Claudio M. Mancini

 4.3 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von La Nera, Mala Vita und weiteren Büchern.
Claudio M. Mancini

Lebenslauf von Claudio M. Mancini

Der deutsch-italienische Schriftsteller Claudio Michele Mancini wurde kurz nach Kriegsende geboren und wuchs am Lago Maggiore auf. Er studierte in München Psychologie und arbeitete danach als Dozent und Unternehmensberater. Mit "Infamità" bringt Mancini seinen ersten Mafia-Roman heraus. Darin und in seinen weiteren Werken verarbeitet er reale Kriminalfälle.

Alle Bücher von Claudio M. Mancini

La Nera

La Nera

 (15)
Erschienen am 02.05.2012
Mala Vita

Mala Vita

 (13)
Erschienen am 07.06.2010
Januar - Der Pate von Lütjenholm

Januar - Der Pate von Lütjenholm

 (4)
Erschienen am 07.01.2015
Il Bastardo

Il Bastardo

 (1)
Erschienen am 01.04.2015
Weiß wie Schnee: Ein Winterthriller

Weiß wie Schnee: Ein Winterthriller

 (1)
Erschienen am 02.10.2013
Weiß wie Schnee (Winterthriller)

Weiß wie Schnee (Winterthriller)

 (0)
Erschienen am 01.10.2013

Neue Rezensionen zu Claudio M. Mancini

Neu
pardens avatar

Rezension zu "Januar - Der Pate von Lütjenholm" von Claudio M. Mancini

Harmloser Thriller...
pardenvor 2 Jahren

HARMLOSER THRILLER...

Ein toter Mafiapate in einer nordfriesischen Gemeinde! Cesare Pastorale wurde der Schädel eingeschlagen und er wurde im Lütjenholmer Moor nahe Flensburg versenkt. Allerdings nicht für die Ewigkeit, denn die Leiche des Mafiapaten wird wieder an die Oberfläche getrieben und von einer Spaziergängerin entdeckt. Während die Polizei den ortsansässigen Eiscafébetreiber Salvatore Alvaro als Schwiegersohn des Toten ausfindig machen kann, wittert der Journalist Hinnerk Olsen eine riesen Story und geht Hinweisen sowie Anschuldigungen aus der Bevölkerung auf eigene Faust nach.

Was erwarte ich von einem Thriller? Spannung, interessante Charaktere, die durchaus einmal polarisieren können, mitreißende Ermittlungen, überraschende Wendungen. Selbst ein Short Thriller wie in diesem Fall mit gerade einmal 105 Seiten kann durchaus einige der genannten Elemente vorweisen, wie ich bei der Lektüre anderer Bücher gelernt habe. Doch hier? Gähnende Leere.

Da gibt es zum einen unfähige Ermittler, die fehlende Kompetenz und Intuition durch unfreundliches und ruppiges Gehabe wettzumachen versuchen. Die Klischeekiste darf hier auch nicht fehlen, und so wird ein italienischer Verdächtiger freundlichst 'Spaghetti' genannt, über einen anderen wird sich lustig gemacht: er habe eine geladene Schwulenknarre dabei gehabt. Ich mag eine lockere Schreibweise durchaus, wenn sie zu dem Geschehen passt - hier jedoch habe ich es oft als verkrampftes Bemühen empfunden, das nicht sonderlich von Erfolg gekrönt war.

Bleiben zum anderen noch oberflächliche Ermittlungen, flache Charaktere - und selbst das eigentlich überraschende Ende entlockte mir letztlich nur noch ein Schulterzucken. Als Thriller-Fan kann ich hier leider nur konstatieren: eine eher enttäuschende Leistung. Schade. Ich hoffe, die anderen Short Thriller dieser Reihe sind lohnenswerter!


© Parden

Kommentare: 4
24
Teilen
Janna_KeJasBlogs avatar

Rezension zu "Januar - Der Pate von Lütjenholm" von Claudio M. Mancini

Mord im Moor
Janna_KeJasBlogvor 3 Jahren

Inhalt:
Lütjenholm ist ein kleiner Ort - jeder kennt jeden. Geheimnisse bleiben nicht lange unentdeckt und wirkliche Skandale gibt es nicht. Als jedoch Rosanna von ihrer Mafia-Familie besucht wird, findet eine Frau kurz darauf eine männliche Hand im Moor. Der erste Mord in Lütjeholm! Wer ist der unbekannte Tote und hat die Mafia damit zu tun?

