Clemens M. Hutter

 4.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Über den Gipfeln, Gruselwandern in Salzburg und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Gruselwandern in Salzburg

 (1)
Neu erschienen am 15.11.2018 als Taschenbuch bei Verlag Anton Pustet Salzburg.

Alle Bücher von Clemens M. Hutter

Über den Gipfeln

Über den Gipfeln

 (3)
Erschienen am 27.09.2013
Gruselwandern in Salzburg

Gruselwandern in Salzburg

 (1)
Erschienen am 15.11.2018
Christian Doppler

Christian Doppler

 (1)
Erschienen am 19.01.2017
Augen auf!

Augen auf!

 (1)
Erschienen am 01.05.2015
Stadtwandern in Salzburg

Stadtwandern in Salzburg

 (0)
Erschienen am 28.04.2017

Neue Rezensionen zu Clemens M. Hutter

Neu

Rezension zu "Gruselwandern in Salzburg" von Clemens M. Hutter

Auf den Spuren der Gerichtsbarkeit in Salzburg
Bellis-Perennisvor einem Monat

Der Journalist Clemens M. Hutter nimmt uns auf eine Reise in die Vergangenheit der Stadt Salzburg, dem Rupertiwinkel und den fünf Gaue Salzburgs mit. Wir entdecken unter seiner sachkundigen Beschreibung Flurnamen, Gebäude und Richtstätten.  

Auf 59 Wanderungen erklärt er die historischen Hintergründe, warum es zu diesem Hexenwahn kommen konnte und versucht, mit der üblichen Meinung, die Obrigkeit hätte die Hexenverfolgungen angeordnet oder es wären ihnen nur Frauen und Mädchen zum Opfer gefallen, aufzuräumen.  

Im 16. und 17. Jahrhundert löste der Hexenglaube rund um den Zauberer Jackl eine Massenhysterie aus, der 138 Menschen – vornehmlich Buben und Männer – zum Opfer fielen. Es war in drei Wellen die größte Hexenverfolgung im deutschsprachigen Raum. 

Hutter hat in alten Gerichtsakten gestöbert, Folterkammern besucht und begibt sich auf die Spuren von Opfern und Tätern. 

Neben diesem „amtlichen“ Gruselkabinett erfahren wie einiges zu Sagen, Geistern, lernen den Glasteufel im Mikroskop (S.145) kennen und werfen einen Blick auf die Trümmer von Hitlers „Berghof“ (S. 75).  

Jede Wanderung ist detailliert beschrieben, mit Gehzeit und Höhenunterschieden versehen, sodass der zukünftige Wanderer weiß, worauf er sich einlässt.   

Zwischen den Routen sind Stichworte angeführt, die die Begriffe dieser schrecklichen Zeit beleuchten und erklären. 

Der Schreibstil ist sachlich, beinahe schon nüchtern. Doch bei diesem Thema wären blumige Worte wohl fehl am Platz 

Fazit: 

Wer sich für schaurige und leider wahre Geschichten interessiert, ist hier richtig. Gerne gebe ich 5 Sterne.

 


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Rezension zu "Christian Doppler" von Clemens M. Hutter

EIne Hommage an einen beinahe vergessenen Wissenschafter
Bellis-Perennisvor 3 Monaten

„Die lohnendsten Forschungen sind, diejenigen, welche indem die den Forscher erfreu’n, zugleich den Menschen nützen.“ 

Als Christian Doppler (1803-1853) diesen Satz niederschreibt, ahnen weder er noch der Rest der Welt, welche bahnbrechende Entdeckung der Salzburger gemacht hat.  

Doppler entdeckt nämlich, dass sich Wellenlängen ändern und vor allem WARUM! Er beobachtete, dass Doppelsterne, wenn sie um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreisen, ihre Farbe ändern. Wird nämlich die Distanz zwischen beiden verringert, so erhöht sich die Frequez der Lichtwellen und erscheint blau. Wird die Distanz zwischen den Doppelsternen größer, so wird die Frequenz der Lichtwellen kleiner und erscheint rot. 

Schallwellen unterliegen demselben Prinzip. Der Doppler-Effekt ist die Grundlage des Radars, der Sonografie und die moderne Flugsicherheitsanlagen.  

