Claudia Zentgraf Die Entdeckung der Neuen Welt

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Inhaltsangabe zu „Die Entdeckung der Neuen Welt“ von Claudia Zentgraf

Der Abenteuerroman „Die Entdeckung der Neuen Welt“ erzählt von Alexander von Humboldts Forschungsreise durch Amerika. Nicht nur sein Freund Aimé Bonpland begleitet ihn, sondern auch der 12jährige Junge Antonio Lopez. Auf hoher See, am Rande des Vulkans oder im tiefen Dschungel: Die Abenteuer warten überall! Der Roman schildert Alexander und Aimés unnachahmliche Erkundung und Vermessung der Natur, zugleich aber auch den neuen und aufregenden Lebensweg von Antonio Lopez.

Recht oberflächliche Handlung und Charaktere. Allerdings mit vielen spannenden Stellen.

— Reebock82

Sehr interessanter Kinder- und Jugendroman über einen der größten Naturforscher, spannend und mit viel Wissenswertem.

— black_horse

Eine wunderbare Geschichte rund um die Entdeckung der neuen Welt! Absolut lesenswert.

— Yoyomaus

Humbolds Reise durch Südamerika aus der Sicht eines jugendlichen Begleiters

— anne_lay
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  • Themen
  • Oberflächlich, aber für Kinder nicht uninteressant

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    Reebock82

    07. March 2017 um 15:06

    Mich hat vor allem das Thema des Buches gereizt. Ich hatte zwar schon von Humboldt gehört, aber wusste nicht wirklich etwas über seine Arbeit. Umso mehr hatte ich gehofft, in diesem Buch einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in sein Leben zu bekommen. Man steigt schon auf der ersten Seite in die Geschichte ein. Es wird nicht viel und lange eingeführt, was ich an einem Buch besonders mag. Auch wird die Handlung ziemlich schnell spannend. Da jedoch liegt auch schon ein Problem dieses Buches: die Spannung wird viel zu schnell wieder aufgelöst. Ein schwerer Sturm auf See? Nach einer Seite, ist der schon wieder vergessen. Eine aussichtslose Lage? Die Lösung folgt zwei Zeilen später. Mir ging das zu schnell. Man hätte die Spannung ruhig etwas aufrecht erhalten, die Momente richtig auskosten können. So aber fühlte es sich eher wie eine Aneinanderreihung von spannenden Stellen an, als wäre eher auf die Quantität, als auf die Qualität geachtet worden. Ich mag zwar Bücher, die durchgehend spannend bleiben, oder einfach viele aufregende Stellen haben, aber diese will ich als Leser auch auf eine Art genießen können. Ich will nicht sofort eine Lösung haben. Leider zieht sich dieser Aufbau durch das ganze Buch. Das ist wirklich schade, denn mit diesen tollen Ideen hätte die Geschichte sehr viel Potential gehabt. Auch sonst war mir die Handlung auf eine Art zu oberflächlich. Keine Situation wird einmal etwas detaillierter Beschrieben. Fünf Jahre einer aufregenden Reise auf ungefähr 200 Seiten zu packen, wird dem Ganzen einfach nicht gerecht.Leider wurde beim Inhalt sehr viel Potential durch eine schnelle, oberflächliche Erzählweise verloren. Dazu trägt auch der Erzählstil bei. Der personaler Erzähler wechselt sehr häufig die Perspektiven, manchmal so unmerklich, dass man nicht so genau weiß, wer denn jetzt eigentlich was denkt. Das hat auch zu einer gewissen Distanz zu den Protagonisten geführt.  In der Geschichte begleitet man den 12-jährigen Toni, der auf einem Schiff Alexander von Humboldt und seinen Freund und Kollegen Aimé trifft und kurzerhand zu ihnen stößt. Was mich gleich zu Beginn gestört hat ist, dass der erwachsene Aimé auf den jugendlichen Toni eifersüchtig ist, weil er... ja was eigentlich? Aimé ist studierter Arzt und Biologe und Alexanders Kollege. Toni wird von Alexander mehr oder weniger aufgesammelt und arbeitet als Gehilfe mit. Somit gibt es eigentlich keinen nachvollziehbaren Grund für Aimé eifersüchtig zu sein. Überhaupt sind die Charaktere (wie auch die Handlung) ziemlich oberflächlich, oft konnte man als Leser Handlungen und Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen.Man begleitet die Figuren 5 Jahre lang und stellt jedoch überhaupt keine Entwicklung fest. Der 17-jährige Toni verhält sich genauso wie der 12-jährige, sodass man sich als Leser immer wieder vergegenwärtigen muss, dass Toni erwachsen ist. Leider ist in dem Buch auch wenig Platz für Zwischenmenschliches eingebaut worden, sodass es für die Charaktere keinen Raum gibt sich miteinander zu entwickeln. Das Verhältnis der drei Protagonisten ist (bis auf kleine Ausnahmen) von Anfang bis Ende gleich. Gerade bei so einer rasanten und aufregenden Reise ist das unrealistisch und lässt einen auch keine Bindung zu den Figuren aufbauen. Wo man am Anfang vor allem mit Humboldt und seiner Naivität sympathisiert hat, ist man gegen Ende eigentlich nur noch irritiert, dass der Mann immer noch nichts dazugelernt hat. Insgesamt wurde bei diesem Buch sehr viel gutes Potential und tolle Ideen verschenkt. Die Geschichte fühlt sich an wie ein Schnelldurchlauf, um eine Übersicht zu bekommen. Es hätte durchaus etwas detaillierter sein können. Nun ist das natürlich ein Buch für junge Leser, die bestimmt nicht so kritisch sind, wie ich. Für diese ist es bestimmt toll, so viele spannende Abenteuer miterleben zu dürfen. Trotzdem hat mir auch für ein Kinder-/Jugendbuch einfach die Tiefe gefehlt.Vielen Dank an den Digital-Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Auf den Spuren Alexander von Humboldts

