bretagne nicht zu kurz, das Flair ist gut in Szene gesetzt, wenn auch ein bisschen fimhaft-zuckrig. Man merkt, dass die die Autorin Spaß am Schreiben dieses Buches hatte. Alle Figuren, selbst die Nebenrollen, sind mit Liebe zum Außergewöhnlichen gezeichnet, hier wirkt nichts gepfuscht und gehuscht. Ein Buch, das man sehr gerne immer wieder lesen und auch seiner besten Freundin wärmstens empfehlen kann.

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Locker-fluffige leicht oberflächliche Geschichte für den Sommerurlaub.
    Bretagne, Liebe, Lügen,

    Die Geschichte ist eine leichte Unterhaltungslektüre für den Sommerurlaub. Sie lässt sich flüssig und unterhaltsam lesen und natürlich gibt es ein Happy End.

     

    Dennoch blieben die drei Hauptcharaktere Claire/Sebastian/Nicolas doch irgendwie oberflächlich. Der machohafte Nicolas kommt gar nicht oft vor, Sebastian erst im letzten Drittel und die Französin Claire mit ihrer charmanten Art war durchgehend am lächeln und (zu) gut gelaunt.

     

    Das Love-Interest zwischen Claire und ihrem zurückhaltenem/bedächtigen Chef Sebastian beginnt mit winzigen Anspielungen am Anfang. Zwischendurch funkt Nicolas hinein, aber man merkt, nicht ernsthaft. Insgesamt fand ich Sebastian zu geduldig und sein Verhalten auf die Repressalien der Dorfbewohner war zu glatt.

     

    Des weiteren spielt Claires Familie in einem alten Bauernhaus und die Tante Valerie aus Paris eine große Rolle. Da gibt es am Schluss noch richtig Chaos.

     

    Das Setting an der Küste Mogueriec in der Bretagne und in Berlin war mit Wohlfühlelementen durchsetzt. Das ließ sich so richtig heimelig lesen. Auf der anderen Seite mussten allerdings die Bretonen für alle Klischees herhalten und die Zeitungsredaktion in Berlin war auch romantisch verklärt. Die Dorfbewohner in Moguerieg  waren leicht schrullig, aber nicht witzig. Dies wäre sicherlich ausbaufähig gewesen.

     

    Das letzte Drittel ist richtig fulminant mit Überraschenden Wendungen und hat auch einige Herzschmerz-Momente, wie Liebesromaneleser sie gerne lesen.

     

    Insgesamt gesehen lässt sich die Geschichte durchaus wohlwollend lesen, obwohl die Geschichte „Glückskekse“ der Autorin mehr Witz hatte.

     

    Alles in allem: Eine locker-fluffige und leicht oberflächliche Geschichte für zwischendurch. Passend für den Sommerurlaub, zum abschalten und mit Happy End.

     

    Sterne: Ich vergebe drei von fünf Sternen, weil ich mich trotz aller Oberflächlichkeit gut unterhalten fühlte. Dafür sorgte schon das wunderschöne Setting an der Küste der Bretagne. Dazu eine Familien-, Lügen- und Liebesgeschichte die sich schnell lesen lässt, und ein paar romantische Stunden beschert.

     

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    Kaaates avatar
    Kaaatevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die perfekte Lektüre für ein Sonnenbad!
    Das perfekte Buch für den Sommerurlaub

    Gebt mir ein Buch, das in Frankreich spielt und ich verliere mein Herz an dieses Buch. Nichts anderes ist auch wieder bei  Die Wolkenfischerin passiert, dessen Titel, zugegebenermaßen, sehr merkwürdig ist, denn im Endeffekt macht der Titel mit dem Inhalt zusammen erst einmal keinen Sinn, klart jedoch zum Ende hin auf. 

    Der Roman beginnt mit der Reise der Durants nach Paris - zu Tante Valérie, die nach außen hin eine  grande damé mimt, von der Gwenaelle schwer beeindruckt zu seinen scheint. Doch dass das junge Mädchen auf ihrem Weg einge Opfer bringen muss, das scheint sie nicht gewusst zu haben.
    Claire ist erfolgreich und jeder hält die Französin für eine Pariserin - nur leider schlägt in ihrer Brust ein bretonisches Herz und eigentlich hat sie auch gar kein Kunst studiert, weswegen eine Beförderung reichlich unverständlich ist. Aber wie lange kann man mit solch einem Lügenkonstrukt leben? Genau dieser Frage muss Claire nachgehen, als neben ihrer Beförderung ein Anruf aus der Bretagne kommt und sie in ihre alte Heimat Moguériec muss, um sich um ihre gehörlose Schwester Maely zu kümmern.

