Clemens G. Arvay

 4.4 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Der große Bio-Schmäh, Der Biophilia-Effekt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Clemens G. Arvay

Dipl.-Ing. Clemens G. Arvay, geboren 1980, studierte Biologie und Angewandte Pflanzenwissenschaften in Wien und Graz. Als Agrarbiologe und freischaffender Sachbuchautor beschäftigt er sich mit nachhaltigen und sozial verträglichen Formen des Landbaus und der Lebensmittelproduktion. Er unterrichtet ökologische Landwirtschaft an der Fachhochschule Joanneum in Graz und ist Mitglied im renommierten österreichischen Forum Wissenschaft & Umwelt. Mit seinen fachlich exzellenten Reportagen und Büchern hat sich Arvay einen Namen als einer der gegenwärtig wichtigsten investigativen Journalisten im Agrarbereich gemacht.

Alle Bücher von Clemens G. Arvay

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Der große Bio-Schmäh

Der große Bio-Schmäh

 (8)
Erschienen am 01.01.2012
Der Biophilia-Effekt

Der Biophilia-Effekt

 (5)
Erschienen am 14.10.2016
Der Heilungscode der Natur

Der Heilungscode der Natur

 (2)
Erschienen am 19.03.2018
Hilfe, unser Essen wird normiert!

Hilfe, unser Essen wird normiert!

 (1)
Erschienen am 04.04.2014
Biophilia in der Stadt

Biophilia in der Stadt

 (1)
Erschienen am 14.05.2018
Mit den Bäumen wachsen wir in den Himmel

Mit den Bäumen wachsen wir in den Himmel

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Erschienen am 18.06.2019
Fruchtgemüse

Fruchtgemüse

 (0)
Erschienen am 01.03.2011
Das Biophilia-Training

Das Biophilia-Training

 (0)
Erschienen am 23.04.2016

Neue Rezensionen zu Clemens G. Arvay

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Rezension zu "Biophilia in der Stadt" von Clemens G. Arvay

Positive Naturgestaltung in der Stadt
michael_lehmann-papevor 6 Monaten

Positive Naturgestaltung in der Stadt

Nachdem Arvay in seinem letzten Band die wohltuenden Effekte des Waldes (mit vielfach überraschenden Erkenntnissen und Einsichten) dargelegt hat, macht sich der Autor in seinem neuen Werk auf in die Stadt. Und geht dabei natürlich weit über das Besuchen von Parks oder anderen „grünen Lungen“ moderner Großstädte nach.

Ist es dem Leser zunächst noch einsichtig, dass „die Natur“ beruhigende, ästhetisch schöne und auch, natürlich, in vielerlei Gestalt viele Formen von „Medikamenten“ bereit hält (jeder Urlaub in weitgehend naturbelassener Landschaft zeugt ja schon im Ansatz von dieser Wirkung), so darf man neugierig sein, was und wie solche Effekte in der Stadt möglich, vielleicht gar vorhanden, vor allem aber ausbaubar sind.

Weiterhin geht Arvay analytisch davon aus, dass es nicht „alle“ Menschen sind, die für „Unruhe im System“, dem das Planeten und des eigenen, sorgen, dass aber die Zahl derer (leider) weiterhin steigernd ist, die den Bezug zu „unserer natürlichen Umwelt“ verloren haben.

„Und sie leben fast alle in Städten“.

Als Reaktion kann dies natürlich weiterhin ignorieren und weiter am Ast sägen, auf dem die Menschheit sitzt oder gar sich „für den Mars“ bereit machen. Sinnvoller aber wäre, auf so etwas wie Balance und Ausgleich hinzuarbeiten, damit die heilenden Kräfte der Natur auch im städtischen Bereich wieder und mehr Lebensraum erhalten.

Was Arvay nicht nur, aber durchaus auch mit jenem „Staunen“ weiterhin versucht, anzuregen, dass schon in seinen vorhergehenden Betrachtungen wichtig für das Verständnis des Lesers war. Welch therapeutischen Kräfte in Pilzen, Rinden, Kräutern, Bäumen zu finden sind.

Wobei gilt: Biophilia Effekte sind: „Naturerlebnisse mit äußerst positiven Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit und unser psychisches Wohlbefinden“. „Urbane Wälder“ haben hohes Potenzial, so stellt es Arvay durchaus auf dem Boden aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse leicht verständlich und mit vielfachen Beispielen dar.

