Clive Barker

 4 Sterne bei 913 Bewertungen
Autor von Abarat, Das erste Buch des Blutes und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Clive Barker

Die Gruselgeschichten des Horror-Meisters: Den britischen Autor Clive Barker verbindet man vor allem mit den „Hellraiser“-Filmen, zu deren Auftakt er die Romanvorlage lieferte. Zusätzlich arbeitete er an vielen weiteren Drehbüchern und Computerspielen mit. Der 1952 in Liverpool geborene Clive Barker studierte in seiner Heimatstadt Englisch und Philosophie und begann frühzeitig, Kurzgeschichten zu schreiben. Später erzählte er in Interviews, dass er als Dreijähriger miterlebt hatte, wie ein französischer Fallschirmspringer während einer Flugshow in den Tod stürzte. Dieses Ereignis ließ ihn nicht mehr los. 1984 und 1985 gelang ihm erstmalig die Veröffentlichung seiner Werke in Form der „Bücher des Blutes“ in sechs Bänden. Diese gewannen unter anderem den World Fantasy Award. Es folgten zahlreiche weitere Romane und Drehbücher. 1986 erschien seine Novelle „The Hellbound Heart“ („Das Tor zur Hölle“). Diese verwandelte er 1987 eigenständig in das Drehbuch für den Film „Hellraiser“, bei dem er gleichzeitig Regie führte. Heute gilt dieser Film als Klassiker des Genres. Für die Fortsetzung aus dem Jahr 1988 schrieb Clive Barker erneut das Drehbuch. Bei zwei weiteren Fortsetzungen agierte er als Executive Producer. 1988 veröffentlichte er den Roman „Cabal“, der 1990 unter dem Titel „Nightbreed“ verfilmt wurde. Einen weiteren großen Erfolg erzielte er mit dem Horrorfilm „Candyman“, der auf seiner Kurzgeschichte „The Forbidden“ basierte und zwei Fortsetzungen nach sich zog. Im neuen Jahrtausend wandte sich Clive Barker erstmalig der Jugendliteratur zu und verfasste die fünfbändige „Abarat“-Serie um die junge Candy Quackenbush, die aus ihrer Heimatstadt Chickentown auf die fiktive Inselgruppe Abarat versetzt wird. Daneben arbeitet Clive Barker weiter an Horrorromanen für Erwachsene, an Drehbüchern und an Computerspielen, wie beispielsweise an dem Ego-Shooter „Clive Barker's Undying“. Mit seinem Partner David Armstrong lebt Barker in Beverly Hills.

Alle Bücher von Clive Barker

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Buchformat:
Cover des Buches Abarat9783453532250

Abarat

 (84)
Erschienen am 06.06.2006
Cover des Buches Das erste Buch des Blutes9783426629208

Das erste Buch des Blutes

 (78)
Erschienen am 01.09.2005
Cover des Buches Cabal9783937897158

Cabal

 (57)
Erschienen am 01.08.2005
Cover des Buches Hellraiser9783937897172

Hellraiser

 (49)
Erschienen am 01.03.2006
Cover des Buches Das zweite Buch des Blutes9783426629215

Das zweite Buch des Blutes

 (53)
Erschienen am 01.09.2005
Cover des Buches Spiel des Verderbens9783453771055

Spiel des Verderbens

 (48)
Erschienen am 16.09.2005
Cover des Buches Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns9783453532618

Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns

 (37)
Erschienen am 06.08.2007
Cover des Buches Das dritte Buch des Blutes9783426629222

Das dritte Buch des Blutes

 (31)
Erschienen am 01.02.2006

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Clive Barker

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Rezension zu "Hellraiser" von Clive Barker

Für manche Engel, für einige Dämonen!
Angelsammyvor 2 Monaten

Hach! Nach Neil Gaiman schon wieder ein Brite und erneut einer, der in den USA lebt! Dieses Buch habe ich mir schon mehrmals zu Gemüte geführt. Das letzte Mal las ich es vor einigen Monaten und nun folgt endlich die Rezension. 

Clive Barker ist nicht minder genial als Alan Moore und Neil Gaiman. Er hat sogar aus diesem Meisterwerk ein ebensolches auf Zelluloid geschaffen. Es geht wie so oft in wirklich guter Literatur um Grenzerfahrungen und wie selbige überschritten werden, über ein Maß hinaus, das durchaus psychisch und physisch mehr als gefährlich ist. 

