Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht

von Claudia Ziegler 
4,6 Sterne bei35 Bewertungen
Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht
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Neue Kurzmeinungen

MyEleDays avatar

Eine Geschichte, die mich von Anfang an gepackt hat! Wirklich sehr gut!

Avinjas avatar

Sehr schöner Roman, mit gut recherchiertem geschichtlichen Hintergrund. Ein absolutes Lese-Vergnügen.

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht"

Claudia Ziegler zeichnet ein vielschichtiges Bild einer aufregenden Epoche und erzählt glaubhaft die Geschichte einer mutigen jungen Frau

Sie kann in die Zukunft sehen und droht als Hexe verraten zu werden: Als die 19-jährige Madeleine zwischen die Fronten der verfeindeten Katholiken und Protestanten gerät, schwebt sie in größter Gefahr. Doch dann überträgt Catherine de Medici ihr eine geheime Mission, und Madeleine kämpft nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das Schicksal Frankreichs.
Ein mitreißendes Epos über die Bartholomäusnacht am 24. August 1572.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453357433
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Diana
Erscheinungsdatum:09.04.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 2 Jahren
    Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht

    Die Bartholomäusnacht in Frankreich, in welcher der Konflikt zwischen den Katoliken und protestantischen Hugenotten zu einem seiner Höhepunkte entbrannte, war bisher ein Ereignis, von dem mir gar nichts weiter bekannt war. Wie ich jetzt durch dieses Buch erfahren habe, eigentlich ein sehr spannendes historisches Ereignis, bei dem es durchaus sehr schade ist, dass es mir bisher so unbekannt war.

    Dabei ist Madeleine eine Protagonistin, die ich sehr sympathisch finde, auch wenn sie in den Wirren zwischen ihren Visionen, die sie aus ihrem normalen Leben herausreißen, ihrem Dasein als Katholikin, den Hugenotten, denen sie unbewusst hilft, dem Hass, der ihr von manchem auf katholischer Seite nun entgegen schlägt, so wie dem Interesse der Medici, Mutter des französischen Königs, manchmal auch zu Entscheidungen und Sichtweisen neigt, die ich nicht ganz verstehe. Vor allem Madeleines Visionen sind etwas, das ich sehr gut beschrieben finde, da sie sich sehr harmonisch in diesen Roman einfügen und nicht zu arg aufgesetzt wirken, ihn nicht zu arg in eine Fantasyschiene verschieben, in die er eigentlich nicht gehört. In einigen Situationen ist mir Madeleine manchmal ein wenig naiv, dafür aber mit der Zeit immer klüger wirkend, was sie mir wieder sympathisch macht. Vor allen Dingen merkt man, wie sie daran reift, was ihr so widerfährt.

    Viele historische Romane neigen dazu, dass sie immer mal wieder Längen entwickeln, was häufig daran liegt, dass sie eine sehr lange Zeitperiode abdecken. In diesem Buch sind diese Längen, wenn man sie überhaupt vorhanden nennen will, sehr minimal. Und viele der Nebencharaktere sind auch so interessant, dass die Handlung auch dann Spaß macht, wenn man nicht direkt Madelein folgt. Obwohl gewisse Geheimnisse für mich vielleicht ein bisschen zu leicht zu durchschauen waren, auch wenn ich meine Bestätigung sehr spät erst im Roman erhalten habe.

    Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch, zu einem historischen Ereignis, das wirklich sehr schlimm, aber dennoch auch wieder sehr interessant zu betrachten ist.

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    Kirschbluetensommers avatar
    Kirschbluetensommervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Anfang war etwas langatmig, dann nahm die Geschichte an Fahrt auf und war sehr spannend.
    Frankreich zwischen den Fronten

    Immer wieder wird sie plötzlich von schrecklichen Visionen heimgesucht. Madeleine sieht immer wieder was in den nächsten Minuten und Sekunden passieren wird. Als sie dann einem Hugenottenanführer das Leben rettet, gerät sie ins Visier von einigen mächtigen Katholiken, aber auch von Catherine de Medici. Sie gerät zwischen die Fronten eines Kampfes zwischen Hugenotten und Katholiken, der in der blutigen Bartholomäusnacht mündet. Damit ist dann nicht nur ihr Leben in großer Gefahr...

