Coco Zinva Mucksmäuschenstill

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Inhaltsangabe zu „Mucksmäuschenstill“ von Coco Zinva

Eine grölende Gruppe von Studenten kommt auf mich zu. Ich weiß nicht, wohin ich ausweichen soll. Die bemerken mich nicht mal. Ein Ellenbogen trifft mich in die Seite und reißt mich mitsamt dem Bücherstapel, den ich in meinen Händen balanciere, zu Boden. Verflucht! Wie peinlich! Jetzt besitzt der Kerl auch noch die Frechheit, mich anzuschnauzen. Ich kann doch nichts dafür, dass der Muskelprotz seine hübschen Augen nicht zum Gucken benutzt! Und ich? Ich bleibe stumm, sehe ihm nur wütend nach, aber kein einziger Ton kommt über meine Lippen. ›Vollidiot!‹, denke ich und wünschte, ich könnte es ihm nachrufen. Alles ist wie immer und ich kann nichts daran ändern. ...oOo...oOo...oOo... Valentin ist stumm. Meist bleibt er für sich allein, da sich soziale Kontakte für ihn sehr schwierig gestalten. Doch der schöne und bei allen beliebte Leon scheint sich trotzdem für ihn zu interessieren. Mit immensem Selbstbewusstsein und einem Wahnsinnslächeln verdreht er dem zurückhaltenden Valentin den Kopf.

sehr emotional

— annlu

Sehr süße und romantische Geschichte. Absolut lesenswert.

— RicardoEff

Toll geschrieben und einfach nur schön :-) Ein Highlight in meinem bisherigen Lesejahr!

— ShangriLadj
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  • Liebe ohne Worte

    Mucksmäuschenstill

    annlu

    17. September 2017 um 18:00

    Okay, ich bin wirklich schwul. Aber eigentlich ist das auch egal, denn ich war noch nie und werde wohl auch niemals jemanden so nahe sein, dass das eine Rolle spielt. Zehn Jahre ist es her, dass Valentin nicht nur seinen geliebten Bruder, sondern auch seine Stimme verloren hat. Nun wechselt er auf eine neue Uni und erwartet von den Menschen in seiner Umgebung das Gleiche wie immer – Neugier, Faszination aber auch Ekel. Eigentlich will er nur in Ruhe gelassen werden, als ihn ausgerechnet der Schönling Leon anspricht. Der will Nachhilfeunterricht von ihm. Und plötzlich ist da jemand, der ihn ganz anders behandelt als die anderen. Das führt dazu, dass er sich schon bald in Leon verliebt – nur der scheint sich über seine Gefühle nicht so klar zu sein. Die Geschichte beginnt mit dem Grund für Valentins Stummheit. An seinem vierzehnten Geburtstag haben er und sein großer Bruder einen Verkehrsunfall, der den einen tötet und den anderen einer Menge Operationen aussetzt, bei denen Probleme bei der Intubation seine Stimmbänder verletzten. So startet die Geschichte sehr emotional. Auch im weiteren Verlauf wird sein Bruder immer wieder erwähnt, was ich sehr traurig empfand. Seine schlechten Erfahrungen haben dazu geführt, dass Valentin keine sozialen Kontakte pflegt, von allen nur das schlechteste erwartet und sich oft selbst bemitleidet. Auch von mir hat er eine Menge Mitleid kassiert. Allerdings führt seine Begegnung mit Leon dazu, dass er auch über sein Verhalten nachdenkt und zu dem Schluss kommt, dass auch er seinen Beitrag zur Verständigung mit anderen beitragen kann. So wird er – zumindest in dieser Hinsicht – im Laufe der Geschichte reifer. Seine Unerfahrenheit in Bezug auf seine Sexualität allerdings bringt ihn besonders zu Beginn des Buches in die ein oder andere Situation, die auch unschön ausgehen hätte können. Da benahm er sich sehr naiv.  Auch Leons Charakter veränderte sich im Laufe der Geschichte. Während er zu Beginn als ein sehr beliebter Schönling vorgestellt wird, der offen mit seiner Homosexualität umgeht und sehr selbstbewusst ist, zeigte er danach andere Seiten an sich. Auch er hat Probleme, denen er sich stellen muss und sucht Hilfe bei ihrer Bewältigung. Fazit: Eine Geschichte, die sehr emotional auf mich gewirkt hat. Die Liebesgeschichte steht im Mittelpunkt, mich haben aber mehr die Ereignisse rund um die Personen interessiert, die deren Charakter geprägt haben. Valentin fand ich von Beginn an sympathisch und habe mit ihm mitgehofft und mitgelitten.

