Claus Peter Simon Woher kommt die Liebe?

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Inhaltsangabe zu „Woher kommt die Liebe?“ von Claus Peter Simon

Häufig überkommen sie uns, wenn sie am wenigsten zu gebrauchen sind: das Lampenfieber vor dem Auftritt mit dem Chor, der Neid, der in uns nagt, die Scham, nachdem wir in ein Fettnäpfchen getreten sind, oder auch eine Wut, die wir kaum zügeln können. Wenn wir verliebt sind, können wir uns häufig kaum mehr konzentrieren und eine unerfüllte Sehnsucht überschattet quälend unseren Alltag. Können wir unsere Gefühle steuern oder fahren sie Achterbahn mit uns? Claus Peter Simon geht den spannendsten Fragen zu unseren Emotionen nach und zeigt, warum unser Handeln fast immer auf Gefühlsentscheidungen basiert. Nur wenn wir verstehen, wie Gefühle entstehen und welche Funktion sie haben, können wir souverän mit ihnen umgehen, sie als Wegweiser nutzen und klügere Entscheidungen treffen.

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  • Muss man Gefühle erklären können?

    Woher kommt die Liebe?

    R_Manthey

    27. July 2015 um 11:47

    Vielleicht leben wir in einem Zeitalter, in dem man alles in der Welt der Begriffe und Kategorien erklären muss. Nun haben sich Hirnforscher und Psychologen daran gemacht, uns unsere Gefühle auf diese Weise zu erläutern. Aber kann man das überhaupt? Und wollen wir es wirklich? Man kann sich dagegen schlecht wehren, denn der Forscherdrang macht so schnell vor nichts halt. Hirnforscher wissen inzwischen, wo unser Gehirn aktiv wird, wenn wir dies oder das fühlen. Und Psychologen studieren das menschliche Verhalten mit ausgeklügelten Experimenten. Wenigstens das bringt Interessantes zu Tage und hilft vielleicht Verwirrungen auszuräumen, die gelegentlich durch Verhaltensmissdeutungen insbesondere zwischen den Geschlechtern entstehen. Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Zunächst befasst sich der Autor mit "den großen Fragen". Darunter versteht er generelle Themen, die aus historischer und gesellschaftlicher Sicht mit menschlichen Emotionen zusammenhängen. In einem zweiten Teil werden dann die "großen Gefühle" unter verschiedenen Aspekten diskutiert. Zu den "großen Gefühlen" gehören beim Autor Angst, Einsamkeit, Ekel, Glück, Liebe, Neid, Rache, Trauer, vertrauen und Zorn. Unter einigen dieser Überschriften kommen dann auch noch andere Emotionen oder Zustände zur Sprache, etwa Langeweile, Scham, Eifersucht, Schadenfreude, Sehnsucht, Geborgenheit und Ärger. Allein schon beim Betrachten dieser Liste fällt auf, dass sie unter merkwürdigen Kriterien zustandegekommen sein muss. In ihr stehen Grundemotionen zusammen mit sehr komplexen Gefühlen oder Seelenzuständen. Und wo ist eigentlich die Freude als eine Grundemotion abgeblieben? Es liegt die Vermutung nahe, dass das Hauptkriterium für die Zusammenstellung dieser Liste das Vorhandensein von Forschungsergebnissen oder die Literaturdichte gewesen sein muss. So liest sich nämlich auch der ganze Text. Vieles erscheint wirklich interessant, manches verwirrt eher oder ist schwer aufnehmbar, weil man beim Lesen keine wirkliche Systematik in der Darstellung erkennen kann, sondern eher alles, was zum Thema bekannt ist oder wichtig erschien, dargeboten bekommt. Kann man eigentlich Emotionen in ein Begriffssystem