Claus Petersen

 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von 21 Entdeckungen, WeltReligion und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claus Petersen

Claus Petersen, geboren 1952, Dr. theol., Studium der evangelischen Theologie in Erlangen und Heidelberg, danach wissenschaftlicher Assistent am Institut für Altes Testament in Erlangen. 1982 - 2017 Pfarrer der Evang.-Luth. Kirche in Bayern in Bayreuth, Beilngries und Nürnberg. Die mit Hilfe der wissenschaftlichen Bibelexegese wiederentdeckte Botschaft Jesu vom Reich Gottes erlangte für ihn eine immer zentralere Bedeutung. Seine Publikation von Aufsätzen und einer Monografie führte zu Konflikten mit der Kirchenleitung. 2002 gründete er die „Ökumenische Initiative Reich Gottes – jetzt!". 2009 - 2017 war Claus Petersen für die Gestaltung von Reich-Gottes-Gottesdiensten in Nürnberger Innenstadtkirchen verantwortlich. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Nürnberg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Claus Petersen

Cover des Buches 21 Entdeckungen (ISBN: 9783579066165)

21 Entdeckungen

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Erschienen am 22.06.2020
Cover des Buches weltverbunden leben: Jahresbegleiter 2014 (ISBN: 9783944631035)

weltverbunden leben: Jahresbegleiter 2014

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Erschienen am 07.11.2013
Cover des Buches WeltReligion (ISBN: 9783734521607)

WeltReligion

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Erschienen am 10.06.2016

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M

Rezension zu "21 Entdeckungen" von Claus Petersen

Fundierte Argumentation
michael_lehmann-papevor 3 Monaten

Fundierte Argumentation

 

In der grundsätzlichen Frage, ob Jesus ein Reich verkündet hat, das „im Jenseits“ oder „Im Himmel“ erst „stattfindet“ oder ob Jesus handfest „für diese Welt diesseits“ Wegweisungen an die Hand gegeben hat, steht Claus Petersen ganz eindeutig auf Seiten einer „diesseitigen“ Ausrichtung der Botschaft Jesu. Ohne dabei dem „Jenseits“, dem „Himmel“ Abbruch zuzufügen.

 

In nachvollziehbarer und mit gewichtigen Argumenten versehener historisch-kritischer Exegese legt Petersen dem Leser dabei an 21 konkreten Textstellen und damit Beispielen der Bibel vor Augen, dass das „Reich Gottes“ ein Zustand, ein „innerer Ort“ ist, der in dieser sichtbaren Welt und im Leben der Menschen in der Gegenwart Bedeutung entfaltet.

 

„„Reich Gottes“ war für Jesus nicht etwas, dass noch aussteht, auf das es noch zu warten gilt, sondern etwas, an dem wir hier und jetzt teilhaben können und teilhaben sollen““.

 

Eine Schlussfolgerung, die Petersen durchaus bedenkenswert belegt, die aber nicht oder nicht mehr gängiges Verständnis der theologischen Dogmatik, ob katholisch oder evangelisch, ist.

 

Die Gegenwart Gottes für Menschen bereits jetzt „im Reich Gottes“ zu verkündigen und zu feiern, dass ist dabei Petersens Lebensthema geworden. Wobei er in diesem Werk weit ausholt und zunächst den Leser in verständlicher Form in die historische Betrachtungsweise biblischer Texte einführt, diese vielfach an Praxisbeispielen vorführt und erläutert und damit das Fundament für sein „gegenwärtiges“ Verständnis der Botschaft Jesu legt.

 

„Erfüllt ist die Zeit, herbeigekommen ist das Reich Gottes. Kehrt um und glaubt an das Evangelium“.

 

Eine schlichte, einfache Botschaft im Markusevangelium, die Petersen heranzieht um zu verdeutlichen, dass „Evangelium“ sich eben nicht alleine auf Kreuzigung und Auferstehung und Sündenvergebung durch dieses Ereignis bezieht, sondern das gesamte Wirken Jesu als Erfüllung des „gegenwärtigen“ Reiches Gottes zu verstehen ist. So dass Petersen konstatiert, dass nicht Jesus Christus allein „die Botschaft Gottes“ ist, sondern Jesus sich selbst als „Boten“ des Reiches Gottes verstanden hat.

 

„….. dass das Reich Gottes für ihn (Jesus) nicht mehr aussteht, sondern dass es da, dass es Gegenwart ist“.

