Clive Cussler Der Todesflieger

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Inhaltsangabe zu „Der Todesflieger“ von Clive Cussler

Mitten im Frieden wird die amerikanische Luftwaffenbasis Brady Field auf der griechischen Insel Thasos angegriffen von einem Albatros-Doppeldecker aus dem Ersten Weltkrieg, der die auf dem Rollfeld stehenden Flugzeuge in Brand schießt. NUMA-Major Dirk Pitt nimmt die Jagd auf den Todesflieger auf...

Typisch gutes Buch von Clive Cussler.

— Desas

fand es nicht so spannend wie die anderen Bücher über Dirk Pitt.

— dieben

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    Der Todesflieger

    Stefan83

    08. October 2011 um 14:54

    Clive Cussler ist heute (zumindest finanziell) einer der erfolgreichsten Autoren der Welt. Seine Bücher werden in mehr als 100 Ländern dieser Welt verkauft. Verdanken tut er dies in erster Linie seinem Serienheld Dirk Pitt, eine Mischung aus Indiana Jones und James Bond, welche beharrlich seit dem Jahre 1973 unter oder oberhalb der Wasserfläche unseren blauen Planeten vor jeder Bedrohung rettet, um anschließend mit einer wohlgeformten Schönheit in den Sonnenuntergang zu reiten. Dabei stand der Start der Reihe anfangs noch unter keinem guten Stern. Die Veröffentlichung des Debütwerks „The Mediterranean Caper“ (dt. „Der Todesflieger) blieb weitgehend unbemerkt. Selbiges galt für den Nachfolger „Iceberg“ (dt. „Eisberg“). Bereits nach gut drei Jahren schien Cussler Autorenkarriere schon beendet, als mit dem dritten Abenteuer Pitts „Raise the Titanic!“ (dt. „Hebt die Titanic!“) endlich der lang ersehnte Durchbruch gelang, dem im Jahre 1980 sogar eine kommerziell äußerst gewinnbringende (wenn auch von der Kritik zerrissene) Verfilmung folgte. Im Schatten der darauf folgenden Bände ist Cusslers Erstling beinahe in Vergessenheit geraten, was jedoch auch, mit objektiver Ehrlichkeit betrachtet, durchaus nachvollziehbar ist, denn obwohl „Der Todesflieger“ bereits einen Großteil der Elemente in sich trägt, welche später die Dirk-Pitt-Reihe so beliebt machen sollten, bietet eher inhaltlich sowie stilistisch doch eher magere und überschaubare Kost. Die Geschichte nimmt ihren Anfang im nördlichen Teil des Ägäischen Meers, genauer gesagt auf der griechischen Insel Thasos. Direkt vor deren Küste liegt hier mit der „First Attempt“ ein Forschungsschiff der NUMA (National Underwater and Marine Agency) vor Anker, um ein Exemplar des „Hexenfischs“ in der Tiefe des Meeres zu fangen. Eine Fischart, die seit Millionen von Jahren als ausgestorben gilt, jedoch vermehrt von den Einheimischen gesehen worden sein will. Zum Verdruss des Schiffskommandanten Rudi Gunn macht der Fisch seinem Namen alle Ehre, den jedweder Versuch dem Schuppenträger habhaft zu werden, scheitert durch seltsame technische Pannen. Ist die „First Attempt“ verhext worden? Oder steckt gar Sabotage dahinter? Um die seltsamen Vorgänge aufzuklären, schickt Admiral Sandecker seinen besten Mann, Major Dirk Pitt, nach Thasos. Bevor dieser jedoch überhaupt an Bord gehen kann, werden er und sein Begleiter Al Giordino Zeuge eines merkwürdigen Zwischenfalls. Ein gelbes „Albatros“-Flugzeug, ein Modell aus dem Ersten Weltkrieg, fliegt mehrere Angriffe auf die amerikanische Luftwaffenbasis Brady Field auf Thasos und zerstört nacheinander die dort stationierten Flugzeuge der Air Force. Nur dank Pitts beherztem Eingreifen kann der Angreifer vertrieben werden, was die Bodenmannschaft mit enthusiastischem Jubel kommentiert. Nach einer durchzechten Nacht macht Pitt am Strand schließlich die Bekanntschaft der schönen Deutsch-Griechin Teri, welche ihn kurzerhand auf das Anwesen ihres alten Onkels einlädt. Bruno von Till, so dessen Name, stellt sich als Reeder und ehemaliger Flügelmann von Leutnant Kurt Heibert, dem „Mazedonischen Falken“, vor. Dieser war bis zu seinem spurlosen Verschwinden im Anschluss eines Kampfeinsatzes einer der besten deutschen Piloten des Ersten Weltkriegs. Pitt, der schnell eine Verbindung zum „Albatros“-Angriff auf Brady Field herstellt, fühlt von Till näher auf den Zahn, welcher daraufhin den Abend für beendet erklärt und seinen Gast durch einen Seiteneingang des Hauses verweist. Dieser Seiteneingang entpuppt sich jedoch schnell als düsteres Labyrinth. Und als Pitt in der Finsternis das Knurren von Tills Schäferhund hört, wird ihm klar, dass er wohl in ein Wespennest gestochen hat … Vorneweg: Auch wenn es sich bei „Der Todesflieger“ um den ersten Roman mit Dirk Pitt in der Hauptrolle handelt, spielt die Geschichte nach den Ereignissen von „Im Todesnebel“. Das nur als Info für alle diejenigen Leser, welche einer Serie gern der Reihe nach genießen wollen. Und jetzt zum Buch selbst: Wer bis dato nur die späteren Pitt-Abenteuer kannte oder (schlimmer noch) bisher noch keinen Cussler gelesen hat, dem steht eine echte Überraschung bevor, denn der knapp 250-seitige Erstling des Amerikaners gehört mit Abstand zu den schwächsten Vertretern dieser Reihe. Das liegt in erster Linie an der Hauptfigur Dirk Pitt. Vom herrlich schwarzhumorigen, schlagfertigen Charme-Bolzen mit Nehmerqualitäten ist hier erst allenfalls das Grundgerüst zu erahnen. Pitt ist von Seite eins an ein wahrer Unsympath, der grundlos um sich blafft und regelmäßig zu cholerischen Anfällen neigt, dessen Zielscheibe besonders sein ja eigentlicher bester Kumpel Al Giordino zu sein scheint. Der wurde im Erstling noch zum tumben Italiener fürs Grobe degradiert. Seine einzige Rolle in der Handlung ist es, dem stets in irgendwelche Fallen stürmenden Pitt den Hintern zu retten. Über die Gedanken- und Gefühlswelt beider Figuren schweigt sich Cussler übrigens komplett aus, was dazu führt, dass viele Handlungen der Charaktere für den Leser absolut nicht nachvollziehbar sind. Bestes Beispiel ist die Szene von Pitts und Teris erstem Zusammentreffen. Gerade mal knappe drei Minuten miteinander bekannt, zieht der amerikanische Major der um ihren verstorbenen Mann trauernden Schönheit den Handrücken durchs Gesicht. „Warum schlagen Sie mich?“ (…) „Weil Sie es nötig haben, dringend nötig.“ Im Anschluss an dieses Gespräch wird dann gleich schnell noch ein Quickie eingeschoben. Hach, wir herrlich unkompliziert die Welt doch ist. Aber vielleicht war das auch einfach nur der Zeitgeist der 70er. Fakt ist: Aus heutiger Sicht schüttelt man hier entweder ungläubig den Kopf oder hält sich ob der ungewollten Komik den Bauch vor Lachen. Ansonsten kommt der Humor für ein Pitt-Abenteuer deutlich zu kurz, was ebenfalls den stereotyp gezeichneten Figuren anzulasten ist. Selbst ein James Bond-Film könnte wohl einen Böseswicht nicht besser ins Scheinwerferlicht stellen, als Cussler hier Bruno von Till. Der „Scheißdeutsche“ (O-Ton Pitt) stinkt geradezu nach Nazi-Vergangenheit und preußischer Herablassung. Das Cussler dazu zwischen den Begriffen Deutscher und Nazi keinerlei Unterschiede zu machen scheint bzw. kennt, gibt der Geschichte einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Dieser wird noch unbekömmlicher durch das heroische Auftreten aller beteiligten Amerikaner, welche, ob Forscher, Fotograf oder Laborratte, todesmutig in die dunklen Fluten springen, um die Welt zu retten. An vorderster Front steht natürlich dabei immer Dirk Pitt, dessen unverletzte Körperteile man am Ende des Buches wohl mit einer Hand abzählen kann. „Na und? In späteren Pitt-Abenteuern ist das doch auch nicht anders“, wird jetzt sicher der ein oder andere denken. Das mag sein. Im Gegensatz zu diesen versucht Cussler hier jedoch dem Ganzen noch einen ernsten und tiefgründigen Anstrich zu verleihen. Ein Ansinnen, das bei all der Theatralik und dem ekelerregenden Heldenpathos allerdings auf ganzer Linie scheitern muss. Was bleibt letztlich Positives? Für ein paar Stunden bietet auch „Der Todesflieger“ eine gewisse Kurzweil, wobei man sich halt stets das Alter des Buchs sowie den Erstlingscharakter vor Augen führen muss. Zudem bietet das Ende, in dem sich Dirk Pitt auch noch als Meister der Kombinationsgabe erweist, die ein oder andere kleine Überraschung. Große gibt es, dafür wird zu früh deutlich wie und wohin der Hase läuft, leider nicht. Insgesamt ist „Der Todesflieger“ ein ziemlich maues Debütwerk, das nur denjenigen empfohlen sei, welche unbedingt alle Pitt-Abenteuer gelesen haben und die Ursprünge von Cusslers Erfolgsgeschichte kennen lernen wollen. Neueinsteigern sollten lieber nach „Operation Sahara“ oder „Inka-Gold“ greifen und um dieses Buch einen größeren Bogen machen.