zwingen? Denn nichts anderes muss man schließlich tun, wenn man sie erklären will. Dass es dabei zu Missverständnissen kommen kann, demonstriert der Autor ungewollt beim Begriff "Intuition" bereits im ersten Teil. Er zitiert zunächst Einstein: "Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben jedoch eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat." Und dann wundert er sich, dass dies ja wohl erstaunlich für jemanden sei, der das physikalische Weltbild so maßgeblich geprägt hat. Dieses Erstaunen ist wiederum sehr lustig, weil Einsteins Werk ohne seine unglaubliche Intuition niemals die Welt erblickt hätte. Wie kann ein solch kapitales Missverständnis entstehen? Für den Autor ist "die wohl wichtigste Zutat der Intuition Gefühl, hoch kondensiertes Gefühl". Mit dem was Einstein meinte, hat das aber sehr wenig zu tun. An diesem Beispiel kann man erkennen, wie schwer es ist, über Zusammenhänge zu berichten, wenn die Begriffe nicht wirklich geklärt sind oder vielleicht auch gar nicht sein können. Leider setzt sch der leichtfertige Umgang mit Begriffen auch später fort. Beim Thema Einsamkeit behauptet der Autor beispielsweise, dass diese ansteckend sei. Liest man dann die Erklärung, dann muss man leider feststellen, dass es sich nicht um eine Ansteckung und auch nicht um die Einsamkeit handelt, die weitergegeben wird. Vielmehr geht es darum, dass Menschen mit einer negativen Weltsicht von anderen gemieden werden, aber gleichzeitig die bereits vorhandene Negativität anderer verstärken. Das ist dann wohl etwas völlig anderes. Neben noch einigen anderen aus meiner Sicht etwas fragwürdigen Darstellungen enthält das Buch aber auch viele interessante Informationen. Etwa, wenn beim Thema Trauer auf das völlig unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen eingegangen wird, das nicht selten zu katastrophalen Missverständnissen führt. Der Autor schildert einen solchen Fall. Psychologen haben herausgefunden, dass es keinen Unterschied in der Intensität beim Trauern zwischen Männern und Frauen gibt. Männer zeigen ihre Trauer aus den verschiedenen Gründen nicht oder anders. Und das hat auch physiologische Ursachen, wie man aus dem Text erfährt. Warum der Autor dann dem Zeitgeist folgend Männern rät, ihren Gefühlen mehr Freiheit zu geben, wo er doch gerade erklärt hat, dass es für ihre Zurückhaltung Gründe gibt, die sie nicht beeinflussen können, bleibt sein Geheimnis. Gefühle im Sinne der Wissenschaft erklären zu können, mag mitunter ganz hilfreich sein, insbesondere wenn es dazu beiträgt, Missverständnissen und Fehldeutungen vorzubeugen. Allerdings können Forschungen wie immer auch missbraucht werden, hier etwa zur emotionalen Manipulation von Menschen. Um mit seinen Gefühlen klar zu kommen, benötigt man vielleicht auch etwas anderes als ihre wissenschaftliche Erklärung. Aber das ist nicht Gegenstand dieses Textes. Alles in allem liefert das Buch eine durch viel Literatur unterlegte Übersicht über die Forschungen zu menschlichen Emotionen. Die Darstellung schien mir nicht immer optimal zu sein. Sie reizt an vielen Stellen zu Widerspruch, ist aber gut lesbar, wenn man sich für das Thema interessiert. Ich fand den Text nicht schlecht, stellenweise hat er mir auch gefallen, was der Seitenbetreiber mit drei bis vier Sternen gekennzeichnet haben möchte.