Angemerkt sei allerdings, dass ein nicht geringer Teil dieses neuen Werkes bekanntes noch einmal verdeutlicht, hier und da erweitert, aber doch sehr erkennbar das einmal gefundene Thema des Autors noch einmal zu Gehör bringt, bevor dann im Blick auf Gegenwart und Zukunft der Städte dieses Wissen auf die „andere Umgebung transferiert wird.

Wenn nun im Grundsatz gilt, dass „die Trennung von der Natur uns körperlich und psychisch krank werden lässt“, dann macht es natürlich Sinn, den festgestellten Biophilia Effekt „in unseren Metropolen“ zu stärken und zu verankern. Naheliegend (und da überrascht das Buch nicht) in Form von „Stadtwäldern“, mehr als bisher und ur-wüchsiger als bisher zum „Waldbaden“ für den Menschen.

Wobei es durchaus interessant zu lesen ist, wie Arvay sein Grundkonzept des „heilenden Waldes“ mit einer Stadtform des „Termitenhügels“ in Analogie bringt und als erstes Mittel für eine andere Zukunft das „lassen“ anführt. Brachliegende Flächen nicht umgehend wieder „zubetonieren“, Platz schaffen, luftigen Platz für (fast) von alleine gedeihende kleinere Ökosysteme, wenn der Mensch eben nicht regulierend, betonierend und gegen jedes Unkraut ankämpfend seine Städte ständig „gegen die Natur“ verteidigt. Was nicht in aufbrechenden Straßen unbedingt zu finden sein muss, sondern in geplanten Flächen, die „renaturalisiert“ werden. Was zugleich ein anders Konzept von Wohnen bedeuten würde, denn gerade Fläche in der Stadt ist ja Mangelware.

Nicht um ein „entweder - oder“ geht es in diesem Ansatz, sondern um eine Integration von Stadt und Natur. Was Arvay verständlich ausführt und was im buch durchaus praktikabel klingt. Und dennoch ein massives Umdenken in Bezug auf den „Wert“ von Flächen in der Stadt erfordern würde.

Ob solches Gelingen kann, wäre die, aktuell eher mit „Nein“ zu beantworteten Frage. Aber wie in New York oder Amsterdam und an anderen Orten zu sehen, „Dachgärten“, Gemüseanbau auf Terrassen oder zwischen Fahrspuren, eine Rückkehr von Bäumen, all das sind ja bereits Anzeichen von „Biophilia“ in der Stadt, die wohltuend wirken.

Auch wenn im Grundsatz das Werk nichts Neues in den Erkenntnissen des heilenden Wirkens der Natur vorlegt, sind die vielfachen Ideen und Anregungen für ein langsames Umdenken in den Städten doch lesenswert und bietet vielfachen Anstoß für einen „anderen Blick“ auf die Möglichkeiten der „eigenen Stadt“.

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Rezension zu "Der Heilungscode der Natur" von Clemens G. Arvay

Grundlagen der Ökö-Psychosomatik
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Grundlagen der Ökö-Psychosomatik

„Alle Lebensgänge, von einer Zelle bis hin zum Zusammenleben von Menschheit und Natur sind stets äußerst miteinander verzahnt“.

Dieses Zitat stellt Aray seinen Betrachtungen voran und legt damit zugleich die Grundthese für seine weiteren Ausführungen.

Natürlich ist bekannt, das bestimmte heue gängige Arzneimitten wie das Penizillin (Schimmelpilze) oder manche Schmerztabletten (Opiate oder Morphium u.a.) oder vielfacher andere Arzneimittel, auch „harte, Rezeptpflichtige“ aus natürlichen Ingredienzien gewonnen werden (neben synthetisierten Stoffen wie Amphetamine oder Postgladine und unzählbare Mittel mehr.

Zudem erfolgte in den letzten Jahrzehnten eine breite Bewegung der „Wiederentdeckung“ altwirksamer Heilmittel aus Kräutern und anderen natürlichen Vorkommen.

Nur um diesen Teil der biologischen Medizin geht es Aray aber letztendlich nicht, seine Betrachtungen führen weit über die reine Medizin in die, er nennt es, Psychosomatik der Natur, ein. Mit der Richtung eines „naturnahen, unabhängigen Lebens“ statt eines Lebens in einer von vielfach künstlichen Bedürfnissen beherrschten Lebens.