Was ist, wenn jemand unter Lust  ( im sexuellen Sinne ) etwas anderes versteht als du? Was ist, wenn durch ein großes Missverständnis deine Ernte nicht orgiastische Schreie der Lust, sondern spitze Schreie des unendlichen Schmerzes sind? Was ist, wenn dieser droht, nie mehr ein Ende zu nehmen? Wieviel Schmerz kannst du ertragen und vor allem, bereitet dir das noch Vergnügen zum Orgasmus? Hmh! Interdimensionale, interkulturelle Schwierigkeiten, einander zu verstehen? Pech gehabt! 

Frank Cotton ist ein rastloser Globetrotter, durchaus hedonistisch besessen von Sex und Lust, immer darauf aus, den nächsten noch geileren Kick abzugreifen. Chronisch leer und offenbar dauernd unbefriedigt, kann ihm auf Dauer nichts etwas bringen. In Asien kann er gegen einen Batzen Geld eine mysteriöse Puzzlebox erwerben. Irgendwo hat er wohl das Gerücht aufgeschnappt, daß jene einem das Tor zu ungeahnten Höhen der Lust eröffnen könne. 

Zurück in England, in seiner Heimatstadt, auf dem Dachboden seines Hauses, knobelt er an ihm herum und erlebt eine äußerst böse, zerfetzende Überraschung. Danach gilt er als verschollen und vermisst.

Franks Bruder samt Frau Julia zieht in das verwahrloste Haus ein. Seine Exfreundin Kirsty hat noch Kontakt zu ihm, wenn auch nicht regelmäßig. ( Im Film ist Kirsty seine Tochter und Frank infolgedessen ihr Onkel ). Julia hatte einst eine Affäre mit Frank. 

Als sich Larry verletzt, tropft sein Blut auf die Bretter des Dachbodens. Durch den Boden saugen die sterblichen Überreste den Lebenssaft auf und Frank erwacht zu neuem Leben. Erst schockiert, als Julia ihn entdeckt, willigt sie ein ihm Opfer zu besorgen, deren Blut er benötigt, um wieder vollständig zu genesen. Julia ist blind vor Liebe und Leidenschaft. 

Durch eine seltsame Verkettung der Umstände kommt Kirsty in den Besitz der Lemarchand-Konfiguration ( eben jene Puzzlebox ) und öffnet sie ungewollt. Sie ruft die Zenobiten auf den Plan. Es sind dies höllische Hausgeburten, Forschungsreisende in den Dimensionen der Lust und der Schmerzen, im Sadomasochismus und der Folterkunst bewandert. Der Tod als definitiver Höhepunkt der Lust?

Der charismatischste der Zenobiten, ikonographisch geworden durch die Verfilmung, Pinhead, mit den charakteristischen Nägeln im Schädel ist ein bleicher Genosse, wie die anderen in Leder Gewänder, alle haben sie seltsame Wunden, wie abartige Tätowierungen im Fleisch. Sie sind seltsame Hohepriester, trotz ihrer Düsternis offenbar unwiderstehlich für die richtige Klientel. 

Sie wollen Kirsty mitnehmen. Nur wenn sie ihnen Frank erfolgreich ausliefert, kann sie vielleicht entkommen, aber auch nur vielleicht....

Die Ästhetik des Grauens ist mit der Sexualität hier eng verzahnt. Guter Horror war seit eh und je erotisch konnotiert. Ist das Eindringen der Spitzzähne des Vampirs in den blütenweißen Hals der jungfräulichen Maid nicht eine sublimierte Defloration? Die Zähne nicht ein Phallussymbol? 

Nun ja, viele halten Sadomasochismus nach wie vor für eine perverse abartige Spielart. Für etliche andere wiederum ist es eine weitere stinknormale Variante ihres Sexuallebens. Sei es drum! Solange es einvernehmlich und zwischen sexuell reifen Personen erfolgt, ist alles und oder nichts möglich. 

Clive Barker jedenfalls erreicht eine dichte Intensität mit einer lauernden ( An ) Spannung und zieht in dieser komprimierten Novelle kontinuierlich die Daumenschrauben an, so daß man ganz ohne SM als Leser ebenso gequält wird, aber wenigstens sicher vor den Zenobiten ist. Diese lauern jedoch jederzeit hinter der sehr dünnen Firnis unserer fragilen Sicherheit, nur darauf lauernd, uns ins tiefste Verderben zu reißen. Von Clive Barker 1987 kongenial verfilmt!