1 von 5 Sternen
Dies ist mein 3. Thriller aus der Reihe "Kalender-Thriller" und der für mich schlechteste! Beginnend mit dem Genre bin ich schon enttäuscht, für mich fehlte alles was ein Thriller aus macht: Nervenkitzel, Spannung, psychologische Aspekte, Einsicht in die Protagonisten ... Ein Thriller muss nicht all diese Elemente beinhaltet, aber bei dieser Story trifft nichts zu!
Zunächst werden die Protagonisten, die Beziehungen untereinander vorgestellt, jedoch bleibt alles sehr Oberflächlich. Der Leser erhält erst gar nicht die Möglichkeit, mit den Protagonisten zu sympathisieren oder Anti-Sympathie aufzubauen. Und wenn dies geschieht, verliert für mich eine Geschichte bereits ihren Reiz.
Für die Ermittlungen wird ein Team aus Flensburg gerufen und auch hier bleibt es oberflächlich - weder die Ermittlungen, noch die Befragungen gehen wirklich in die Tiefe. Es wird zwar erst am Ende aufgeklärt wer den Mord begangen hat und warum, aber ein "Mitermitteln" (Neugierde, Spannung), kam bei mir nicht auf. Und auch das Ende konnte mich nicht überzeugen.
Die Story hat mich schlichtweg nicht "gepackt"!

Fazit:
Thriller? Für mich ein schwacher(!) Krimi.

Kommentare: 2
62
Teilen
Bellexrs avatar

Rezension zu "Il Bastardo" von Claudio M. Mancini

Das Geschäft mit dem Müll
Bellexrvor 3 Jahren

In einem kleinen sizilianischen Bergdorf werden auf dem Marktplatz die Söhne des italienischen Umweltministers Messoni, sowie die Söhne zweier ortsansässiger Mafiabosse und ein kleines Mädchen erschossen. Der Mafiajäger Alessandro Valverde von der italienischen Spezialeinheit DIA übernimmt den Fall und ist schnell davon überzeugt, dass hier ein Auftragsmord vollstreckt wurde. Erste Spuren deuten darauf hin, dass das Motiv im Drogengeschäft zu finden ist, doch bald schon muss Valverde feststellen, dass es hier um etwas viel brisanteres geht: Die illegale Verklappung von hoch toxischem Müll.

 

Ein Auftragsmörder bereitet sich auf seinen nächsten Einsatz vor. Mit dieser eher ruhigen, aber sehr interessanten, eindringlichen Sequenz beginnt der in Deutschland lebende Sizilianer und Sohn eines Mafia-Paten Claudio M. Mancini seinen neuesten Thriller. Doch schon bald ist man bei dem Anschlag auf dem Marktplatz eines kleinen Bergdorfes dabei und verfolgt eine wüste Schießerei. Bei diesem Auftragsmord kommt auch die kleine Carla ums Leben, die Tochter der Journalistin Gianna Corodino. Fortan entwickelt sich die Story zumeist temporeich und fesselnd. Zudem ist auch lange Zeit nicht ersichtlich, wer von den vier jungen Italienern die eigentliche Zielperson des Auftragsmörders war.

 

Comandante Valverde von der DIA übernimmt die Ermittlungen und stößt schon bald auf massive Schwierigkeiten. Seine Vorgesetzten wollen den Tod der beiden Ministersöhne aus den Ermittlungen heraushalten, was für Valverde ein Unding ist. Ihn interessiert nur die Wahrheit, persönliche Interessen oder die Angst vor beruflichen Repressalien kümmern ihn nicht, ganz im Gegensatz zu seinen Vorgesetzen. Diese versuchen alles, die Morde an den Ministersöhnen auf kleiner Flamme halten. Aber auch als die Spur immer mehr in Richtung illegaler Giftmüllentsorgung geht, trifft Valverde ständig auf eine Wand des Schweigens. Doch hiervon lässt sich der geradlinigen Comandante nicht abschrecken.

 

Claudio M. Mancini bringt in seinem aktuellen Mafia-Thriller wieder sein Wissen über die Machenschaften der Mafia mit ein und schildert diese äußerst interessant und mitreißend. Deren Einflüsse reichen bis in die höchsten Regierungskreise, ihre Geschäfte sind vielfältig und Zeugen werden kontinuierlich mundtot gemacht.