    Claudia Ziegler hat mit ihrem Roman eine mitreißende Geschichte rund um die bewaffneten Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten geschaffen. Anfangs brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte eintauchen zu können, aber dann zog sie mich in den Bann. Schade fand ich es allerdings, dass die Bartholomäusnacht dann doch keine allzu große Rolle in dem Buch einnimmt. Es erklärt vielmehr wie es zu dieser Blutnacht kommen konnte und deckt dadurch die Hintergründe auf.

    Die Autorin greift dabei auf historische Persönlichkeiten der damaligen Zeit zurück und vermischt sie geschickt mit ihren fiktiven Charakteren. Dabei überzeugt sie mit einer soliden Recherche.

    Auch wenn manche Handlungsverläufe etwas vorhersehbar sind, ist das Buch dennoch spannend und enthält die eine oder andere überraschende Wendung.

    Ich kann das Buch allen Liebhabern großer historischer Romane wärmstens empfehlen.

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    B
    Buecher-Liebevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich eines der schönsten, informativsten und verständlichsten historischen Bücher.
    ein Lesemuss

    Madeleine begleitet uns durch die Geschichte. Sie ist ursprünglich aus Deutschland, musste dort aber mit ihrer Mutter fliehen. Den Grund dafür erfährt der Leser im Fortgang der Story.
    Das Mädchen hat Zukunftsvisionen und sieht Schicksalsschläge bevor sie passieren. Diese Gabe soll sie eigentlich verbergen, denn in der Zeit der Inquisition ist es gefährlich dies laut zu äußern, wird Madeleine von ihrer Mutter gewarnt. Jedoch rettet sie dem Sohn der Königin und deren Gefolge durch eine solche Zukunftsvision das Leben und ist von nun an interessant für die damalige französische Königin.
    Als ihre Mutter stirbt muss Madeleine ins Kloster. Dort lebt sie einige Jahre, bis sie während einer neuen Vision einem Hugenottenführer das Leben rettet.... von nun an wird sie von Katholiken, Protestanten und dem Königshaus gleichermaßen gesucht.
    Sie findet zunächst Unterschlupf bei den Protestanten, wird dann jedoch von Katholiken entführt, landet schließlich am französischen Königshof und hat durch ihre Gabe das Schicksal ihres ganzen Landes in der Hand. 
    Nebenbei wird die Liebesgeschichte zwischen Madeleine , Katholikin, und Nicolas, einem Protestanten, erzählt.

    Das Cover zeigt eine wunderschöne Kette, die man beim Lesen mit der Handlung in Verbindung bringen wird. Außerdem ist eine idyllische Landschaft abgebildet, die ich als französischen Landesteil identifizieren würde.

    Der Schreibstil ist leicht verständlich, flüssig und nicht in altertümlicher Sprache gehalten. Auch ohne großes geschichtliches Hintergrundwissen versteht man die Handlung ohne Probleme und kann nebenbei Einiges über die historischen Hintergründe und den Bürgerkrieg/ die religiöse Verfolgung in Frankreich erfahren.

    Ich habe das Buch innerhalb von 3 Tagen ausgelesen. Es war so spannend und interessant geschrieben, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Selten einen so spannenden und mitreissenden Roman gelesen.
    Mitreissend und spannend

