Claus Cornelius Fischer EisHerz

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Inhaltsangabe zu „EisHerz“ von Claus Cornelius Fischer

In einem schäbigen Hotelzimmer in Amsterdam wird eine junge Frau brutal ermordet. Commissaris Bruno van Leeuwen erkennt bald einen Zusammenhang mit dem Verschwinden der Tochter eines Landpfarrers, der ihn verzweifelt um Hilfe gebeten hatte. Handelt es sich bei der wenig später auf einer Müllhalde gefundenen Toten um die 17-jährige Rascha? Die Ermittlungen führen Van Leeuwen und die emotional tief betroffene Polizistin Julika in die Unterwelt der Mafiametropole Mailand. Und dort verschwindet auch noch Julika ...

schade, dass es keinen neuen van Leeuwen gibt

— harakiri
harakiri

Auf meinem Blog gibt es ein Interview mit Claus Cornelius Fischer! Gucken gehen und Kommentar hinterlassen ;) http://literaturecosmos.wordpress.com/2011/03/12/interview-fischer/

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Rezension zu "EisHerz" von Claus Cornelius Fischer

    EisHerz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. December 2010 um 21:27

    Claus Cornelius Fischer ist meine persönliche Krimientdeckung der vergangenen Jahre. Und ich lese viele Krimis (bis vor ein paar Jahren habe ich Krimis kategorisch abgelehnt, mit dem Argument, dass es schlimm genug ist, wenn tatsächlich gemordet wird, warum sich Blutfließen auch noch ausmalen lassen? Was natürlich grober Unfug ist, aber egal). Fischer hat in meiner geheimen Lieblingskrimiautoren-Rangliste Stieg Larsson locker überflügelt, sogar Jo Nesbø, den ich schon sehr bewundere. Warum? Wegen seiner Hauptfigur, Commissaris Bruno van Leeuwen, insgesamt wegen der klug gezeichneten Charaktere, wegen der scharfsinnigen und mathematischen Logik der Fälle, vor allem aber wegen wegen seiner literarischen Kraft. Sätze, zum Heulen schön: "Raschas Gesicht war wie eine offene Blüte, mit einem schwarzen Docht ganz hinten im Kelch: einer Traurigkeit, einer Angst, die sie zu verbergen sucht, auf keinen Fall zeigen wollte, aber trotzdem war sie da, und man konnte sie sehen." In "Eisherz" löst der Commissaris seinen vierten Fall. Die Vorgänger-Bände (1. "Und vergib uns unsere Schuld", 2. "Und verführe uns nicht zum Bösen", 3. "Totenengel") muss man nicht gelesen haben, aber sie stehen dem vierten Buch in nichts nach. Noch trauriger sind sie, denn die Frau des Commissaris ist krank und stirbt - auch in der Beschreibung der Krankheit entfaltet sich Fischers ganzes belletristisches Format. Die Fälle spielen übrigens überwiegend in Amsterdam. Sie sind indes nichts für Zartbesaitete, die Morde sind grausam, die Schilderungen beschönigen nichts. Was zu guter Letzt auch noch für C. C. Fischer (mehr über ihn unter www.ccfischer.de) spricht: Ich habe ihm mal gemailt, wie großartig ich seine Arbeit finde, und er hat sogar geantwortet. "Eisherz" ist im Lübbe-Verlag erschienen, 459 Seiten. Zumindest seinen Erstling gibt es auch schon als Taschenbuch. Kauft ihn, leiht ihn, lest ihn ("Eisherz" verschenke ich gerne gegen Portokosten), unbedingt.

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  • Rezension zu "EisHerz" von Claus Cornelius Fischer

    EisHerz
    LxNRG

    LxNRG

    14. April 2010 um 23:37

    Lieber Claus Cornelius Fischer, ich habe jetzt gerade Ihr Buch ausgelesen, und sitze verstört vor dem Rechner und weiß gar nicht, wie ich in Worte fassen kann, was das Buch bei mir ausgelöst hat. Mein Gefühl könnte ich vielleicht als „klamm“ beschreiben, aber „klamm“ alleine reicht da nicht aus. Ich bin jetzt 32 Jahre alt, und habe das Lesen erst vor ein Paar Jahren so richtig für mich entdeckt. Von den vermutlich 700-800 Büchern die ich in dieser Zeit gelesen habe sind sicherlich 3/4 guter Durchschnitt, der Rest teilt sich in eine kleiner Anzahl wirklich schlechter Bücher und in eine größere Anzahl wirklich guter Bücher auf. Aber dann gibt es unter den wirklich guten Büchern nur sieben oder acht, die etwas ganz besonderes sind, wo einem beim Lesen dieses Gefühl von Glück und Traurigkeit überkommt, mit der Gewissheit, dass dieses Buch einen selbst als Menschen verändert. „Eisherz“ ist eins von diesen ganz wenigen Büchern. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, was bei mir so intensive Bilder in meinem Kopf ausgelöst hat, dass ich vor Wut auf die Grausamkeit der Menschen heulen könnte. Hinzu kommen Ihre zwischenmenschlichen Ausführungen die durch Scharfsichtigkeit, Seele und Ehrlichkeit bestechen. Lieber Claus Cornelius Fischer, Sie sind nicht nur ein Autor der Geschichten erzählen kann, sondern Sie sind jemand, der auch etwas zu sagen hat. Und dafür Danke ich Ihnen von ganzen Herzen.