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  • Zur Entwicklungspsychologie der Emotionen

    Woher kommt die Liebe?

    michael_lehmann-pape

    26. September 2013 um 13:02

      Zunächst ist festzuhalten, dass der Titel sicherlich eines der zentralen Themen menschlichen Seins anspricht und sicherlich „ins Auge fällt“ (wer hat nicht mit der Liebe in allen Facetten zu tun im Lauf seines Lebens?), dabei aber eine starke Verkürzung des Buchinhaltes in sich trägt. Ja, es geht auch um Liebe und Verliebtsein, dies steht im buch allerdings in einem wesentlich größeren Zusammenhang. Denn letztlich wendet sich der Wissenschaftsjournalist Simon, im Übrigen gut lesbar und durchaus fundiert, dem gesamten Spektrum der Emotionen zu, macht „das Emotionale“ grundlegend zum Thema des Buches. Hier wäre ein allgemeiner gehaltener Titel sicherlich eher passend gewesen.   „Sie (Gefühle) sind häufig eigentümlich diffus, manchmal ahnen wir nicht einmal, weshalb sie uns gerade in diesem Moment überwältigen; unter ihrer Ambivalenz können wir maßlos leiden“.   Grunderfahrungen der „Unkontrollierbarkeit“ greift Simon zunächst auf und legt dar, wie wenig wir unsere Gefühle „im Griff“ haben, wie wechselhaft das Gefühlserleben auch in kurzen Zeitabständen sein kann. Gefühle „sind“, sie kommen und gehen und können nicht „gemacht“ werden, wie Thomas Gordon zu Zeiten schon treffend formulierte.   Entgegen nun der althergebrachten Überzeugungen, der Umgang mit Gefühlen läge vor allem darin, sie „zu zähmen“, zu „zügeln“ (Plato) sich vor allem „zu beherrschen“ (auch innerlich ), führt Simon in seiner Darstellung durchaus zu Recht die „Weisheit der Gefühle“ mit ins Feld. Gefühle mögen sich er Kontrolle unterziehen und den Menschen zwischen Glück und Trauer hin- und her werfen können, sind aber durchaus von tiefer Bedeutung für den Menschen (fast alle Entscheidungen und Lebenswege beruhen stark, zumindest stark mit auf Gefühlen) und tragen in sich durchaus wichtige Chancen der eigenen, inneren Orientierung . Wen  man weiß, woher sie kommen und wie man am besten die Emotionen in das eigene Leben integriert (statt sich ihnen nur hilflos ausgeliefert zu „fühlen“).   „Vor allem, wenn die Entscheidungsgrundlagen unsicher ist ...... verhelfen Gefühle (intuitiv) zu einer guten Wahl. Das gilt im Alltagsleben für viele Entscheidungen“.   „Intuitive Entscheidungen sind oft die besseren“, so gibt es Simon dem Leser mit auf den Weg und zeigt ebenso auf, wie aus einem „Gefühlsschwall“ eben ein intuitives Gespür entwickelt werden kann. Auf Gefühle kann nicht verzichtet werden (selbst, wenn man sie abstellen könnte).   Interessant bietet Simon hierzu gleich im ersten Kapitel den „evolutionären Blick“ und verweist auf die für den Menschen und sein Überleben hoch sinnvolle Entwicklung der Emotionen. Die allerdings im Lauf der Zeiten insofern anders zu verstehen und zu betrachten sind, als damalige Situationen nicht mehr im Raume stehen, Gefühle wie Angst, Ekel und Zorn aber dennoch in „uralter“ Weise sich Bahn brechen. Hier braucht es dann das Wissen, dass „innen“ etwas „automatisch“ auf einen Reiz  reagiert, der im „wahren“ Leben heute dieses Gefühl nicht mehr unbedingt hervorrufen müsste.   So dekliniert Simon an den wichtigen Grundgefühlen von Angst, Einsamkeit, Ekel, Glück, Liebe, Neid, Rache, Trauer, Vertrauen und Zorn die wesentlichen Elemente und Entwicklungsgeschichten „hinter“ diesen starken Emotionen durch und verhilft dem Leser damit zu einem tiefern Verständnis der Emotionen an sich und des eigenen „inneren Funktionierens“.   Ein sehr lesenwertes Buch und eine wichtige Zuwendung zu den menschlichen Emotionen, die auch in der Gegenwart immer nicht wie vor zigtausenden von Jahren meist „einfach so“ ihre steuernde Kraft (nicht immer zum Besten) ausüben.

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