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    black_horse

    15. June 2016 um 15:12

    Es ist Mitte des Jahres 1799 als er zu seiner großen Entdeckungsreise aufbricht - Alexander von Humboldt möchte in Amerika seinen Forschungen nachgehen und reist gemeinsam mit seinem Freund, dem Arzt Aimé Bonpland, gen Westen. In ihrem Buch "Die Entdeckung der Neuen Welt" hat die Autorin Claudia Zentgraf die 5 Jahre dauernde Expedition in Romanform gefasst. Protagonist ist jedoch der zu Beginn 12-jährige Antonio Lopez, dem die beiden Forscher auf dem Schiff begegnen und der sie fortan als Assistent begleitet. Es ist natürlich kein einfaches Unterfangen eine so bedeutungsvolle, vielfältige, lange Reise so aufzuarbeiten, dass sie für junge Leser - das Buch richtet sich v.a. an Jungs und Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren, ist aber auch für erwachsene Leser ansprechend - spannend ist, gleichzeitig möglichst viele interessante Details enthält, aber auch nicht zu umfangreich wird. Das ist in meinen Augen wirklich gut gelungen. Es werden viele interessante Themen angesprochen (z.B. Messgeräte, Infektionskrankheiten, Sklaverei, Lebensverhältnisse), es fließen immer wieder einfache französische Vokabeln ein (Aimé spricht französisch), es regt an, die Reise auf einer Landkarte nachzuvollziehen und sich ein Bild von den bereisten Ländern zu machen. Für Spannung sorgt ein kleiner "Kriminalfall" rund um Toni. Den hätte es in meinen Augen nicht gebraucht, weil die Reise ansich schon aufregend und spannend genug war. Alles in allem ist dieses Buch eine tolle Möglichkeit, dem Naturforscher Alexander von Humboldt zu begegnen und etwas über die damalige Zeit zu erfahren. Eine klare Empfehlung für Kinder und Jugendliche die sich für Naturwissenschaften und Reisen interessieren.

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  • Eine wunderbare Geschichte rund um die Entdeckung der neuen Welt! Absolut lesenswert.

