Bot

von Clemens J. Setz 
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Das neueste Werk von Sprachkünstler Setz

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Inhaltsangabe zu "Bot"

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein bekannter Schriftsteller und werden um ein ausführliches Interview gebeten. Sie sollen Auskunft geben über Ihre Interessen und intellektuellen Vorlieben, über die Voraussetzungen und Hintergründe, über Motive und Themen Ihres umfangreichen Werks. Stellen Sie sich vor, Ihnen fällt nichts ein, gar nichts, so sehr Sie sich auch bemühen. Dann muss eben jemand anderer über Sie erzählen. Aber wer sollte das sein? Wer weiß gut genug über Sie und ihre Bücher Bescheid? Im Fall des Schriftstellers Clemens J. Setz fand sich eine Alternative. Aber keine natürliche Person steht hier Rede und Antwort, sondern eine Art künstliche Intelligenz, sein Millionen von Zeichen umfassendes elektronisches Tagebuch – die ausgelagerte Seele des Autors, kurz gesagt: ein Clemens-Setz-Bot. Und was der Befragte selbst im mündlichen Gespräch nicht zu verbalisieren mochte, gibt das Werk allein, völlig losgelöst von seinem Autor, in verblüffender Offenheit preis.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518427866
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:167 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:12.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    LenaSilbernaglvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Das neueste Werk von Sprachkünstler Setz
    Bot. Gespräch ohne Autor

    Wer Clemens J. Setz aus seinen früheren Büchern kennt, weiß, dass er ein absoluter Sprachkünstler und –akrobat ist. Er versteht es, seinen Leser literarischen Genuss zu bieten. Auch in seinem neuesten Buch wird das sofort klar. Hier spielt der Autor außerdem mit der Autorfikition und kreiert eine Art künstlicher Intelligenz. Diese beantwortet hier scheinbar die Fragen aus einem Interview und wird von Setzs Tagebuch gespeist. Beim Interview scheint der Bot jedoch keine Antworten auf die Frage zu geben, sondern erzählt eher etwas. Oft sind Fragen dabei, die einfach mit Ja oder Nein beantwortet werden könnten – das macht der Bot jedoch nicht, sondern umschifft das Thema sozusagen. Hin- und hergerissen zwischen Witz und Ernsthaftigkeit, zeichnet der Autor ein Portrait von sich selbst. Obwohl der Titel eigentlich „Gespräch ohne Autor“ als Zusatz anführt, so ist der Autor in diesem Werk jedoch trotzdem anwesend. Das Szenario, welches Setz zeichnet, ist hingegen sehr realistisch und authentisch. Auch heute kann man Texte, die von einem Roboter oder Programm „verfasst“ wurden, nicht mehr von Texten realer Autoren unterscheiden.

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