    Frankreich im 16. Jahrhundert. Madeleine wächst zunächst behütet bei ihrer Mutter auf, der Mutter, die einst aus Deutschland kam. Wieso Madeleines Mutter aus Deutschland weggezogen ist, erfährt sie jedoch erst viel, viel später. Eines Tages wird Madeleine von einer Vision heimgesucht. Sie kann in die nahe Zukunft schauen, doch ihre Mutter verbietet ihr, darüber zu reden. Sie redet ihr sogar ein, dass sie sich das nur einbilden würde. Als die Mutter einer Krankheit erliegt, wird Madeleine in ein nahe gelegenes Kloster gebracht, wo sie von Stund an leben wird. Im Land herrscht große Unruhe. Die Katholiken versuchen mit aller Macht, den aufstrebenden Protestantismus zu bekämpfen. Es herrscht ständig Krieg zwischen den beiden Glaubensparteien. Als Madeleine im Auftrag einer der Nonnen ins Dorf geht, überkommt sie wieder eine Vision und kann somit dem Hugenottenanführer Coligny vor einem Anschlag warnen und retten. Die Katholiken nehmen ihr dies äußerst übel. Auch im Koster ist sie nicht mehr sicher. Madeleine muss schließlich fliehen. Allein auf sich gestellt, versucht sie in das Lager der Hugenotten zu kommen. Es gelingt ihr. Sie wird warmherzig aufgenommen und sie verliebt sich in Nicolas de Vardes. Madeleine glaubt dort sicher zu sein, doch die Katholiken haben auch im Lager der Protestanten ihre Spitzel postiert. Es gelingt ihnen, Madeleine zu entführen. Der Hass des Herzogs de Guise ist so gross, dass er die junge Frau in den Kerker schmeißen lässt und an ihr seine ganze Wut in Form von Peitschenhieben auslässt. Madeleine jedoch überlebt. Ihre Retterin ist Catherine de Medici, die Königinmutter, die mächtigste Frau im Land. Die Frau, die sich mit Astrologie und Zwergen umgibt. Sie erhofft sich von Madeleine regelmäßige Wahrsagungen, doch diese kann ihre Visionen nicht steuern. So wird sie schnell uninteressant für die Medici, doch die hat eine andere Verwendung für sie. Madeleine wird als Spionin ausgebildet und wird zurück ins Lager der Hugenonotten gebracht. Hier sieht sie Nicolas wieder, ihre große Liebe. Sie ist hin- und hergerissen von dem Gedanken ihm von ihrer wahren Identität zu erzählen, doch sie wurde auch gewarnt es auf alle Fälle zu unterlassen. Hat diese Liebe zwischen einer Katholikin und einem Protestanten überhaupt eine Chance? Und wie kommt die junge Frau mit ihrer Spionagetätigkeit zurecht? Mit "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" ist der Autorin ein Roman gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Farbenprächtige Schilderungen der Schlösser, der Feste, der Personen, aber auch grausame Details aus dem Kriegsgeschehen. Man hat das Gefühl, an der Seite Madeleines zu sein, die Geschichte hautnah zu erleben, mit ihr in ihrer Vision durch Paris zu laufen. Wunderbar geschrieben, spannend, fesselnd und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ein historischer Roman, der unbedingt gelesen werden sollte. Ich freue mich auf weitere spannende Romane der Autorin!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" von Claudia Ziegler

    Ein wunderbarer, spannender historischer Roman der mit der tragischen Bartholomäusnacht endet.
    Vielseitige und lebendige Charaktere sind vertreten, der Aspekt mit dem "zweiten Gesicht", dem Hellsehen wurde nicht übertrieben dargestellt, zieht sich aber wie ein roter Faden durch das Buch.
    Sehr gelungen, ich mache mich auf die Suche nach mehr von der Autorin!

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    MerlinundPaulas avatar
    MerlinundPaulavor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" von Claudia Ziegler

    Frankreich 16. Jahrhundert. Madeleine Kolb lebt mit ihrer Mutter Elisabeth seit dem Tod des Vaters in Éclaron. Ursprünglich stammen sie aus Deutschland und ihre neuen Nachbarn behandeln sie meist immer noch wie Fremde. Beim Besuch des Königs in ihrer Stadt hat sie ihre erste Vision. Natürlich kann sie das nicht verraten, sonst würde sie als Hexe verbrannt werden.
    Jahre später nach dem Tod der Mutter muss sie in ein Kloster. Dort befällt sie wieder eine Vorahnung und sie verhindert einen Anschlag auf den Hugenottenführer Coligny. Fortan schwebt sie in großer Gefahr.
    Wie in den meisten Historischen Romane, die im Mittelalter spielen, gibt es auch hier viele Könige, Prinzen und ähnliche Personen, die erwähnt werden. Man muss sich also erstmal einen Überblick, über die ganzen Personen und deren Beziehungen untereinander, beschaffen.
    Nachdem man sich aber eingelesen hat, ist man ganz in der Geschichte gefangen. Madeleine ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie musste ohne Vater aufwachsen und bei ihrer ersten Vision ist sie verständlicherweise sehr verwirrt und weiß nicht, was mit ihr geschieht. Im Laufe des Buches erfährt man auch mehr über ihre Familie und warum sie Deutschland verlassen haben.
    Der Schreibstil ist super zu lesen und ein wenig Spannung kommt natürlich auch auf. Trotz der über 500 Seiten hatte ich es schnell durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte um Madeleine sich entwickelt. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz, und ich habe sehr mitgefiebert, wie sich die Sache zwischen ihr und Nicolas entwickelt. Es gab viele Höhen und Tiefen. Schließlich ist sie Katholikin und er Protestant und es herrscht Krieg zwischen den Katholiken und Protestanten.
    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch und für Fans von historischen Büchern sehr zu empfehlen. Für mich gab es nur ein paar kleine Mankos, deswegen kann ich nicht die volle Punktzahl geben.

