Cleo Leuchtenberg

 3.8 Sterne bei 93 Bewertungen

Lebenslauf von Cleo Leuchtenberg

Zusammen sind sie erst recht ein Erfolg: Cleo Leuchtenberg ist das Pseudonym der beiden Autorinnen Lisa Maria Dickreiter und Claudia Brendler. Ein Teil von Cleo Leuchtenberg wohnt in Frankfurt, der andere in Berlin. Der eine Teil ist Musikerin, der andere Drehbuchautorin. Gemeinsam schreiben sie unter diesem Namen erstmals Bücher für Jugendliche und junge Erwachsene. Im August 2018 erschien ihr Debüt „I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich“. Darin geht es um die einzig wahre, ewige, große Liebe – zumindest fast. Lilly ist außer sich vor Freude, als sie für einen Hollywood-Film eine Synchronrolle sprechen darf. Schließlich träumt sie von der echten Liebe. Doch ihr Synchronpartner Ben ist alles andere als ein Romantiker und schnell sprühen zwischen den beiden die Funken – im Positiven, oder im Negativen?

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Rezension zu "I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich" von Cleo Leuchtenberg

EIne nette Geschichte für Zwischendurch...
Caterinavor 16 Tagen

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Das Buch ist mir in der letzten Zeit häufiger unter die Augen gekommen und mit jedem Mal wurde ich neugieriger, so dass ich es bald nach dem Eintreffen lesen wollte. Der Titel gefiel mir gleich und ist zudem passend zum Inhalt gewählt. Gerade die Mischung zwischen Englisch und Deutsch sprach mich gleich an. Optisch ist das Buch eher von schlichter Natur, was meiner Vorfreude aber in keinster Weise einen Abbruch tat.

Einstieg: Gleich zu Beginn machte sich eine Skepsis in mir breit, denn die Autorin beginnt zunächst mit der Du-Form. Das ist für mich nicht unbedingt meine Lieblingserzählform, weil es eine gewisse Distanz zum Leser schafft. Aber Cleo Leuchtenberg hat dies ganz wunderbar verpackt und ausgezeichnet gelöst. Dem Leser wird so in wenigen Sätzen das Gefühlsdasein eines Schauspielers vermittelt. Sofort sprang in mir das Kopfkino an und ich spürte das Lampenfieber, wenn man auf einer Bühne steht, fühlte die Scheinwerfer auf der Haut und die angespannte Stimmung bevor der Applaus losbricht. Das ist der Autorin wirklich hervorragend gelungen und schnell war meine Skepsis wie weggeblasen. Anschließend wechselt die Erzählform und dem Leser wird Lilly vorgestellt.

Charaktere: Fast durchgängig wird die Geschichte aus der personalen Ich-Form erzählt. Dabei wechseln sich Jungschauspielerin Lilly und Mädchenschwarm Ben kapitelweise ab. Dies gefiel mir recht gut, denn so konnte ich in die Gedankenwelt beider Figuren hineinblicken. Dachte ich zumindest. Denn irgendwie wollten wir nicht so recht miteinander warm werden. Gerade Lilly machte es mir mitunter nicht leicht. Ich kann auch gar nicht genau sagen, woran das liegt, aber irgendwie sprang der Sympathiefunke nicht rüber. Lilly ist ein Charakter, der in seinem Leben schon viel umgezogen ist und daher nie einen festen Freundeskreis hat. So hat sie nur ihre "Kollegen" an der Schauspielschule, die aber auch keine Freunde so wirklich sind, sondern mehr Bekannte auf Zeit. Während Lillys Leben einer zarten, kleinen Seifenblase gleicht, muss sich Ben schon früh selbst versorgen. Er ist deutlich abgehärteter und ist der typische Bad-Boy mit einer liebevollen Art. Mir war das etwas zu klischeehaft. Das habe ich dann doch zu oft gelesen. Gerne hätte ich mir auch bei beiden etwas mehr über ihre Vergangenheit gewünscht, so dass ich ihr Handeln vielleicht besser verstanden hätte. So fehlte den Figuren aus meiner Sicht etwas Tiefe und sie waren daher leider etwas blass.