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    Yoyomaus

    Als der zwölfjährige Antonio - Toni - Lopez einen letzten Blick auf seine spanische Heimat wirft, ist er voller Wehmut und Angst. Durch einen Brandunfall ist sein Lehnsherr umgekommen und Toni flüchtet vor dessem Neffen Javier, welcher ihm den Tod an seinem Onkel anlasten möchte. Was Toni allerdings nicht weiß ist, dass Javier es nicht auf ihn, sondern auf dessen Tasche abgesehen hat, die er einst von Javiers Onkel bekam. In ihr vermutet Javier den Schlüssel zu seinem Glück. Während Toni sich die anderen Mitreisenden betrachtet, fällt sein Blick auf zwei Herren, die sein Interesse erwecken. Einer von ihnen ist niemand geringeres als der Forscher Baron Alexander von Humboldt, welcher Toni sofort bemerkt und ihn trotzt wiederstrebender Haltung seines Freundes Aime den Vorschlag macht, die beiden bis zu seinem Zielort zu begleiten und als sein Assistent zu fungieren. Fortan entdeckt Toni mit seinen beiden Begleitern die Welt und lernt die unterschiedlichsten Arten der Feldforschung kennen. Dabei entdeckt Toni immer mehr Wunder der Welt, als sie zum Beispiel einen Vulkan besteigen oder sich durch den Dschungel schlagen. Obwohl Toni sich bei den beiden richtig wohl fühlt, sitzt ihm immer wieder ein Schatten im Nacken. Überall denkt er Javier zu sehen. Und er fürchtet sich vor dem Tag, an dem ich die Wege der Freunde trennen sollen.Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass mich die Geschichte wirklich begeistert hat. Sie ist sehr liebevoll und flüssig geschrieben. Für mich hätten es durchaus mehr Details sein können, jedoch wird die Reise sehr gut nachempfunden und mit zu vielen Details wäre das Buch wohl für Jugendliche ein wenig zu dick geworden. Es macht Spaß die Freunde zu begleiten und man findet viele spannende, aber auch humorvolle Szenen. Aber auch werden die Zustände der damaligen Zeit dargelegt. Es geht unter anderen um Seeüberfahrten und deren Gefahren vor Angriffen oder Krankheiten sowie Stürme. Es geht um Sklabenhandel und das Zusammenleben der Missionare mit den Indianern. Es ist wirklich von allem etwas dabei und der Leser bekommt so einen Abriss aus der Geschichte rund um Spanien, Großbritannien und dem amerikanischen Kontinent.Alexander von Humboldt wird in dem Buch als freundlicher und herzensguter Mensch dargestellt, der sich an den kleinsten Dingen erfreuen kann, jedoch ganz genau weiß, was er in seinem Leben erreichen möchte. Er ist in seinen Aufzeichnungen sehr akribisch und schreckt nicht davor zurück Mühen auf sich zu nehmen, um seine Ziele zu erreichen.Sein Freund Aime hingegen ist zu Beginn der Reise ein sehr undurchsichtiger Charakter. Besonders, wenn es um Toni geht, scheint Aime keinen Spaß zu verstehen. Seine Abneigung gegenüber dem Jungen ist immer wieder heraus zu lesen. Doch auch Aime baut irgendwann mit Toni eine Freundschaft auf, auch wenn er dies zu Beginn noch nicht für wahr haben möchte und sich hinter einer griesgrämigen Maske versteckt.Toni als junger Held der Geschichte wächst zwischen Feldforschung und Abenteuern zu einem Jugendlichen heran. Er weiß genau, was er tun muss, um sich für die Forscher interessant zu machen. Er ist blickig und genau wie Alexander ein herzensguter Mensch. Er wird immer wieder von Ängsten heimgesucht die mit Javier zusammen hängen, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Toni stürzt sich in seine neuen Aufgaben und zeigt, dass man viel erreichen kann, auch wenn man nur aus den einfachsten Verhältnissen stammt. Man muss nur seine Gelegenheit am Schopfe packen und das Beste aus allen Situationen machen.Empfehlen möchte ich das Buch allen Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, die Abenteuergeschichten mit historischen Hintergrund mögen. Die Autorin beschreibt die Szenen sehr bildlich, sodass man sich sehr gut in die Geschichte hinein versetzen kann. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Buch besonders für Eltern sehr ansprechend ist, wenn sie gemeinsam mit ihren Kindern etwas lesen möchten. Zum Einen lernt man als Kind und auch als Erwachsener etwas dazu und die Neugier mehr über den Forscher und seine Reise zu erfahren wird während des Lesens geweckt.Spannung: 5/5Entdeckungen: 5/5Schreibweise: 5/5Hintergrund: 5/5Emotionen: 5/5Gesamt: 5/5

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    • 2
  • Leserunde zu "Die Entdeckung der Neuen Welt" von Claudia Zentgraf

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    DIGITALPUBLISHERS_Verlag

    Liebe Fans von Jugend- und Abenteuer-Romanen,wir starten eine Leserunde zum unserem neuen Jugendroman „Die Entdeckung der Neuen Welt“ von Claudia Zentgraf. Ihr werdet auf eine Reise in ferne Länder und jede Menge Abenteuer mitgenommen und taucht in die unvorstellbaren Bedingungen und Erlebnisse einer mehrjährigen Expeditionsreise ein. In „Die Entdeckung der Neuen Welt“ schafft Zentgraf eine spannende und exotische Atmosphäre, die uns als Leser das Entdeckerleben spüren lässt. Neugierig? Dann macht mit! Wir verlosen wir 20 Freiexemplare im epub- oder mobi-Format unter allen Bewerber/innen! Bewerbungsschluss ist der 30.3.2016.Worum es geht? Erzählt wird Alexander von Humboldts Forschungsreise durch Amerika. Ihn begleiten sein Freund Aimé Bonpland und der 12jährige Antonio Lopez. Auf hoher See, am Rande des Vulkans oder im tiefen Dschungel: Die Abenteuer warten überall! Der Roman schildert Alexander und Aimés unnachahmliche Erkundung und Vermessung der Natur, zugleich aber auch den neuen und aufregenden Lebensweg von Antonio Lopez.Wer schon einmal reinlesen möchte: Hier geht es zum kostenlosen Appetizer.Zur Autorin: Claudia Zentgraf, Jahrgang 1967, lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Heidelberg. Noch heute denkt sie oft an die Zeit, als sie mit dem Rucksack die Welt bereiste. Mit Sicherheit ist das ein Grund, warum es in ihren Büchern immer um das Reisen geht. Ihren Job als Technische Zeichnerin tauschte sie gegen die kreative Arbeit mit Kindern in einer Schule aus. Die „Mehrzeit“ nutzt sie seitdem zum Schreiben.Warum, fragte sie sich, wissen die Kinder so wenig von den deutschen Entdeckern und Naturforschern? Sie erlebten Abenteuer, gerieten in Gefahren, entdeckten pausenlos Neues. Jemand sollte etwas darüber schreiben. Hm, wenn das keiner macht, dann eben sie! Wenn sie sich in der Schreibphase befindet, vergisst sie alles um sich herum. Nichts kann sie mehr bremsen ...Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

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    • 106
  • Abenteuerroman über Seefahrt

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    maria61

    04. May 2016 um 16:42

    Als sich durch Zufall der Hafenarbeiter Henry und Georg, der Sohn eines Naturforschers begegnen, ist es praktisch Freundschaft auf den ersten Blick. Und so sorgt Georg dafür, dass sein neuer Freund auf der „Resolution“ dem Schiff des legendären James Cook als Leichtmatrose anheuern kann. Dieser will auf Entdeckungsreise gehen, um den Südkontinent zu finden. Henry und Georg hoffen auf das Abenteuer ihres jungen Lebens. Aber es lauern auch eine Menge Gefahren auf die Entdecker. Neben kriegerischen Eingeborenen, Stürmen und Flauten haben die Jungen bald schon einen Verdacht gegen ein Mannschaftsmitglied.Ein schöner Abenteuerroman über Seefahrt, fremde Länder und jeder Menge Abenteuer auf See. Henry und Georg sind die Hauptcharaktere dieses Buches und kommen aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Während Georg der Assistent seines Vaters, dem Naturforscher Johann Foster, ist, muss Henry als Waisenkind alleine für sein Überleben sorgen. Auf dem Schiff werden die beiden aber schnell zu sehr guten Freunden und wollen bald sogar gemeinsam einen gefährlichen Dieb überführen.Der beschriebene Alltag auf der Schiffsreise hat mir besonders gut gefallen. Ich bin sicher, dass die Menschen damals tatsächlich mit den Begebenheiten, wie sie in diesem Buch beschrieben werden, zu kämpfen hatten. Hunger, Krankheit und das Wetter werden auf See zu sehr großen Gefahren.Die Art, wie die Natur und die fremden Inseln beschrieben werden, hat mir ebenfalls gefallen. Die Schreibweise ist sehr bildlich und ich konnte mir alles gut vorstellen.Auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke, denn neben den Gefahren, die der Mannschaft ohnehin bereits ausgesetzt sind, kommt auch noch eine Gefahr aus den eigenen Reihen dazu.Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein guter Abenteuerroman, der für jedes Alter geeignet ist. 