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    mama2009s avatar
    mama2009vor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" von Claudia Ziegler

    Inhalt:

    Das Buch spielt in Frankreich im 16. Jahrhundert und es geht um den Kampf und Krieg zwischen Katholiken und Protestanten. Die Katholiken wollen mit aller Gewalt verhindern, dass die "neue" Religion in Frankreich an Gewicht gewinnt.
    Im Zentrum, zunächst ganz unbeteiligt, steht Madeleine, ein einfaches Mädchen. Doch sie ha eine Gabe, die nützlich sein kann, aber auch in Zeiten der Inquisition als Hexerei abgetan wird. Mit 16 Jahren hat sie ihre erste Vision und sie rettet einen jungen Prinzen vor dem Tod, weil sie in die Zukunft sehen kann und wusste, dass eine Brücke in ihrem Dorf einstürzen würde.
    Auf dem Zug war die Königsmutter, Catherine de Medici, die sich Madeleins Gabe zu nutze machen möchte. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste Madeleine noch nichts von ihrer Gabe und völlig eingeschüchtert und ängstlich, verneint sie die Vision.
    Im Verlauf der Geschichte kommt sie durch ihre Gabe mit beiden Lagern in Kontakt, doch mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

    Fazit:

    Im vorliegenden Werk merkt man deutlich, weil viel Arbeit und Zeit für die Recherche in Anspruch genommen hat. Dies ist für mich besonders in den Ränkespielen am Hofe deutlich geworden und kommt auch so in kleinen Details, wie das Techtelmechtel von Margot mit Henry de Guise, zur Geltung. Als Königstochter und Nachgeborene unbedeutend, doch auch hier wird deutlich, wie alles vor ab geplant ist. Von den Medici hört man viel, doch ich muss ehrlich sagen, dass sie so ausgepufft waren, wie es hier Catherine präsentiert, war mir nicht so bewusst.
    Es spiegelt auch die Eindrücke der einfachen Landbevölkerung wider und auch, wie sehr sich Gerüchte verbreiten und vom Volk als wahr/real angenommen werden.
    Die Sprache und die Wortwahl ist sehr stimmig und sehr angenehm zu lesen und es liest sich sehr gut.
    Beeindruckt hat mich auch die falsche Fährtenlegung und die damit verbundenen Wendungen, oft hat man gedacht, ja jetzt weiß man wer der Geheimnisträger ist, doch dann war wieder alles verpufft.
    Die Kämpfe und das sinnlose Töten zwischen den verfeindeten Lager hat mich sehr betroffen gemacht, da wurde einfach wahllos der andere gefoltert, umgebracht und geschändet, obwohl beide an den gleichen Gott glauben. Doch leider heute noch ein alltägliches Bild, irgendwo auf der Welt.
    Und Madeleine ist eine sehr beeindruckende junge Frau, die es nicht leicht hat, wie es typisch war in diesem Zeitalter und sie hat doch auch ihren Weg geschafft. Für mich sehr gut dargestellt, ohne irgendwie zu überzeugend dargestellt zu sein.

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    irismarias avatar
    irismariavor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" von Claudia Ziegler

    Claudia Zieglers historischer Roman „Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht“ spielt im Frankreich des 16. Jahrhunderts, es geht um die Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken sowie die Ereignisse rund um die Bartholomäusnacht 1572. Hauptperson ist das aus Deutschland stammende und in Frankreich aufgewachsene Mädchen Madeleine. Sie besitzt eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann Unglücke in der Zukunft vorhersehen und sie durch ihr Eingreifen verhindern. Madeleine rettet durch Zufall einen Hugenottenfürsten vor einem Anschlag und gerät dadurch zwischen die Fronten. Von nun an ist sie ständig auf der Flucht, lernt Adlige und Spione, Wahrsager und Heilkundige, die Königin Catherine de Medici und die Verursacher des Anschlags, die Familie der Guise kennen, wird bei den Protestanten aufgenommen und von dort entführt. Mit Madeleine erlebt man die Geschichte der Konfessionskämpfe in ihrer Sinnlosigkeit mit. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, die Sprache bildhaft, nie langweilig, man kann das Buch kaum noch zur Seite legen. Die Personen sind gut dargestellt und die Story stimmig. Auf unnötig ausführliche Grausamkeiten hat die Autorin erfreulicherweise verzichtet, dafür sind auch Nebenfiguren sehr plastisch dargestellt, wunderbar fürs „Kopfkino“.
    Alles in allem: ein wunderbarer, mitreißender historischer Roman aus einer bewegten Zeit, den ich guten Gewissen weiter empfehlen kann! Ich vergebe die volle Punktzahl!
    Interessant ist auch das Nachwort, in dem die historischen Fakten und die diskutierten Theorien dargestellt werden. Auch das Cover ist gut gelungen – schöne Farben und mit dem Amulett schon eine Andeutung auf die Geschichte, die historische Karte gefällt mir auch.

