Clementine Skorpil Gefallene Blüten

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Inhaltsangabe zu „Gefallene Blüten“ von Clementine Skorpil

Shanghai 1926: Die eigenwillige Ai Ping verlässt zum ersten Mal ihr Heimatdorf, um in der Großstadt nach ihrer verschollenen Enkelin zu suchen. Gerüchten zufolge soll das Mädchen sich dort als Kurtisane verdingen. Aber wie will Ai Ping sie aufspüren? Zum Glück kann sie den kommunistischen Studenten Lou Mang überreden, in den Freudenhäusern Shanghais nach Pflaumenblüte zu fragen. Lou Mang, der in Paris Medizin studiert hat, sieht sich eher als Revolutionär – nur widerstrebend lässt er sich von der Dame Ai Ping als Detektiv einspannen. Doch bald packt ihn das Jagdfieber, denn das Verschwinden der jungen Frau scheint mit dem Mord an einem stadtbekannten Unternehmer zusammenzuhängen. Dann bekommt Lou Mang einen Brief mit einer abgehackten menschlichen Zehe darin! Offenbar sind er und Ai Ping bei ihren Recherchen der Verbrecherorganisation Green Gang in die Quere gekommen, einem berüchtigten Syndikat von Drogenschmugglern. Und bald erfahren sie am eigenen Leib, wie effizient Shanghais Unterwelt organisiert ist … "Das Tor zur Welt", "das Paris des Ostens", "die Perle des Orients": Shanghai wurde seit Mitte des 19. Jh. von Kolonialmächten kontrolliert. Briten, Franzosen, US-Amerikaner und Japaner bildeten das "International Settlement", eine Reihe von Enklaven, die keinem Landesgesetz unterstanden: der wichtigste Marktplatz Ostasiens als kapitalistischer Nasstraum. Die "Drachenkopf-Metropole" wurde in den 1920ern vor allem von zwei Triaden beherrscht, der mit den Briten paktierenden Red Gang und der Green Gang, die im Rauschgift- und Geheimdienstgeschäft mit den Franzosen zusammenarbeitete. Vor diesem Hintergrund entfaltet Clementine Skorpil ihren stimmungsvollen Kriminalroman.

Wird die traditionsbewusste Ai Ping ihre verschwundene Enkeltochter Pflaumenblüte wieder finden? Empfehlenswert!

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Ein Erlebnis der besonderen Art!

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Ausgesprochen interessanter Krimi, der in Shanghai 1926 spielt. Drogenbarone, Paten, Kommunisten und eine traditionelle Frau vom Lande ....

— StefanieBerg
StefanieBerg

Außergewöhnliche Krimilektüre auf sprachlich und inhaltlich hohem Niveau mit vielen historisch fundierten Details! Top!

— J-B-Wind
J-B-Wind

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  • Leserunde zu "Beijing Baby" von Volker Häring

    Beijing Baby
    VolkerHaering

    VolkerHaering

    "China ist ein riesiger Puff, an dessen Eingang man ein Schild mit der Aufschrift `Disneyland‘ gehängt hat." Eine Schauspielstudentin wird tot im Innenhof des Zentralen Theaterinstitutes Peking aufgefunden. Zunächst deutet alles auf einen Selbstmord hin, doch dann tauchen Zweifel auf.Die junge Kommissarin Xiang, gerade frisch aus der Provinz nach Peking versetzt, stürzt sich in die Ermittlungen. Nach und nach gerät sie in einen Sumpf aus Macht und Intrigen. Denn schon bald stellt sich heraus, dass das Opfer ein gefährliches Doppelleben im Pekinger Nachtleben führte und Liebschaften zu hochrangigen Politikern unterhielt ...Beijing Baby nimmt Euch mit in das moderne Peking, wo Tradition und Reform unerbittlich aufeinanderprallen, Geld die Moral bestimmt und politischer Einfluss tödlich sein kann. Ein China jenseits aller Klischees.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • "Cherchez la femme!"