Handlung: Das Schauspielerdasein bildet hier die Basis der Geschichte. Als Grundidee gefiel mir dies wirklich sehr, da ich mich in der Welt nicht so auskenne. So bekam ich bald eine Vorstellung, wie sich das Leben eines Schauspielers, vorangig eines Jungschauspielers wie Lilly und Ben es sind, gestaltet. Diese Einblicke in diese Welt waren wirklich sehr interessant. Dennoch ist die Geschichte überwiegend ruhig, was nicht unbedingt was schlechtes sein muss. Nur mir wurde es an manchen Stellen etwas zu ruhig und eintönig. Manchmal hatte ich das Gefühl ich lese immer wieder die gleiche Szene nur etwas anders verpackt, das fand ich mitunter sehr schade. Schnell ahnte ich zudem in welche Richtung dieses Buch geht, was meinem Lesefluss zwar nicht wirklich beeinflusste, aber trotzdem hätte ich mir da manchmal ein paar überraschende Wendungen gewünscht. Die Zuneigung, die sich zwischen Lilly und Ben bald anbahnt, war für mich leider auch nicht so greifbar. Gerade im letzten Drittel des Buches hätte ich mir etwas mehr auf der emotionalen Ebene gewünscht. Das Ende an sich kam nicht wirklich überraschend und war für mich etwas zu einfach gestaltet. Da hätte ruhig noch mehr passieren können.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist von Anfang an sehr angenehm zu lesen, so dass ich überwiegend zügig vorankam. Hin und wieder schlich sich auch die Du-Form ein, was ich als Einstieg wie schon erwähnt sehr gelungen fand, aber im Laufe der Geschichte recht unpassend war. Als ich dann im Lesefluss war, wurde ich durch die einzelnen Passagen in der Du-Form leider oft herausgerissen. Alles in allem konnte mir Cleo Leuchtenberg jedoch einen interessanten Einblick in das Schauspielerdasein bieten.

 

Mein Urteil 

Meine Erwartungen zu "I Love You heißt noch lange nich Ich Liebe Dich" waren vielleicht etwas zu hoch. Insgesamt ist es ein interessanter Einblick in das Schauspielerdasein mit all seinen Höhen und Tiefen. Die Figuren waren leider für mich nicht so greifbar, wie auch die Gefühle, die immer wieder zu Tage kommen. Durch gelegentlichen Perspektivenwechsel wurde mein Lesefluss manchmal sehr getrübt, was ich unglaublich schade fand. Alles in allem ist es eine sehr ruhige Geschichte, die aus meiner Sicht manchmal etwas mehr Dramatik hätte vertragen können. Ich vergebe gute 3 von 5 Welten.

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Rezension zu "I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich" von Cleo Leuchtenberg

Erste Liebe, sanfte Romantik und das echte Leben mit unzähligen Variablen
EmmyLvor 24 Tagen

Lillys Eltern arbeiten im diplomatischen Dienst. Die wechselnden Wohnorte erschweren es richtige Freunde zu finden. Sobald sie sich in einer neuen Umgebung eingefügt hat, steht schon der Umzug in ein anders Land fest. Einzige Konstante in ihrem Leben ist der Schauspielunterricht. Leidenschaftlich verliert sie sich auf der Bühne in ihren Charakteren und träumt im Bett von der romantischen Hollywoodliebe. Durch ihr Talent erhält sie die weibliche Hauptrolle als Synchronsprecherin für einen Hollywood-Blockbuster. Im Tonstudio trifft sie auf den zynischen Ben, bei dem romantisches Liebesgesäusel akuten Brechreiz verursacht. Ausgerechnet mit ihm muss Lilly eine romantische Szene nach der anderen einsprechen. Zwischen den beiden entsteht eine angespannt knisternde Atmosphäre, der sie sich nicht entziehen können. Schon bald fällt es ihnen schwer zwischen gespielten und realen Gefühlen zu unterscheiden, da sie auch außerhalb des Studios in Rollenspiele verfallen steigt die emotionale Verwirrung exponentiell. Echte Liebe ist eben viel aufregender als glitzerndes Hollywoodkino.