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  • Humbolds Reise

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    anne_lay

    03. May 2016 um 21:18

    Claudia Zentgraf präsentiert hier einen historischen Jugendroman. Toni (Antonio Lopez) trifft bei seiner Reise nach Südamerika auf Alexander von Humbold, der mit seinem Freund Aimé Bonpland ebenfalls dorthin unterwegs ist. Forschungsdrang und Neugier treiben den jungen Adeligen an, die Lust auf Abenteuer und neue Entdeckungen reizen ihn. Aus einem ersten Gespräch an Bord entwickelt sich das Angebot an Toni, Humbold bei seinen Messungen und Aufzeichnungen zu unterstützen.Die Kombination der realen Persönlichkeiten mit der fiktiven Figur Toni gefällt mir gut, bietet sie doch das Potential, sich mit dem jugendlichen (zwölf Jahre ist er am Beginn der Reise) Abenteurer zu identifizieren und an seinen Beobachtungen teilzuhaben. Gleich zu Beginn lande ich mit dem Trio auf Tenneriffa, wo als erster Höhepunkt der Reise der Teide, der große Vulkan der Insel, bestiegen werden soll. Da ich selbst vor Jahren dort auf Humbolds Spuren unterwegs war, konnte ich gespannt der Reisebeschreibung folgen. Kleine und größere Abenteuer der Reise werden berichtet, inzwischen der Beschreibungen von Forschungen, Sammlungen und Gesprächen mit Zeitgenossen Humbolds. Gewürzt wird die Schilderung durch die Geheimnisse um Tonis Vergangenheit, von der ich hier nichts verraten möchte.Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch, das Einblick in die Entdeckungen einer historischen Persönlichkeit gibt, das mich im Kopf mitnimmt in die fernen Länder Südamerikas. Beim Versuch die Vielfältigkeit der Reise, der besuchten Länder abzubilden, gerät die Erzählung bisweilen zur Aufzählung. Immer wieder wird gesammelt und bestimmt, nehmen die Drei und ihre Begleiter Strapazen auf sich, um entlegene Orte kennenzulernen und zu vermessen.Richtig gefesselt war ich leider nicht. Daher ziehe ich einen Punkt ab. Die Handlung plätschert trotz der guten Zutaten bisweilen vor sich hin. Insofern ein lesenswerter Jugendroman, der nebenbei einen guten Einblick in Geschichte und Länderkunde gibt.

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  • Für junge Entdecker

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    verruecktnachbuechern

    25. April 2016 um 15:08

    "Die Entdeckung der neuen Welt" spielt hauptsächlich in Südamerika im 18. Jahrhundert.Antonio Lopez macht sich auf den Weg in die neue Welt um bei seinem Onkel auf der Farm zu arbeiten. Auf dem Schiff, welches ihn nach Amerika bringen soll, trifft er auf niemand geringeren als Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland.Alexander nimmt den jungen Toni schnell unter seine Fittiche und Toni schließt sich den beiden Entdeckern an.Man begleitet die drei über mehrere Jahre durch eine völlig neue Welt.Das Buch richtet sich eher an junge Leser.Die Charaktere bleiben die Geschichte über sehr oberflächlich. Mir persönlich fiel es schwer mich in sie hinein zu versetzten.Ich denke, dass die Charaktere für jüngere Leser sehr geeignet sind.Die Sprache ist recht einfach gehalten. Alexander braucht zum Vermessen alle möglichen Instrumente, diese werden recht weit am Anfang auch mit Funktion genant. Es liest sich sehr flüssig. Es gab einige Stellen, wo es spannend wurde, aber die Spannung wurde schnell wieder aufgelöst. Das ist etwas schade gewesen.Mir gefällt auch, dass das Buch für Jungs und Mädchen ist. Es richtet sich eher an junge Abenteurer und Entdecker. 