    In Moguériec angekommen scheint sich eigentlich nichts verändert zu haben, außer ihr bester Freund Nicolas aus Kindheitstagen und das Verhältnis zu Maely. Doch statt aus der kleinen Schwester eine hilflose Frau zu konstruieren, ist Maely selbstständig und ihre Qualität liegt in der Kunst, die ihr später einen Werdegang eröffnet, den man sich selbst vermutlich nicht ausgemalt hätte - Maelys Defizit wird nicht als solches betrachtet und nicht in den Mittelpunkt geschoben.
    Die Zeit in dem bretonischen Dorf scheint stehengeblieben zu sein, was zu einer unmittelbaren Wiederaufnahme in die Dorfgemeinschaft führt und man bekommt den Anschein, dass Nicolas eigentlich ganz andere Interessen an Claire hegt, als sie. Turbulent wird es schließlich, als Sebastian Hellwig in Moguéric für einen Urlaub auftaucht und Claire damit in Erklärungsnot bringt. Das Lügenkonstrukt würde risse bekommen, weswegen sie einfach eine weitere Lüge auftischt - und damit das ganze Dorf auf Trapp hält.

    Der  Schreibstil ist angenehm zu lesen, lässt allerdings wenige Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten blicken, was mir persönlich ja am liebsten ist. Dafür haben wir aber eine Umschreibung der Gegend, die einen denken lässt, dass man mit Claire in Moguériec ist und man kann sich das kleine Dorf vor seinem inneren Auge vorstellen.
    Die Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, spielt meiner Meinung nach aber eine sehr kleine Rolle, denn eigentlich nimmt ein großteil des Buches das Aufrechterhalten des Lügennetzes und auch die Beziehung zwischen Claire und Maely ein, die auch ihren Weg zueinanderfinden.
    Aber auch hier muss ich wieder sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass einige Charaktere nur ein Mittel zum Zweck sind und lediglich dazu dienen Claire zu einem Ziel hinzuschubsen. Einige davon waren herzlich, einige waren so nervig, dass ich sie, trotz ihrer kleinen Auftritte, eigentlich am liebsten überlesen hätte, obwohl die meiste Zeit eigentlich nur Claire, Maely und Sebastian im Vordergrund standen und die anderen als Dorfbewohner (wie in einem Theaterstück) einfach nur dazu gehörten. Vermisst dafür habe ich allerdings die Rolle der Mutter, die den Weg zu einer Zusammenkunft der Familie gepflastert hat. 

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    vielleser18s avatar
    vielleser18vor 6 Monaten
    Humorvoller Roman

    Gwenaelle verlässt als Jugendliche die Bretagne, nachdem ihr Vater ums Leben gekommen ist um fortan in Paris bei ihrer Tante zu wohnen. Ihre viel jüngere und taubstumme Schwester Maely bleibt bei der Mutter. Tiefe seelische Wunden und fehlende Worte auf beiden Seiten sorgen dafür, dass sie sich fast 20 Jahre nicht mehr wiedersehen.
    Claire lebt in Berlin, sie ist erfolgreich und sie ist im Begriff die Karriereleiter immer höher zu steigen, als ein Anruf aus der Bretagne nicht nur alte Wunden wieder aufreißt, sondern auch ihr ganzes, sorgsam aufgebautes Gefüge um ihre Identität ins Wanken bringt. Denn Claire soll sich um ihre jüngere Schwester kümmern, nachdem die Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus liegt. Doch eigentlich hatte Claire etwas anderes vor, als in die Bretagne zu reisen. Dort angekommen läuft ihr auch noch ihr Chef über den Weg und der soll ja auf keinen Fall wissen, dass sie nicht in Paris ist. Ein unterhaltsames Katz- und Maus-Spiel beginnt.

    Claudia Winter, die Autorin, hat mich auf eine unterhaltsame Reise mit genommen. Sie hat die Protagonisten mit einigen Ecken und Kanten ausgestattet, nicht immer ist es der einfache Weg, den sie bestreiten und auch nicht immer der richtige. So sorgt sie für Unterhaltung beim Leser. Erst nach und nach wird auch dem Leser klar, was alles hinter dieser Geschichte und den Figuren steckt, hier hat mir unheimlich gut gefallen, dass es am Ende noch so einige überraschende Wendungen gab.
    Das bretonische Dorf und seine eigenwillige Bewohner hat die Autorn liebevoll und auch etwas skuril gezeichnet. Dennoch hat sie mir Lust auf diese Gegend gemacht und vor allem auch auf so einige bretonische Mahlzeiten, die im Roman zubereitet oder verspeist werden (ja, hier stimmt das Wort oder !!). Zum Glück gibt es am Ende des Buches ein paar Rezepte zum Nachkochen oder Nachbacken.
    Mittendrin hatte ich zwischenzeitlich mal einen kleinen Hänger beim Lesen, das hat sich aber schnell wieder gelegt und das fulminante Ende, das nicht nur berührt hat, sondern auch mit eingen Auflösungen überraschen und überzeugen konnte, hat alles wieder wett gemacht.

