Claus Koch Pubertät war erst der Vorwaschgang

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Inhaltsangabe zu „Pubertät war erst der Vorwaschgang“ von Claus Koch

Loslassen oder festhalten – die Zeit nach der PubertätDer Psychologe und Bindungsexperte Claus Koch hat das erste deutschsprachige Buch geschrieben, das sich mit der Zeit nach der Pubertät auseinandersetzt, mit der Zeit des Erwachsenwerdens. Darin zeigt er auf, dass in dieser Lebensphase für die jungen Leute noch einmal ganz andere Entwicklungsaufgaben anstehen als in der Pubertät. Das Leben wird härter, Schutzräume wie Familie oder Schule werden verlassen, erste Fehlentscheidungen hinterlassen Spuren. Also einfach Kind bleiben? Ein verlockendes Angebot, doch Peter Pan, der Junge, der es ein Leben lang so wollte, taugt nicht als Vorbild. Aber wie Erwachsenwerden? Alles, was man dazu braucht, findet sich in diesem Buch. Und auch, wie Eltern beim Erwachsenwerden ihrer Kinder, entgegen der Auffassung, jetzt sei alles gelaufen, am besten helfen können.

Ein Ratgeber, der eigentlich keiner sein will...

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Die Pubertät ist noch nicht das Ende .... Informatives Sachbuch!

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    Pubertät war erst der Vorwaschgang
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    02. December 2016 um 12:44

    Im Grunde bringt der Autor am Anfang auf den Punkt, was ich mir auch schon lange überlegt habe. Mit 20 (oder 18) ist der Mensch heute noch lange nicht erwachsen. Jetzt steht die Festigung an, die großen Entscheidungen, die das Leben für immer prägen. Ausbildung oder Studium, Hochzeit oder alleine bleiben (oder etwas dazwischen und wenn doch, mit wem?), Kinder oder lieber nicht, Karriere und wenn ja wo? Auch von außen wird der noch so wankelmütige „Twentysomething“ nicht als „erwachsen“ angesehen (MEINE ERFAHRUNG). Und über allem schwebt laut Koch der Wunsch, der Kindheit nicht entfliehen zu müssen. So gelungen der Ansatz in meinen Augen ist und so wichtig die Debatte, schwirrt Koch dann um den heißen Brei herum. Mit viel Empirik versucht er zu Beginn den „Zwanzigern“ des Lebens auf die Schliche zu kommen. Einzelne Zitate werden eingebracht, aber oft nur absatzweise auf die Personen dahinter eingegangen. Schlagwortartig fallen hier Behauptungen, die ja von Menschen im besprochenen Altersabschnitt stammen und deswegen als Tatsachen angeführt werden. So nützlich die Empirik gerade in Verhaltensforschung ist, so ungenügend bleibt sie hier, schon allein, weil große Interviews fehlen. So ganz wurde mir auch nicht klar, wo Koch die jeweiligen Aussagen herhat. Und dass er später eine 15-jährige dazu ruft, macht es nicht besser. Die Sicht verschwimmt und die Frage, wo denn jetzt die eigentliche Aussage ist, kommt auf. Nach dem ersten empirischen Blick, versucht der Autor festzuhalten, wie die IST-Situation betrachtet werden muss. Die Probleme des „Erwachsenwerdens“ und die Unterschiede zur Zeit als Jugendliche*r werden aufgegriffen. Hier finde ich durchaus gelungen, welche Schritte und Differenzen aufgeführt werden. Von der allzu romantisch verklärten Liebe zur Beziehung auf Lebenszeit, von der ICH-Perspektive hin zur Verantwortung für andere. Was etwas auf der Strecke bleibt, ist die Vielzahlt der Lebensentwürfe. Die wird zwar als zusätzliche Problem aufgeführt, in der „Regelkonstellation“ aber nicht berücksichtigt. Da geht es dann doch sehr geordnet zu. Neben Schule und Bildung werden die Eltern, allen voran die Mutter, als Gründe für das Defizit der jetzigen Erwachsenengeneration angeführt. Diese Sicht ist für mich einfach zu kurz. Die Kinder der sogenannten Helikopter-Eltern sind bisher kaum jenseits der 20 gelandet und der historische Blick ist stark verzerrt. Der große Umsturz, den die 68er durch ihre Suche nach Freiheit angezettelt haben, in der sie sich gerade auch gegen das „Erwachsensein“ nach Jahreszahlen ausgesprochen haben und den Fokus dessen, was Erwachsen überhaupt ist ganz neu gesetzt haben, fehlt. Auch werden die strengen Regeln älterer Generationen, die gar keine Wahlmöglichkeiten hatten und sich schlicht den Regeln ergeben mussten, geradezu als Ideal verkitscht, nur um an einer anderen Stelle wieder auf die Bedeutung der individuellen Wünsche aufmerksam zu machen, die durch die Möglichkeiten heute gar nicht mehr fokussiert werden könnten. Schließlich führt Koch mit dem Peter Pan Syndrom eine psychologische Komponente ein. Statt diese aber direkt auf die Altersgruppe zu beziehen, analysiert er die literarische Vorlage genau. Für mich sehr interessant, gerade im Hinblick auf die Mutterfiguren. Vielen Dank dafür! Dass es die Debatte, die das Buch anstoßen will, voranbringt, glaube ich indes weniger. Die Verbindung wird schlicht nicht aufgeführt. Liegt es etwa an einer fehlenden Zuwendung, dass junge Menschen zwischen 20-30 angeblich nicht erwachsen werden wollen? Diese Frage bietet sich nach Kochs Ausführungen zu Peter Pan eigentlich an, wird so aber nie gestellt. Dass dann mit dem kleinen Prinzen von Saint-Exupéry ein Gegenentwurf gezeichnet wird, ist auch wieder literarische interessant, bleibt aber unvollständig durchexerziert. Die folgenden Auswirkungen zum Erwachsenwerden lesen sich dann eher wie Elternratgeber. Die Entwicklung des Kindes, die Rolle des Umfelds, pubertäre Einwirkungen, das alles wird angesprochen, liest sich interessant und mag Eltern, deren Kinder noch am Anfang der Pubertät stehen, bestimmt helfen. Das Thema eines Buches, dass sich mit dem Erwachsenwerden der jungen Menschen ab 20 befasst ist damit aber leider wieder verfehlt. Ansatz gut, Ausführung mangelhaft.