Die Geschichte wird abwechselnd von Ben und Lilly in der Ich-Form im Präteritum erzählt. Die Sätze sind zuweilen abgehackt, bruchstückhaft oder bestehen nur aus langen Aufzählungen. Mit den knappen Formulierungen werden Gedanken, Situationen, Emotionen perfekt auf den Punkt gebracht. In Einwortsätzen oder unvollständigen Sätzen wird die Kernaussage wohldurchdacht getroffen, was den gesamten Text zu einem knackigen Leseerlebnis macht. Diese Erzählweise steigert geschickt die Dramatik und Situationsdynamik. Dem Leser fällt es leicht Bens negative, zynische Lebenseinstellung zu verstehen. Lilly und Ben synchronisieren den Hollywood-Blockbuster „Die Verlorenen“. Neben den Geschichten beider Protagonisten fließt auch etwas von der Filmhandlung in die Gesamtstory ein. So werden dem Leser eigentlich drei Geschichten erzählt. Manchmal fällt es dem Leser genauso schwer wie Lilly und Ben, zwischen all der Fiktion die Realität zu finden.

Während Lilly ein privilegiertes Leben in der Diplomatenvilla führt, versucht Ben am Existenzminimum in einer kalten Wohnung ohne regelmäßiges Essen zu überleben. Trotzdem ähneln sich die beiden Protagonisten, denn sie haben ein Problem mit Vertrauen. Ben wurde von seiner Familie enttäuscht und verlassen. Sobald jemand zu nahe kommt, stößt er ihn mit verletzenden, zynischen Worten von sich. Lilly wurde von ihrer ersten großen Liebe emotional schwer verletzt. Beide müssen ihre Ängste vor Liebe, Gefühlen und Nähe besiegen, um zueinander zu finden.

Das humorvolle Spiel mit Situationskomik, tiefsinnigen Sätzen und fast philosophisch anmutenden Gedanken machen dieses Buch zu einem wertvollen, kurzweiligen Leseerlebnis. Sehr zu empfehlen für LeserInnen ab 14 Jahre.

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Rezension zu "I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich" von Cleo Leuchtenberg

Romantisch, ernsthaft & unterhaltsam
66jojovor einem Monat

Lillys Fokus liegt auf der Schauspielerei. Doch dann wird sie ausgesucht einen Hollywood-Bluckbuster zu synchronisieren und plötzlich ist sie mitten drin. Doch Ben, ihr Synchronpartner, macht es ihr nicht leicht. Er verhält sich nicht nur unsympathsich, sondern auch unprofessionell. Gleichzeitig kann er eigentlich ganz nett sein. Ben scheint in ständigem Stress zu sein und verbirgt seine Probleme. Weshalb klaut er Lebensmittel aus dem Studiokühlschrank? Warum ist er so launisch? Erst als Lilly herausfindet, dass Ben fast schon auf der Strasse lebt, beginnt sie ihn zu verstehen und bemerkt bald, dass man als Synchronsprecher eben noch lange kein Hollywoodstar ist.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Bens und Lillys Perspektive erzählt. Lilly ist behütet aufgewachsen, hat liebevolle Eltern, welche sie unterstützen und an sie glauben. Geld war nie ein Thema für sie und bisher hatte es sie auch nie interessiert, wie viel sie hatte oder nicht. Sie ist eine sympathische Protagonistin, welche zwar bisschen naiv ist, aber sehr herzlich rüberkommt und authentisch wirkt.

Als sie Ben kennenlernt, wird sie auch das erste Mal damit konfrontiert, dass es jemandem der gleich alt wie sie ist, mit ganz schön vielen Problemen zu kämpfen hat. Die Autorinnen sprechen das Thema Jugendarmut an und das finde ich so wichtig, denn darüber wird viel zu wenig gesprochen. Dieses Problem ist vorhanden und es ist gut, dass man es nun auch in Jugendromanen anspricht. Auch wenn ich nicht sehr viel über das Thema weiss, hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass die Autorinnen etwas verharmlosen oder überspitzt darstellen. Für mich einer der Hauptpluspunkte für dieses Buch!