    Fazit:
    Ein humorvoller Roman, den ich gerne weiter empfehle !

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    Ninasan86s avatar
    Ninasan86vor 6 Monaten
    Von der Vergangenheit, die sich nicht einfach so leicht abschütteln lässt

    Zum Inhalt

    Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …




    Über die Autorin

    Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

    Mehr über Claudia Winter erfahrt ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auf Instagram.




    Mein Fazit und meine Rezension

    Claire Durant ist in ihrem Beruf als Ressortleiterin eines Gourmet-Magazins oben angelangt und dabei hat niemand bemerkt, dass sie - um diese Stelle zu erhalten - ihren Lebenslauf etwas getuned hat: sie ist weder Pariserin, noch hat sie Kunstgeschichte studiert. Doch das scheint niemanden zu stören, bis sie ein Hilferuf aus ihrer einstigen Heimat, der Bretagne, erhält. Und schon gerät ihr mühsam aufgebautes Leben aus den Fugen und ihre Vergangenheit holt sie wieder ein. Doch schafft Claire es, sich gegen ihre Vergangenheit zu schützen und wieder in ihr jetziges Leben zurückzukehren? Oder war ihre Mühe umsonst? Eine Geschichte, die vor lauter Irrungen und Wirrungen amüsanter nicht sein könnte!

    Claire Durant hat alles, was sie wollte: einen guten Job und eine tolle Wohnung. Sie ist in ihrem Traumleben angekommen. Nur weiß sie nicht, wie schnell ihre Vergangenheit sie einholen kann, denn immerhin hat sie ihr jetziges Leben etwas verziert und extra Glitzer drüber gestreut. Und - ja - es scheint tatsächlich zu klappen! Bis zu dem Augenblick, in welchem ihre Vergangenheit sie einholt: Claire muss in ihre Heimat zurück, denn ihre Mutter liegt im Krankenhaus und kann ihre gehörlose Schwester nicht alleine lassen. Nach 19 Jahren verschlägt es Claire wieder nach Moguériec und dort trifft sie nicht nur auf ihre gehörlose Schwester Maelys, die alles andere als hilfsbedürftig ist, sondern auch auf ihrer Jugendliebe Nicolas, der sich vom schüchternen Jungen zu einem richtigen Macho entwickelt hat. 

    Einzig und allein das Dorf hat sich nicht verändert. Für Claire steht eines fest: sobald ihre Mutter wieder aus dem Krankenhaus ist, möchte sie so schnell wie möglich zurück in ihr altes, neues Leben. Doch leider hat sie ein Händchen dafür, die Fettnäpfchen nicht nur zu finden, sondern auch mit Anlauf rein zu springen, denn wie es der Teufel so will, steht bald darauf ihr charmanter und äußerst attraktiver Chef Sebastian vor ihr. Der hat nämlich in einem Magazin über Moguériec viel gelesen und möchte dort seinen Urlaub verbringen. Und ehe Claire sich versieht - und der Leser es wahrnimmt - verstrickt sie sich von einer Lüge in die nächste und weiß gar nicht mehr, wie sie sich aus diesem Lügengespinst befreien soll. Da ist guter Rat teuer. 

    Für mich war es das zweite Buch der Autorin Claudia Winter und es war ebenso unterhaltsam und amüsant, wie das erste Buch! Leider hatte ich zu Beginn ein paar Probleme so richtig in die Geschichte zu finden, da sie mir etwas zu zäh dahin floss, doch mein Durchhaltevermögen wurde belohnt, denn schon bald schien das Chaos perfekt zu sein und ich als Leserin am richtigen Ort! Natürlich hat mir die Protagonistin Claire ab und an Leid getan, immerhin wollte sie einfach nur weg aus Moguériec, sich ein neues Leben aufbauen und hat es - trotz der Hilfe einiger Lügen - auch geschafft. Da sieht man, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will! Und dann gab es eben diese Momente, an denen ich sie einfach nur an den Schultern packen und kräftig schütteln wollte ... 

    Auch das Dorfleben in Moguériec kommt nicht zu kurz und wird realitätstreu wiedergegeben. Nein, ich war noch nicht vor Ort, doch stamme ich selbst aus einem Dorf und weiß, was dort los ist und wie sehr sich so ein Dorfleben ändert - kaum. 

    Leider waren einige Fettnäpfchen oder Probleme vorhersehbar, sodass ein Spannungsmoment kaum gegeben war, doch trotz allem fühlte ich ich immer unterhalten und zu keiner Zeit hatte ich das Bedürfnis, das Buch aus den Händen zu legen. 

    Wenn ihr also auf der Suche nach einer Urlaubslektüre seid, die nicht nur die Schönheit der Bretagne, sondern auch viel Humor, Flair und Liebe beinhaltet, dann seid ihr mit Claudia Winters Wolkenfischerin gut beraten!

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