Allgemein also bietet dieses Wer ein Plädoyer für die evidenzbasierten Erkenntnisse der positiven Wirkung der Natur auf den Menschen.
Und das geht weit über Heilkräuter und Nutzung von natürlichen Stoffen für die Medizin heraus.

Das vierte Kapitel bietet hier „harte Fakten“. Sei es von Krebs-Tantenen, oder wie uns die Natur über unsere organische Antenne gesundmacht“.

„Der Nerv der Ruhe (leider im modernen Leben kaum mehr „zu hören“ oder „zu spüren“, aber durchaus wiederzuentdecken und nicht einfach so verschwunden. Wie diese „organische Antenne“ wieder entfaltet werden kann und dann z.B. DHEA als Hormon der Nebennierenrinde durch einen (medizinisch belegbaren) Aufenthalt in der Natur wieder gestärkt und damit seine schützende Wirkung weiterhin entfalten kann ist dabei nur ein Beispiel für die Folgen eines effektiven „in die Natur gehen“, das nicht mit einfachen Wanderungen und Spaziergängen sich erschöpft, wenn es seine Wirkungen entfalten soll (wobei diese einen guten Anfang natürlich bilden).

Der moderne Mensch aber steht unter einem überwertigen Anreiz durch den „Reiz der Erregung“ der kaum mehr dem „Nerv der Ruhe“ Raum und Zeit für regenerative Maßnahmen gibt.

Bis hin zum Modus der zellulären Heilung“ dehnt Aray dabei die „Kraft der Natur“ auf den Menschlichen Körper zunächst durch Beruhigung und dann durch eine konstruktive Annäherung an die Natur selbst aus, Bis hin zur sozialen Verbindung (die z,B, mit Haustieren (und deren erwiesener positiver Wirkung auf die körperliche Befindlichkeit).

Das ein „Ich bin dann mal weg.“, so manches Prominenten (und vieler Nicht Prominenter“) zu erstaunlicher Ruhe, Abstand finden und in der Natur heilsame Erfahrungen und heilsame Dinge finden, auch das ist bereits breit beschrieben und bekannt. Bis hin zum erwähnten „heilsamen Band“ zwischen Mensch und Tier.

Ohne jeden esoterischen Anklang und auch nicht gespickt von Idealen und marktschreierischen Aufrufen bietet Ary als Biologe seine vielfachen Erkenntnisse vom natürlichen bis zum heilsamen „in der Natur sein“ und der messbaren Folgen zellulär und in der Gesamthaltung des Menschen dar.

So entsteht die Beschreibung neuer und aussichtsreicher Möglichkeiten einer „Ökomedizin“ und, quasi nebenbei, öffnet das Buch auch die Augen weit für die Betrachtung der Biosphäre als „Schicksalsgemeinschaft“.

Eine nicht einfache, die Fantasie zunächst auch benötigende, sehr anregende Lektüre.

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Rezension zu "Der große Bio-Schmäh" von Clemens G. Arvay

Rezension zu "Der große Bio-Schmäh" von Clemens G. Arvay
Dubhevor 6 Jahren

In diesem Buch teilt der Autor seine Erfahrungen mit der Bio-Massenproduktion.
Habt ihr euch noch nie gefragt, woher diese unersättliche Menge an Bioprodukten kommt? Gleich wie die normalen Produkte?
Es scheint keine Grenzen zu geben bei Menge und Vielfalt, doch wenn wir nun die wenigen Bauernhöfe in der Umgebung betrachten, woher kommen die ganzen Lebensmittel?
Die Tiere kommen aus Brutanlagen und dergleichen, das Gemüse aus Massenzüchtungen.
Selbst die Tiere nicht nicht mehr normale Rassen, sondern genmanipuliert, da diese Arten schneller wachsen und sich vermehren.
Alles ist auf Gewinn aufgebaut, nicht auf das, was die Käufer wirklich wollen.
Nämlich echte Produkte von einem echten Bauernhof!
.
Der Autor schreibt, als sei er dem Leser nahe und er schreibt auch recht spannend, so dass das Buch leicht zu lesen ist.
Alles in allem ist dieses Buch gut, und die Informationen stimmen, wenn man etwas nachforscht.
Nur was mich so verwundert und was mich so misstrauisch macht, ist, dass es bei solch heiklen Themen selten Leute gibt, die diese Dinge auch wirklich zugeben, wie der Autor hier in diesem Buch schildert!
Woher hat der Autor nur diese Informationen?
Werden diese Leute nicht gefeuert?
Meiner Meinung nach stimmt da etwas nicht!

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