Rassant, spannend und absolut bildgewaltig. Was für ein Szenario.
Inhalt: Es gibt sie, die revolutionäre Technologie, mit der man Naturgewalten erzeugen und beherrschen kann. Da ist jemand, der sie gezielt gegen die USA einsetzen will, ums ich für vermeintliches Unrecht zu rächen.
Gestützt von einem Teilichenbeschleuniger, welcher alte Ölbohrplattformen wie eine Art Antenne benutzen will, macht sich ein skrupelloser Mann daran, diese Technologie gezielt dafür zu nutzen, in der ganzen Welt Schaden anzurichten. – Er erzeugt einige Naturkatastrophen und eigenartige Vorfälle auf See, die die NUMA auf den Plan rufen. Und die schicken ihr Dreamteam Kurt Austin und Joe Zavala auf den Plan, die auch recht schnell herausfinden können, an was diese seltsamen Vorkommnisse liegen. – Allerdings wird es schwer, dem Urheber das Handwerk zu legen, da dieser der NUMA zumindest in technischer Angelegenheit zumindest mal ebenbürtig ist.
Mein Leseerlebnis: Schon der Einstieg in die Handlung wirft mal wieder Fragen auf, die mich auf die Handlung mal mehr als neugierig gemacht haben. – Da gerät ein Schiff, welches eigentlich nur ganz harmlos Fracht von A nach B transportiert in eine Havarie und dann in Seenot. Die Ursache scheint erst einmal sehr mysteriös zu sein, denn nichts gerät einfach mal so in Brand. Schon gar kein Mensch. Aber die Ursache kann sich der Leser dann schon recht schnell zusammenreimen, wenn er es mit dem Teilchenbeschleuniger zusammenbringt und schon einmal etwas von einer Strahlenwaffe gehört hat, von der ja schon in mehreren Büchern die Rede war. Ob es dies allerdings dann jetzt auch wirklich gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das Team um Kurt Austin läuft mal wieder zu Hochtouren auf, fährt sämtliches technisches Spielzeug auf, welches sie besitzen oder irgendwie schnell zusammenbasteln können und begibt sich in Lebensgefahr. – Besonder die Trouts machen hier ein Erlebnis durch, welches ich mir hochgradig schrecklich vorstelle. Wenn man wirklich in einem kleinen Uboot gefangen ist und ganz genau weiß, dass der Ausweg schwer bis unmöglich wird, macht das doch etwas mit den eigenen Nerven. – Eine tragische Randgeschichte innerhalb des großen Gefüges.
Die Szenen, welche sich beim Feind abspielen, wenn man mitbekommt, was das für eine Waffe ist und was mit ihr alles möglich ist, habe ich hier am interessantesten gefunden. Zum Einen kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es genau so skrupellose Menschen gibt und auf der anderen Seite fand ich die Technologie so hochgradig faszinierend, dass ich sie lieber für etwas Gutes genutzt gesehen hätte.
Es entspinnt sich ein technikgewaltiger Wettlauf gegen die Zeit, in der Kurt Austin mal nicht hinter jedem Rockzipfel her ist, sondern der Rockzipfel eher hinter ihm. Eine erfrischende Abwechslung, die wirklich gern so bleiben kann.
Das Finale war dann mal wieder voller gewaltiger Bilder und einer wirklich gewaltigen Vorstellung von einem Kampf gegen Leben und Tod. Allein die Verantwortung als einzelner Mann die letzte Hoffnung für eine ganze, nicht gerade kleine, Stadt zu sein, ist alles andere als einfach.
Fazit: Es war in jedem Fall global, was Kurt Austin hier verhindern musste. Die hier so bedrohliche Technologie schenkt dem Begriff einer „Langdistanzwaffe“ auf jeden Fall mal eine komplette neue Bedeutung.
Ich hatte nur teilweise ein Kopfkino vor meinem geistigen Auge, war aber die ganze Zeit auf einer anderen Ebene komplett gefesselt und in der Handlung gefangen. Zum Einen konnte ich nicht fassen, dass etwas potentiell so Gutes so missbraucht werden sollte und dann eben auch, was so ein harmlos wirkender Strahl am Ende dann doch anrichten kann.
Die technischen Details zeugen hier in jedem Fall einmal mehr von einer großen und umfangreichen Fachkenntnis. Allerdings haben sich eben diese Details hier gut in die Handlung eingefügt und dies nicht gesprengt. Ich als Laie, habe einiges gelernt, neues gehört, war aber von der Technik nicht überfordert. Das ist in jedem Fall ein großer Vorteil.
Dieses Buch hat mich in jedem Fall aus meiner drohenden Leseflaute wieder befreit und mir die Lust an Geschichten und Abenteuern neu entfacht.
Ich kann nicht nur dieses Buch, ich kann eigentlich die ganze Reihe von und mit Kurt Austin wirklich sehr empfehlen und allen Thrillerfans sehr ans Herz legen. Ich verstehe nicht, wie man das „nur“ als Roman bezeichnen kann.







