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  • Wahre Liebe kennt keine Handikaps

    Mucksmäuschenstill

    RicardoEff

    22. August 2016 um 12:14

    Der seit einem Unfall vor zehn Jahren stumme Valentin wechselt mit 24 Jahren an eine neue Uni. Dort trifft er auf den smarten und gut aussehenden Leon, der ihn überraschend um Mathenachhilfe bittet, da er eine sehr wichtige Prüfung unbedingt bestehen muss. Leon geht auf den introvertierten Val, wie ihn Leon kurz nennt, sehr ein und so klappt es auch mit der Nachhilfe. Bei dem Treffen kommen sich die beiden schon sehr nahe und Leon will mit Val schlafen. Dieser ist jedoch völlig unerfahren und wehrt dies erschrocken ab. Leon ist untröstlich und bemüht sich in der Folge noch mehr um Val, so dass die beiden eine zärtliche, aber zunächst lockere Liaison beginnen. Leon hat das Image eins promisken Draufgängers, doch Valentin offenbart er seine Probleme, seine Unsicherheit und seine Schwächen ganz offen. Leon tut sich aber mit einer festen Beziehung ebenso schwer, wie mit dem Verhältnis zu seinem Vater. So schwankt er ständig zwischen Nähe und Distanz zu Val. Dieser ist ob der ständigen Wechsel mehr als verwirrt. Als Leon seine Prüfung vergeigt, bricht für ihn alles zusammen. Nur Val ist jetzt für ihn da.Die Story ist wirklich sehr süß geschrieben. Mir hat es sehr gut gefallen in die Gedankenwelt von Valentin einzutauchen. Die Gefühle die ihn beschäftigen und wie er sein Handicap meistert, das ist wirklich Klasse. Die Stummheit sowie die extrem negativen Reaktionen darauf, kamen mir jedoch etwas unrealistisch vor. Ich habe noch nie miterlebt oder davon gehört, dass sich jemand so negativ gegenüber einem Stummen verhält. Die Reaktionen finde ich daher schon dramatisiert. Valentin ist durch seine Stummheit in eine passive Rolle gezwungen und durch seine zusätzliche Introvertiertheit sehr kontaktscheu. Leon bricht dies auf und verhilft ihm zu mehr Selbstbewusstsein. Beide entwickeln sich im Roman weiter und das ist sehr spannend zu verfolgen. Die romantischen Szenen fand ich ziemlich schön. Was mich störte, ist der häufige Hinweis auf das gute Aussehen von Valentin und Leon. Sogar die Hetero-Jungs erwähnen, wie hübsch Valentin aussieht. Das ist leider unrealistisch, denn so etwas habe ich - gerade in dieser Altersklasse - noch nie gehört. Ich glaube, das liegt daran, dass eine Frau den Roman geschrieben hat. Trotzdem hat mir die Geschichte ausgesprochen gut gefallen. Beide Jungs sind ausgesprochen sympathisch und wie sie zueinander finden und sich zärtlich lieben, das ist schon herzerfrischend. Wer die Grundlagen des Romans akzeptiert, findet hier eine sehr süße und romantische Geschichte vor. Absolut lesenswert.

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  • Mucksmäuschenstill - Zum mitfühlen ohne Kitsch

    Mucksmäuschenstill

    ShangriLadj

    22. April 2015 um 11:15

    Klappentext "Eine grölende Gruppe von Studenten kommt auf mich zu. Ich weiß nicht, wohin ich ausweichen soll. Die bemerken mich nicht mal. Ein Ellenbogen trifft mich in die Seite und reißt mich mitsamt dem Bücherstapel, den ich in meinen Händen balanciere, zu Boden. Verflucht! Wie peinlich! Jetzt besitzt der Kerl auch noch die Frechheit, mich anzuschnauzen. Ich kann doch nichts dafür, dass der Muskelprotz seine hübschen Augen nicht zum Gucken benutzt! Und ich? Ich bleibe stumm, sehe ihm nur wütend nach, aber kein einziger Ton kommt über meine Lippen. ›Vollidiot!‹, denke ich und wünschte, ich könnte es ihm nachrufen. Alles ist wie immer und ich kann nichts daran ändern. " Valentin ist stumm. Meist bleibt er für sich allein, da sich soziale Kontakte für ihn sehr schwierig gestalten. Doch der schöne und bei allen beliebte Leon scheint sich trotzdem für ihn zu interessieren. Mit immensem Selbstbewusstsein und einem Wahnsinnslächeln verdreht er dem zurückhaltenden Valentin den Kopf. Cover und Kaufentscheid Es handelt sich um ein Buch aus dem Gay-Romance Genre. Gekauft habe ich es ehrlich gesagt ohne grosse Erwartungen daran zu haben. Es ist auf Grund anderer Käufe einfach in meinen Empfehlungen gelandet und ich fand den Titel sehr interessant und das Cover ansprechend. Leseerfahrung Ich hab das Buch sofort nach dem Kauf "so zwischendurch" lesen wollen. Mit dem zwischendurch wurde dann eine ganze Nacht lesen weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben ohne jegliche Übertreibung oder den Kitsch, den man in anderen Geschichten des Genres oft wiederfindet (und durchaus auch ganz schön sein kann ;) ) Die Protagonisten sinde realitätsnah und besonders in Valentin konnte ich mich sehr gut hineinfühlen da die Geschichte ja hauptsächlich in seinem Kopf stattfindet. Ich hatte erst angst, dass ein Buch in dem der Hauptcharakter nicht spricht und somit keine Dialoge vorhanden sind befremdlich sein würde. Weit gefehlt! Ich habe dieses Buch geliebt und bereuhe nur das ich die e-book-Version und keine Printausgabe gekauft habe. FazitAbsolute Leseempfehlung für Leser, die mit dem Genre kein Problem haben.Mein bisheriges Jahreshighlight. Bitte mehr davon!

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