Clemens M. Hutter Über den Gipfeln

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Inhaltsangabe zu „Über den Gipfeln“ von Clemens M. Hutter

Wo der Adler seine Kreise zieht Einst galten die Alpen als Sitz von Ungeheuern und Hexen oder als Versteck für Verbrecher und Deserteure. Dennoch wurden die Menschen von Bergschätzen wie Salz und Edelmetallen angelockt. Erst in der Zeit der Aufklärung erwachte das Interesse an den Alpen, und den Wissenschaftern folgten schließlich die Pioniere des Bergsteigens. Eisenbahn und Auto ebneten dem Massentourismus den Weg in die alpine Welt und verbesserten die kargen Lebensverhältnisse der Bewohner nachhaltig. Nationalparks und Schutzgebiete stellen sicher, dass urwüchsige Natur weiterhin eigengesetzliche Natur bleiben kann. Der Autor zeichnet die Geschichte der Ostalpen vom "Urmeer" vor 220 Mio. Jahren bis zum "Dachgarten Europas" nach. Die großformatigen Bilder des Alpenwelt Verlages entführen zu Blickpunkten, die weder Spitzenalpinisten noch Bergbahnen erreichen.
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    Über den Gipfeln
    R_Manthey

    R_Manthey

    30. July 2015 um 12:07

    In diesem Bildband mit einigen ausführlichen Texteinschüben lernt man die Ostalpen aus der Vogelperspektive kennen. Dabei wird deren Begrenzung "enger gefasst als die geografische Definition und bezieht sich auf Österreich, die bayrischen Alpen sowie den deutschen und ladinischen Sprachraum in Südtirol. Das entspricht auch der Erschließung durch alpine Vereine." Zunächst werden die Nordalpen von Ost nach West, dann die Zentralalpen von West nach Ost und schließlich die Südlichen Kalkalpen von Ost nach West gezeigt. Der Autor schreibt dazu: "In den Bergen erlebt man nicht nur Frischluft, Fitness oder Romantik, sondern einen anderen Rhythmus. Dieses Erlebnis mag sich auch einstellen, wenn man mit den Augen die Bilder dieses Bandes durchwandert - und immer wieder innehält." Und tatsächlich: Man kann so viel auf ihnen erkennen, dass man immer wieder in Versuchung gerät, sogar Routen zu finden. Es ist als ob man auf einem Gipfel sitzt und aus dieser Perspektive versucht, die Gegend für sich einzuordnen. Noch interessanter wird es, wenn man neben die Fotos die entsprechenden Landkarten legt. Dann werden sich die Strukturen und Bilder der jeweiligen Landschaften im Gedächtnis einprägen, wenn man bereits eine gewisse Beziehung zu ihnen besitzt. Allerdings kann man oft noch weiter blicken als von einem Gipfel, denn die Bilder wurden aus Flugzeugen aufgenommen. Markante Punkte sind in ihnen mit Nummern gekennzeichnet und unter dem kurzen Text am Rande der Bilder beschriftet. Neben den Luftaufnahmen findet man noch kurze Artikel zu interessanten Themen wie die Erschließung der Alpen, das Bergsteigen, die Entstehung des Gebirges, Bräuche, Gletscher und Ähnliches. Am Ende des Buches steht eine grafische Übersicht über Erstbesteigungen bedeutender Gipfel von 1610 bis 1879. Einzig das lasche, matte, graue, aber ökologisch sicher wertvolle Papier, auf dem dieses sehr schöne und informative Buch gedruckt wurde, stellt in meinen Augen eine gewisse ästhetische Entwertung dar.

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  • Ein weites Blickfeld vor einem fernen Horizont

    Über den Gipfeln
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    07. January 2014 um 13:02

      Mit diesem wunderbaren Band mit faszinierenden Luftaufnahmen schafft der passionierte Alpinist und Kenner der Sozialgeschichte der Ostalpen, der 1930 geborene ehemalige Journalist Clemens M. Hutter seinen Lesern und Betrachtern ein weites Blickfeld vor einem fernen Horizont.   Nach einer kurzen Einführung in die Entstehungsgeschichte der Alpen zeigt er die Nordalpen von Ost nach West, dann die Zentralalpen von West nach Ost und schließlich die Südlichen Kalkalpen von Ost nach West. Das Betrachten der Bilder, die jeweils mit kurzen aber informativen Texten erläutert werden, mag das tatsächliche Naturerlebnis Alpen nicht ersetzen, aber es gibt jedem Betrachter einen Vorgeschmack davon, und weckt die Lust, (wieder) dorthin zu fahren, um sie auf eigenen Füßen zu erkunden.   Jede Luftaufnahme ist mit bis zu zehn Zahlen versehen, mit denen markante Punkte benannt werden und so die Orientierung erleichtern. Immer wieder gibt es kulturgeschichtliche Einschübe, die zeigen, dass die auch touristische Erschließung der Alpen angesichts ihres erdgeschichtlichen Alters erst sehr spät begonnen hat.   Alle Alpen- und Wanderfreunde werden an diesem schönen Buch ihre Freude haben.      

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