Bei einem Anschlag in einer U-Bahn in Berlin wird die 9jährige Tochter eines Clanchefs verletzt und kämpft um ihr Leben. Dr. Ella Bach interessiert das bedrohliche Auftreten des Clans nicht, sie versucht zu verstehen, warum ein Sanitäter vor Ort das Handy des Attentäters an sich nahm. Das Buch beginnt sehr spannend und ist ein Pageturner. Aber als Ella ihre Freundin in London sucht, wird die Geschichte völlig absurd. Ich will hier nicht zu viel sagen, aber das Internet sorgt dafür, dass manche Menschen zu Selbstmordattentätern werden, da der Teufel sich die Informationen zunutze macht. Ich habe bis zu Ende durchgehalten, aber auch wenn der ein oder andere Gedanke über das Internet und das Menschsein meine Zustimmung erhalten, war es doch insgesamt zu abstrus und an den Haaren herbei gezogen, um noch Lesevergnügen zu sein. Für diese völlig bekloppte Handlung und die sich gegen Ende häufenden logischen Brüche gebe ich nur 3 Punkte. Dabei fand ich den Anfang bis zur Suche nach der Freundin eigentlich gut.
Claus Cornelius Fischer
Lebenslauf
Einen Kinobesuch wert: Claus Cornelius Fischer, geboren am 8. Juni 1951 in Berlin, ist deutscher Übersetzer, Drehbuchautor und Schriftsteller. Nach seinem Abschluss an der Journalistenschule in München war er zunächst als freier Journalist für renommierte Zeitschriften wie Die Welt und Die Zeit tätig. Zu dieser Zeit übersetzte er auch amerikanische Romane, bis er sich schließlich dazu entschloss sich als Drehbuchautor und Schriftsteller zu versuchen. 1989 war er mit Günter Grass und Norbert Blüm, Mitherausgeber von Salman Rushdies in Deutschland. Im selben Jahr bekam er dann den Aspekte-Literaturpreis für seinen Debütroman „Goyas Hand“, der in kürzester Zeit zum Bestseller wurde. Daraufhin veröffentlichte er weitere Werke in verschiedenen Genres, wie Krimis, Thriller, historische Romane sowie Drehbücher und Fernsehfilme. So verfasste er insgesamt drei Folgen für die Serie Tatort und die Kinofile Blueprint und Boran. Nebenbei schreibt der Autor auch unter Pseudonym historische Romane und Kinderbücher. Heute lebt Fischer mit seiner Frau in München und Berlin.
Alle Bücher von Claus Cornelius Fischer
Die Elemente des Todes
Commissaris van Leeuwen und die verlorene Frau
Commissaris van Leeuwen und die Händler des Bösen
Erlösung
Commissaris van Leeuwen und der Engel des Todes
Die Diagramme des Todes
Commissaris van Leeuwen und der Mann mit dem eisigen Herzen
Nukleus
Neue Rezensionen zu Claus Cornelius Fischer
Bei diesem Buch hat bei mir es auf den ersten Blick „klick“ gemacht, ich liebe den Titel, das Cover und dass es quasi um die Ecke meiner eigenen Heimat spielt. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen und habe es keine Sekunde bereut. Dieses Buch ist einfach herrlich unterhaltsam, toll geschrieben und übertrieben authentisch. Es erfasst den ganzen Mief einer Kleinstadt, mit ihren tragischen Gestalten, den allzu vertrauten Ecken und der jugendlichen Hoffnung auf „mehr“.
Zum Inhalt: Büren in den 60er Jahren. Der Jesuitenschüler Julian träumt von einer Karriere als Schriftsteller, einem roten Cabrio und Cornelia. Aber die Verlage zeigen sich eher zurückhaltend, was die Annahme seiner Manuskripte angeht und auch die Mädchen erliegen noch nicht wie geplant Julians Charme. Doch Julian lässt sich davon nicht zurückschrecken und zwischen Internat, Eisdiele und Szenedisko erkundet Julian die Liebe, schließt Freundschaften, macht sich Feinde, scheitert und steht wieder auf.
Die ganze Geschichte strotzt nur so vor Retro-Vibes, Referenzen zu Musik und Filmen versetzen den Leser zurück in eine andere Zeit. Der Erzählstil hat etwas eigenwilliges. Julian erzählt sehr sprunghaft aus seinem Leben, ist aber mitnichten ein verlässlicher Erzähler. Vielmehr schwelgt er in seinen verzerrten Wahrnehmungen und alternativen Realitäten in denen er mutiger, cooler, begehrter ist. Unterbrochen wird dies durch Kommentare seiner ehemaligen Freunde und Klassenkameraden. Dieser Erzählstil hat großartig zur Geschichte und zur Figur Julian gepasst, zukünftiger Star des Literaturhimmels, der schon in seiner Jugend ein Talent für Fiktion und alternative Realitäten aufzeigt, wann immer es ihm dienlich erscheint.
Julian Freytag ist ein naiver Träumer, der in seinen illusorischen Wunschvorstellungen versinkt, ein schüchterner Junge und ein Außenseiter. Er neidet anderen, was sie haben, gerät immer mal wieder auf die Abwege der Moral und fürchtet sich aber so sehr vor der Strafe Gottes, dass es ihn innerlich zu zerreißen droht. Das ländliche Büren ist zu klein für Julians Hoffnungen und Wünsche, gleichzeitig hat er Angst davor den Schutz der gewohnten Umgebung zu verlassen. Julians Gedanken, Ängste, Sorgen und Hoffnungen wirken teilweise sehr kindlich (in seinen Erzählungen bewegt er sich in einer Altersspanne zwischen 11 und 18 Jahren, aber dadurch auch sehr nahbar.
Julian erzählt hauptsächlich von der jugendlichen Tragödie erster Verliebtheit, absolut überzogen wahrgenommen und beschrieben, als wäre es Weltschmerz. Sehr real, ich habs absolut gefühlt, musste aber auch schmunzeln über Julians Erwachen sexueller Interessen. Als Jesuitenschüler fällt es ihm nicht leicht zu seiner Sexualität zu stehen oder sie in geregelte Bahnen zu lenken, und ich habe ein ums andere Mal überrascht auflachen müssen. Ich hatte auch wahnsinnig viel Spaß an Julians literarischen Ergüssen und hat total mitgefiebert, ob ihm wohl noch sein großer Durchbruch gelingt.
Ein absolut atmosphärischer Roman, der für mich die ganze Nostalgie der Jugend verkörpert und mich absolut gepackt hat.
Commissaris Bruno van Leeuwen pflegt aufopferungsvoll seine an Alzheimer erkrankte Frau Simone. Ein neuer kniffliger Fall wird ihm zugeteilt. Auf einem Hausboot wurde die Leiche eines jungen Inders gefunden. Bei seinen Nachforschungen mit seinen Kollgene stoßen sie auf seine verwirrte Freundin, die zusammen mit ihm eine Videothek besitzt. Sie berichtet von einem merkwürdigen Mann, der ihren Freund wieder zum Drogenkonsum verführt hat. Immer undurchsichtiger werden die Ermittlungen und van Leeuwen findet Spuren beim Gewürz- und Drogenhandel und sogar beim niederländischen Zoll. Ein Spitzenthriller mit einem sympathischen Helden, vielen überraschenden Wendungen und eine Kleine Einführung in die indische Kultur.
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Claus Cornelius Fischer wurde am 08. Juni 1951 in Berlin geboren.
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