Claus Leggewie

 3,8 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Die Konsultative, Das Ende der Welt, wie wir sie kannten und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Claus Leggewie, geboren 1950, Professor für Politikwissenschaft und Publizist, ist Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, wo er den Forschungsschwerpunkt KlimaKultur ins Leben rief. Von 1995 bis 1997 war er erster Inhaber des Max Weber-Chair an der New York University; er bekleidete Gastprofessuren an der Université Paris-Nanterre und am Institut für die Wissenschaften vom Menschen Wien und war 1999/2000 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Claus Leggewie

Cover des Buches Das Ende der Welt, wie wir sie kannten (ISBN: 9783596185184)

Das Ende der Welt, wie wir sie kannten

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Erschienen am 11.02.2011
Cover des Buches Die Konsultative (ISBN: 9783803127495)

Die Konsultative

 (3)
Erschienen am 04.03.2016
Cover des Buches Die Türkei und Europa (ISBN: 9783518123546)

Die Türkei und Europa

 (2)
Erschienen am 28.06.2004
Cover des Buches Reparationen (ISBN: 9783942490504)

Reparationen

 (1)
Erschienen am 01.03.2022
Cover des Buches Amerikas Welt (ISBN: 9783455111378)

Amerikas Welt

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Erschienen am 01.09.2000
Cover des Buches André Gorz und die zweite Linke (ISBN: 9783803127853)

André Gorz und die zweite Linke

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Erschienen am 22.09.2017
Cover des Buches Anti-Europäer (ISBN: 9783518071458)

Anti-Europäer

 (0)
Erschienen am 11.09.2016
Cover des Buches Die akademische Hintertreppe (ISBN: 9783593381534)

Die akademische Hintertreppe

 (0)
Erschienen am 01.10.2007

Neue Rezensionen zu Claus Leggewie

Cover des Buches Reparationen (ISBN: 9783942490504)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Reparationen" von Claus Leggewie

Ernsthafte Ménage à trois
aus-erlesenvor 10 Monaten

Algerien ist seit der Abspaltung des Südsudan das größte Land Afrikas. Die Fußballnationalmannschaft ist immer mal wieder ein unangenehmer Gegner bei Meisterschaften. Und die grüne Revolution hat hier viel Blut hinterlassen. Und wer schon mal Camus’ „Die Pest“ gelesen hat, dem ist Algerien nicht ganz fremd. Und weiter? Was wissen wir über das Land, das Europa geographisch so nah ist? Was wissen wir über das Land, das so fern erscheint? Die Antwort dürfet bei dem überwiegenden Teil der Befragten ziemlich spärlich ausfallen.

Wer jedoch das Programm des Verlages Donata Kinzelbach kennt, weiß, dass es ein Land voller kultureller Blüten steckt. Blüten, die lange ihren Reiz zeigen, die Tiefe der Geschichte nicht als Absturz begreifen, sondern als Vollbad der Erinnerungen. Und da verwundert es nicht, dass dieses Buch des Politologen Claus Leggewie hier verlegt wird. Hier ist die Heimat all derer, die Algerien in all seiner Pracht, inklusive der Schattenseiten, darstellen möchten.

„Im Dreieck Algerien, Frankreich, Deutschland“ lautet der Untertitel des Buches. Die Verbindung Algerien – Frankreich ist allgemein bekannt und logisch nachzuvollziehen. Der Unabhängigkeitskrieg Mitte des vergangenen Jahrhunderts wirkt bis heute nach. Doch Deutschland – Algerien? Nur als Spielansetzung bei der WM 1982 und 2014 noch immer präsent. Aber sonst? Auf über dreihundert Seiten kommen Antworten auf den Tisch, die verblüffen und zum Nachdenken anregen.

„Reparationen“ – dieses Wort lässt jeden, der es hört erstmal in Habacht-Stellung gehen. Der, der es ausspricht, weiß um die Macht des Wortes. Da hält jemand die Hand auf, die der Andere zu füllen hat. Doch Claus Leggewie ist weder Moderator zwischen Gebendem und Nehmenden. Er ist der Wegweiser aus der Vergangenheit und Animateur für alle, die sich unschlüssig sind, diesen Weg weiterzugehen. Ausschweifend, ohne den Spannungsbogen abfallen zu lassen, lässt er die Geschichte des nordafrikanischen Landes vor dem Auge des Lesers paradieren.

Dieses Buch ist sicher keine Lektüre, um sich mal schnell ein bisschen Wissen über ein Land anzueignen. Der Autor legt Schicht für Schicht der Geschichte frei, um alsbald der Gegenwart die Ehre zu erweisen und der Zukunft den roten Teppich auszurollen. Wer Algerien als Kulturkreis verstehen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Cover des Buches Die Neunundachtziger (ISBN: 9783455083729)
DrGordons avatar

Rezension zu "Die Neunundachtziger" von Claus Leggewie

Wer sind die 89er?
DrGordonvor 6 Jahren

Claus Leggewie versucht in seinem Buch aus dem Jahr 1995 dem Begriff 89 Generation näher zu kommen in dem er einerseits den Begriff Generation aus wissenschaftlicher Sicht erklärt als auch das gemeinsame dieser Generation zu erfassen.


Gut wird beschrieben, dass Generationen nicht unbedingt eine Menschenzyklen, also 25-30 Jahre erklärt werden können, sondern sehr wohl auch deutlich kürzer, oftmals nur 10 Jahre oder manchmal auch kürzer . Als auch dass es für die alte Bundesrepublik "Bonner Republik" mit den Flakhelfern und der 68 Generation zwei prägende Personengruppen gibt.  Auch dass nicht jede Generation so nachhaltig in Erinnerung bleibt wie diese beiden.


Eine Jugend gibt es auch eine Entdeckung des 20. Jahrhunderts, da es vorher Kind und Erwachsen gab. 


Gemäß dem Autor definiert sich eine Generation mit Ereignissen, die alle betreffen und nicht Einzelne. Für die 89  Generation ist das laut Leggewie: 1. Tchernobyl, 2. Der Mauerfall-Wiedervereinigung, 3. der Jugoslawien Krieg Anfang der 90er Jahre. 


Im Gegensatz zu  anderen früheren Generationen ist die Generation laut Leggewie eine recht lange mit Geburtsjahren 1965-1978. 
Die 89 sind laut Leggewie die Generation der Gegensätze. Das Internet wird im privaten Leben mehr und mehr genutzt. Die Rückbesinnung auf Familie in einer globalisierten Welt. Die Friedensbewegung der Vorgängergeneration trifft auf die Brutalität des ersten Krieges in Europa nach dem 2. Weltkrieg. 


Gerade der Mauerfall ist wichtig für die Generation und gerade da wird auch mit der grösste Unterschied zwischen der Jugend des Westens und der des Ostens  deutlich. Die Wessis sind desinteressiert und wollen keine Änderung, die Ossis wollen viel  Veränderung, dürfen aber nicht, da der Westen bestimmt "wo es langgeht" in den Anfangsjahren der Berliner Republik.




Fazit: Habe das Buch vor 20 Jahren gelesen und fand es faszinierend und sicherlich in einigen Punkten erleuchtend und einleuchtend. Jetzt wieder gelesen und nun eher langweilig und langatmig. 


Was  aber sicherlich richtig ist. Die 89 Generation sind auch jetzt und heute ein Gruppe der Gegensätze. 

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