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  • Pubertät ist noch nicht das Ende ...

    Pubertät war erst der Vorwaschgang
    wortgeflumselkritzelkram

    wortgeflumselkritzelkram

    22. October 2016 um 14:16

    "Pubertät war erst der Vorwaschgang" von Claus Koch ist 2016 beim Gütersloher Verlagshaus erschienen. Der Autor setzt sich hier mit der Zeit des Erwachsenwerdens, der Zeit nach der Pubertät auseinander. Habe ich bisher geglaubt, die Pubertät wäre das Nonplusultra, was mich mit meinen Kindern erwartet und ich wäre durch mit dem Thema, wenn die beiden 18 sind, werde ich hier anscheinend eines besseren belehrt. So hört - laut Koch - meine Erziehungsaufgabe nicht auf, wenn die Kids aus dem elterlichen Heim ausgezogen sind, sondern einem Leuchtturm gleich darf ich den "Odysseuskindern" leuchten und den Weg weisen. Sind diese doch immer noch auf der Suche und zudem vor das Problem gestellt, nunmehr Verantwortung für ihr Leben außerhalb des Elternhauses übernehmen zu müssen. Gleichzeitig sehen sich die jungen Erwachsenen nun, im Gegensatz zur Pubertät, in der man nur für den Augenblick lebt, ernsthaften Fragen gegenüber gestellt "Was will ich?" und "Wo will ich hin?" Dies beschreibt Koch klar strukturiert und recht verständlich. Immer wieder gespickt mit Aussagen und Interview-Ausschnitten von Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. Einiges von dem, was Koch beschreibt, kenne ich tatsächlich auch aus meiner Zeit. Dieses sich-finden-wollen und die Angst vor der Verantwortung. Diese Erwartung der Erwachsenen, dass man auf einmal wissen soll, was man will, sich für etwas entscheiden zu müssen, obwohl mn sich doch dafür Zeit lassen will. Und auch die Frage "Ab wann ist man eigentlich erwachsen?" - Und die Erkenntnis, dass das tatsächlich nur jeder für sich selbst beantworten kann. Koch ist hier ein informatives Sachbuch gelungen, was nicht vorgibt Ratgeber zu sein, sondern sich als spannende Lektüre vorwiegend an Menschen zwischen 18 und 30 Jahren richtet, allerdings auch für jede andere Altersgruppe interessant sein kann. 

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  • Über das schwierige Erwachsenwerden

    Pubertät war erst der Vorwaschgang
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. October 2016 um 08:20

    Bücher und Ratgeber über die schwierige Entwicklungsphase der Pubertät gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Sie suggerieren, dass alles schon seinen Weg gehen werde, sei diese Phase in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen erst einmal vorbei. Doch das sei erst der „Vorwaschgang“ titelt der Entwicklungspsychologe Claus Koch etwas salopp in seinem Buch, das der Frage nachgeht „wie junge Menschen erwachsen werden und ihren Platz im Leben finden“.Es ist das erste deutschsprachige Buch, das sich mit der Zeit nach der Pubertät auseinandersetzt. In dieser Zeit des Erwachsenwerdens stehen noch einmal völlig neue Entwicklungsaufgaben an. Der Schutzraum der Familie oder Schule ist nicht mehr da, viele eigene Entscheidungen sind zu treffen, erstes Scheitern ist zu verarbeiten und hinterlässt Spuren.Im Gegensatz zu früheren Zeiten bleibt die Frage nach dem Wohin der Reise ins Erwachsenenleben heute oft ohne eine klare, eindeutige und endgültige Antwort. Sicher ist  nur, dass jedem irgendwann diese Frage gestellt wird. Und dann geht es darum, ob man endgültig erwachsen werden will oder ewig Kind bleiben möchte.Das gut verständliche und klar aufgebaute Buch richtet sich nicht nur an die Generation der zwischen 20 und 30 Jahre alten Menschen, die mitten in dieser Phase stecken, sondern auch an deren Eltern, die mit kluger und einfühlsamer Begleitung auch in dieser Phase als Vorbilder und Mentoren ihre schon erwachsenen Kinder begleiten können. Dieser Einfluss zeigt sich in der Tiefe, wenn sich die erwachsenen Kinder  weiterhin so angenommen fühlen können wie in ihrer Kindheit.Wenn sie wissen, „dass das Fenster für sie immer noch geöffnet ist, finden sie genügend Halt, um mit den Unwägbarkeiten des Lebens ohne Angst und selbstbewusst umzugehen.“

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