Clive Barker Cabal

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Inhaltsangabe zu „Cabal“ von Clive Barker

Dr. Decker, vorgeblich ein angesehener Psychiater, ist in Wahrheit ein Serienmörder, der seine barbarischen Taten unter einer Maske verborgen begeht. Als sein Patient Boone die Untaten in Träumen sieht, stellt Decker ihm eine Falle, um ihm die Morde in die Schuhe zu schieben. Doch in seinen Träumen erblickt Boone noch einen anderen Ort, Midian, eine unterirdische Stadt der Ausgestoßenen und Monster, die er verzweifelt sucht. Erst als er auf Betreiben Deckers von der Polizei erschossen wird, findet er jedoch das Ziel seiner Träume und erkennt, welches Schicksal ihm vorherbestimmt ist.
Mit seinen Büchern des Blutes etablierte sich Clive Barker in den 1980er Jahren mit einem Schlag als einer der originellsten und versiertesten Horror-Autoren. Werke wie Weaveworld (1987), Imajica (1991) und Das Sakrament (1996) (Link) transzendieren jegliche Genregrenzen. Neben seinen literarischen Werken hat sich Barker als Maler und Filmregisseur einen Namen gemacht.

Ein Meisterwerk und Klassiker der Horrorliteratur. Clive Barker, als er noch ein Meister seines Fachs war.

— Schnick

Für mich ein Meisterwerk moderner Horrorliteratur.

— Serkalow

Kleine Horrorgeschichte aus der Feder des Hellraiser-Schöpfers. Interessante Grundidee, aber die Umsetzung konnte mich nicht recht fesseln.

— darkchylde

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  • Wer sind hier die Monster?

    Cabal

    Serkalow

    13. March 2018 um 12:54

    Das erste Mal kam ich mit der Geschichte in Berührung, als ich in meiner Jugend einen Radiowerbespot zum Kinofilm »Cabal« hörte. Ja, so etwas gab es damals. Der Rundfunk machte Werbung für das Kino, ich hörte den Spot im »Westradio« konnte den Film aber nicht sehen, da ich auf der anderen (falschen) Seite der Mauer lebte.Woran ich mich immer noch erinnere, ist dieser geschriene Satz in dem Radiospot: »Du darfst da nicht runter gehen!«.Jahre später konnte ich den Film dann endlich auch auf VHS sehen. (»Hellraiser« war übrigens der erste Film, den ich nach dem Mauerfall überhaupt auf Video sah.) Sicher, »Cabal« der Film ist kein cineastisches Meisterwerk. Die Grundaussage hinter der Geschichte, faszinierte mich allerdings bereits damals, ebenso wie heute.Heute. Jahre später, in denen ich natürlich auch »Hellraiser«, »Die Bücher des Blutes«, »Imajica«, »Coldheart Canon«, »Das scharlachrote Evangelium« und und und gelesen habe.»Cabal« habe ich nun zum zweiten Mal gelesen. Zunächst bestätigt es mich in meiner Ansicht, dass Clive Barker ein verdammtes Genie ist. Das er sein gesamtes Maß an schriftstellerischer Genialität meiner Meinung nach allerdings nur in den kürzeren Werken entfaltet. Außer »Imajica« habe ich kein dickeres bzw. längeres Buch von ihm zu Ende gelesen.»Cabal« ist eine kleine, feine Horrorgeschichte, die (sicherlich bei ihrem Erscheinen) eine der wenigen ist (war), die die Frage offen stellt: »Wer sind eigentlich die Monster?«. Die »Missgebildeten«, die, die anders sind oder doch wir, die Menschen, die alles abschlachten, was ihnen nicht passt, was sie einfach nur nicht verstehen? Weil anders sein so bedrohlich wirkt? Weil es so viel schwerer ist, sich mit dem Anderssein auseinanderzusetzen, als es zu verdammen und zu vernichten?Doch selbst in dieser Betrachtungsweise verzichtet Barker zum Glück auf Schwarz-Weiß-Malerei. Auch unter den Menschen gibt es natürlich verschiedene Abstufungen und die vermeintlichen Freaks, denen sicherlich die Sympathie des Autors gehört, sie sind auch nicht einfach alles nur »edle Wilde«. Schriftstellerisch zeigt »Cabal« sehr gut die Stärken seines Schöpfers. Clive Barker ist in seinen Formulierungen, den Worten, den Adjektiven, den Sätzen, die er findet, um seine Kreaturen aufs Papier zu bringen, einfach nur ein Genie. Da kommt kein Film, kein Comic mit. Diese einzigartige Mischung aus detaillierten Beschreibungen und doch in vagen Andeutungen verbleibend ... keine Filmfigur ist so beeindruckend wie Barkers Beschreibungen der Zenobiden im ersten Kapitel von »Hellraiser«. Kein Plastikmonster so faszinierend wie der »zerstückelte Gott« in »Cabal«.Die Kürze der Story schafft mit ihrer stringent fortgeführten Handlung darüber hinaus etwas, was in den dickeren Werken Barkers des Öfteren mal extrem ausufert, zerfasert und so bei mir für Langeweile gesorgt hat.In meinen Augen ist »Cabal« eine poetische Horrorstory, die ohne mit dem mahnenden Zeigefinger aufzuwarten, eine immer noch eine beängstigend aktuelle Botschaft aussendet.

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