Claus-Peter Lieckfeld

 4,1 Sterne bei 41 Bewertungen
Autor von Anwalt der Hexen - Pater Spee, Das Buch Haithabu und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claus-Peter Lieckfeld

Claus-Peter Lieckfeld ist preisgekrönter Romanautor (Deutscher Science Fiction Preis) und bekannter Journalist. Er hat für ZEIT, SPIEGEL, STERN, SZ, mare u.a.m. geschrieben. Zuletzt erschien von ihm u.a. das Sachbuch »Tatort Wald«. Sein Roman »Der Anwalt der Hexen« erhielt die Höchstwertung der Illustrierten STERN.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Claus-Peter Lieckfeld

Cover des Buches Anwalt der Hexen - Pater Spee (ISBN: B00AQWA9PI)

Anwalt der Hexen - Pater Spee

 (13)
Erschienen am 20.12.2012
Cover des Buches Das Buch Glendalough (ISBN: 9783442452736)

Das Buch Glendalough

 (6)
Erschienen am 01.08.2002
Cover des Buches More Than Honey (ISBN: 9783936086782)

More Than Honey

 (4)
Erschienen am 13.12.2013
Cover des Buches Die Wiederkommer (ISBN: 9783961941148)

Die Wiederkommer

 (4)
Erschienen am 01.09.2020
Cover des Buches Fellosophie (ISBN: 9783896602039)

Fellosophie

 (2)
Erschienen am 01.04.2004
Cover des Buches Tatort Wald (ISBN: 9783938060117)

Tatort Wald

 (2)
Erschienen am 01.09.2006

Neue Rezensionen zu Claus-Peter Lieckfeld

Cover des Buches Die Wiederkommer (ISBN: 9783961941148)MoMes avatar

Rezension zu "Die Wiederkommer" von Claus-Peter Lieckfeld

Eine Mischung aus Sachbuch und Novelle
MoMevor 6 Monaten

Der Mensch ist meiner Meinung nach das gefährlichste Raubtier auf der Erde. Durch sein oft kurzsichtiges und Ich-bezogenes handeln, haben wir nicht nur unserer Umwelt, sondern auch den Tieren geschadet. Dieses Buch war genau das gewesen, was ich von ihm erwartet hatte. Nämlich eine Hommage an die Big Five der zurückkehrenden Tierarten und gleichzeitig ein Buch, was zum Nachdenken anregte.

Die Idee, Teile des Buches aus der Sicht der Big Five zu schreiben, fand ich klug durchdacht. Jedes der fünf Tiere erhielt ein eigenes Kapitel. Darin beleuchtete der Autor zwei Stand- beziehungsweise Blickpunkte. Einmal die des zurückkehrenden Tieres und einmal die des Menschen. Wobei er sich hier für das Beispiel Mensch oft die Gegner des jeweiligen Tieres heraus suchte, nämlich Waidmänner und Schäfer.

Ziemlich deutlich beschrieb er, welche Intention die Tiere bei ihrer Eroberung eines neuen Territoriums hatten und welche Absicht der Mensch hatte, dies zu verhindern. Manche dieser Gründe ließen mich einfach nur den Kopf schütteln. Ein Beispiel: Was spricht für die Rückkehr des Luchses? Ganz klar, dass der Luchs womöglich einen Hirsch erlegt, den eigentlich der Jäger für sich beansprucht hätte. Damit er das Fleisch essen und dieses wunderschöne Geweih dekorativ an seine Wand hängen kann. Aber die Frage ist ja, welche Daseinsberechtigung hat denn der Luchs? Was tut der Luchs denn Gutes für unsere Umwelt? Diese und ähnliche Fragen beantwortet der Autor geschickt für alle Tiere. Und ja, dies hatte mir sehr gut gefallen, denn es eröffnete neue Blickwinkel.

Selbstverständlich wurden nicht alle Menschen in diesem Buch verteufelt. Im Gegenteil. Auch Tierschützer, sowie die Arbeit der jeweiligen Experten, die dafür Sorgen, dass wieder Frieden in die Bevölkerung einzieht und das Zusammenleben mit den Tieren erleichtert, wurden beschrieben und erwähnt.

Nachdem ich nun einen kleinen Überblick über die Rückkehrer erhalten hatte, erzählte der Autor noch ein bisschen aus dem Nähkästchen. So beschrieb er, wie er zu seiner Liebe und sein Interesse über die Tiere kam. Gleichzeitig gab er noch ein paar spannende Informationen rund um die Wiederkehrer preis. Dabei erwähnte er auch andere Tiere, die sich so langsam den europäischen Lebensraum erobern, obwohl sie hier ursprünglich niemals gesiedelt haben. Zu nennen wäre da unter anderem der Goldschakal oder der Waschbär.