    Gefallene Blüten
    Stefan83

    Stefan83

    Dominique Manotti, Merle Kröger, Christine Lehmann, Monika Geier, Anne Goldmann – und bald folgt die Wiederentdeckung von Malla Nunn. Der Verlag Ariadne/Argument ist inzwischen längst weit mehr als nur ein Geheimtipp und hat sich – auch aufgrund der vielen Titel, welche immer wieder auf der Krimi-Zeit-Bestenliste landen – einen festen Platz im elitären Kreis derer erobert, die Kennern des Genres „das Besondere“ fernab des Mainstreams kredenzen. Soll heißen: Wer zwischen Bushaltestelle und Arbeitsplatz mal schnell einen Reißer schmökern und möglichst wenig Zeit investieren will (und vielleicht auch kann), ist hier in der Regel beim falschen „Anbieter“ gelandet bzw. mit den Titeln der oben genannten Schriftstellerinnen eher schlecht beraten, die vom Leser genauso viel fordern, wie sie ihm letztlich wiedergeben. Auch Clementine Skorpils „Gefallene Blüten“ – bereits im März des Jahres 2013 erschienen und von mir (sträflicherweise) mehr als zwei Jahre unbeachtet geblieben – macht da keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil: Nachdem ich noch kurz zuvor den ebenfalls historischen Kriminalroman „Wer übrig bleibt, hat Recht“ (von Richard Birkefeld und Göran Hachmeister) für die genaue Recherche und das perfekt eingefangene Flair hoch gelobt habe, muss ich hier nun Kopf kratzend nach größeren Superlativen suchen. Skorpil – Historikerin, Journalistin und Lektorin – setzt tatsächlich neue Maßstäbe, wenn es darum geht, fiktive Handlungen mit real-geschichtlichen Ereignissen zu verknüpfen. Und sie tut dies derart hervorragend, einfühlsam und detailliert, dass man für die Dauer der Lektüre das 21. Jahrhundert vollkommen ausblendet. Gänzlich gebannt der Handlung folgend, welche im Jahr 1926 ihren Anfang nimmt: Shanghai. „Die Stadt über dem Meer“. Mitte der 20er Jahre ein Hotspot, der zwar zu den schicksten, aber auch zu den verruchtesten Orten der Welt zählt und sich hinsichtlich Gewalt und Kriminalität nicht hinter dem Chicago desselben Zeitraums verstecken muss. In dem Chaos, das der Chinesischen Revolution von 1911 gefolgt ist, konnte sich keine der um Macht ringenden Parteien durchsetzen. Warlords besetzen und beherrschen kleinere oder größere Territorien und herrschen auf ihrem Gebiet wie Sonnenkönige. Die Regierung in Bejing übt ihre Funktion de facto nur in der Hauptstadt und der unmittelbaren Umgebung aus, wohingegen die über Jahrzehnte andauernde Besiedlung Shanghais durch die Europäer, die Stadt in mehrere Zonen unterteilt hat. Das International Settlement, von Amerikanern und Engländern verwaltet, die Französische Konzession und die Chinesenstadt (Zhabei). Jede Zone verfügt über eigene Gesetze, Legislative und Exekutive, was die Strafverfolgung extrem erschwert. Am Opiumhandel verdienen die Kolonialmächte Unsummen. Und auch illegales Glücksspiel und Prostitution florieren. Das muss auch die alte, eigenwillige Ai Ping erfahren, welche ihr Heimatdorf verlassen hat, um in Shanghai nach ihrer verschollenen Enkelin zu suchen. Auf schmerzenden (gebundenen) Füßen wandert sie durch die riesige Stadt und verzweifelt bald an ihrer mangelnden Eignung als Detektiv. Die Spur, welche sie zu den Kurtisanenhäusern, ins Reich der „wilden Hennen“, führt, verliert sich und Ai-Ping sieht keinerlei Möglichkeit mehr herauszufinden. Zum Glück stößt sie auf den kommunistischen Studenten Lou Mang. Ein Weltverbesserer, der unermüdlich versucht, die Fabrikarbeiter zu agitieren und einer kommenden Revolution den Weg zu bereiten – und der leider chronisch pleite und nicht mal in der Lage ist, seine Miete zu bezahlen. Die übernimmt nun Ai Ping im Austausch für seine Dienste als Ermittler. Und seine Arbeit trägt bald Früchte. „Pflaumenblüte“, wie Ai Pings Enkelin in Kurtisanenkreisen heißt, war offensichtlich vor ihrem Verschwinden mit dem Komprador Liu Er zusammen. Ist sie gar in dessen Ermordung verwickelt? Oder wurde sie ebenfalls umgebracht? Lou Mangs Nachforschungen kreuzen schnell die Wege der „Green Gang“, der größten Triade Shanghais. Und dessen Pate Du Yuesheng, genannt „Großohr Du“, ist bekannt dafür, mit Störenfrieden kurzen Prozess machen... Ai Ping, Lou Mang, Wei Long, Du Yuesheng – Ich muss ehrlich gestehen, dass mir der Einstieg in „Gefallene Blüten“ alles andere als leicht gefallen ist, zumal ich seit jeher keinen wirklichen Bezug zum östlichen Asien (Korea, China und Japan) aufbauen konnte und mich hier in erster Linie die „Gangster“-Thematik bzw. der zeitliche Kontext und das europäische Flair Shanghais