Die Geschichte zwischen Lilly und Ben ist zwar vorhersehbar, trotzdem gibt es einige überraschende Twists und das Lesen macht Spass. Nicht die aussergewöhnlichste Lovestory, aber in Kombination mit den anderen Themen doch auf ihre eigene Art speziell. Die Synchronszenen waren meine persönlichen Lieblinge. So faszinierend! Wenn man die Danksagung liest, merkt man auch, wie viel Recherche betrieben wurde um alles so authentisch wie möglich wirken zu lassen. Für mich ein spannender Einblick in einer Teil der Welt des Filmes, den ich nicht kannte.

Den Schreibstil fand ich richtig toll! Super flüssig zu lesen. Humor und Emotionen wechseln sich ab und ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Situationen hereinversetzen. Gerne mehr davon.

Fazit

Auf den ersten Blick ein zuckersüsser Liebesroman, doch meiner Meinung nach ist dieser Roman viel mehr. Angefangen bei der Arbeit in einem Synchronstudio, über welche ich vorher praktisch nichts gewusst habe bis hin zur Jugendarmut beinhaltet dieses Buch viele verschiedene Themen. Mit Lilly und Ben haben die Autorinnen zwei ganz unterschiedliche Protagonisten gewählt, welche beide nicht perfekt sind, dadurch aber extrem real wirken. Mir hat dieses Buch viel Spass beim Lesen bereitet und auch wenn es nicht die aussergewöhnlichste Story erzählt, kann ich es euch nur empfehlen. Für Filmfans ein Muss und für alle, die gerne Liebesgeschichten haben, die auch mal bisschen ernster sein dürfen, spreche ich hier eine Empfehlung aus. Ich vergebe gute 4,5 von 5 Sterne & bin gespannt, ob ein weiteres Buch von Cleo Leuchtenberg erscheinen wird.

Ist «I Love You heist noch lange nicht ich liebe dich» empfehlenswert? Ja. Ich bin begeistert von dieser unterhaltsamen (Liebes-)Geschichte, welche auf Themen wie Jugendarmut & Synrchonarbeit eingeht.

Ich bedanke mich beim Oetinger Verlag für mein Exemplar!

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Gespräche aus der Community

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Mädchen lieben die Liebe. Erst recht, wenn sie echt ist.

Willkommen zur Leserunde  »I love you heisst noch lange nicht Ich liebe dich« von Cleo Leuchtenberg .
Träumst du auch von der einen großen Liebe? Dann ist dieses aktuelle Jugendbuch genau das richtige für dich.
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Autoren oder Titel-Cover
Lilly träumt von der großen, ewigen Liebe, so perfekt wie in einem Hollywood-Film. Als sie die weibliche Hauptrolle in einem Hollywood-Blockbuster synchronisieren darf, ist sie überglücklich. Wenn da bloß nicht ihr Synchronpartner Ben wäre! Denn für ihn ist das Ganze nur ein Job, und gegen romantische Liebe ist er allergisch. Zu dumm, dass er mit Lilly eine leidenschaftliche Liebesszene nach der anderen einsprechen muss. Es knallt und knistert gewaltig zwischen den beiden und am Ende sieht auch Lilly ein, dass das echte Leben viel mehr zu bieten hat als Hollywood.

Cleo Leuchtenberg ist das Pseudonym zweier Autorinnen, die zum ersten Mal für Jugendliche schreiben. So wohnt Cleo gleichzeitig in Berlin und Frankfurt. Sie ist zu 50% ausgebildete Musikerin und zu 50% ausgebildete Drehbuchautorin und hat zu 100 % Angst vor Kühen. Wenn sie Selbstgespräche führt, bekommt sie immer eine Antwort.

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