Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen

von Clemens Bergstedt 
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Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen
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Inhaltsangabe zu "Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen"

Ausgewiesene Historiker, Literaturwissenschaftler, Kunst- und Bauhistoriker entfalten in fast fünfzig ein­drucksvoll bebilderten Beiträgen ein neuartiges Panorama der Mark Brandenburg des späten Mittelalters. Kapitel wie »Glänzende Höfe«, »Vor und hinter Kirchentüren«, »In der Stadt«, »Aus Goldfäden und Backsteinen«, »Auf Bühnen und Büchertischen« laden den Leser ein zu neuen Entdeckungen in der Zeit des späten Mittelalters. In der Begegnung mit »Raubrittern« und »Schönen Madonnen« werden die Dynamik und die Widersprüche der Zeit zwischen »Schwarzem Tod« und Reformation anschaulich. Das Lesebuch zu einer der faszinierendsten Epochen der brandenburgischen Landeskultur erscheint begleitend zu dem großangelegten Ausstellungs-Projektverbund »Raubritter und Schöne Madonnen« in Potsdam, Berlin, Brandenburg an der Havel und in Ziesar.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783867321181
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Lukas Vlg f. Kunst- u. Geistesgeschichte
Erscheinungsdatum:19.09.2011

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    quatsprechevor einem Jahr
    Brandenburger Geschichte

    Die Anfänge Brandenburgs im Mittelalter ist seit einer ganzen Weile stärker diskutiert worden. Vor einigen Jahren gab es dank der regen Diskussion einige Ausstellungen in Potsdam, Berlin und Ziesar zum Thema. Der Lukas Verlag veröffentlichte passend einen umfangreichen Katalog mit zahlreichen Aufsätzen von renommierten Wissenschaftlern.

    Das Buch ist in acht große Kategorien unterteilt.  Sie umfassen mehrere Epochen der Geschichte, vom Hochmittelalter bis zum „denkwürdigen Jubiläum der Hohenzollerndynastie“ (S. 12) im 19. Jahrhundert. Die Beiträge arbeiten de Entstehung Brandenburgs neu auf und sollen zu einem Neuanfang und neuem Ansatz der Forschung anregen.

    Nebenbei ist der wunderbar farbige Band mit ausgewählten Bildern von Kunstwerken und Nachlassenschaften bestückt. Viele lang in Archiven deponierte Kunstgegenstände gelangten wieder an die Öffentlichkeit und erschaffen ein anderes, neues Bild der Geschichte der Mark Brandenburg.

    Weiterhin werden in den Beiträgen die Leser für die Rezeptionsgeschichte sensibilisiert. Es erscheinen auch neue Informationen in Form von u.a. Legenden, die der Öffentlichkeit weniger in Erinnerung geblieben waren.

    Meiner Meinung nach ist dieser Katalog und die Ausstellungsreihe beispielhaft für die deutsche Regionalgeschichte. Sie zeigen, dass die Geschichtsforschung und Archäologie auf keiner Ebene eine entgültige Antwort erarbeiten können, dass jedoch die Nachfrage immer größer wird. Die Autoren vergangener Geschichtsbücher konnten auch nur die ihnen vorliegenden Informationen verarbeiten, sahen evtl. einiges als nicht so interessant wie anderes und sortierten nach bestem Wissen und Gewissen Forschungsergebnisse.

    Nichts anderes tun auch wir heute, nur mit dem Wissen, dass eine fehlende Information für den nächsten Interpreten zu einschlägigen Missverständnissen und Fehlinformationen führen kann. Deswegen gehen wir, die modernen Wissenschaftler, sensibler mit Wissen und deren Verbreitung um.

    Der Aufsatz im Katalog von Heinz-Dieter Heimann „Von der Erfindung des Mittelalters“ erinnert daran, dass der Begriff des Mittelalters ein später erfundenes Wort darstellt, welches der Abgrenzung zur damaligen Moderne verdeutlichen sollte. Heimann erinnert auch daran, dass das ‚gängige‘ Bild des Mittelalters aus dem 19. Jahrhundert stammt und sich als traditionell Darstellungsform festgesetzt hat. Doch ein Umdenken trat schon ein. „Eine vielförmige historische Orientierungssuche ist in Gang gekommen, die als Rückkehr der Regionen ein zeitgemäß gewandeltes Interesse an landesgeschichtlichem (Selbst-) Bewusstsein und Nachbarschaften ausmacht, abgestützt durch zeitgemäße Fragen gegenwärtiger Geschichts- und Kulturwissenschaften und die Anforderungen der Erinnerungskultur.“ (S. 46)

    Abschließen möchte ich diese Buchvorstellung mit den Worten von Heinz-Dieter Heimann:

    ‚Das‘ Mittelalter – eine stets aktuelle, endlose Geschichte. (S. 47)

    Quelle: Im Dialog mit Raubrittern und schönen Madonnen. Die Mark Brandenburg im Mittelalter, Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte, Band 6, Lukas Verlag, 2011.


    Originalbeitrag: Im Dialog mit Raubrittern und schönen Madonnen

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