Doch keine Angst! Dieses Buch ist nicht für physikalische Nerds gedacht! Es beeindruckt eher mit der Analyse des historischen Umfelds in das Christian Doppler hineingeboren wird. Autor Clemens Hutter zeichnet den Lebensweg des Steinmetzsohnes aus Salzburg an Hand vieler Dokumente und Spuren in Salzburg, Wien und Prag nach. Zu Lebzeiten ist Christian Doppler nicht sehr geachtet. Er wird wohl Professor am Wiener Polytechnikum (heute TU Wien) und lehrt an der Prager Universität, aber seine Entdeckung wird belächelt – ein typisch österreichisches Schicksal, das er mit einigen anderen teilt.  

Meine Meinung: 

Diese populärwissenschaftliche Biografie aus dem Anton Pustet Verlag ist für historisch Interessierte eine Fundgrube, geht der Autor doch tief in die Archive. Das wird durch Abbildungen von Urkunden, alten Stichen und Fotos gut belegt. Für Physik-Freaks ist das Buch nicht die richtige Wahl. Die müssten wohl Christian Dopplers „Abhandlungen“ lesen.   

Eine kleine Kritik darf ich anbringen: Die Umstände der Entdeckung hätten für meinen Geschmack ein wenig deutlicher herausgearbeitet werden können.  

Jahrzehntelang ist Dopplers Entdeckung genauso im Verborgenen geblieben wie er selbst. Nach und nach entsinnt sich die Stadt Salzburg ihres Richtungsweisenden Sohnes. Immerhin ist das Wohnhaus der Familie nicht abgerissen worden, um den Verkehr flüssiger zu gestalten, ein Gymnasium du eine Klinik ist nach ihm benannt worden. Eine späte Genugtuung? Heute nennt man ihn in Wissenschaftskreisen gemeinsam mit Wolfgang Amadeus Mozart. Allerdings, wer erhält gerne eine Anonymverfügung wegen Schnellfahrens, die auf Dopplers Entdeckung beruht? Mozarts Musik ist da schon angenehmer. 

Fazit: 

Eine tolle Biografie eines Wissenschaftlers, der zu Unrecht fast vergessen ist. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.


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Rezension zu "Über den Gipfeln" von Clemens M. Hutter

Grenzenlose Rundsicht
R_Mantheyvor 3 Jahren

In diesem Bildband mit einigen ausführlichen Texteinschüben lernt man die Ostalpen aus der Vogelperspektive kennen. Dabei wird deren Begrenzung "enger gefasst als die geografische Definition und bezieht sich auf Österreich, die bayrischen Alpen sowie den deutschen und ladinischen Sprachraum in Südtirol. Das entspricht auch der Erschließung durch alpine Vereine."

Zunächst werden die Nordalpen von Ost nach West, dann die Zentralalpen von West nach Ost und schließlich die Südlichen Kalkalpen von Ost nach West gezeigt. Der Autor schreibt dazu: "In den Bergen erlebt man nicht nur Frischluft, Fitness oder Romantik, sondern einen anderen Rhythmus. Dieses Erlebnis mag sich auch einstellen, wenn man mit den Augen die Bilder dieses Bandes durchwandert - und immer wieder innehält."

Und tatsächlich: Man kann so viel auf ihnen erkennen, dass man immer wieder in Versuchung gerät, sogar Routen zu finden. Es ist als ob man auf einem Gipfel sitzt und aus dieser Perspektive versucht, die Gegend für sich einzuordnen. Noch interessanter wird es, wenn man neben die Fotos die entsprechenden Landkarten legt. Dann werden sich die Strukturen und Bilder der jeweiligen Landschaften im Gedächtnis einprägen, wenn man bereits eine gewisse Beziehung zu ihnen besitzt.

Allerdings kann man oft noch weiter blicken als von einem Gipfel, denn die Bilder wurden aus Flugzeugen aufgenommen. Markante Punkte sind in ihnen mit Nummern gekennzeichnet und unter dem kurzen Text am Rande der Bilder beschriftet. Neben den Luftaufnahmen findet man noch kurze Artikel zu interessanten Themen wie die Erschließung der Alpen, das Bergsteigen, die Entstehung des Gebirges, Bräuche, Gletscher und Ähnliches.

Am Ende des Buches steht eine grafische Übersicht über Erstbesteigungen bedeutender Gipfel von 1610 bis 1879. Einzig das lasche, matte, graue, aber ökologisch sicher wertvolle Papier, auf dem dieses sehr schöne und informative Buch gedruckt wurde, stellt in meinen Augen eine gewisse ästhetische Entwertung dar.

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