lockten. Dementsprechend zäh gestaltete sich die Lektüre auf den ersten Seiten, weswegen ich kurzzeitig gar mit einem Abbruch kokettiert habe. Nachträglich lässt sich nur konstatieren: Was wäre das ein Fehler gewesen, denn nachdem man sich erst einmal an das ungewohnte Umfeld gewöhnt und die Namen den Figuren zugeordnet hat (das Personenregister am Anfang ist da sehr hilfreich!), saugt einen die in allen Belangen außergewöhnliche Geschichte geradezu zwischen die Buchdeckel. Das Moloch Shanghai, seine Bewohner, sein Klima, sein Sound – Clementine Skorpil fängt dies bis ins kleinste Detail ein, was entweder Zeichen der ausführlichen Recherche oder ein Beweis für Seelenwanderung ist. Anders lässt sich jedenfalls nicht rational erklären, warum eine Österreicherin derart authentisch eine längst vergangene Zeit lebendig macht. Wenn sich Ai Ping mit gebundenen Füßen (bisher hatte ich davon noch nichts gehört – die anschließende Beschäftigung mit dem Thema hat den Roman noch tiefer wirken lassen) durch die engen Gassen der Stadt schleppt, meint man die verschwitzte Kleidung am Körper kleben zu spüren, den Geruch exotischer Gerichte in der Nase zu riechen, den Lärm der Kulis in den Ohren zu hören. Wie bereits eine andere Rezensentin auf loveybooks äußerst treffend bemerkt: „... ein Erlebnis für alle Sinne“ Und gleichzeitig auch ein musterhaftes Beispiel dafür, wozu Literatur in der Lage ist, wenn der/die Richtige die Feder führt. Atmosphäre ist das Stichwort – und die ist hier tatsächlich so dicht und dick, dass man sie mit dem Messer schneiden kann. Und das nicht nur, weil man mit Adjektiven überhäuft wird oder die Autorin sich in seitenlangen Beschreibungen ergeht. Nein; Clementine Skorpil findet genau das richtige Maß zwischen notwendigem Spannungsbogen und Landschaftsmalerei, wodurch dieses Sinneserlebnis stets ein kurzweiliges bleibt, das sich keinerlei Atempausen gönnt. Auch in der Zeichnung der Figuren geht Clementine Skorpil äußerst geschickt vor. Sieht man mal von den beiden Hauptprotagonisten sowie dem hilfreichen „Mandarin“ Wei Long ab, wird der Rest dieses durchweg ziemlich düsteren Zeitgemäldes gänzlich von historischen Figuren getragen. „Großohr Du“, Victor Sassoon, Lin Guisheng, „Pockennarben-Huang“ – sie alle hat es wirklich gegeben und mussten nur dezent der Handlung angepasst werden, um in dieser zu funktionieren, denn vieles von dem, was Skorpil hier erzählt, ist tatsächlich so passiert. Vom Brand des Palace Hotels bis hin zu den Vorbereitungen des Massakers, das im Namen Chiang Kai-Sheks ein Jahr später unter den Kommunisten verübt worden ist. Und auch an dieser Stelle muss wieder ein Extra-Lob ausgesprochen werden. Geschichtlich verbriefte Personen zu verwenden ist kein neuer Kniff und wird von vielen Schriftstellern gerne genutzt – selten, wirklich sehr selten, betten sie sich aber dermaßen perfekt und fließend ein. Von Künstlichkeit keine Spur. Die Struktur des Romans wird an keiner Stelle einem Aha-Effekt geopfert. Wozu auch, reichen doch die realen Zustände der damaligen Zeit gänzlich aus, um dem Werk Tiefgang und emotionale Durchschlagskraft zu verleihen. Kinder, die mit bloßen Händen in Lauge Seide kochen. Frauen, die ihren Körper dem Meistbietenden verkaufen. Väter, die ihre Söhne wie Fleisch an spezielle Liebhaber auf dem Land verscherbeln. Die sozialen Missstände des Shanghais der 20er Jahre unterfüttern den ohnehin bedrückenden Roman noch zusätzlich und lassen gleichzeitig den Nährboden erkennen, auf dem in nicht allzu ferner Zukunft Mao Zedong schließlich seine Revolution ernten wird (Der „Großspurige“ hat übrigens auch einen kleinen, augenzwinkernden Auftritt, dessen lyrische „Versuche“ betreffend). Überhaupt sollte Skorpils feines Gespür für Humor Erwähnung finden, der die im Ganzen doch äußerst bittere und in seinen Bildern nicht selten drastische Geschichte etwas auflockern kann. Dass die Autorin dann nebenbei und gut versteckt auch noch Zeit findet, unser eigenes Handeln einer Nachbetrachtung zu unterziehen, ist nur ein weiterer Beweis ihrer Klasse. „Gefallene Blüten“ – von mir anfangs als Roman der Kategorie „Lesen-und-weiterverschenken“ angedacht – entpuppt sich nach knapp 350 gelesenen Seiten als eine meiner persönlichen Entdeckungen des Jahres. Ein sowohl in Sprache als auch in historischer Akkuratesse herausragendes Werk, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird und meine Neugier für das China der 20er Jahre erst so richtig befeuert hat. Sehr geehrte Frau Skorpil – vielen Dank dafür und gerne, gerne mehr davon!