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  • Rezension zu "EisHerz" von Claus Cornelius Fischer

    EisHerz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. March 2010 um 23:24

    Als in Amsterdam die verbrannte Leiche einer Frau gefunden wird, ahnt Commissaris van Leeuwen nicht, dass dieser neue Fall sein ganzes bisheriges Leben ändern wird. Auf der Suche nach den Mördern gerät er in den Dunstkreis einer menschenverachtenden mafiösen Verbindung, die mit Frauenhandel, Pornofilmen und Snuff-Movies ihr Geld verdient und von höheren Stellen aus gedeckt wird. Immer tiefer wird er in die Machenschaften hineingezogen, die ihn über die Grenzen von Amsterdam hinaus bis nach Mailand und schließlich bis nach Las Vegas führen. Unterstützung erhält er nur von seinen Mitarbeitern Ton Gallo und Julika Tambur, die für die Aufklärung dieses Falles bis an die Grenzen ihrer eigenen Existenz gehen müssen. Je weiter die Ermittlungen voranschreiten, desto mehr gerät van Leeuwen in eine Grauzone, wird zum Einzelkämpfer, der sich zudem den Geistern der Vergangenheit stellen muss, denn der Tod seiner Frau sowie deren lang zurückliegende Affäre holt ihn in den laufenden Ermittlungen wieder ein. Dem gegenüber steht die aufkeimende Beziehung zur Psychologin Feline Menardi, die sich einer Belastungsprobe unterziehen muss und von den Sorgen um seine Mitarbeiterin Julika überschattet wird, die durch eine unbedachte Handlung in Gefahr und in die Fänge der kriminellen Organisation gerät. Nicht nur für den Commissaris ist dieser vierte Fall der härteste in seiner bisherigen Laufbahn. Auch dem Leser verlangt Claus Cornelius Fischer in seinem neuen Buch viel ab, denn der Autor führt Protagonisten und Leser in die Abgründe des harten Geschäftes mit der Ware Mensch in all seinen Facetten: Frauenhandel, Pornografie, Kinderpornografie, Filme, die mit dem Tod eines Menschen enden. Wer die drei vorangegangenen Romane des Autors kennt, der weiß, dass Claus Cornelius Fischer nie nur einfach an der Oberfläche kratzt sondern sehr intensiv und atmosphärisch dicht erzählt. Der Autor verzichtet auch im vierten Band nicht auf ausführliche und bildreiche Beschreibungen von Situationen, Szenen, Umgebungen, Gedanken und Gefühlen. Was Commissaris van Leuwen und seine Mitarbeiter erleben und durchmachen, erlebt der Leser hautnah mit und manche geschilderte Situation war dermaßen intensiv, dass ich das Buch gelegentlich aus der Hand legen musste, um die gerade gelesene Szene erst mal sacken zu lassen. Trotz der ausführlichen Erzählweise, in der auch das Seelenleben des Ermittler-Trios wieder viel Raum einnimmt, kommen im Buch keine Längen auf. Dieser vierte Band hat deutlich mehr Tempo als die ersten Bücher und konzentriert sich diesmal nicht nur auf Amsterdam sondern in seinen Dimensionen auch auf Mailand und Las Vegas. In Las Vegas sieht sich das Trio einer Entscheidung ausgesetzt, mit der vielleicht einige Leser Probleme haben dürften. Ich fand sie in dieser Situation nachvollziehbar aber grenzwertig. Der Grundtenor dieses Buches ist düster, brutal und hart und es gibt diesmal nur wenige lichte Momente. Vielleicht ist aber gerade die dadurch entstehende Intensität der Grund, dass ich dieses Buch für das bislang beste und stärkste um den Commissaris van Leeuwen halte. Ich hoffe, dass ich van Leeuwen hier nicht zum letzten Mal begegnet bin.

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