Der Schreibstil war flüssig und packend. Besonders gut gefiel mir der Ton innerhalb seiner Erzählungen. Er mahnte nicht an und er kritisierte auch nicht, sondern er zeigte mit viel Gefühl und trotzdem in aller Deutlichkeit auf, welch seltsame Gedankengänge so mancher Mensch in Bezug auf die Tiere hat, die nachweislich gut für unsere Umwelt sind.

Final möchte ich auch noch kurz die Illustrationen von Lena Winkel erwähnen. Schon allein das Cover war ein richtiger Hingucker und an vorderster Front mein Lieblingstier. Aber auch zu jedem Kapitel gab es passende Zeichnungen, nicht immer groß, aber dafür wirklich sehr schön anzuschauen. Das waren ganz klar optische Highlights.

Fazit:
Absolut lesens- und empfehlenswert. Für das bessere Verständnis für die Tiere sollte meiner Meinung nach jeder dieses Buch mindestens einmal gelesen haben. Es ist wert- und sinnvoll.

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Cover des Buches Die Wiederkommer (ISBN: 9783961941148)JuliaGoldfeuers avatar

Rezension zu "Die Wiederkommer" von Claus-Peter Lieckfeld

informativer Hybrid aus Belletristik und Sachbuch
JuliaGoldfeuervor 8 Monaten

Dieses bezaubernde Büchlein, dass Lena Winkel so wunderschön illustriert hat, wurde mir vom KJM-Verlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Der Autor Claus-Peter Lieckfeld befasst sich auf diesen 140 Seiten mit den wiederkehrenden Tieren von Europas Wäldern, wie Bär, Wolf, Rabe, Luchs oder Biber. Diesen fünf widmet er zu Beginn jeweils eine kurze Novelle, die aus der Sicht des Tieres verfasst ist und einen Blick auf die Lebensweise und die daraus resultierenden Reibungspunkte mit dem Menschen wirft.

Einige bejubeln die neue Wildheit, für so manchen Schäfer, Jäger oder Waldspaziergänger ist es eher ein Alptraum.

Teil Zwei des Buches nutzt der Autor, um seine Position des Jublers darzulegen. Er ist aber sehr bemüht, sachlich die Problematiken und auch Lösungsansätze aufzuzeigen und die Gegner der Wildtierzuwanderung nicht zu verurteilen. Neben den "Big Five" werden weitere Neuerscheinungen in unseren Breitengraden kurz angeschnitten. Man erfährt zum Beispiel mehr über Marderhunde oder Goldschakale, die ursprünglich keine Europäer sind und sich trotzdem immer weiter hier ausbreiten.

Der Schreibstil fiel mir von Seite eins an sofort positiv auf. Claus-Peter Lieckfeld findet atemberaubende Worte, um einen einfachen Handlungsstrang, der beschreibt, wie ein Wildtier durch seine Umgebung streift, magisch wirken zu lassen. Man wird in das Tier hineinversetzt, sieht durch seine Augen, spürt Empathie, wenn das es mit der Zivilisation kollidiert.

Er streut ein paar Fachbegriffe und viel Wissen heimlich in seine bildhafte Erzählweise ein, ein gekonnter Schachzug des Autors, um zu lehren und zu unterhalten, ohne zu überfordern.

"Die Wiederkommer" ist ein Hybrid aus Belletristik und Sachbuch, was mir einerseits gut gefällt, andererseits taugt es für eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema meiner Meinung nach nur bedingt. Es ist ein literarischer Einstieg, der bereits gute Argumentationshilfen an die Hand gibt, für tiefergehende Informationen empfehle ich weitere Fachliteratur.

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Cover des Buches Die Wiederkommer (ISBN: 9783961941148)anna_schwppss avatar

Rezension zu "Die Wiederkommer" von Claus-Peter Lieckfeld

Die Rückkehr der Wildtiere
anna_schwppsvor 8 Monaten

Rabe, Wolf, Luchs, Bär und Biber – Sie alle waren/sind in Deutschland fast bis völlig ausgestorben und treten nun langsam wieder in unser Leben. Während die Einen jubeln (ich geb zu, ich gehöre auch dazu!), ist es für andere ein absoluter Albtraum. Denn natürlich gibt es auch Probleme.

Das Buch ist zweigeteilt: Im ersten Part gibt es Kurzgeschichten zu jeder Art der Big Five, im zweiten Part werden Fiktionen dann zu Fakten. die Kurzgeschichten haben mir insgesamt ganz gut gefallen, manche mehr, manche weniger. Die der Raben ist zum Beispiel nicht meins, allerdings gefällt mir die vom Bär umso besser. Man muss sich auf jeden Fall darauf einlassen. Aber es zeigt schön die Probleme und Ängste, die viele Menschen aber auch zu Recht haben, wenn man versucht, einander zu verstehen.

