Clemens Murath

 4,2 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Der Libanese und Der Libanese.

Lebenslauf von Clemens Murath

Clemens Murath lebt in Berlin und hat über dreißig verfilmte und mehrfach ausgezeichnete Drehbücher geschrieben (Deutscher Drehbuchpreis für »Im Schatten des Jaguar«, Grimme-Preis Nominierung für »Es ist nicht vorbei«). »Der Libanese« ist sein erster Roman, eine Fortsetzung bereits in Arbeit.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Libanese (ISBN: 9783961542499)

Der Libanese

Neu erschienen am 04.06.2021 als Hörbuch bei Ronin-Hörverlag, ein Imprint von Omondi UG.

Alle Bücher von Clemens Murath

Cover des Buches Der Libanese (ISBN: 9783453272835)

Der Libanese

 (12)
Erschienen am 01.03.2021
Cover des Buches Der Libanese (ISBN: 9783961542499)

Der Libanese

 (0)
Erschienen am 04.06.2021

Neue Rezensionen zu Clemens Murath

Cover des Buches Der Libanese (ISBN: 9783453272835)Pharo72s avatar

Rezension zu "Der Libanese" von Clemens Murath

Knallharter Berlin-Thriller, der kein Blatt vor den Mund nimmt
Pharo72vor 9 Tagen

Berlin steht den Machenschaften der kriminellen Clans beinahe machtlos gegenüber. Da braucht es schon Ermittler, die es mit dem geschriebenen Gesetz nicht ganz so genau nehmen. Frank Bosman vom LKA ist so einer. Korrupt bis zur Schmerzgrenze sowie selbst erfahren im Milieu, geht er knallhart gegen die Mafia vor und schreckt dabei auch vor Selbstjustiz nicht zurück. Als sich den Libanesen und ihrem Kopf Arslan Aziz ein albanischer Clan entgegenstellt und es zu einem Mord vor Zeugen kommt, sieht Bosman seine Chance, endlich mal richtig aufzuräumen.

Meine Meinung:

Das Krimidebüt um den knallharten Ermittler Frank Bosman und Auftakt einer Serie hat den Stempel Heyne Hardcore zu Recht bekommen. Hier wird wahrlich eine deutliche Sprache gesprochen, die aber zur ganzen Atmosphäre und dem Unterwelt-Milieu passt. Man mag sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass es genauso wie dargestellt in den dunklen Kreisen Berlins wirklich abgeht. Wenn ich so etwas lese, bin ich immer recht froh, weitab davon zu leben und keine Chance zu haben, mit Ähnlichem konfrontiert zu werden.

In dem Roman bekommt man Einblick in die Drogen- wie Stricherszene, korrupte Polizisten, Banker, Richter sind an der Tagesordnung, bezüglich Sex wird kaum etwas ausgelassen. Nach Sympathieträgern sucht man vergeblich, aber das ist sicher auch nicht das Ziel. Vor allem auch die Hauptfigur kann man nur als moralisch sehr ambivalent betrachten.

Es waren mir persönlich ein bisschen zu viele Schauplätze, Handlungsstränge und Personen, um permanent folgen zu können. Wenn man sich aber erst mal eingelesen hat in den Personenkreis, sollte es durchaus Freude bereiten, deren Leben in den Folgebänden weiterzuverfolgen. Die Prise schwarzer Humor macht den Roman spritzig und hat mich oft zum Grinsen gebracht. Insgesamt liest sich der Krimi recht flüssig und Langeweile kommt wirklich keine auf. Der Autor ist Drehbuchschreiber, das merkt man, läuft doch alles irgendwie wie ein Film ab. Auf jeden Fall mal etwas anderes und für Berlin-Kenner sicher noch interessanter. Mir auch die Fortsetzung zu gönnen, liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

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Cover des Buches Der Libanese (ISBN: 9783453272835)Scarbookss avatar