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    Nina2401s avatar
    Nina2401vor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" von Claudia Ziegler

    Frankreich im 16.Jahrhundert. Die junge Madeleine lebt mit ihrer Mutter in Frankreich, nachdem sie aus Deutschland fliehen mussten. Aber auch hier kann sie kein sorgloses Leben führen, denn sie hat Visionen und das kann sie nicht lange verbergen. Sie rettet zwar dem Hugenottenführer Coligny das Leben, aber sie gerät zwischen die Fronten der verfeindeten Katholiken und Protestanten und mehr als einmal hängt ihr Leben am seidenen Faden und sie läuft Gefahr, als Hexe verfolgt zu werden.

    Ich habe dieses Buch vom ersten Kapitel an geliebt. Die Sprache ist wunderschön und intensiv, Claudia Ziegler beschreibt alles sehr bildhaft und liebevoll und ich konnte sofort eintauchen in vergangene Zeiten. Ich habe Madeleine an den Hof der großen Catherine de Medici begleitet, lernte mit ihr den charismatischen Hugenottenführer Coligny kennen und leider auch die Grausamkeiten und Machtbesessenheit der Herzöge von Guise. Ich habe faszinierende Einblicke in die damalige Politik und Spionagepraktiken bekommen und wurde Zeuge von einigen historischen Geschehnissen, die mir so nicht bekannt waren. Claudia Ziegler hat sehr gründlich recherchiert und mir die geschichtlichen Ereignisse, die teilweise doch sehr grausam waren und bei mir Gänsehaut verursachten, sehr behutsam nahe gebracht. Dann wiederum hat sie mir mit kleinen Begebenheiten ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.
    Natürlich hat sie mich auch ein bisschen an der Nase herumgeführt und dabei den Spannungsbogen konstant hoch gehalten. Der Prolog ist z.B. einem spanischen Spion gewidmet, der bei den Hugenotten eingeschleust wird und erst ganz am Ende wird das Geheimnis um seine Identität gelüftet. Das Buch hat mir so gut gefallen, es gibt keinen einzigen negativen Kritikpunkt.

    Deshalb mein Fazit: ein wunderschöner historischer Roman, schillernde historische Persönlichkeiten, Religionskriege und Spionage, ein bisschen Gefühl und sehr viel Spannung. Eindeutig 5 Sterne!

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    Annelchens avatar
    Annelchenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" von Claudia Ziegler

    Mitten im 16. Jahrhundert. Ein Mädchen, das - ohne es zu wollen - zwischen die Fronten des Glaubenskrieges von Katholiken und Protestanten gerät.
    *
    Ein unbeschreiblicher und erfrischender historischer Roman, der einen in den Bann zieht!
    *
    Inhalt:
    Madeleine ist ein junges Mädchen, das mit seiner Mutter in einfachen Verhältnissen in Frankreich lebt.
    *
    Eines Tages sieht Madeleine ein Unglück voraus, das unmittelbar bevorsteht.
    Durch ihre Warnung lenkt sie nicht nur die Aufmerksamkeit der Königin auf sich...
    Durch ihre Hellsichtigkeit muss Madeleine bald schnell auf der Flucht sein, da sie einen Mordanschlag auf eine wichtige protestantische Persönlichkeit vereitelt.
    Wird Madeleine die Flucht gelingen?