Kommentare: 3
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M

Rezension zu "The Thief of Always" von Clive Barker

Nice story, but didn't carry me away
misspidervor 2 Jahren

A fast and entertaining fantasy/horror read, though I found it to be very simply as well. The plot was OK, but it didn't excite me that much, and I wondered how old the author was when writing this book, as it gives off a very strong 'early work' vibe. The plot could have been more elaborate, as I thought of some scenes as rushed and unfinished, while others seemed completely unnecessary to drive the plot forwards and only there to create a creepy or weird moment. Nice story, but it didn't carry me away as much as I expected.

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Rezension zu "Cabal" von Clive Barker

Wer sind hier die Monster?
Serkalowvor 2 Jahren

Das erste Mal kam ich mit der Geschichte in Berührung, als ich in meiner Jugend einen Radiowerbespot zum Kinofilm »Cabal« hörte. Ja, so etwas gab es damals. Der Rundfunk machte Werbung für das Kino, ich hörte den Spot im »Westradio« konnte den Film aber nicht sehen, da ich auf der anderen (falschen) Seite der Mauer lebte.

Woran ich mich immer noch erinnere, ist dieser geschriene Satz in dem Radiospot: »Du darfst da nicht runter gehen!«.

Jahre später konnte ich den Film dann endlich auch auf VHS sehen. (»Hellraiser« war übrigens der erste Film, den ich nach dem Mauerfall überhaupt auf Video sah.) Sicher, »Cabal« der Film ist kein cineastisches Meisterwerk. Die Grundaussage hinter der Geschichte, faszinierte mich allerdings bereits damals, ebenso wie heute.

Heute. Jahre später, in denen ich natürlich auch »Hellraiser«, »Die Bücher des Blutes«, »Imajica«, »Coldheart Canon«, »Das scharlachrote Evangelium« und und und gelesen habe.

»Cabal« habe ich nun zum zweiten Mal gelesen. Zunächst bestätigt es mich in meiner Ansicht, dass Clive Barker ein verdammtes Genie ist. Das er sein gesamtes Maß an schriftstellerischer Genialität meiner Meinung nach allerdings nur in den kürzeren Werken entfaltet. Außer »Imajica« habe ich kein dickeres bzw. längeres Buch von ihm zu Ende gelesen.

»Cabal« ist eine kleine, feine Horrorgeschichte, die (sicherlich bei ihrem Erscheinen) eine der wenigen ist (war), die die Frage offen stellt: »Wer sind eigentlich die Monster?«. Die »Missgebildeten«, die, die anders sind oder doch wir, die Menschen, die alles abschlachten, was ihnen nicht passt, was sie einfach nur nicht verstehen? Weil anders sein so bedrohlich wirkt? Weil es so viel schwerer ist, sich mit dem Anderssein auseinanderzusetzen, als es zu verdammen und zu vernichten?

Doch selbst in dieser Betrachtungsweise verzichtet Barker zum Glück auf Schwarz-Weiß-Malerei. Auch unter den Menschen gibt es natürlich verschiedene Abstufungen und die vermeintlichen Freaks, denen sicherlich die Sympathie des Autors gehört, sie sind auch nicht einfach alles nur »edle Wilde«.

Schriftstellerisch zeigt »Cabal« sehr gut die Stärken seines Schöpfers. Clive Barker ist in seinen Formulierungen, den Worten, den Adjektiven, den Sätzen, die er findet, um seine Kreaturen aufs Papier zu bringen, einfach nur ein Genie.
Da kommt kein Film, kein Comic mit. Diese einzigartige Mischung aus detaillierten Beschreibungen und doch in vagen Andeutungen verbleibend ... keine Filmfigur ist so beeindruckend wie Barkers Beschreibungen der Zenobiden im ersten Kapitel von »Hellraiser«. Kein Plastikmonster so faszinierend wie der »zerstückelte Gott« in »Cabal«.
Die Kürze der Story schafft mit ihrer stringent fortgeführten Handlung darüber hinaus etwas, was in den dickeren Werken Barkers des Öfteren mal extrem ausufert, zerfasert und so bei mir für Langeweile gesorgt hat.

In meinen Augen ist »Cabal« eine poetische Horrorstory, die ohne mit dem mahnenden Zeigefinger aufzuwarten, eine immer noch eine beängstigend aktuelle Botschaft aussendet.

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Zusätzliche Informationen

Clive Barker wurde am 05. Oktober 1952 in Liverpool (Großbritannien) geboren.

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