Rezension zu "Der Libanese" von Clemens Murath

Hat mich leider nicht gepackt
Scarbooksvor einem Monat

Ich wollte das Buch mögen, ich wollte es wirklich. Und es war auch nicht alles ... naja, nicht so ganz nicht mein Ding. Liest sich komisch. .. egal!
Aber letztlich hat mich “Der Libanese” nicht so überzeugt, wie ich es mir erhofft habe.
Woran liegt oder lag es? Hm, gute Frage!
Im Grunde war der Stoff für eine rasante und auch relativ realitätsnahe ( wie ich finde) Story vorhanden. Drogen, Korruption, Milieu, Kriminalität, Dreck und einiges andere mehr. Klingt ja erstmal gut, oder? Ach, S**, ja den gibt's auch!
Und da haben wir schon mal eine Sache, die ich in Büchern einfach irgendwie satt habe. Zumindest, wenn es nicht unbedingt zur Handlung beiträgt oder eine entscheidende Rolle spielt, da muss man ja schon Unterschiede machen bzw. gibt es sie. Finde ich.
Manchmal ist es einfach auch überflüssig und tut rein gar nichts zur Sache. Oder die Dosierung macht's ... Da habe ich also Augen rollend die Abschnitte überflogen.
Dann hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, der zwar auf der einen Seite locker, unterhaltsam und flüssig gut ist, aber auf der anderen Seite einfach für meinen Geschmack zu platt in den Formulierungen und Ausdrücken, was zwar thematisch gut funktionieren kann, aber wohl einfach eine reine Geschmackssache ist. Da bin ich wirklich hin- und hergerissen, weil es für mich zwar super in diversen Gespräche (Verhöre usw.) passte, mir aber dann doch irgendwann too much wurde.
Grinsen musste ich allerdings mehrmals, weil es auch ziemlich schwarzhumorig zugeht und ich mir da schon gelegentlich ein Lacherchen nicht verkneifen konnte. Glaub, das größte gab's zum Schluss, den finde ich nämlich super.
Und ich glaube, der für mich eigentlich wichtigste Punkt, tja, den gibt es dann wohl mit dem Fehlen jeglicher Sympathie überhaupt eines Charakters gegenüber, denn da war absolut rein gar nichts. Und das passiert mir eher selten, dass es so wirklich niemanden gibt, den ich “mag”. Schräg!
Vielleicht aber auch so gewollt? Man (ich) weiß es nicht.
Aber: wieder einen Pluspunkt gibt es für die doch sehr nahen und detailliert beschriebenen Örtlichkeiten und Szenarien, hat mir zum Großteil gut gefallen, ich mag Berlin und find auch die berühmte Berliner Schnauze herrlich. Auch werden spannende Einblicke in eben gewisse Milieus und Machenschaften gegeben, da darf man dann nicht pingelig sein, wenn man sonst eher ein Problem mit vielen Namen hat. Habe ich leider, ich bin mit zu viel Input in Form von Personen einfach zu fix überfordert und ein Stück weit genervt, weil ich mich jedes Mal dabei erwische, nachdenken ( oder zurück blättern) zu müssen, wer denn nun wieder Person XYZ ist. Hm! Ist aber sicher auch nur persönliches Empfinden und “mögen”.
Ihr merkt, hier hatte ich es nicht ganz leicht. Aber auch wenn mich der Libanese nicht “abholen” konnte, kann ich mir sehr wohl und gut vorstellen, dass viele andere sehr begeistert sein werden.
Ich als Hardcore-Fan bin ja eh einiges gewohnt, daher gab es nun nicht wirklich etwas, was mich von den Socken gehauen oder geschockt hat, aber ich denke, dass man sich als “normaler” Krimi-Fan schon auf einiges gefasst machen muss. Denn mit Samthandschuhen wird hier nun auch nicht angefasst 😉. Macht euch am besten selbst ein Bild!

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Cover des Buches Der Libanese (ISBN: 9783453272835)mrsmeerlancholies avatar

Rezension zu "Der Libanese" von Clemens Murath

Der Libanese
mrsmeerlancholievor 2 Monaten

Zum Inhalt

"Frank Bosmann, ein hart gesottener Ermittler beim LKA Berlin, führt mit seinem Team einen ziemlich hoffnungslosen Kampf gegen Arslan Aziz, den Kopf einer libanesischen Großfamilie, die den Drogenmarkt weitgehend kontrolliert. Als die albanische Mafia agressiv in den Markt drängt und Arslans Bruder Tarik einen Konkurrenten ermordert, sieht Bosmann die Chance, den ganzen Clan zur Strecke zu bringen."

Schonungslos erzählt der Krimi die Geschichte von vielen verschiedenen Personen. Da ist zum einen Bosmann, der Ermittler. Sein Schwager Harry, die Frau von Harry, aber auch Tarik, Arslans Bruder, und Nikki. Ja, auch Nikkis Geschichte.

Frank Bosmann erschießt einen vom Clan, und Nikki sieht das. Beinahe wäre sie ihm direkt vor die Flinte gelaufen. Und wie sollte es natürlich sein? Sie fängt an, für Frank zu schwärmen. Aber nicht nur das.

In dem Buch geht es schonungslos um korrupte Bullen, Bänker, und natürlich Clan-Kriminalität, wie sie feiner nicht sein könnte. Und man steckt schneller mit drin, als einem lieb ist. Vor lauter Angst will Harry fliehen, der sich nämlich einen ganz dicken Stein ans Bein gebunden hat. So weit kommt er aber nicht und wird entführt. Da muss doch Tarik Aziz dahinter stecken!

Bosmanns "V-Mann" wird ermordet aufgefunden. Zwei Schüsse in den Kopf. Wirklich ermordert? Oder steckt da was ganz anderes dahinter?

Alles hängt am Ende irgendwie zusammen. Der Schreibstil ist gut, immer wieder aus anderen perspektiven, was dem Buch die nötige Fahrt gibt. Es ist wie ein Film, der im Kopf anfängt und am besten gar nicht aufhören soll. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Und es erstaunt mich, wie alles doch irgendwie ein Ende nimmt, für den einen mehr oder weniger gut. Ich hoffe doch, demnächst wieder eine weitere Geschichte von Frank Bosmann und seinem Ermittler-Leben in Berlin zu lesen.

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