    Meine Meinung:
    Das Buch ist unglaublich erfrischend geschrieben.
    Frau Ziegler hat die Charaktere wirklich sehr schön verbildlicht.
    Besonders hat mir die Figur des Nicolas de Vardes gefallen.
    Die Sprache ist angenehm zu lesen. Das Buch ist in mehrere Kapitel und Teile unterteilt.
    *
    Ich wünsche mir, dass Frau Ziegler eine Fortsetzung dieses tollen Buches schreibt.
    Auf das nächste Buch der Autorin freue ich mich schon jetzt, da mir ihre Art zu schreiben sehr gefällt und sie sich nicht mit langatmigen Beschreibungen von unwichtigen Kleinigkeiten aufhält.

    *
    Das einzige, was ich verbessern würde, ist die Umschlaggestaltung der Innenseite des Bucheinbandes.
    Die dort abgebildete politische Karte hat mir persönlich nicht viel weitergeholfen.
    Ich hätte mich mehr über eine geografische Karte mit allen Orten, die in dem Buch vorkommen, gefreut. Die politische Karte hätte man ja zusätzlich in den hinteren Inneneinband verlagern können.
    *
    Man muss aufgrund der der französischen Namen ein bißchen aufpassen, dass man die Namen der Personen nicht vertauscht. Da konnte aber Frau Ziegler nichts dran ändern, da sie auch viele damals tatsächlich existierende Persönlichkeiten in das Buch mit aufgenommen hat,

    Fazit:
    Ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. Ohne Weiteres auch für Leser geeignet, die sich nicht für historische Romane begeistern können!!!
    Ich möchte mehr solcher Bücher lesen!!

    Vielen Dank nochmal an den Verlag und an Frau Ziegler, die so freundlich waren und mir über ein Lovelybooks-Gewinnspiel dieses tolle Buch zur Verfügung gestellt haben!!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    ClaudiaZieglers avatar
    Liebe LovelyBooks Leser, ich möchte gern eine Leserunde zu meinem Buch "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" starten, das am 24. Oktober im Diana Verlag erscheint. Losgehen soll es am 5. November und es kann gern jeder mitlesen, der Interesse am Buch und dem Austausch hier in der Runde hat. Außerdem stellt der Verlag 5 Bücher zur Verfügung, die unter allen, die sich zur Leserunde anmelden, verlost werden. Jetzt aber erstmal etwas mehr zum Inhalt, damit ihr wisst, worum es geht: "Sie kann in die Zukunft sehen und droht als Hexe verraten zu werden: Als die 19-jährige Madeleine zwischen die Fronten der verfeindeten Katholiken und Protestanten gerät, schwebt sie in größter Gefahr. Doch dann überträgt Catherine de Medici ihr eine geheime Mission, und Madeleine kämpft nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das Schicksal Frankreichs. Ein mitreißendes Epos über die blutigste Nacht der Geschichte — die Bartholomäusnacht am 24. August 1572 Frankreich, 1567: Die Stimmung im Land ist aufgepeitscht, ein neuer Krieg zwischen Katholiken und Protestanten steht bevor. Dank ihrer Gabe, die Zukunft zu sehen, vereitelt die 19-jährige Klosterschülerin Madeleine einen tödlichen Anschlag auf den Hugenottenführer Gaspard de Coligny. In größter Gefahr findet sie bei den Hugenotten Unterschlupf, wo sie sich in den Edelmann Nicolas de Vardes verliebt. Da gelingt es den Katholiken, sie gefangen zu nehmen, und sie wird der Hexerei bezichtigt. Als sie im Kerker bereits glaubt, an den Folgen der Folterungen zu sterben, lässt ausgerechnet Catherine de Medici sie befreien. Die Königinmutter hat für das Mädchen mit dem zweiten Gesicht eine streng geheime Mission ersonnen. Doch nicht nur die Geschicke des Landes, auch ihre Liebe zu Nicolas steht auf dem Spiel." [Verlagstext] Außerdem könnt ihr hier schon mal reinlesen, denn es gibt auch eine Leseprobe zum Buch: http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?mid=4&serviceAvailable=true&showpdf=false&edi=261740#tabbox Ihr möchtet mitmachen und auch eines der Bücher gewinnen? Dann schreibt im Unterthema "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" wieso ihr so gern dabei sein möchtet. Und beantwortet dort außerdem diese kleine Frage: Wenn ihr einen Blick in die Zukunft werfen könntet und die Möglichkeit hättet, eine ganz bestimmte Sache zu erfahren, was wäre das? Die 5 Gewinner werden am 28. Oktober hier bekannt gegeben. Ich würde mich freuen, wenn viele von euch mitlesen möchten. Liebe Grüße eure Claudia
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