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  • Auf Forschungsreise

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    kruemelhino

    18. April 2016 um 14:50

    Eigentlich wollte sich der junge Antonio Lopez auf den Weg zu seinem Onkel Hector nach Venezuela machen. Unerwarteterweise trifft er dabei auf die beiden Forscher und Freunde Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland, die gerade dabei sind, sich auf Entdeckungstour quer durch (Süd-) Amerika zu begeben. Als Antonio angeboten wird, die beiden ein Stück weit auf ihrer Forschungsreise zu begleiten, ahnt er noch nicht, welch Abenteuer auf ihn zukommt... 'Die Entdeckung der neuen Welt' richtet sich vornehmlich an junge und wissbegierige Leser, die gerne mal einen Streifzug durch einen riesigen Kontinent Ende des 18. Jahrhunderts 'miterleben' möchten. Der Leser begleitet die drei Hauptakteure dabei über mehrere Jahre hinweg und darf dabei eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt mitentdecken. Die Sprache ist dabei einfach und verständlich gehalten. Vereinzelt werden bestimmte Aspekte, wie zB Humboldts Vermessungsinstrumente so detailliert beschrieben, dass man sie sich geradezu bildhaft vorstellen kann. Illustrationen wären an dieser Stelle eine interessante Zugabe, sind aber in diesem Fall leider nicht enthalten. Die Figuren der Geschichte werden nur oberflächlich beschrieben. Junger Leser sollten in diesem Zusammenhang nicht überfordert sein. Für die älteren Leser stellt sich allerdings schnell eine gewisse Distanz zu den Charakteren ein. Die Beziehungen untereinander wirken, trotz der gemeinsamen Abenteuer, nicht innig genug, als dass man sich in eine Figur richtig hineinfühlen könnte. Zudem werden einzelne Ereignisse rasant schnell abgehandelt, bevor eine entsprechende atmosphärische Spannung aufgebaut werden kann. Dahingehend wäre es sinnvoller gewesen, sich auf eine handvoll Abenteuer zu beschränken und diese detailliert zu betrachten. Kinder, die Spaß an andere Kulturen vergangener Zeiten haben und zudem gerne Abenteuer in der Wildnis erleben, dürfen hier gerne mal einen Blick hineinwerfen. 3,5/5 Punkte

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  • Kurzweilig und gut recherchiert

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    Zwuusel

    13. April 2016 um 18:09

    „Die Entdeckung der Neuen Welt“ ist ein kurzweiliger Roman für junge Lesende, der aber erfreulicherweise ohne die üblichen Teenager-Dramen auskommt. Stattdessen begleiten wir den Protagonisten Toni in seiner Entwicklung vom Kind zum jungen Mann – an der Seite der großen Entdecker Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland. Sprachlich fand ich die Geschichte sehr ansprechend gestaltet, schlicht und flüssig zu lesen. Zwar habe ich den einen oder anderen Tippfehler entdeckt, es hielt sich aber im Rahmen und störte den Lesefluss nicht. Die Protagonisten sind nett, aber leider nicht richtig nahbar. Ich hatte selten das Gefühl, wirklich im Kopf der handelnden Personen zu sein, und das hat letztlich auch verhindert, dass mich der Roman so richtig gepackt hat. Die Beziehung der drei Abenteurer blieb eher oberflächlich, die Dialoge enthielten zu viel höfliches Geplänkel. Der Kunstgriff, dass der Franzose Aimé seine französischen Wörter und Phrasen hinterher sofort selbst übersetzt, ist in der Literatur weit verbreitet. Ich persönlich bin aber kein Fan davon und im Buch wurde es mir streckenweise ein bisschen zu viel. Die Spannung hielt in den meisten Szenen für meinen Geschmack nicht lange genug an, Gefahren blieben zu abstrakt. Allerdings falle ich vermutlich nicht mehr ganz in die Zielgruppe und jüngere Lesende könnten das ganz anders empfinden. Einige Szenen gefielen mir dann auch wieder richtig gut, sind lebendig und mitreißend. Hier zeigt sich Potenzial, das meiner Meinung nach nicht genug genutzt wurde, denn die Handlung ist sehr vollgepackt mit Ereignissen. Ein Abenteuer reiht sich an das nächste und zeitweise kam ich gar nicht mehr mit dem Verarbeiten der einzelnen Episoden hinterher. Ich kann mir vorstellen, dass es der Spannung und Atmosphäre gut getan hätte, sich auf wenige signifikante Erlebnisse zu konzentrieren und andere Stationen der immerhin 5 Jahre dauernden Reise auszusparen. Die Parallelhandlung, die mit Tonis Vergangenheit in Verbindung steht und sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, gleicht das teilweise aus und schafft einen Spannungsbogen, der der Haupthandlung meines Erachtens fehlt. Schön fand ich, dass „Die Entdeckung der Neuen Welt“ kein typisches Jungs- oder Mädchenbuch ist. Ich würde den Roman allen jungen Leser*innen empfehlen, die Fantasie haben und wissbegierig sind. Die Geschichte ist unterhaltsam und wirklich gut recherchiert. Eine Epoche, über die man in der Schule eher wenig lernt, wird hier lebendig – und die einen oder anderen dürfte beim Lesen sicher das Reisefieber packen.

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