Das Kapitel zu Mensch und Wildtier ist recht lang, das hätte man gern unterteilen können. So springt der Autor nämlich ein wenig von A nach B. Da wäre es einfacher zu folgen, wenn klarer abgegrenzt würde, statt zwischen den Tieren zu wechseln. Trotzdem sind die Ansätze sehr gut. Es werden Fakten, Probleme, Fälle und Lösungsansätze vorgestellt, was für mich als fast-Biologin (Ende des Jahres ist es ja offiziell!) total interessant ist. Da ich im Studium bereits das Thema „Wolf als Wiederkehrer“ hatte, ist mir vieles bekannt, aber so kann ich euch auch wenigstens sagen: Ihr könnt den Fakten trauen

Ich selbst möchte aber zum Ganzen Thema einfach auch was sagen. Denn auch ich freue mich über das Comeback von Wolf, Luchs und Co. Das Problem in Deutschland ist aber unter Anderem, dass wir sehr dicht besiedelt sind. Das bringt viele Komplikationen und Schwierigkeiten mit sich. Trotzdem finde ich es einfach schade und falsch, den Tieren den Aufenthalt hier zu verwehren. Stattdessen brauchen wir Aufklärung statt reißerische Artikel und gemeinsame Lösungsansätze statt nur schwarz oder weiß. Zum Glück gibt es da aber bereits viele Forscher, die an den Punkten arbeiten!

Fazit 

Ein interessantes Buch für Leser, die sich mit der Thematik der Wiederkommer auseinander setzen möchten ohne auf ein wenig Erzählung verzichten zu müssen. Trotzdem fehlt mir Struktur im letzten Part und die Geschichten sagen mir nur teilweise zu.

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Gespräche aus der Community

Liebe LovelyBooks-Freunde,


Ich möchte Euch herzlich einladen, den mutigsten und faszinierendsten Mann des frühen 17. Jahrhunderts kennenzulernen: Pater Friedrich Spee (1591 - 1635), den bedeutendsten Kritiker des Hexenwahns, den sein Engagement fast selbst auf den Scheiterhaufen gebracht hätte.

Mein Roman "Anwalt der Hexen" führt in den Dreißigjährigen Krieg. Und er begleitet auch jenen Mann, dessen Anschlag auf Spee scheiterte, und der zu einem Rachefeldzug an die Weser ansetzte,  als er erfuhr,  dass sein Vater und seine Schwester Opfer von Hexenjägern wurden -  während er mit Gustav Adolfs Heer von Schweden nach Deutschland übersetzte.

Mein Roman ist neu als  eBook bei dotbooks erschienen.

Hier der Klappentext:

„Mein liebes Teutschland gebiert Hexen in der Nacht und verbrennt Menschen am Tage.“

Peter Spee tritt gegen die Folter ein und prangert die Freveltaten der Hexenbrenner an. Doch durch seine kompromisslose Haltung bringt er auch seine Glaubensbrüder und die Mächtigen des Jesuitenordens gegen sich auf und kann nur knapp einem Mordanschlag entgehen. Denn eines Tages begegnet er dem, der ihn Ostern 1629 vom Pferd schießen wollte, ein zweites Mal …

Ein historischer Roman über einen der bedeutendsten Kritiker der Hexenprozesse: „Wer meint, unter der Folter etwas anderes zu hören als den Schrei gepeinigten Fleisches, der kennt weder Menschennatur noch die Gebote des Herrn. Geständnisse unter Feuer, mit Strick oder Wasser erpresst, sind ein großer Lug und ein schrecklicher Trug.“

 

Für die Leserunde stellt dotbooks 20 Leseexemplare zur Verfügung. Wenn Ihr dabei sein wollt, beantwortet bitte bis zum 24. Juni folgende Frage:

Spees berühmtes, bahnbrechendes Anti-Folter-Buch,  >>Cautio Criminalis<<, wird auch manchmal der "Anti-Hexenhammer" genannt. Was ist mit "Hexenhammer" gemeint?

Ich bin neugierig auf Eure Eindrücke und Meinungen und freue mich auf spannende Stunden und Gespräche.

Claus-Peter Lieckfeld

198 BeiträgeVerlosung beendet
passionelibros avatar
Letzter Beitrag von  passionelibrovor 8 Jahren

Community-Statistik

in 76 Bibliotheken

von 1 Lesern aktuell gelesen

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