 

Es handelt sich hierbei zwar um eine fiktive Geschichte, doch der Autor hat diese  nah an der Wirklichkeit angelegt und schildert die wahren Machenschaften der Mafia, wodurch der Thriller atmosphärisch dicht erzählt wirkt. Die Story entwickelt sich von Anfang an komplex und wendungsreich. Erst so nach und nach deckt Claudio M. Mancini die Machenschaften und Ziele der Täter auf und schönt hierbei auch nichts.

 

Fazit: Brisant, spannend, wendungsreich – ein Mafia-Thriller der wohldurchdacht und packend erzählt wird.

 

 

Kommentieren0
10
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
claudio_michele_mancinis avatar
claudio_michele_mancini

das schrieb ein Rezensent:

La Nera ist die Hauptperson in Claudio M. Mancini`s gleichnamigen Roman, der sich mit den Strukturen und Machenschaften der italienischen Mafia befasst.

Sophia, genannt La Nera ,wegen ihres rabenschwarzen Haares, wächst in einem kleinen Dorf in einfachen, bäuerlichen Verhältnisse auf. Ihre Mutter hat die Familie früh wegen eines anderen Mannes verlassen. Ihr Vater, den sie so dringend gebraucht hätte, ist verbittert. Nur mit ihrem Bruder Tommaso verbindet sie eine herzliche Beziehung.Als die Geschwister eines Tages zu einem Dorffest fahren, das zum Ende der Schafschur stattfindet, wird Sophia vor den Augen ihres Bruders, den man an einen Baum gebunden hat,vom Sohn des mächtigen Paten und dessen Freunden vergewaltigt und Tommaso anschließend erschossen. Sophia kann auf keinerlei Verständnis oder Hilfe hoffen, denn der Sohn des Paten ist unantastbar.Trotzdem schwört La Nera Rache.Sophia heiratet einige Jahre später den schwerreichen Arzt Giulio Saviani,dessen Aufmerksamkeit sie bewusst auf sich gezogen hat, denn eine Liebesheirat kommt für Sophia nach der Vergewaltigung nicht mehr infrage.Erst nach der Heirat wird Sophia klar, in was für eine "ehrenwerte Familie" sie eingeheiratet hat, denn Giulio's Vater ist ein mächtiger Pate.Als ihr Mann ermordet wird, führt sie seine Geschäft weiter, verliert aber ihre Rache, die noch tief in ihr brennt, nicht aus dem Auge.

Claudio M. Mancini hat mit seinem Buch "La Nera " einen spannenden Mafiathriller geschrieben, der so weit gar nicht von der Realität entfernt ist. Er schreibt über die Machtstrukturen, aber auch über die geschickt aufgebauten Geschäftszweige der Mafia und von den Schwierigkeiten der Antimafiabehörden hier Erfolge zu erzielen und Beteiligte dingfest zu machen.Informationen über diese Leute zu bekommen ist so gut wie unmöglichen, da geschwiegen wird,denn das erste Gebot der Sizilianer ist Schweigen, wenn sie ihr Leben behalten wollen.

Claudio M. Mancini berichtet im dem Trailer des Buches,dass die Frauen in der Mafia mittlerweile fest integriert sind und häufig mit noch größerer Geschäftstüchtigkeit, Durchsetzungsvermögen und Brutalität die Geschäfte ihrer verstorbenen Männer weiterführen. Eine Figur an der sich der Autor bei seinem Buch orientiert hat, ist die bekannte Mafiapatin Guiseppa Sansone, die man erst nach vielen Jahren verhaftet hat.Auch in Deutschland hat die Mafia den Fuß fest in der Tür, wie Mancini sagt, allein in Deutschland werden nach Angaben des BKA jedes Jahr 3 Millarden Schutzgelder bezahlt.Aber das sind eben nicht die einzigen
Einnahmequellen dieser Organisation. Wenn man dann noch dazurechnet, dass die russische und vitnamesische Maffia hier auch
ordenlich mitmischt und diese Leute nicht nur kleine Gauner sind, sondern in der Wirtschaft, Politik und auch in den Polizeibehörden ihre Leute haben,frage ich mich wer hier in unserem Land bestimmt.

Ein spannender, gut recherchierter und dem zu Folge interessanter Thriller.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Claudio M. Mancini wurde am 26. Dezember 1945 geboren.

Community-Statistik

in 45 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks