Col Buchanan Farlander - Der Pfad des Kriegers

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Inhaltsangabe zu „Farlander - Der Pfad des Kriegers“ von Col Buchanan

Ein mysteriöser Orden, eine riskante Mission und gewaltige Schlachten – Farlander hat alles, was ein Fantasy-Roman braucht

Das große Reich der Herzlande wird seit Jahrzehnten vom Heiligen Imperium belagert. Inmitten der Kämpfe und politischen Intrigen steht ein mysteriöser Orden mit einem blutigen Geheimnis – die Roshun, Kriegermönche und Assassinen. Ash, einer der Roshun, findet in dem Straßenjungen Nico einen wissbegierigen Schüler, doch schon bald werden sie auf eine gefährliche Mission mitten ins Kriegsgebiet ausgesandt. Eine Mission auf Leben und Tod…

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  • Rezension zu "Farlander - Der Pfad des Kriegers" von Col Buchanan

    Farlander - Der Pfad des Kriegers

    sabisteb

    05. December 2010 um 16:43

    Als der 16 Jahre alte Nico die wechselnden Liebhaber seiner Mutter Reese nicht mehr erträgt, setzt er sich in die nahegelegene Stadt ab. Diese Stadt jedoch wird seit vielen Jahren vom Heiligen Imperium von Mann belagert. Als er fast verhungert beschießt einen alten Mann zu berauben, nimmt sein Schicksal eine neue Wendung. Der so harmlos wirkende 62 Jahre alte Farbige namens Ash, ist Mitglied des geheimen Ordens der Roshun, ein Assasin und Kriegermönch. Ash erkennt Nikos Potential und rettet ihn vor seiner Bestrafung als Dieb unter der Bedingung sein Lehrling zu werden. Noch ahnt Nico nicht, dass er und Ash das Schicksal ihrer Welt verändern werden, je nach dem welchen der beiden Schicksalspfade Ash wählen wird. Den in seiner Aufgabe zu scheitern ohne Schande auf sich zu laden, oder seine Aufgabe zu erfüllen und damit alles zu verlieren. Prinzipiell eine recht innovative Idee, die Col Buchanan hier verfolgt. Die Roshun sind mehr als Mönche und Assassinen, sie sind die Anbieter einer Lebensversicherung. Wer ihr Zeichen trägt ist sicher vor Mord, denn töten man jemanden, der eine solche Lebensversicherung abgeschlossen hat, dann nimmt einem ein Roshun das eigene mörderische Leben. Nur selten ist jemand dumm genug sich mit den Roshun anzulegen, nur Schade, dass der Sohn der Martiarchin des Imperiums von Mann, Kirkus dul Dubois, eben so dumm ist und vorhersehbarer Weise den Zorn der Roshun auf sich zieht. Der Kult von Mann an sich ist brutal, lebensverneinend und grausam. Er errichtet ein totalitäres Imperium, das aufgebaut ist auf Misstrauen, Hass und Grausamkeit und somit auf Dauer ohnehin nicht funktionieren kann und nebenbei einige platte Gemeinsamkeiten zu einer real existierenden, im den USA mit misstrauen betrachteten Religion trägt. Hier betreibt der Autor extreme schwarz weiß Malerei. Es gibt das Böse Imperium und die letzten freien Städte, Häfen und Inseln, die sich tapfer auf verlorenem Posten gegen die Übernahme wehren. Die Geschichte scheint auf einem anderen Planeten zu spielen, einem Planeten mit zwei Monden. So ist es nur konsequent, dass auch die Tier- und Pflanzenwelt anders ist und fremde Namen trägt, leider mit einigen ausnahmen, denn dort scheint es trotzdem Krokodile zu geben und Falken und neben den allgegenwärtigen außerirdischen Zel als Reittier auch Maultiere, Pferde und vor allem auch Ratten… Inkonsequent erscheint auch, dass Nico lieber verhungert und zum Dieb wird, als sich an seinen Onkel (Bruder des Vaters) zu wenden, der ein hoher Militär in der Stadt ist. Es wirkt fast, als wäre dem Autor die Idee, die zwei Handlungsstränge (Nikos und der allgemeinen Kriegshandlungen) über eine verwandtschaftliche Beziehung zu verknüpfen erst mitten im Buch gekommen. Die Kampfszenen sind teils recht blutig und ausführlich beschrieben. Magie oder etwas was man dafür halten kann, taucht immer passend als deus ex machina auf, um die aussichtslose Situation zu retten. Die Protagonisten bleiben leblos und die Geschichte zieht sich über lange strecke hin. Möglicherweise liegt das daran, dass dies der erste Band einer Trilogie ist, andererseits ist selbst die Lehrzeit Nikos eher belanglos und mit Standard Grausamkeiten gespickt. Möglicherweise war dies dem Autor auch irgendwann klar, möglicherweise wurde ihm bewusst, dass er sich auf sehr ausgetretenen und vorhersehbaren Pfaden bewegt, so dass er noch ein paar, leider ebenfalls vorhersehbare, Wendungen einbaut. Fazit: Vorhersehbare, unterdurchschnittliche Fantasykost. Mit teils vorhersehbarer, teils inkonsequenter Handlung, lebloser Staffage und extremer schwarz weiß Malerei.

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