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • EIn historischer Krimi, der ebenso als Politthriller durchgeht...

    Gefallene Blüten
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    15. March 2015 um 09:27

    Die Autorin entführt den Leser in das China der späten 1920iger. In diesem riesigen Land herrschen Chaos und kriminelle Banden. Die Politik von Chiang Kai-shek, Mao Zedong und Zhou Enlai steckt noch in ihren Anfängen. Das Buch ist eine Mischung aus historischem Krimi und Polit-Thriller. Zwei der Hauptfiguren könnten nicht unterschiedlicher sein: einerseits die in der Tradition verhaftete Ai Ping und andererseits der Student Lou Mang, der in Europa studiert hat. Beim Zusammentreffen der beiden kommt es manchmal zu komischen Situationen. Was als Suche nach einer vermissten jungen Frau beginnt, zieht immer weitere Kreise in Politik und Wirtschaft. Selbst Europa bleibt nicht verschont. Wird Ai Ping ihre verschwundene Enkeltochter „Pflaumenblüte“ wiederfinden? Die Geschichte liest sich trotz der chinesischen Namen recht angenehm. Ein Namensregister zu Beginn des Buches trägt dazu bei. Für diejenigen von uns, die gerne eine Reise ins Land der Mitte unternehmen wollen, empfehlenswert.

