Clemens Meyer

 3.9 Sterne bei 239 Bewertungen
Autor von Als wir träumten, Die Nacht, die Lichter und weiteren Büchern.
Autorenbild von Clemens Meyer (©)

Lebenslauf von Clemens Meyer

Clemens Meyer wurde 1977 in Halle an der Saale geboren und wuchs in Leipzig auf, wo er auch heute noch lebt. Nach dem Abitur arbeitete er zunächst als Bauarbeiter, Möbelpacker, Gabelstaplerfahrer und Wachmann. 1998 begann er ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, das er 2003 erfolgreich abschloss. Im Jahre 2001 gewann er den MDR-Literaturwettbewerb, zwei Jahre später belegte er den zweiten Platz. Sein Erstlingsroman „Als wir träumten“ wurde Anfang 2006 veröffentlicht und für den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 nominiert. Zudem erhielt er im selben Jahr den Rheingau-Literatur-Preis, das Märkische Stipendium für Literatur sowie den Mara-Cassens-Preis. 2007 erhält er zudem den Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaats Sachsen. Sein neuestes Werk, der Geschichtenband „Die Nacht, die Lichter“ wurde 2008 veröffentlicht und mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet.

Neue Bücher

Die Nacht im Bioskop

Erscheint am 01.08.2020 als Hardcover bei Faber & Faber.

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Cover des Buches Als wir träumten9783104001180

Als wir träumten

 (116)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Die Nacht, die Lichter9783596511341

Die Nacht, die Lichter

 (63)
Erschienen am 01.10.2010
Cover des Buches Im Stein9783596183593

Im Stein

 (35)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Gewalten9783596185863

Gewalten

 (17)
Erschienen am 19.01.2012
Cover des Buches Die stillen Trabanten9783596297986

Die stillen Trabanten

 (4)
Erschienen am 12.12.2018
Cover des Buches Rückkehr in die Nacht9783937799636

Rückkehr in die Nacht

 (2)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Die Nacht im Bioskop9783867301848

Die Nacht im Bioskop

 (0)
Erscheint am 01.08.2020

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Rezension zu "Als wir träumten" von Clemens Meyer

Geschichte einer Jugend in Zeiten der Wende
Tulpenvor einem Jahr

Auch dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit durch das Poster der "99 Bücher, die man gelesen haben sollte" geweckt. Ich muss gestehen, dass ich vorher noch nie davon gehört hatte.

Wir begleiten Daniel und seine Clique durch ihre Kindheit und Jugend, die sie in einer trostlosen Gegend in Leipzig-Ost verbringen. Beginnend mit kleineren Delikten wie dem Schule-Schwänzen und Ladendiebstählen im Kindesalter geraten sie im Laufe der Jahre immer tiefer ins kriminelle Milieu, zum Beispiel durch heftige Schlägereien mit rivalisierenden Banden, Autodiebstähle, Einbrüche und Drogenverkäufe. Die Nachwendezeit erleben sie dabei wie einen Rausch- Hintergründe sind ihnen unklar. Einige Leidenschaften werden beflügelt, wie Autos klauen und eine eigene illegale Disko gründen, andere gehen unter, wie die Fan-Liebe zu Chemie Leipzig, ein Fußball-Club, der plötzlich einen anderen Namen hat und nicht mehr oben mitspielt. Es gibt hier niemanden, der den Jungen die Welt erklärt und ihre Energie in andere Bahnen lenkt.

Das Buch ist in Episoden erzählt, die unregelmäßig in der Zeit vor und zurück springen. Zuerst war es für mich etwas schwierig, der Linie zu folgen aber im Nachhinein finde ich die Erzähltechnik großartig. Das chronologische Erzählen verliert an Bedeutung, da dem Leser eigentlich klar ist, wohin die Reise geht. Durch das Vorwegnehmen von Ereignissen, die erst später im Detail beschrieben werden, hatte ich das Gefühl einer besonderen Nähe zu den Figuren und ihrer Geschichte. Und sowieso geht mir dieses Buch sehr nah, da es um meine eigene Generation geht (Daniel ist ein Jahr älter als ich). Erzählt wird aus Sicht von Daniel in langen, atemlosen Sätzen in einer sehr authentischen Sprache.

Ich hatte vor dem Lesen erwartet, dass der Mauerfall noch mehr thematisiert wird, z.B. in Form von großen Erwartungen und (nicht immer erfüllten) Hoffnungen auf eine bessere Zeit, Chancen und Überforderung durch die neue Freiheit. Aber dieser Weg, die Wende an den Jugendlichen einfach so vorbeiziehen zu lassen, ohne dass sie sich je mit den Hintergründen befassen, kommt mir auch irgendwie sehr echt vor.

Die Geschichte der Jungen ist absolut unbeschönigt. Sie sind ein Produkt ihrer Umgebung und folgen nur ihren eigenen Gesetzen. Man schließt sie ins Herz mit ihrer verqueren Logik (nur noch der Banküberfall und dann mit dem Geld „ganz legal“ ein Auto kaufen) und ihrem abgefahrenen Gerechtigkeitssinn, ihren großen Ideen, Träumen und Zielen. Man ist fast überrascht, dass sie sich einerseits so gehen lassen, auf der anderen Seite aber viele persönliche Ziele und Träume verfolgen und einen so großen Ehrgeiz besitzen. Den sie leider nur einsetzen, um sich immer weiter reinzureiten. Unfassbar authentisch erzählt, wahrscheinlich ist vieles wahr, ich hoffe nicht alles. Ob Stefans Foto gewonnen hat?

Sehr berührendes Buch.

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Rezension zu "Die stillen Trabanten" von Clemens Meyer

Atemberaubend schön
Leselaubfroeschchenvor 2 Jahren

Mich ergriff beim Lesen eine ganz besondere Stimmung.. fragil, zerbrechlich, ein bisschen so, als könnte man den Atem der Akteure spüren..Als Leserin fühlte ich mich mitgenommen an den Ort des Geschehens. Sehr außergewöhnliche Momentaufnahmen von scheinbar gewöhnlichen Personen. Wer „nette“ Kurzgeschichten sucht wird enttäuscht sein.

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Rezension zu "Als wir träumten" von Clemens Meyer

Keine Lorbeeren von mir
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Ein Buch über Jugendliche um die Wendezeit in Leipzig-Ost, ohne wirkliche Handlung sondern eher in Kapitel unterteile Kurzgeschichten um die immer gleichen Themen Alkohol, Drogen und Gewalt und dem Mangel an Perspektiven der Hauptfiguren. Das kommt zwar authentisch daher, die Geschichten wiederholen sich aber ohne zu überraschen genauso, wie die immer gleichen Dialoge, welche bereits nach 100 Seiten ermüdend wirken. Mag vielleicht unterhaltsam sein für alle, welche die Wendezeit in der DDR (insbesondere als Jugendliche) erlebt haben oder sich explizit dafür interessieren. Ich empfand das Buch je länger je eintöniger und langatmiger und beendete es mangels Abwechslung nach knapp 320 Seiten.

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