 

Mit Folgen für jene, die auf dieses Wort vertrauen. Denn dann finden sich in den 21 Textstellen und Beispielen, die Petersen untersucht, auslegt und für das gegenwärtige Leben erschließt, einen frischen, anderen und auf das praktische Leben bezogenen Zugang zum Evangelium für den Leser in den Raum stellt.

 

„Die Zerstörung liegt zurück. Nicht auf den Misserfolg soll sich das Augenmerk richten. In den Blick zu nehmen ist vielmehr das Wachsen und Reifen, dass gerade jetzt und immer noch im Gange ist“.

 

Was Bedeutung hat. Denn nicht mehr das „Fehler vermeiden“ und hoffen, dass es dann „für den Himmel später reicht“ leitet den Glauben an, nicht mehr die Person Jesu steht alleine im Mittelpunkt des Glaubens, sondern das „Vertrauen in die Botschaft des Evangeliums“, das Jesus verkündet und als Person vor Augen stellt ermuntert, das persönliche Wachstum jetzt und hier anzugehen im Vertrauen darauf, dass Fehler nicht den Zugang zum Reich Gottes verwehren, sondern Teil der Entwicklung innerhalb des Reiches Gottes hier und jetzt darstellen.

 

Eine insgesamt anregende Lektüre, die den Fokus des Glaubens ein stückweit ungewohnt verschiebt, damit aber eine Zugangsmöglichkeit für den Menschen je in seiner Gegenwart ermöglicht und eben nicht auf eine ferne, „hoffnungsvolle“ Zukunft hin verschiebt.

 

Was Petersen angenehm, gut zu lesen und sehr verständlich auch für Laien Schritt für Schritt vor Augen führt. Auch wenn, wie immer, nicht „absolute Wahrheit“, sondern eine gut begründete Sichtweise im Buch zu Wort kommt.

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B

Rezension zu "21 Entdeckungen" von Claus Petersen

Ein ganz neues Bild
belanaherminevor 6 Monaten

Inhalt

In einem persönlichen Vorwort erklärt Herr Petersen, warum er dieses Buch schreiben "musste". Danach stellt er uns vor, wie man versucht, aus alten Dokumenten herauszuarbeiten, was wirklich gesagt wurde. Dabei geht er kurz auf die wichtigsten vorliegenden Quellen für die Bibel und ihre Übersetzungen ein.

Der Hauptteil des Buches enthält 21 Worte/Sätze, die Jesus wirklich gesagt haben soll, wenn man die derzeit aktuellen Verfahren zur Quellenerarbeitung benutzt. So umfasst dieses Kapitel 21 Unterkapitel. Jedes Unterkapitel startet mit den Worten Jesus', erklärt, wie sie aus den vorhandenen Quellen herausgelesen werden können, wie sie mit der Zeit in den Dokumenten überformt wurden und was uns diese Worte heute sagen können und wollen. Die Quellen, auf die sich die Untersuchungen und auch die abgeleiteten Aussagen beziehen, stehen direkt als Fußnoten auf den Seiten.

Ein kurzes drittes Kapitel fasst die Worte Jesus' noch einmal zusammen und setzt sich mit ihrer Gesamtaussage in der heutigen Zeit auseinander.

Mit einem kurzen persönlichen Schlusswort endet das Buch.

Über die Fußnoten auf den Buchseiten hinaus gibt es keine Lesehinweise.

Subjektive Eindrücke

Für mich war dieses Buch in zweierlei Hinsicht sehr interessant.

Einerseits finde ich es erhellend zu erfahren, wie versucht wird, aus Dokumenten, älteren Dokumenten und noch viel älteren Dokumenten abzuleiten, was nun wirklich ganz im Original gesagt wurde.

Andererseits war es wundervoll aber auch erschreckend zugleich, mir vorzustellen, dass dies wirklich die Worte Jesus' gewesen sein könnten. Wenn, dann wurde über viele hundert Jahre eine recht andere Ausrichtung von Lebensauffassung gelehrt, dafür gelebt, gestorben und getötet.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch für viele aufrüttelnd sein kann aber zumindest nachdenklich macht.

Fazit

Was hat Jesus gesagt und was wurde ihm in den Mund gelegt? Wie können wir das wirklich wissen?

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordperss.com/category/rezension/

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