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  • Ein Erlebnis der besonderen Art: ungewöhnlich, exotisch und verrucht

    Gefallene Blüten
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    07. August 2014 um 09:34

    Inhalt: Ai Ping war schon immer ein wenig anders, als die restlichen Frauen in ihrem Dorf. Tragische Ereignisse in ihrem Leben haben sie ruhelos gemacht und so wandert sie Tag für Tag durch ihr Dorf. Als Pflaumenblüte, ihre Enkelin, in Shanghai verschwindet, macht sie sich auf, um ihre Enkelin zu finden. Eine alte, ehrwürdige Frau allein in Shanghai ist auch in der Großstadt ungewöhnlich, doch Ai Ping ist starrköpfig und klug. Zufällig trifft sie Lou Mang, einen Studenten mit kommunistischen Ambitionen, und beauftragt ihn mit der Suche nach Pflaumenblüte. Für beide beginnt eine gefährliche Suche im Dschungel von Shanghai, bei der sie auf mächtige Gegner stoßen. Meine Meinung: Zuallererst begegnet man in diesem Krimi einem Personenregister, welches neben Ai Ping und Lou Mang viele historische Persönlichkeiten und einige andere beinhaltet. Zugegeben, das anfängliche Durchlesen hat mir wenig gebracht, doch habe ich das Register während des Lesens immer mal wieder aufgesucht und nachgelesen, wer welche Person ist. Einfach aus dem Grunde, dass es mir nicht so leicht gefallen ist, die chinesischen Namen zu merken. Außer den Protagonisten ist mir das nur von drei, vier anderen Personen gelungen; die anderen Namen waren für mich Europäer einfach zu ähnlich. Ein nettes Schmankerl ist die Tatsache, dass die Kapitel immer mit dem chinesischen Zeichen des Erzählers des Kapitels beginnen. Netter- und nötiger weise waren Ai Ping und Lou Mang im Personenregister übersetzt, denn sonst wäre das nur schwer herauszufinden gewesen. Shanghai 1926 – aufgeteilt zwischen den Kolonialmächten, gepflastert mit ausbeuterischen Fabriken und kapitalistischen westlichen Fabrikbesitzern (na ja, nicht nur), Korruption en masse in Wirtschaft und Politik so ganz neben der „normalen“ Kriminalität wie der Green Gang und dem Opiumhandel, vollgestopft mit Rikschas und Suppenküchen. Ganz nebenbei versucht sich der Kommunismus in Shanghai einzuschleichen und bildet eine politische Kontrastfolie zum verruchten und ausbeuterischen Shanghai-Bild. Ja und dann sind da eben noch die Madennester, wie die Bordelle in Shanghai genannt werden. Hier sind die Wilden Hennen zu finden – Pflaumenblüte war eines der besten Mädchen im Hause Orchideenpalast. So haben die leichten Mädchen im Krimi alle Namen wie Schneerose oder Duftwolke, welches den Titel „Gefallene Blüten“ sehr gut trifft. Ab und an habe ich ein paar beschreibende Passagen vermisst, die mich in die Zeit und die Kultur versetzt hätten. Zusätzlich habe ich das Gefühl, bei weitem noch nicht mal an der Oberfläche der Kultur von Shanghai 1926 gekratzt zu haben. Mehr Details hätten das Buch aber vermutlich aufgeblasen und langweilig gemacht, so muss ich mein Interesse wohl anderweitig weiterstillen. Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und so glaub ich noch nicht da gewesen. Vielleicht irre ich mich, aber eine alte Chinesin und ein Kommunist sind mir als „Ermittler“ bisher noch nicht untergekommen. Ai Ping ist eine alte Frau und ich habe zugegebenermaßen Probleme mit weiblichen Protagonisten in historischen Romanen, Krimis, etc. So viele weibliche Heldinnen wie in historischen Romanen gehen ja auf keine Kuhhaut. Die Frau war in der Vergangenheit nur in den seltensten Fällen in irgendeiner Position, in der sie selbst entscheiden konnte oder gar Macht hatte. Nun spielt „Gefallene Blüten“ zwar schon 1926 aber nichtsdestotrotz in einer Kultur, in der die Frauen einen geringeren Stellenwert haben. Somit hatte ich ein wenig Probleme mit Ai Ping als Protagonistin, doch ist es der Autorin gelungen, meine Bedenken über die Laufzeit des Krimis zu zerstreuen. Absolut detailgetreu wird dargestellt, welche Schmerzen Ai Ping beim Laufen aufgrund ihrer gebundenen (und als Kind gebrochenen Füße) hat. Ich habe wahrlich mitgelitten auf all ihren Wegen. Ansonsten stellt sich Ai Ping als findig heraus und ist sich auch nicht zu schade, alle möglichen Leute zu animieren, ihr zu helfen. Auch reiche Leute schrecken sie nicht ab und sie begibt sich fast schon „todesmutig“ in die Anbetung von Marx und lässt sich christlich taufen, um Pflaumenblüte zu finden. Das ist doch mal eine liebende Großmutter! Lou Mang läuft ihr schon früh über den Weg und kann ihr letztendlich ihre Bitte nicht abschlagen, im Orchideenpalast nach Pflaumenblüte zu fragen. Seine Gedanken sind allerding beherrscht vom Kommunismus. Gemeinsam mit Gesinnungsgenossen sucht er einen Weg, den Kommunismus in China zu etablieren, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nicht nur, dass die obere Schicht keineswegs ihre Macht abgeben will, die anderen Schichten wollen einfach (noch) nicht verstehen, was ihnen der Kommunismus bringen sollen. So ist Lou Mang eifrig am verfechten, aber doch immer wieder frustriert, dass er nicht weiterkommt. In der Ermittlung geht er durchaus geschickt vor, doch schon recht bald wird es für ihn gefährlich. Er trifft auf die Green Gang und den „Paten von Shanghai“, Großohr Du. Diese Begegnung läuft für ihn nicht sehr glücklich, so dass man seine mitunter fehlende Loyalität gegenüber Ai Ping durchaus verstehen kann. Die Ermittlung der beiden, gemeinsam mit dem Kreisbeamten Wei Long, der Ai Ping hilft, gestaltet sich als schwierig. Pflaumenblüte ist bei einem Treffen mit Lui Er, einem Fabrikbesitzer, verschwunden, welcher erschossen / erstochen zurückbleibt. Pflaumenblüte ist untergetaucht und Ai Ping und Lou Mang bleibt nichts anderes, als zu ermitteln, wer Lui Er ermordet hat, um sie zu finden. Dazu tauchen die beiden in die obersten Kreise von Shanghai ein, aber auch tief in die Unterwelt, welche in Shanghai sonderbar nahe und verwoben sind. Es gibt viele Fährten und Menschen, die beide treffen, doch was letztendlich geschah hat mich dann doch überrascht. Es war entgegen den Ermittlungen in den verschiedensten Kreisen, ein fürchterlich banaler Grund. So bewahrheitet sich doch immer wieder, dass es im Grunde nur wenige Motive gibt und man bloß nicht zu kompliziert denken soll. Fazit: Zwei ungewöhnliche Protagonisten, ein komplex banaler Fall und eine Zeitreise ins exotische Shanghai von 1926. . Der Krimi war ein Erlebnis der besonderen Art und ist nur zu empfehlen. Von mir gibt es 4 1/2 Schafe.