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  • Rezension zu "Der Todesflieger" von Clive Cussler

    Der Todesflieger

    Jens65

    21. May 2008 um 23:23

    Das dünne Buch beinhaltet eine tolle, äußerst spannende Abenteuergeschichte, die alles für ein paar Stunden Lesevergnügen beinhaltet. Der Autor hat es wunderbar verstanden, die 249 Seiten zu nutzen. Wer ein kurzes, aber dafür intensives Lesevergnügen sucht, der ist mit dieser Neuauflage des Klassikers aus den 1970er-Jahren bestens bedient. Absolut empfehlenswert.

  • Rezension zu "Der Todesflieger" von Clive Cussler

    Der Todesflieger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. January 2008 um 14:05

    Merkwürdiges ist im Gange als Dirk Pitt um Hilfe gebeten wird eine Reihe von “zufälligen” Pannen und Defekten auf einem NUMA* -Forschungsschiff, das Nähe Griechenland vor der Insel Thasos ankert, aufzuklären. Noch merkwürdiger ist, das er, kurz nach erreichen des Luftraumes mit seiner Maschine, einen Hilferuf einer nahe gelegenen Luftwaffenbasis der amerikanischen Airforce aufschnappt die von einem unbekannten Flugzeug angegriffen wird. Mit flotten Flugmanövern und einigen gezielten Schüssen seines Freundes und Weggefährten Al Giordino lässt sich der Feind in die Flucht schlagen. Jedoch kein hochgerüsteter Kampfjet hatte es auf die Basis abgesehen sondern ein knallgelber Doppeldecker aus den Beständen der deutschen Luftwaffen anno 1915. Nach einem ereignisreichen Tag wie diesem hat sich Pitt eine ruhige Nacht mehr als verdient aber der Schlaf will sich nicht so recht einstellen so daß er in aller Herrgottsfrühe an den Strand geht um dort eine Runde zu schwimmen. Dort trifft er auf die junge und (natürlich) attraktive Teri die ihn auf ein Abendessen zu sich nachhause einlädt. Soll heißen, zu ihrem Onkel bei dem sie wohnt. Jener scheint mit einer kleinen Flotte von Handelsschiffen, die er sein eigen nennt, zu seinem Geld gekommen zu sein. Der Onkel stellt sich als Bruno von Till vor und brandmarkt sich hier auch gleich als Deutscher und bald auch als Superschurke. Der Abend scheint lauschig zu werden bis die Sprache auf den Angriff mit dem alten Doppeldecker kommt. Von Till ist etwas brüskiert und scheint Dirk mit einem mal nicht mehr so nett zu finden. Pitt hingegen hat Blut geleckt und lässt nicht locker da er eine Spur vermutet. Es kommt wie´s kommen muss: Von Till wirft Pitt aus seinem Haus, nein nicht durch die Vordertür sondern durch eine Geheimtür die ihn in ein dunkles Labyrinth führt aus dem es kein entkommen gibt. Gut das er sich Minuten vorher das Buttermesser vom Esstisch gemopst hat, so hat er zumindest einen kleinen Hauch einer Chance gegen die Fleischfressende Bestie die schon im Dunkeln auf ihn wartet um ihm das Lebenslicht auszublasen… Ganz schön aufregend was? Und ja, bevor die Frage kommt, es ist ein Buttermesser. Wenn man einen Clive Cussler liest darf man sich über nichts wundern. [b]The Mediterranean Caper[/b] ist Cusslers zweiter Roman und somit eines seiner Frühwerke. Warum man damals zögerte ihn aufzulegen ist mir zwar kein Rätsel aber doch etwas unverständlich. Der Schreiberling präsentiert einen straffen Plot den er, mit brauchbaren Charakteren, recht flott erzählt. Die Geschichte hat ihre spannenden Momente und wenn man nicht zu viel in punkto Charakterentwicklung und logischer Schlussfolgerung erwartet kann man mit diesem Buch mehr als glücklich werden. Mit diesem Buch, wie auch mit seiner ganzen Dirk Pitt- Reihe (17 Bände), spricht Cussler eindeutig das Kind im Manne an. Wilde Abenteuer, exotische Schauplätze und (natürlich) schöne Frauen. Dieser Mix hat der Serie über die Jahre hinweg den Ruf eingebracht eine Mischung aus Indiana Jones und James Bond zu sein, wohingegen eher die frühere Periode mit Sean Connery ins Auge zu fassen ist. Dort waren die Guten noch richtig gut und die Bösen noch richtig böse so das in den Filmen wie auch in den Pitt- Büchern kein Antagonist unter der Minimumvoraussetzung “Superschurke” zu finden ist. Auch Pitt scheint das Glück gepachtet zu haben. Egal wie brenzlig die Situation ist, irgendjemand/oder etwas, kommt ihm in der letzten Sekunde immer zu Hilfe so das er sich wieder herauswinden kann. Diese leichte Comichaftigkeit, oder auch leicht überspitzte Darstellung der Charaktere dürfte wohl der einzig wirkliche Kritikpunkt sein für Leute die sich daran stören. Alle anderen finden einen netten Unterhaltungsroman den man am Sandstrand Griechenlands ebenso genießen kann wie am heimischen Baggersee bei 30° im Schatten. *[i]National Underwater and Marine Agency[/i]

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