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  • Ein Mädchen mit großen Füßen kommt überall hin

    Gefallene Blüten
    J-B-Wind

    J-B-Wind

    18. April 2013 um 12:04

     >Für jedes Paar gebundener Füße ein Eimer voller Tränen.< (altes chinesisches Sprichwort)   >Gefallene Blüten< spielt im Jahre 1926 in der chinesischen >Stadt über dem Meer< Shanghai, die damals als schicker Hot-Spot mit besonderem Flair galt, in der sich jede Menge ausländischer Künstler und Intellektuelle tummelten. Sie wurde aber auch von der Unterwelt beherrscht, den so genannten Triaden, die man sich ähnlich vorzustellen hat, wie Chicagos Mafia-Banden in den 20er- und 30er- Jahren. Mehrere Gangs, vor allem die führende Green Gang, mit dem gefürchteten Anführer Du Yuesheng, kurz >Großohr Du< genannt, machten Shanghai mit florierendem Opiumhandel, Prostitution und illegalem Glückspiel unsicher. Ich war im Zuge meines Berufs viele Male in Shanghai und kann sagen, dass die Stadt grundsätzlich eine gewisse Faszination auf mich ausübt. Als absolute Asien-Liebhaberin war es für mich ein Muss diesen Roman zu lesen.   Die Autorin Clementine Skorpil steht schon seit mehreren Jahren für anspruchsvolle Geschichten abseits des Mainstreams. Sie hat bereits mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht, die bereits mit Preisen ausgezeichnet wurden, sowie einen Roman. Da sie Sinologie und Geschichte studiert hat, siedelt sie ihre Romane gerne in China an und bereichert sie mit historischen Fakten. Clementine Skorpil macht gerne Menschen sichtbar, die am Rand der Gesellschaft stehen oder standen. Auch in >Gefallene Blüten< steht eine ungewöhnliche Heldin im Mittelpunkt des Geschehens: Die 60-jährige Chinesin Ai Ping, die ihre Enkeltochter Pflaumenblüte sucht. Die alte Dame hat gebundene Füße, so genannte Lotusfüße, die im alten China als Inbegriff der Erotik galten. Clementine Skorpil schafft es eindrucksvoll zu beschreiben, wie leidvoll jeder einzelne Schritt für Ai Ping ist. Das Binden der Füße galt zu dieser Zeit eigentlich schon als abgeschafft, wurde aber im Verborgenen noch viele Jahre weitergeführt. Erst Mao Zedong, der sich im Buch von seiner lyrischen Seite zeigt, schaffte es 1949 nach der Gründung der Volksrepublik China diese grausame Tradition abzuschaffen. 1988 schloss die letzte Lotus-Schuhfabrik ihre Pforten. Beim Binden wurden die Füße und Zehengelenke mehrmals gebrochen und die vier kleinen Zehen mit straffen Bandagen unter den Fuß gebunden. Im Idealfall sollte der Fuß unter den Bandagen zierlich und klein erscheinen und an eine Mondsichel erinnern. Drei chinesische >Cun< – rund zehn Zentimeter – war das Idealmaß, das nach der, bis zu 15 Jahre dauernden Tortur, erreicht werden sollte. Mit dem brutalen Bandagieren wurde im Alter von fünf bis acht Jahren begonnen. (Nur in ländlichen Gebieten wurde oft auf das Binden verzichtet, da man die Mädchen als Arbeitskräfte auf dem Feld benötigte.) Normal gehen, geschweige denn weite Strecken zurücklegen, konnten die Frauen mit diesen Lotus- oder Lilienfüßen aber nicht mehr. Gemäß den Moralvorstellungen der Zeit war es für wohlhabende verheiratete Frauen unschicklich, sich außerhalb des Hauses aufzuhalten. Gebundene Füße hatten aber auch den Vorteil die Frauen leichter disziplinieren zu können und ihre Rolle auf den häuslichen Bereich zu konzentrieren. Durch das Unvermögen sich ausreichend zu bewegen, nahmen diese Frauen an Gewicht zu, was ein weiteres Schönheitideal zu dieser Zeit war. Doch Ai Ping ist anders. Die Heldin in Clementine Skorpils Roman denkt nicht daran still zu sitzen. Sie ist schon als Kind eine Kämpferin und läuft trotz Schmerzen den ganzen Tag durch das Dorf bis das Blut aus den Bandagen tropft. Jegliche Maßregelungen ihrer Mutter prallen an ihr ab, auch lässt sie sich nicht mästen, bleibt daher dünn. Sie ist eine kleine Rebellin. Auch im hohen Alter geht sie ihren eigenen Weg, zudem ist sie gebildet, des Lesens und Schreibens mächtig. Ihr zur Seite stellt die Autorin Lou Mang, einen 25-jährigen Studenten, der Marx und Engels verehrt und im Kommunismus die Chance sieht, China von den Imperialmächten und der Kriminalität zu befreien. Er ist somit das krasse Gegenteil von Ai Ping. Der Roman wird auch vor allem durch diese zwei sehr starken Figuren getragen. Die meisten Kapitel werden aus der Sicht Ai Pings oder Lou Mangs erzählt. Am Beginn des Romans wird der Komprador Liu Er ermordet aufgefunden. Die Suche der starrköpfigen Großmutter nach Pflaumenblüte führt zu den Kurtisanenhäusern ins Reich der >wilden Hennen<. Ist Pflaumenblüte wirklich eine von ihnen? Und hat sie etwas mit dem Mord an Liu Er zu tun? Da Ai Ping schlecht bei Fuß ist, beauftragt sie Lou Mang mit den Nachforschungen und schon bald befinden sich beide mitten im Sumpf des Verbrechens, der Korruption und der Gewalt. Bald geraten beide in große Gefahr...   Clementine Skorpil ist hier ein außergewöhnlicher Roman gelungen. Sie schafft es, fundierte historische Persönlichkeiten und Ereignisse mit einem fiktiven und mitreißenden Krimiplot zu verstricken. Ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet, agieren stets authentisch und glaubhaft. Zudem taucht man, dank ihrer perfekten Beschreibungen, regelrecht in die Schauplätze ein und verschmilzt beim Lesen geradezu mit der exotischen Atmosphäre. Man meint den Schmutz aus den Gassen auf den Fußsohlen kleben zu spüren; man hustet im Opiumdunst mit den Protagonisten um die Wette. Man vermeint den schwülstigen Geruch in den Kurtisanenhäusern zu vernehmen und die kommunistischen Parolen zu hören. >Gefallene Blüten< ist somit ein Erlebnis für alle Sinne. Die Dialoge sind an die Zeit und den Ort angepasst. Die Autorin hat zudem einige chinesische Namen eingespart, indem sie die Kurtisanen mit >eingedeutschten< Namen versieht. Trotzdem ist dies kein Roman, den man nebenbei oder beim Einschlafen lesen kann. Er erfordert vollste Aufmerksamkeit, besonders am Anfang dauert es einige Zeit bis man sich gemerkt hat, wer hinter welchem Namen steckt. Um das zu Erleichtern findet sich am Anfang des Romans eine Personenbeschreibung. Die Kapitelüberschriften sind mit chinesischen Schriftzeichen versehen. Die Kapitel selbst angenehm kurz, die Perspektivewechsel moderat, nur kapitelweise. Perfekt recherchiert, sprachlich auf hohem Niveau und mit Humor führt uns die Autorin in eine andere Welt. Dieser Krimi hebt sich wohltuend aus der Masse ab. Er ist nicht nur spannend, mit jeder Menge actionreicher Szenen, sondern auch lehrreich. Man erfährt jede Menge faszinierender Details über Land und Leute jener Zeit. Dafür sorgt auch das ausführliche Nachwort der Autorin. Kriminalromane aus dem Ariadne Verlag gelten schon lange als exquisite Leckerbissen, für alle, die das Besondere lieben. Else Laudan hat schon manches Ausnahme-Talent entdeckt und gefördert. Ich möchte hier noch Punkte für das ausgezeichnete Lektorat geben, was sicher auch damit zusammenhängt, dass die Autorin selbst als Lektorin arbeitet. Ich bin schon sehr gespannt, womit uns Verlag und Autorin als Nächstes überraschen und freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin . Fazit: >Gefallene Blüten< ist ein Krimierlebnis für anspruchsvolle LeserInnen, die sich nicht berieseln lassen wollen, sondern beim Lesen gefordert werden möchten, gerne in fremde Kulturen und Zeiten eintauchen und interessiert an geschichtlichen Details sind. Mit dem Kauf dieses Buchs erhalten Sie nicht nur einen besonderen Kriminalroman, mit einer starken und außergewöhnlichen Protagonistin, der in einer Zeit des Auf- und Umbruchs spielt, sondern auch ein Stück Geschichte. Packende Unterhaltung auf inhaltlich hohem Niveau! Für Fans von historisch fundierten Romanen ist  >Gefallene Blüten< ein Genuss. An diesem Roman werden, trotz weiblicher Heldin, auch Männer gefallen finden. Versprochen!   Prädikat: Sehr lesenswert!        

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